Aha, bin ich also nicht die einzige, der der letzte “Kompass” (pdf) der Piraten übel aufgestoßen ist.
(Lizenz: cc-by-sa 3.0)
Soviel bescheuerte Ignoranz von Tatsachen, Polemik und stupides Nachkauen von WikiMANNia-Thesen – eine einzige Katastrophe. Aber die Piraten schaffen es halt immer wieder große Teile ihrer potentiellen Wählerschaft vor den Kopf zu stoßen – sei es mit der Verteidigung des Kindervergewaltigungsbildchensammlers Tauss, sei es mit dem Klau eines kompletten Forums ohne jeglich Folgen für die Verantwortlichen, sei es mit der Frage, ob man Anti-Nazi-Demos überhaupt unterstützen darf, weil das ja nur “Meinungsäußerungen” sind, sei es mit der Verteidigung des anonymen Surfens – die paar Verbrecher, die das ebenfalls toll finden, kann man doch wohl in Kauf nehmen, oder? Oder eben mit der Enterung der Partei durch die Maskulinisten – auf viel Widerstand sind diese (r)echten Kerle jedenfalls nicht gestoßen.
Nee, Leute, so wird das nichts.












Einerseits sind deren Äußerungen ja wirklich das Letzte andererseits weiß frau dadurch direkt, wessen Geistes Kinder die sind. Dass die das nicht mal merken ist der berühmte i-Punkt auf der defizitären Piraten-Chose.
LG,
Lucia
Kompass wird herausgegeben vom
Denk Selbst e.V. und erscheint
vierteljährlich. Die Zeitung gibt
stets lediglich die Meinung
der Autoren eines Artikels wieder.
Diese Piratenzeitung ist keine
Piratenpartei-Zeitung!
Oh, verdammt, dann habe ich also ganz falsch gelesen, das das eine Zeitung von Piraten für Piraten ist. Das ist nur ein Vereinsblättchen!
Mensch, die verwenden also nur aus Versehen das Piratenlogo (Segel)und heißen aus Versehen Piraten…
Wenn die PZ aber so wenig mit den Piraten zu tun hat, warum wirbt der LV Niedersachsen als eigene Zeitung dafür? Siehe dort:
Und sicherlich ist die AG Piratenzeitung auch nur eine Selbsthilfegruppe und kein Teil der Piratenpartei.
http://piratenzeitung.de/ beinhaltet nur zufällig den Link auf die Nullnummer des Kompass http://kompass.im/00/ und auf die Piratenpartei.
Das kann gar keinen Zusammenhang haben, das ist nur ein x-beliebieger unabhängiger Verein zur Förderung des Denkens ohne Bezug zu irgendwem.
Sowas nannte eine_r früher ein spin off.
Klar, das ist alles nur totaler Zufall!
Spaßiges Titelblatt.
Schreibalken (=zu viele Ausrufungszeichen). Wieso ist das nicht ganz groß und in fettem Schriftschnitt?
Und es wird geschrieben Wie wir sie benachteiligen!
Also bedeutet das wir: Wie die Piraten Jungs benachteiligen.
Erstaunlich, dass sich die Piraten so als Teil des Erziehungs- und Bildungssystems sehen. Hat was von Selbstanklage der Piratenmänner.
Gemeint war wohl: Wie das Bildungssystem Jungs benachteiligt.
Ja, im Artikel beschweren die sich glatt, dass zu viele Frauen in der Kinderbildung tätig sind.
Dann soll die AG Männer der Piraten doch ihre Geschlechtsgenossen dazu animieren, in diese sehr schlecht bezahlten Tätigkeiten zu gehen und Jungen zu fördern.
Wo sind denn die Herren Grundschullehrer und Erzieher? Die haben keinen Bock auf viel Arbeit für wenig Geld, schon gar nicht in einem Frauenberuf mit so wenig Status, ohne Aufstiegschancen.
Aber das übersehen die Herren Piraten gnädig.
Aber der K. Fuchs stammt ja auch als Informatiker aus diesem Berufsfeld und weiß genau Bescheid. :ninja:
Eine AG Männer ist in meinen Augen genauso überflüssig wie eine AG Frauen. Ich bin Pirat. Ich möchte nicht als Quotenfrau gelten und wenn bei mir jemand ein Geschlecht dranklebt dann bekomme ich die Krise. Die meisten Frauen, die ich bei den Piraten kenne (So wenig sind es garnicht) verabscheuen die Betonung ihres Geschlechtes. Wer meint er hat nichts wichtigeres zu tun, der kann gerne Bereiche raussuchen wo Männer oder Frauen benachteiligt werden. Mir fallen zu beidem genügend Beispiele ein. Rumzumeckern, weil jetzt ein paar Piraten mal was anderes als diese völlig überflüssige Frauenquotendiskussion als Thema haben ist genauso hohl wie die Einleitung zum Artikel oben (Ja, die ist überflüssig, verleumdend, schlecht recherchiert).
Natürlich ist der Artikel keine Meinung der Piratenpartei, sondern die Meinung der Verfasser. Ich sehe die AG Männer als eine kleine Minderheit. Von Entern zu reden ist da ja schwer übertrieben. Nur weil es der eine der zahlreichen Artikel ist, der es mal aufs Titelblatt geschafft hat. Pah.
Es darf jeder Pirat zu Wort kommen und jeder seine Meinung so laut schreien wie er will, er darf sie sogar in den Kompass schreiben. Das mag lästig sein, aber so ist das nunmal bei den Piraten. Jede noch so abstruse Meinung darf vertreten werden. Das ist dann noch lange nicht die Meinung der Mehrheit und mit den Mehrheitsentscheidungen der Piraten bin ich bisher immer sehr zufrieden.
PS: Bei Tauss wurde vom Gericht festgestellt, dass er nicht pädophil ist, er aber doch bitte Recherchen in dem Bereich der Polizei zu überlassen hat. Rufmord wurde schon genug betrieben wenn ich bitten darf, könnte man das so langsam mal lassen.
Und natürlich wird bei jeder Demo nachgefragt, ob man sich beteiligen will, ob nun gegen Nazis, gegen AKWs oder sonstiges wo eigentlich klar ist, dass die überwiegende Mehrheit dafür ist. So ist das nunmal mit der lästigen Basisdemokratie.
