Aurela darf nicht sterben

Vielleicht habt ihr’s schon gehört, gelesen, gesehen – wahrscheinlich aber auch nicht. Einer von uns – ein Blogger, ein Netizen mit einem großen Herzen und viel Engagement hat eine unterstüztenswerte Aktion gestartet, damit ein kleines Mädchen aus dem Kosovo überleben kann.
Es geht um Aurela, gerade ein Jahr alt, die an Leukämie erkrankt ist. Eine Knochenmarktransplantation kann ihr Leben retten, kostet aber irrsinnig viel. Die Eltern können sich das nicht leisten und andere Möglichkeiten gibt es im Kosovo nicht. Aurela kann aber weiterleben, wenn wir alle mitmachen und mit einer kleinen Spende die teure Operation (80.000 bis 250.000 €) finanzieren. Jeder noch so kleine Betrag hilft weiter.
Spenden könnt ihr hier: WorldLifeVision
Aurela
Bitte verbreitet diese Aktion weiter. Ich danke euch.

Legitimate Rape

Dein Rock war zu kurz? Du hast etwas zuviel getrunken? Du bist mit ihm ausgegangen? Er ist dein Ehemann?
Selbst Schuld!

USA: Republikaner Todd Akin spricht in diesen und anderen Fällen von Vergewaltigung von “legitimate rape” und verlangt von vergewaltigten und dadurch schwanger gewordenen Frauen allen Ernstes, das Kind in jedem Fall auszutragen. Ein krasseres Beispiel für rape culture hat es in der letzten Zeit wohl nicht gegeben.
Brief an Todd Akin von Eve Enssler (Huffington Post)
Warum Todd Akin sich nicht nur “versprochen” hat (Slate)

Sexism reloaded – saure Gurke des Tages

So, der Blogumzug ist jetzt erstmal gegessen. Es fehlen noch etliche Bilder aus alten Beiträgen, aber die werde ich mal nachladen, wenn die Zeit dafür ist.

Soweit dazu. :-)

Die saure Gurke des Tages verleihe ich hiermit an “Ferrero”, die sich mit ihrer Erfindung des “Mädchen-Eies” diesen Preis zu Recht verdient haben. Der Hersteller des klassischen “Überraschungseies”, Schokolade mit einer kleinen Spielerei, sind der Meinung, Mädchen haben heutzutage vielfältige Interessen, denen offenbar der Inhalt der klassischen Überraschungseier nicht gerecht wird. Kleine Frage am Rande: Warum wurden dann die Inhalte der Eier nicht einfach um die ach so wichtigen, förderlichen Mädchen-Gimmicks ergänzt? Warum musste ein rosa Ei mit Blümchen her, welches “Blumen-Ringe oder bunte Armbänder mit Tiermotiven – das Basissortiment des Mädchen-Eies hält genauso klassische „Mädchensachen“ bereit (hält), wie auch aktivierende Spielzeuge zum Werfen, Spielen und Malen, Puzzeln und Basteln. Genau die Vielfalt also, die sich die Mädchen von heute wünschen. Und genau die Bandbreite, die Mädchen mädchengerecht anspricht und deren Individualität fördert.”
Offenbar brauchen die Jungs, welche das klassische Ei kaufen (oder gekauft bekommen) weder aktivierende Spielzeuge, noch Spielzeuge, die die Individualität fördern.

Als erster Mädchen-Gimmick sollen die “Winx-Feen” enthalten sein, laut Ferrero “sind die sechs Heldinnen echte kleine Persönlichkeiten, die ihre individuellen Fähigkeiten im Teamwork einsetzen – und somit alle Abenteuer heldenhaft meistern.” Schaut man auf der Internetseite von Winx nur mal nach der Optik der sechs individuellen Persönlichkeiten, so findet man 6 identische Püppchengesichter, die sich lediglich marginal in Haut- und Haarfarbe unterscheiden und mit entsetzlich verzerrten Körperproportionen aufwarten. Kaum die passenden Vorbilder zur Persönlichkeitsentwicklung von Mädchen.