Solange du ein Mann bist, ist das ja auch total okay. Kann ich verstehen, dass einer nicht als Quotenfrau gelten will und auch kein “Geschlecht drangeklebt” haben möchte, schließlich hat er ja schon eins hängen. Solltest du eine Frau sein, bist du als Pirat leider unsichtbar. Aber das ist natürlich ganz allein deine Sache, ganz wie du möchtest.
Welche meinst du jetzt? Den verlinkten Artikel im Dishwasher oder meinen Artikel?
Ja, hey, aber nur weil du das so siehst, bedeutet das noch lange nicht, dass andere Menschen es eben so sehen. Du kannst deine Meinung und Sichtweise nicht einfach mal so allen anderen überstülpen, nur weil du denkst, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.
Danke, ich weiß sehr gut, wie es bei Piraten zugeht – schließlich bin ich selbst eine Piratin.
Sorry, wenn ich dich jetzt total entttäuschen muss, aber das wurde vom Gericht in keinster Weise festgestellt. Es war überhaupt nicht Thema und Gegenstand des Verfahrens. Und ich habe auch nichts davon geschrieben, dass er es sei. Bitte lies doch mal genau, bevor du hier Unwahrheiten behauptest!
Die gibt es doch bei den Piraten gar nicht, woher hast du das mit der Basisdemokratie?
Tauss hat pädophile Bilder gesammelt, das hat das Gericht festgestellt. Ob bei ihm eine aktive oder passive Pädophilie vorlag, deviante Heterosexualität oder nur der Spaß am Detektivspielen, war niemals Ziel und Bestandteil des Prozesses.
Was ist jetzt bitte schlecht daran die Bildungsmisere von Jungs zu thematisieren?
Das ist längst bekannt, dass Jungen schlechtere Bildung haben.
Dass daran Männer hochgradig mitverantworlich sind, weil sie nichts mit Erziehung und Bildung im Kindesalter zu tun haben wollen, ist aber dort nicht thematisiert.
Schade, dass so wenige Männer bereit sind, ihre eigenen Rollen zu überdenken und sich lieber in Stereotype pressen lassen, statt die Gesellschaftskorsetts aufzubrechen.
Falsch, es sind nur sehr wenige Männer bereit sich in die neuen, vom Feminismus definierten, Rollen zu pressen.
Denn es sind die Feministinen die den “neuen Mann” fordern.
Und wenn der Mann nicht spurt, dann muss er eben umerzogen werden.
Aber nein! Das macht die MaFiA doch ganz anders! Ein Mann, der nicht spurt, wird ignoriert. Schlimmeres kann einem solchen Typen nicht passieren.
Quatsch, ich und andere fordern überhaupt keinen Mann. Unterstellungen!
Und erziehen tu ich niemals nicht einen Mann, ich bin weder Domina noch Kindergärtnerin.
Dass daran Männer hochgradig mitverantworlich sind, weil sie nichts mit Erziehung und Bildung im Kindesalter zu tun haben wollen, ist aber dort nicht thematisiert.
Nichts zu tun haben wollen, oder nichts zu tun haben dürfen?
Männer sind a priori keine Erziehungsverweigerer, weder als Lehrer noch als Erzieher.
Fangen wir mal mit den Erziehern an: Wer diesen Beruf als Mann erlernt muß komplett wahnsinnig sein, denn jeder Erzieher steht ständig unter dem Generalverdacht des sexuellen Mißbrauchs. Das Damoklesschwert hängt dauerhaft über jedem Erzieher. Niemand kann guten Gewissens Männern raten diesen Beruf zu ergreifen. Der Feminismus schafft hier ein Problem und ist selbst Teil des Problems, weil er Männer als Täter dämonisiert.
Lehrer: Das war mal ein typischer Männerberuf. Mit Änderung der Lehrpläne und Verbreitung der Kuschelpädagogik nahm der Lehreranteil stetig ab. Lediglich in höheren Klassen wo mehr auf Leistung gesetzt wird, ist der Lehreranteil noch hoch. Und in berufsbildenden Schulen mit hohem Praxisanteil, z.B. bei Berufsschulen für Handwerker. Beides sind letzte Refugien für männliche Lehrer.
Wann endlich wird begriffen daß Kuschelpädagogik sowohl Lehrer als Jungs langweilt? Die, vorwiegend weiblich orientierte Gewerkschaft GEW, hat leider nichts begriffen:
Männer in pädagogischen Berufen: Unbedingt. Die GEW hält einen Anteil von 30 Prozent für anstrebenswert. Nur, gibt Jenter zu bedenken, ein Geschlechtskonzept, das Männlichkeit mit Überlegenheit, emotionaler Distanz und Konkurrenzstreben verknüpft, helfe niemandem weiter – weder in der Schule noch anderswo in der Gesellschaft.
http://www.neues-deutschland.de/artikel/194461.immer-stress-mit-den-jungs.html
Sehe ich nicht so. Ich würde mich freuen, wenn mehr Jungs Berufe im sozialen Umfeld ergreifen würden. Das wäre für uns alle gut.
War mal ein Männerberuf, richtig. Zu dieser Zeit durften Lehrer auch ungestraft auf ihre Schüler einprügeln, schon vergessen? Möchtest du das wieder haben? Ist das besser als “Kuschelpädagogik” (wobei ich mich echt frage, wo heute in der Schule Zeit für “Kuscheln” sein sollte. Du bist sicher schon sehr weit weg von der Thematik)?
Eine sehr wahre Aussage. Das permanente Machtverhalten, das wir überall in unserer Gesellschaft – immer noch – finden, hat uns schon oft genug in die Scheiße geritten. Es wird allerhöchste Zeit, eine gewaltlose und machtfreie Gesellschaft herzustellen. Noch nie ist etwas Gutes aus Gewalt entstanden.
Und das langweilt Lehrer und Jungs? Weil Lehrer gern mit Härte regieren und Jungs gern geschlagen und gestraft werden? Also bitte! Das kann ja wohl nicht dein Ernst sein.
Sehe ich nicht so. Ich würde mich freuen, wenn mehr Jungs Berufe im sozialen Umfeld ergreifen würden. Das wäre für uns alle gut
Das mag durchaus sein. Nichtsdestotrotz ist Männern aus den o.g. Gründen nicht zu raten als Erzieher zu arbeiten. Erst wenn Männer nicht mehr unter Generalverdacht stehen, wird es einen nennenswerten Anteil von Erziehern geben.
Der Erzieherverband diskutierte das bereits vor längerer Zeit:
http://www.männerinkitas.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=20&Itemid=16
Insofern drehen sich die FeministInnen im Kreis wenn sie einerseits mehr männliche Erzieher fordern, andererseits aber den Generalverdacht beibehalten oder sogar anheizen. So wird das nichts.
War mal ein Männerberuf, richtig. Zu dieser Zeit durften Lehrer auch ungestraft auf ihre Schüler einprügeln, schon vergessen? Möchtest du das wieder haben? Ist das besser als “Kuschelpädagogik” (wobei ich mich echt frage, wo heute in der Schule Zeit für “Kuscheln” sein sollte.
Nicht nur Lehrer auch Lehrerinnen prügelten, dies bitte nicht unterschlagen. Abgesehen davon war von prügeln nie die Rede. Kuschelpädagogik halte ich für ebenso schädlich wie Prügelpädagogik. Wenn Du schon auf diesen pauschalen Bildern beharrst, mußt Du zugeben, daß die damalige männliche Prügelpädagogik ebenso gescheitert ist, wie die heutige weibliche Kuschelpädagogik. Zeit für was neues also.
Eine sehr wahre Aussage. Das permanente Machtverhalten, das wir überall in unserer Gesellschaft – immer noch – finden, hat uns schon oft genug in die Scheiße geritten. Es wird allerhöchste Zeit, eine gewaltlose und machtfreie Gesellschaft herzustellen. Noch nie ist etwas Gutes aus Gewalt entstanden.
Sehe ich ganz anders, denn Konkurrenzstreben oder emotionale Distanz sind keine Gewalt. Auf Konkurrenzstreben basiert letztlich unsere Wirtschaftsordnung, die, zugegebenermaßen und sinnvollerweise, nicht strikt gesetzlich vorgeschrieben ist. Trotzdem trägt die GEW-Frau letztlich ihren privaten Klassenkampf auf den Rücken der Jungs aus, wenn sie ihnen Konkurrenzstreben untersagen will.
Der, inzwischen leider dem Tod geweihte, Pädagoge Wolfgang Bergmann dazu in einem fantastischen Interview:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,545037,00.html
Und das langweilt Lehrer und Jungs? Weil Lehrer gern mit Härte regieren und Jungs gern geschlagen und gestraft werden? Also bitte! Das kann ja wohl nicht dein Ernst sein
Wie immer fürchtest Du den “Backlash”, warum diese Angst?
Es geht doch gar nicht um Gewalt, sondern darum einseitig auf weibliche Interessen und Bedürfnisse gestaltete Lehrpläne und Lehrmethoden zu korrigieren.
Fordern sie das? Das ist doch eine Forderung der Maskulinisten, weil die vielen Frauen den Jungen schaden … ich fordere das nicht, aber ich würde mich darüber freuen. Das ist ein himmelweiter Unterschied.
Na, vorhin hast du noch behauptet, das war ein Männerberuf … aber natürlich prügelten auch Lehrerinnen. Nie würde ich die “gute alte Zeit” wiederhaben wollen. Sicher machen auch Frauen Übles, schließlich sind sie Menschen.
Pädagoge? Einer, der die Meinung vertritt, das es normal ist, zu prügeln? Das es normal ist, im Kindergarten die Fenster einzuwerfen? Das es normal ist, in Unterführungen an die Wand zu pissen? Das es normal ist, wenn Jungs Männlichkeit mit Gewalt verbinden? Und dass das alles normal ist – aber nur für Jungen? Was für ein reaktionärer Scheiß!
Solche Lehrpläne gibt es nicht. Glaubst du wirklich, dass Infinitesimalrechnung, Quantenmechanik, Genetik, oder Biochemie auf weibliche Interessen gestaltet werden? Und was sind denn bitteschön “weibliche Interessen”? Und jetzt komm mir bloß nicht mit so einem bescheuerten Schmu von wegen Schmetterlingen und Prinzessinnen!
Pädagoge? Einer, der die Meinung vertritt, das es normal ist, zu prügeln? Das es normal ist, im Kindergarten die Fenster einzuwerfen? Das es normal ist, in Unterführungen an die Wand zu pissen?
Natürlich, solange es im Rahmen bleibt. Haben Tom Sawyer und Huckleberry Finn auch gemacht. Heute würden sie vermutlich für diese “ungeheuerlichen Taten” Ritalin verabreicht bekommen.
Das es normal ist, wenn Jungs Männlichkeit mit Gewalt verbinden? Und dass das alles normal ist – aber nur für Jungen? Was für ein reaktionärer Scheiß!
Jungs brauchen starke männliche Vorbilder. Diese bekommen sie immer weniger, schon gar nicht in Kita, Schule oder bei alleinerziehenden Müttern, die auch immer zahlreicher werden.
Reaktionär ist es für mich viel eher, wenn Jungs sich in Ermangelung starker männlicher Vorbilder woanders ihre Vorbilder suchen.
Pauschal gesagt: Der Männermangel in Kita, Schule und bei Alleinerziehung fördert massiv die Respektlosigkeit und Gewalt von Jungs gegen Mädchen, weil sie keine männliche Bezugspersonen haben die ihnen Grenzen setzen. Schau Dir mal an, wie die heute mit den Mädels reden, (“Dirty Bitch” ist da noch harmloser Alltagssprech) das würden die sich unter Aufsicht eines dominanten Mannes nicht trauen. Letztere sind aber nicht erwünscht, also ändert sich nichts.
Der staatlich finanzierte jahrzehntelange Großversuch Männer aus Erziehung, Bildung und Familie zu kicken ist völlig nach hinten losgegangen. In ihrer Hilflosigkeit fordert Frau Schröder jetzt schon Männerquoten in Kitas. Zum Lachen, wenn´s nicht so traurig wär.
Achja, meine Tochter spielt dreisterweise mit Puppen. Dann werde ich ihr mal gleich erzählen, daß das “reaktionäre Scheiße” ist was sie da macht…
Solche Lehrpläne gibt es nicht. Glaubst du wirklich, dass Infinitesimalrechnung, Quantenmechanik, Genetik, oder Biochemie auf weibliche Interessen gestaltet werden?
Natürlich. Ich selbst erinnere mich da mit leichtem Grausen an unsere damalige Bio-Lehrerin. Ein ganzes Jahr lang derselbe Unterricht: Stillsitzen, Text lesen, Wichtiges unterstreichen und die Anpassungserscheinungen der Tierarten raussuchen. Immer das gleiche, immer die gleiche Regelmäßigkeit mit denen die Mädchen viel besser klarkamen.