Ich kann nur hoffen, dass viele Eltern (Großeltern, Erziehungsverantwortliche etc.) sich mit dem von Ferrero transportierten Mädchen- und Jungenbild nicht indentifizieren wollen und können und fortan sowohl das “Mädchen-Ei” als auch das klassische “Überraschungsei” boykottieren.

Kriminelle Energie

Offenbar ist meine Seite – obwohl ich schon lange nichts geschrieben habe – immer noch für diverse Angreifer mit erhöhter krimineller Energie interessantes Angriffsziel. Ihr habt\’s doch tatsächlich geschafft, bei meinem Provider eine Abuse-Sperre zu bewirken. Aber egal – das Problem ist behoben – ihr habt euren Spaß gehabt – mit frisch geschärften Messern geht\’s weiter. Natürlich nur im übertragenen Sinne … ;-)

Auf jeden Fall ist mit mir wieder zu rechnen.

Übrigens habe ich die Zeit nicht nutzlos verstreichen lassen, sondern einen Beitrag für einen Sammelband über die Maskulisten verfasst. (Und natürlich vieles anderes im \”echten\” Leben getan.) Wenn euch das Thema interessiert, könnte auch dieses Buch für euch einiges an neuen Informationen bieten. Schaut einfach mal hier – eine Leseempfehlung vom Piratenweib (und anderen). Akzeptabler Preis, interssanter Inhalt.

Also ihr Lieben, ich freue mich auf zukünftige kontrastreiche Diskussionen mit euch – gern hier auf meinem Blog.

Was gesagt werden muss!

Das Schmierentheater rund um Günter Grass\’ Gedicht macht mich wütend. Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass eine Meinung in Deutschland geäußert werden darf? Ist diese Meinung nicht die Meinung vieler, auch der Friedensbewegung?

Sicher, Günter Grass hat eine bunte Vergangenheit, war als Kind in der HJ, mit 17 gar freiwillig in der Waffen SS, hat sich gegen die Wiedervereinigung ausgesprochen und ist mit seinen Überzeugungen im Laufe der Jahrzehnte vielfach angeeckt. Seine Lebensgeschichte zeugt dennoch von einem klugen Geist, der viel Zeit mit intensivem Nachdenken verbracht hat – anders ist sein Wandel vom Nazi-Saulus zum menschenfreundlichen Paulus nicht zu erklären. Viele andere seiner Generation haben diese Wandlung nicht vollzogen. Seine Bücher sind faszinierend und den Nobelpreis für Literatur hat er sich wohlverdient. Darf ein Mensch mit Vergangenheit keine Meinung mehr haben, oder muss er sie für sich behalten und darf sie nicht äußern, schon gar nicht öffentlich?

Was ist nun so schrecklich an Grass\’ neuem Gedicht \”Was gesagt werden muss\”, dass so lautstark die Antisemitismuskeule geschwungen wird oder es gar mit einer Rede von Hitler verglichen wird, wie Brigitte Klarsfeld dies tat? (weiterlesen …)

Weihnachtsgeschenk gesucht?

Für Menschen, die schon alles haben:

Und nicht vergessen:  Mit beherzt kräftigem Zugreifen den \”Dick\” zügig nach oben aus der Box entnehmen, dabei evtl. Lautäußerungen des Box\”inhabers\” ignorieren. ;)


Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit springen mir aus Fernsehen, Print und iNet leicht bekleidete Frauen entgegen, die Parfüm, Schmuck, Wäsche – aber auch Autos, Stereoanlagen, Bier, Handys oder Herrenuhren auf ihren Körpern präsentieren. Darüber kann ich mich regelmäßig aufregen. So viele Unternehmen kann mensch gar nicht boykottieren, wie täglich an sexistischer Werbung auf eine_n einprasselt.

Warum lösen leicht bekleidete Frauenkörper offenbar immer noch bei zahlreichen Werbekonsumenten (und Konsumentinnen?) Kaufwünsche aus? Oder ist das gar nicht so?

Warum wird über sexuell konnotierte Werbung mit Männern eher gelacht (zumindest wenn sie in ähnlich lächerlichen Posen gezeigt werden wie Frauen üblicherweise)? Welche Bilder werden da erzeugt? Warum zieht sexistische Werbung Männer ins Lächerliche und Frauen ins Sexuelle?
Wo bleibt da die Gleichheit? Ein hübsches Gruselkabinett findet ihr hier und hier.
Sind Männer komisch oder sexy? Ist das von der Bekleidung abhängig? Wenn ja, warum?