Die Kritik der GEW´lerin ist doch der beste Beleg für die Verdrängung von eher männlichen Themen. Sie sprach sich gegen männliches Konkurrenzstreben aus. Vorbereitung auf eine wettbewerbsorientierte Leistungsgesellschaft ist doch längst ad acta gelegt worden, zu Gunsten von weichen Themen aus der politisch korrekten Ecke, an denen Mädchen viel mehr Interesse haben.
Und was sind denn bitteschön “weibliche Interessen”? Und jetzt komm mir bloß nicht mit so einem bescheuerten Schmu von wegen Schmetterlingen und Prinzessinnen!
Weibliche Interessen betreffen nicht nur Schülerinnen, sondern gerade auch das Erziehungs- und Lehrpersonal. Körperlichkeit als männliche Domäne kommt doch inzwischen viel zu kurz. Welche Erzieherin geht mit den Kindern regelmäßig in den Wald oder spielt Fußball mit den Jungs? Viel öfter sind Basteleien angesagt. Eine Lehrerin mit Bohrmaschine im Werkunterricht? Vergiß es, das nehmen die Jungs nicht ernst.
Aber das ist doch genau die antiquierte Lehrmethode von früher, wo es den Jungs ach so viel besser in der Schule ging: Stillsitzen und Maulhalten!
Was sind bitte “männliche Themen”?
Huch! Wie bitte? Körperlichkeit ist eine männliche Domäne? Ich lach mich schlapp!
Welche Erzieherin regelmäßig in den Wald geht? Ich dachte, Bäumchen und Blümchen sind so weibliche Themen? Meiner Erfahrung nach sind Jungs wie Mädels bei Wanderausflügen in den Wald mehr als gelangweilt und Bock auf Bewegung haben sie auch nicht. Und warum soll sie nur mit den Jungs Fußballspielen? Ich würde einer Erzieher_in ganz schön was erzählen, wenn sie nur mit den Jungs Fußballspielen würde! Und was das Basteln oder Lego oder Puppen angeht, dito!
Und eine Lehrerin mit Bohrmaschine nehmen Jungs nicht ernst? Ja, holla die Waldfee. Jetzt kommen wir der eigentlichen Sache ja schon näher …
Welche Erzieherin regelmäßig in den Wald geht? Ich dachte, Bäumchen und Blümchen sind so weibliche Themen?
Das man(n) z.B. auf Bäume auch klettern, und jede Menge Dinge lernen kann die Jungs interessieren, kommt Dir nicht in den Sinn?
Offenbar ist ja alles paletti mit den Jungs, oder wie?
Und eine Lehrerin mit Bohrmaschine nehmen Jungs nicht ernst? Ja, holla die Waldfee. Jetzt kommen wir der eigentlichen Sache ja schon näher …
Nein, nehmen sie nicht. In meiner Schulzeit haben wir Jungs fast keine Lehrerin wirklich ernst genommen, das dürfte heute, gerade in Klassen mit Migrationsanteilen, noch viel mehr der Fall sein. Bei den stets verständnisvollen, antiautoritären Lehrern war es nicht anders als bei Lehrerinnen. Wirklichen Respekt hatten wir nur vor männlichem kompetenten Lehrpersonal mit Charakter, hohem Fachwissen und einer gewissen autoritären Ausstrahlung. Da machte uns auch die von der GEW-Frau kritisierte “emotionale Distanz” keineswegs etwas aus. Sie wurde weit überkompensiert durch die Persönlichkeit des Lehrers. Es waren Typen, mit Ecken und Kanten. Sie boten Orientierung, vermittelten Sicherheit, Respekt und Kompetenz. Diese Lehrergeneration wurde leider längst abgelöst durch eine recht beliebig auftretende, fast schon geschlechtsneutrale Lehrerschaft, die die o.g. Werte nicht mehr vertritt, oder sogar bewußt ablehnt. Die Folgen sind dramatisch.
Oh, doch. Ich habe wahrscheinlich mehr Bäume und Berge von oben gesehen als du. Schließlich ist Klettern eines meiner Hobbys. Und da machen Jungs wie Mädels gern mit. Da haben sie auch keinerlei Problem die Leitungsperson ernst zu nehmen – egal welches Geschlecht die gerade hat. Übrigens hab ich schon als Jugendliche Kindergruppen aus sozial schwierigen Verhältnissen betreut. Ich hatte keine Probleme mit den Kindern. Es ist eine Frage gegenseitigen Respekts.
Was allerdings ein erhebliches Problem ist. Ein Problem der Jungs. Traurig, so etwas zu hören. Kein Respekt vor Erwachsenen, keine Lust auf Lernen. Sehr traurig.
Tja, meine Rede. Allerdings scheinen wir verschiedene Vorstellungen von “Vorbild” zu haben. Ein Vorbild ist keiner, der den Jungs vorlebt, dass Männlichkeit mit Aggression und Gewalt untrennbar vereint ist.
Wo sind denn die ganzen engagierten Männer und Väter, die bereit sind, Vorbilder zu sein? Wo sind Erzieher, Grundschullehrer und Väter, denen die Kinder wichtiger sind als die eigene Kariereleiter?
Jetzt wird es interessant. Warum denn nicht?
Tja, meine Rede. Allerdings scheinen wir verschiedene Vorstellungen von “Vorbild” zu haben. Ein Vorbild ist keiner, der den Jungs vorlebt, dass Männlichkeit mit Aggression und Gewalt untrennbar vereint ist.
Ja? Wo habe ich denn was von Aggression und Gewalt geschrieben, hmm?
Wo sind denn die ganzen engagierten Männer und Väter, die bereit sind, Vorbilder zu sein? Wo sind Erzieher, Grundschullehrer und Väter, denen die Kinder wichtiger sind als die eigene Kariereleiter?
Nun, im Gegensatz zu Karrierefrauen versorgen Karrieremänner i.d.R. Familien, also auch Kinder, mit ihrem Einkommen. Dies mal vorweg.
Der Rest: geschenkt. Von Männern wird also verlangt sich in die Erziehung fremder Kinder einzubringen, während mangels Sorgerecht hunderttausende von Vätern von der Erziehung eigener Kinder ausgeschlossen werden? Bitte, wie verlogen ist denn das?
Wir haben in Deutschland Männer als Erzieher völlig aus dem Blickfeld verloren. Die männliche Lehrerschaft wurde von den reformistischen 68ern, männliche Erzieher vom Generalverdacht plattgemacht. Väter per Sorgerecht und Förderung von Alleinerziehung ausgegrenzt.
Man kann nicht ständig Krokodilstränen über mangelnde Erziehung durch Männer vergießen, während man gleichzeitig Männlichkeit als Aggression und Gewalt, Männer als Gewalttäter und Väter als überflüssig oder sogar schädlich diskreditiert.
Das ist doch bullshit. Erstens sind auch sehr viele “Karrieremänner” alleinstehend, und zweitens stimmt es nicht, dass “Karrierefrauen” weniger Kinder bekommen als andere. Das ist doch längst widerlegt.
Was das ungerechte Sorgerecht bzw. die Sorgepflicht betrifft, hatte ich mich wohl schon hinreichend im Blog geäußert. Ich bevorzuge eine Notwendigkeit der Anerkenntnis der Elternschaft für beide Erzeuger. Nur wer ein Kind auch als Kind annimmt, bekommt (im Regelfall) die Sorgepflicht für das Kind. Weg mit der automatischen Mutterschaft ohne Ausweg! Gleiches Recht für alle Geschlechter.
Aggression und Gewalt sind schädlich! Egal, wer sie ausübt.
Hier:
Zitat Piratenweib
Darauf deine Antwort:
Prügeln und Sachbeschädigung, das ist Gewalt und Aggression. Wo soll da ein “Rahmen” sein, der ok ist?
Ja wie soll denn sonst die schröööckliche Feminisierung beendet werden, die unsere Kinder so verdirbt, hm? Oder ist Erziehung doch am Ende wieder Frauensache?
“Man”? DU bist hier derjenige, der aggressive Verhaltensweisen als “männlich” und damit normal einordnet. Wer sowas vorlebt, hat in der Erziehung nichts verloren, denn das ist schädlich für Kinder.
wie lächerlich ist das den bitte?
Es ist egal, was man sagt: Männer sind selbst schuld.
Es ist natürlich bewiesen, dass Mädchen deutlich klüger sind:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,524828,00.html
Ich weiß nicht wo du das hernimmst, aber bitte merke dir ein für alle mal: Dies hier ist nicht der Blog, der verbreitet, Frauen wären bessere Menschen. Es ist auch nicht der Blog, der verbreitet, Männer wären bessere Menschen. Dies ist ein Blog, der für Gleichheit eintritt und für das Umsetzen von gleichen Möglichkeiten, wo sie noch nicht gegeben sind.
Was den Spiegel-”Artikel” betrifft: Wenn Jungs bei gleichem Wissen (wobei noch zu klären wäre, wie das gemessen wird) schlechtere Noten erhalten haben sollten, mag dies an Verhaltensweisen (oder anderem) liegen, worin die Jungen sich von den Mädchen unterschieden haben. Selbstverständlich fließt in eine schulische Note nicht nur das Ergebnis reinen Fachwissens ein, sondern auch die “sonstige Führung” eine_r Schüler_in ein. Da haben Jungs (allerdings erst in seit relativ kurzer Zeit) offenbar ein Problem. Wir sollten untersuchen, wo dieses Problem liegt. Warum die Jungs offensichtlich sozial inkompetent sind. Das muss ja einen Grund haben. Nur immer aufs jeweils andere Geschlecht zu schimpfen, bringt uns nicht weiter.
piratenweib warum sagst das mir?
Hier ein Zitat von GwendDragon:
Das genauso ein pauschale Unterstellung wie von Gwendragon.
Du wiedersprichts dir selber in einem Beitrag:
Du hast sehr wohl pauschal behauptet, dass Jungs sozial inkompetent sind.
Warum nicht?
Never ever. Warum sollte ich das tun? Ich finde es nur traurig für Jungs, dass sie offenbar immer noch mit alten Stereotypen aufwachsen, statt _alle_ Möglichkeiten im Leben zu erkennen.
Achso. Jetzt soll ich was falsch interpretiert haben, dass Männer nicht selbst entscheiden nicht in den Bildungsbereich für Kinder zu gehen.
Erkäre mir bitte wo ich Unrecht habe. Wo sind ganzen Erzieher für KiGa oder in der KiTa? Wo sind die Grundschullehrer?
Ach so, die werden ja von den Feministinnen nicht zur Ausbildung und zu Arbeiten zugelassen.
Wer hindert die Männer daran, sich zu beteiligen?
Sorry, aber einerseits wird kritisiert, insbesondere von Männern, dass der Bildungsbereich feminisiert wird, anderseits wollen sie aber den Männeranteil nicht erhöhen.
So verkehrt finde ich den Artikel gar nicht. Deckt sich zumindest teilweise mit meiner Erfahrung im Studium.
Wir hatten vielleicht 20-30 Frauen über 5 Jahrgänge, dafür aber eine Frauenbeauftragte. Es wurden extra Seminare angehende Managerinen angeboten.
Komisch, für Männer gabs das nicht.
Neudeutsch nennt sich das “Positive Diskriminierung”
Au weia. Dann findest du wahrscheinlich auch Schulungen für Arbeitslose, Psychotherapie für Gewaltgeschädigte, Kinderbetreuung für Schlüsselkinder und Sportförderung für Behinderte überflüssig. Oder? Das ist auch positive Diskriminierung. Schon mal (drüber) nachgedacht?
Dann findest du wahrscheinlich auch Schulungen für Arbeitslose, Psychotherapie für Gewaltgeschädigte, Kinderbetreuung für Schlüsselkinder und Sportförderung für Behinderte überflüssig.
Arbeitslose sind beiderlei Geschlechts. Gewaltgeschädigte, Kinder und Behinderte ebenso. Seminare für angehende Managerinnen sind nur für Frauen, das ist der Unterschied. Das Nichterkennen dieses Unterschieds finde ich immer wieder bemerkenswert…
Hier geht’s aber ebenso um Förderung benachteiligter Gruppen. Was erstmal nichts über die Zusammensetzung oder die Bedeutung der Zusammensetzung einer Gruppe aussagt. Wären zufällig alle geförderten Arbeitslosen Frauen, wärest du also ebenfalls gegen eine Förderung. So ist deine Aussage doch zu verstehen … Aber gut, dass wir drüber gesprochen haben …
Komisch, es gab auch Studenten mit Behinderungen. Um die hat sich aber keiner wirklich geschert…
Das allerdings kann ich dir nicht glauben.