Tragen Frauen Männerkleidung, so fällt uns das nicht weiter auf. Tragen Männer Frauenkleidung, gelten sie im besten Fall als seltsam, im schlechtesten als krank. Warum wird Crossdressing so einseitig gesehen?

Fragen über Fragen, die auch dieses Weihnachten wieder nicht beantwortet werden …

Money makes the world go wound

Einige Gedanken und Fragen zum Thema \”Geld\”

  • Was ist eigentlich aus unserem Tauschmittel \”Geld\” geworden?
  • Kann es sein, dass es die eigentliche Funktion, nämlich als Tauschmittel den Erwerb von Waren zu ermöglichen, die man nicht selbst produziert, nicht mehr erfüllt? (weiterlesen …)

Das unaktzeptable Verhalten von Frauen in der Öffentlichkeit

Ein Kommentar zu einem Blogbeitrag von Stefan Reich, einem selbsternannten Heiler, der mich durch einen Kommentar hier zum Artikel \”Es gibt gar keine Männer\” auf sich aufmerksam machte und damit – und mit einem lauten Gelächter meinerseits – für die Beendigung meiner Blogging-Sommerpause sorgt.
Herzlichen Dank dafür.

Der gute Mann (?) schrieb am 25.8.2011 auf seinem Blog \”Friedensrevolution\”einen Artikel mit dem \”Das unaktzeptable Verhalten von Frauen in der Öffentlichkeit\”, den ich hier in Häppchen zerlege: (weiterlesen …)

Ist ja nicht so …

… dass ich untätig wäre … aber dem wunderbaren Sommerwetter zur Zeit muss ich einfach raus, raus, raus. Daher die Sommerpause hier im Blog. Bloggen fällt da glatt unter den Tisch und das ist gut so.

Wenn\’s draussen kühl und feucht wird, blogge ich auch wieder. 

Wer was will, möge mailen.

Also, bis die Tage dann :-)

Mach\’s gut, Loriot!

Und grüß mir die Evelyn!

Heute starb Vicco von Bülow in Ammerland am Starnberger See im Alter von 87 Jahren. Diese Nachricht finde ich sehr betrüblich. Nicht weil ich ihn persönlich gekannt hätte, aber immerhin bin ich doch mit seinen Sketchen aufgewachsen. Ein Stückchen Kindheit und Jugend verbinde ich damit und schaue auch heute gern Wiederholungen seiner Sendungen. Unvergessliche Sätze und Worte prägen meinen Wortschatz, wie \”Das Bild hängt schief\”, der \”Kosakenzipfel\” oder auch der herrliche Erwin Lottomann, dessen Tochter mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal aufmachen will.

Kluger Humor mit Hintersinn, nicht bloße Albernheit. Keine Plattheiten, sondern Lachen mit Nachdenkeffekt. Danke dafür, Loriot!

Einer meiner Lieblingssketche ist das \”Jodeldiplom\”: dann hab ich etwas Eigenes!

Ich bin eine Schlampe!

Mit der Idee der \”Slutwalks\” oder auf Deutsch \”Schlampenmärsche\” setze ich mich nun schon einige Zeit auseinander. Zuerst fand ich diese Bezeichnung ganz und gar nicht gut, ich lehnte es ab, mich selbst einer solchen Namensgebung zu bedienen.Und auch jetzt bin ich, was das angeht, noch im Zweifel, ob es möglich ist, den Begriff \”Schlampe\” neu zu besetzen.  

Die Idee hinter den Slutwalks finde ich aber absolut unterstützenswert. Es bringt die wichtigen Anliegen der Frauen wieder auf die Straße und es gibt große Aufmerksamkeit in den Medien. Diese Aufmerksamkeit gibt es jedoch nur – und das ist mir im Laufe der Überlegungen klar geworden – weil die Bezeichnung Schlampenmarsch und die evtl. freizügige Kleidung der teilnehmenden Frauen die Medien anzieht. Klar, nackte Frauen sieht mensch allerorten, in der Werbung gibt es in letzter Zeit wieder fast so viele wie in den 1970er Jahren und ich finde das nicht gut. 