Kannst du ruhig glauben, ich habe es an eigenem Leib erfahren, wie es ist mit bestimmten Einschränkungen zur Schule zu gehen und zu studieren.
Ich stottere sehr schwer und offiziell habe ich 20 % mehr Zeit für Vorträge und Referate bekommen. Aber auf die Note hat es keinen Einfluss gehabt.
Was nützen die 20 % mehr Zeit wenn der Dozent bewertet, wie flüssig du sprichst? Rein gar nichts!
Wie sollst du beweisen, dass du eine Fremdsprache beherschst, wenn du vor lauter aufregung bzw. Panik nicht mal vorlesen kannst? Gar nichts!
Wenn du einen scheiß-Dozenten hast, hast du eben Pech gehabt. Und klagen und sich beschweren, klar dann kann man seinen Abschluss gleich vergessen. Innoffiziel sind die meistens Profs super. Offizielle Angebote, Programme, Beauftragte, Alternativen… nein das gibt es nicht.
Einen Notenausgleich durch alternative Leistungsnachweise gibt es auch nicht!
Wenn du ein Studium mit viel Fremdsprachenanteil gewählt hast, (das kann dir auch bei allgemeinen Studiengängen wie BWL passieren) dann must schon verdammt viel taktieren und dich irgendwie herauswinden. Ansonsten musst dich jedes Mal zum Deppen vor all deinen Kommilitonen machen oder du riskierst dein Studium, weil du es immer aufschiebst.
Und wenn du den Horror erlebt hast, dass dein Gestammel auf Video aufgenommen wird und du musst es dir zusmmen mit deinen kommilitonen ansehen und alles wird vor deinen Augen seziert und analysiert, dann weist du wie viel sich die Leute um dich scheren.
Ich musste/muss immer über Normalsprecher lachen, die meinen sie hätten Angst irgendwo vorzusprechen oder einen Vortrag zu halten.
Genauso muss ich immer über die ungheurliche Benachteiligung von Frauen im Beruf lachen. Denn es ist meistens nur ein schlechter Witz. Ich bin das beste Beispiel dafür, dass man auch top-jobs ergattern kann und erfolg haben kann.
Tut mir leid für dich, dass du stotterst und daher Probleme in Schule und Uni hattest. Das bestätigt aber nur die systemimmanente Verachtung von Personen, die “anders” sind. Und anders meint hier: Abweichend von der heteronormativen androzentrischen Vorgabe des Standards “Mann, weiß, hetero, gesund”. Du unterscheidest dich nun offenbar in wenigstens einem Punkt von diesem Standard, daher bekommst du die Auswirkungen zumindest dafür zu spüren. Leider hat dich das offenbar blind für die Wahrnehmung anderer Probleme gemacht.
Ich würde es nicht blind nennen, ich bin irgendwann zu der Einsicht gekommen, dass es nichts bringt die Welt auf direktem Weg ändern zu wollen und habe aufgehört zu träumen.
Stattdessen muss man sich in eine Sache verbeißen und wenn man drin ist und die geltenden Regeln kennt, kann man sie verbiegen und verdrehen wie man gerade lustig ist.
Ah, der Behinderte kann auch was und sogar genauso hoch kommen wie die normalen Männer. Chapeau!
Sowas nennt die Krüppelbewegung einen Jubelkrüppel.
Krüppelbewegung? Nennen die sich selbst so?
Ja. Zu radikal? Zu offensiv? Puh, böse Behi… Krüppel, sagen harte Worte und Wahrheiten. :ninja:
Natürlich ist Behindertenbewegung der nette Ausdruck, für den Normalos und Bedenkenträger.
Ach du Schreck! Sie hat Krüppel gesagt! Behinderten-Bingo!? :angel:
Falsch, ich werde es zu mehr bringen. Ich bin jetzt schon beruflich weiter als die meisten meiner früherer Schulkamaraden aus der Mittel- und Oberstufe.
Was irgendwelche Bewegungen sagen/denken/tun kümmert mich einen Dreck. Ich hab mich nie wirklich für sie interessiert.
Du kannst über mich spotten soviel du willst, auch das kümmert mich einen Dreck. Spott, Hämme und der Gleichen waren immer meine Motivation.
Mein Fehler ist eben, dass ich die selben Maßstäbe an Selbstverantwortung, Engagement und Verbissenheit auch bei anderen anlege. Sowas kommt eben nie gut an.
Nun, das Kinder, Behinderte, Gewaltgeschädigte oder Arbeitslose benachteiligt sind, kann man ja durchaus so sehen. Bei Frauen allgemein sieht das meiner Meinung nach ganz anders aus, und wo angehende Managerinnen benachteiligt sein sollten, kann ich nun beim besten Willen nicht erkennen.
Sorry, aber das Geld dafür wäre besser bei Kindern aufgehoben als bei künftigen Top-Verdienerinnen, die, nebenbei gesagt, überwiegend kinderlos sind und auch bleiben werden.
Es ist wirklich unglaublich: Man fördert kinderlose Karrieristinnen, während die gleichen Leute, die diesen Unsinn verteidigen, von Männern fordern doch bitteschön das Gegenteil zu machen, nämlich auf Karriere zu verzichten und sich mehr um Kinder zu kümmern.
Diese Art von Feminismus hat längst ihre Legitimität verloren, hat längst Kinder (insbesondere Jungs), Familie und Männer aus dem Auge verloren und kümmert sich mit wesentlich größerem Energieeinsatz um ein paar Dutzend DAX-Pöstchen für angeblich benachteiligte Top-Managerinnen, als um benachteiligte Jungs. Dafür fehlt (nicht nur) mir jedes Verständnis.
Und genau das ist nämlich der Knackpunkt: das ist deine Meinung, die dir unbenommen bleibt. Viele andere Menschen haben eine völlig andere Meinung dazu. Und zwar auch solche die betroffen sind, solche die bereits in Top-Positionen sind, solche die dort hin wollen. Männer und Frauen.
Was Geld für Kinder betrifft: Ich stimme dir zu, dass hier wahnsinnig viel im argen liegt. Es müsste viel, viel mehr Geld in unsere Kinder, d.h. unsere Zukunft, investiert werden. Viel zu viele Kinder bleiben in unserer Gesellschaft auf der Strecke, nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie aufgrund z.B. ihrer Herkunft von vornherein geringe Chancen haben.
Das ist aber nicht durch “den Feminismus” entstanden, sondern war schon immer so. Allerdings wird es heutzutage von einer relativ breiten Öffentlichkeit erkannt und nicht mehr als “normal” aktzeptiert. Die Zeiten, in denen es hieß “Schuster, bleib bei deinen Leisten” sind vorbei. Heute möchten Schusterstochter und Schusterinnensohn vielleicht studieren und Mediziner_in werden.
Und genau das ist nämlich der Knackpunkt: das ist deine Meinung, die dir unbenommen bleibt. Viele andere Menschen haben eine völlig andere Meinung dazu. Und zwar auch solche die betroffen sind, solche die bereits in Top-Positionen sind, solche die dort hin wollen. Männer und Frauen.
“Betroffene” Top-ManagerInnen, da kommen mir nun wirklich die Tränen. Ich richte gleich ein Spendenkonto für diese ach so diskriminierte gesellschaftliche Gruppe ein.
Was Geld für Kinder betrifft: Ich stimme dir zu, dass hier wahnsinnig viel im argen liegt. Es müsste viel, viel mehr Geld in unsere Kinder, d.h. unsere Zukunft, investiert werden. Viel zu viele Kinder bleiben in unserer Gesellschaft auf der Strecke, nicht weil sie dumm wären, sondern weil sie aufgrund z.B. ihrer Herkunft von vornherein geringe Chancen haben.Das ist aber nicht durch “den Feminismus” entstanden, sondern war schon immer so.
Falsch. Der Feminismus hat ja leider ein neues Problemfeld geschaffen, nämlich die Jungs als Bildungsverlierer.
Falschfalsch.
Das hat nichts mit “dem Feminismus” zu tun.
Nicht?
Na, dann darf ich mal die EMMA von 1986 zitieren:
Wenn wir wirklich wollen, dass es unsere Töchter einmal leichter haben, müssen wir es unseren Söhnen schwerer machen
Und genau so ist es gekommen. Genau das war und ist die Leitlinie nachdem sich Lehrpläne und Lehrmethoden seitdem gewandelt haben, zu Gunsten von Mädchen, zu Lasten von Jungs.
Die Lehrmethoden früher waren: Stillsitzen und Maulhalten, Rede nur, wenn du gefragt wirst.
Das war besser für Jungs? Dein toller Pädagoge hat doch behauptet, Jungs müssen raufen, prügeln, rumlaufen, stören, zerstören, das wäre alles normal. Wie kann es dann früher für Jungs in der Schule besser gewesen sein? Du widersprichst dir.
Im Gegenteil, das heutige Ideal lautet ja gerade: Brav sein so wie die Mädchen, still sitzen, nicht rumkaspern.
Na, das war aber schon immer das Ideal in der Schule. Auch für Jungs.
Himmel, lass Hirn regnen!
Die EMMA ist keine Leitkultur, kein Navi-Femigator für feministische Frauen, sondern ein Projekt einer Schriftstellerin und Journalistin, die sich feministisch betätigt hat.
Frauen oder gar die Gesellschaft, die sich nach EMMA richten müssen, würde ich eher orientierungslos nennen.
Ansonsten könnte ich ihnen auch entgegen werfen: Das Studium der intellektuellen Seiten und abbildungen des Playboys muss ihnen zu diesem Urteil geraten haben.
Frauen oder gar die Gesellschaft, die sich nach EMMA richten müssen, würde ich eher orientierungslos nennen.
Das kann ich nur unterstreichen.
Leider hat die Gesellschaft genau das gemacht, was anno 1986 in der EMMA propagiert wurde: Mädchen gefördert, Jungs behindert. Ein Kommentator in der WELT sagte dazu einmal:
“Da capo, Frau Schwarzer, da capo. Zum ersten Mal nach 1945 wurden Jungs wieder einer Ideologie geopfert.”
falschfalschfalsch
der feminismus ist dafür verantwortlich, dass frauenförderung als besonders populär gilt. Andere Problemgruppe sind eher negativ belastet bzw. werden ignoriert.
Im feministischen Sinn bedeutet Gleichstellung nunmal eine Besserstellung der Frau. Eine andere Tonart habe ich in den Medien noch nicht vernommen. Was an der Basis tatsächlich gedacht wird ist irrelevant, was zählt ist das, was politisch gewollt und gesellschaftlich umgesetzt wird.
Ja, klar, du hast Recht. Der Feminismus ist selbstverständlich auch dafür verantwortlich, dass andere Menschen Probleme haben. Und natürlich wollen alle Feminist_innen, dass es Frauen gut geht, während alle Männer im Dreck sitzen sollen! Ja! Und die Basis ist ja sowas von irrelevant, weil natürlich nur die feministischen Minister_innen und Präsident_innen, die wir seit Jahrhunderten “da oben” haben, alles für den Feminismus deichseln! Was glaubst denn du, du armer Wurm?
Die Minister werden weder für Frauen noch für Männer irgendwas deichseln – das zu glauben ist naiv.
Das die da oben bestimmte Ziele verfolgen, die mit den Ansichten der Basis nichts zu tun haben – das ist nicht abwegig. Ich bin der festen Überzeugung, dass es durchaus einflussreiche Einzelpersonen gibt, die das Patriarchat durch das Matriarchat ersetzen wollen. Dann gibt es Kollaborateure, Mitläufer und Hofschranzen, die aus opportunistischen Gründen ins gleiche Horn blasen, um eigene Ziele zu erreichen.
Und dieser Wust aus Einzelinteressen, die sich hinter der Frauenförderung verstecken zählt für mich auch zum Feminismus. Von daher ist meine Argumentation gar nicht so abwegig.
Doch, ist sie.
Deswegen warten wir Frauen ja noch auf den Lifta für gesalterte Femanzen, der uns befördert.
ich verstehe nicht wirklich was du meinst
Was allerdings ein erhebliches Problem ist. Ein Problem der Jungs. Traurig, so etwas zu hören. Kein Respekt vor Erwachsenen, keine Lust auf Lernen.
Falsch. Respekt muß man sich erarbeiten, und das hatten unsere Lehrerinnen keineswegs gemacht, im Gegenteil.
Mit keine Lust auf Lernen hat das auch nichts zu tun.
Das ist doch bullshit. Erstens sind auch sehr viele “Karrieremänner” alleinstehend,
…weit weniger als Karrierefrauen.
und zweitens stimmt es nicht, dass “Karrierefrauen” weniger Kinder bekommen als andere. Das ist doch längst widerlegt
Nun, es gibt dazu sich widersprechende Studien.