\"Slutwalk

Deshalb erkläre ich mich heute solidarisch mit allen Teilnehmer_innen der Slutwalks, zumindest indem ich hier im Blog sage: Ich bin eine Schlampe …

… weil ich entscheide, wie ich mich kleide, ohne damit eine Aussage über meine sexuelle Verfügbarkeit zu machen,

… weil ich entscheide, mit wem, wann und wo ich Sexualität genießen will,

… weil ich nichts von einer Aufteilung in \”Heilige\” und \”Huren\” halte,

… weil es nicht von Kleidung oder Verhalten abhängt, ob eine vergewaltigt wird,

… weil mir die gesellschaftlichen Konventionen wurscht sind,

… weil Körper kein Allgemeingut sind, 

… weil es Zeit wird, die Rape Culture mit ihren Vergewaltigungsmythen aufzulösen,

… weil wir nur dann gut miteinander leben können, wenn wir bestehende Machtverhältnisse, die auf Ungleichheit bestehen, beseitigen,

… weil Vergewaltigungsopfer keine \”Mitschuld\” tragen,

… weil Nein auch Nein bedeutet.

Welche die Möglichkeit hat, morgen vor Ort an einem der Slutwalks teilzunehmen, möge das tun. Ich kann nicht, bin aber bei euch.

#sbsm Was soll die komische Abkürzung?

Tja, ich weiß jetzt nicht, ob ihr\’s schon wisst … aber ich habe mich inhaltlich an einem Buch beteiligt, das in Kürze erscheinen wird. Und das heißt: Soziale Bewegungen – Social Media. Oder auch #sbsm. Es handelt davon, wie soziale Bewegungen online oder offline sich Social Media zu nutze machen können – ein richtiges Handbuch. Beispiele für soziale Bewegungen werden vorgestellt und jede Menge Anleitungen, Tipps und Tricks, wie Gruppen das Web 2.0 am sinnvollsten nutzen.

Es geht natürlich um das, was hier auf dem Blog auch schon oft Thema war und wohl auch immer wieder mal sein wird – die Trolle und ihr (Un-)Wesen (ab \”Der Unbill mit den Trollen\”).

Ich habe diese possierlichen Wesen mal kategorisiert und ein paar Tipps zum Umgang mit ihnen gegeben. Jetzt überlege ich, ob ich noch etwas Wichtiges vergessen habe … Das Buch könnt ihr auch schon vorbestellen beim ÖGB-Verlag.

Ach ja, übrigens: Da fehlen noch ein paar Kommentare zum Buchbeitrag. Vielleicht fällt euch ja etwas ein. :wink:

Dann zögert nicht und schreibt fleissig hier bei mir oder gleich unter obigem Link Kommentare. Die schönsten werden ausgewählt und kommen ins Buch. Na, ist das nix?

Der Rotz von Udo Vetter

In der aktuellen Diskussion um Strauss-Kahn, den Rotz von Udo Vetter und die Medienelite, fand ich einen herausragenden Kommentar zum Rant von Vetter eben dort. Ich erlaube mir diesen Kommentar von r4gni als Vollzitat nochmals hier zu veröffentlichen, da er exakt meine Meinung zum Derailing-Rotz-Artikel von Udo Vetter wiedergibt.

Sehr geehrter Herr Vetter,

ich lese Ihren Blog hin und wieder, folge Ihnen bei Twitter. Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass Sie zu den Vergewaltiger-Apologeten gehören. Leider lassen Sie hier eine große Leerstelle, indem Sie zwei Sätze aus dem Ende des Blogeintrages nehmen und sich daran abarbeiten. Sie beziehen sich nicht auf die ansonsten im Text hervorgebrachten Zusammenhänge, geschweige denn auf den Zusammenhang des Textes als Teil einer Diskussion in mehreren Blogs. Insgesamt erlebe ich Ihren Blogeintrag als unter anderem in diese Kategorien fallend:
http://www.derailingfordummies.com/#asbad
http://www.derailingfordummies.com/#angry

(weiterlesen …)

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