Weg mit der automatischen Mutterschaft ohne Ausweg!
Pfff. Mutterschaft ist keineswegs ohne Ausweg, ich darf da mal an Pille, Pille danach, Abtreibung, Babyklappe, Adoptionsfreigabe etc. erinnern…
Ich wäre da vielmehr dafür die automatische Vaterschaft zu beenden, und mit ähnlichen Möglichkeiten wie die Mutterschaft auszustatten.
Aggression und Gewalt sind schädlich! Egal, wer sie ausübt.
Richtig, ich darf da mal an die aggressiven Frauen von “goodbye Daddys Pride” erinnern, auf Die Du ja gaaanz pazifistisch verlinkst…
Natürlich, solange es im Rahmen bleibt.
Damit meinte ich natürlich Scheiben einwerfen und Raufereien, keine körperliche Gewalt von LehrerInnen gegen SchülerInnen, ich dachte das wäre klar.
Prügeln und Sachbeschädigung, das ist Gewalt und Aggression. Wo soll da ein “Rahmen” sein, der ok ist?
Indem Verständnis dafür aufgebracht wird, da dies eine uralte Sozialisationserfahrung der Jungs ist. Jungs ticken nun einmal anders als Mädchen, aber ok, das ist für Anhänger des Genderismus natürlich igitt.
Ja wie soll denn sonst die schröööckliche Feminisierung beendet werden, die unsere Kinder so verdirbt, hm? Oder ist Erziehung doch am Ende wieder Frauensache?
Nun, um die weibliche Dominanz im Erziehungsbereich zu brechen, müßten recht radikal Strukturen aufgebrochen werden. Ich sehe nicht, daß die Bereitschaft dazu besteht. Es gibt ja schon von Frauenseite kritische Stimmen, weil Frau Schröder ein paar Dutzend arbeitslose Männer zu Erziehern umschulen will, und die Damen um Jobs für Erzieherinnen fürchten. Nein, das wird nichts.
Im privaten Bereich müßte, und da bin ich mit @Piratenweib sogar mal einer Meinung, gleiche Sorgerechtsbedingungen für Männlein und Weiblein geschaffen werden. Das von den FeminisInnen, Frauen- und Alleinerziehendenverbänden massiv verteidigte “automatische Sorgerecht nur für Mütter” führt am Ende nur dazu, daß Mütter in die Rolle der Betreuerin gepreßt werden, während Väter die Bezahler zu sein haben. Auch hier sehe ich überhaupt keinen Anlaß zum Optimismus, das Gesetz liegt schon über 1 Jahr auf Eis, und es wird für Väter nur irgendeine billige Antragslösung herauskommen, die ihnen die Unwichtigkeit ihrer Betreuungsleistung bestätigt.
“Man”? DU bist hier derjenige, der aggressive Verhaltensweisen als “männlich” und damit normal einordnet. Wer sowas vorlebt, hat in der Erziehung nichts verloren, denn das ist schädlich für Kinder.
Raufereien zwischen Jungs sind, im gewissen Rahmen, völlig normal und sinnvoll. Es ihnen generell zu verbieten ist schädlich.
Ja genau. Du hast durchaus klar gemacht, dass du Sachbeschädigung durch Jungen als normal betrachtest, weil die “eben so ticken”…
Eine Sozialisation, von der allerdings die guten alten kompetenten und autoritären Lehrer, vor denen Jungs noch Respekt hatten, auch nicht viel gehalten haben.
Diese kritischen Stimmen sind vor allem von Maskulistenseite gekommen, das war nämlich auch der Wendepunkt, als die erst heiß geliebte Feminismusgegnerin Frau Schröder gaaanz plötzlich zur blöden Emanze wurde.
Falsch. Es müssen endlich SorgePFLICHTSbedingungen geschaffen werden. Sorgerecht heißt nicht nur, am Wochenende mal Fußball spielen zu gehen. Zur elterlichen Sorge gehört ein bisschen mehr.
Ja ja, ich weiß. Fenster einschlagen findest du ja auch normal…
Nee, du hast da nicht richtig gelesen! Ich schrieb:
Sorgepflicht! Das ist etwas grundsätzlich anderes als Sorgerecht. Es betrachtet die Sache nämlich von der Kinderseite aus. Und das ist schließlich die wichtigste Seite in diesem Dreiecksverhältnis von Mutter, Vater, Kind.
Sorgepflicht! Das ist etwas grundsätzlich anderes als Sorgerecht.
Die Sorgepflicht definierst Du wie?
http://www.futuristen.de/
Von Sorgepflicht steht da nichts, im Gegenteil. Da ist von freiwilliger Elternschaft die Rede.
Freiwillige Eltern schließen mit Unterzeichnung der Elternschaftsanerkennung einen Vertrag. Einen Vertrag mit Verpflichtung zur Sorge = Sorgepflicht.
Zu “Oder eben mit der Enterung der Partei durch die Maskulinisten – auf viel Widerstand sind diese (r)echten Kerle jedenfalls nicht gestoßen.”:
Mich stört auch sehr, dass die Piratenpartei zum Hort für Maskulinisten geworden ist, und dass jeglicher Widerstand dagegen sofort im Keim erstickt wird. Wer sich trotzdem äußert (wie ich zuletzt gestern in http://www.ipernity.com/blog/rumpel/320511), der wird dafür sogar persönlich angegriffen. (Das macht mir selber zwar nichts aus, hält aber natürlich andere von potentiellen Äußerungen vorsichtiger Zustimmung ab.)
Die Duldung von diesen “(r)echten Kerle”n beeinflusst das Denken in der Partei allgemein und wirkt sich auch auf andere Entscheidungen aus. Dein Fazit “Nee, Leute, so wird das nichts.” teile ich deshalb. Gerade deswegen konnte und wollte ich zu dem Thema aber nicht schweigen.
Tscha, es gilt auch hier: “Wer schweigt, stimmt zu.”
Und dass so etwas wie die “Männerpolitische Initiative der Piratenpartei” so ganz ohne Widerspruch ihr Unwesen treiben kann, verwundert in diesem Zusammenhang dann auch nicht mehr.
Umfassende Informationen über den Rückzug von Männern aus der Schule:
http://www.anonym.to/?http://sciencefiles.org/2011/05/31/der-ruckzug-der-manner-aus-der-schule/