Das Niveau, das Niveau – Replik auf “Heruntergekommen”
verfasst von D**D**n, 15.12.2009, 17:52
Wem es in der Küche zu heiß ist, der sollte nicht Koch werden.
Dieses Forum ist ein Männerforum und, das wissen wir nicht erst seit Feministinnen ihr Unwesen treiben, Männer sind Schweine. Sie haben sogar einen Penis, horribile dictu.
Also dürfen Männer auch schweinisch sein: rülpsen, furzen, spucken, die Wände vollmalen, proleten, lallen, aggressiv sein, pöbeln, verunglimpfen, …., kurz, eine Menge Spaß haben.
Nun, eine etwas gewöhnungsbedürftige Definition von “Spaß”. Aber so sind sie halt nun mal … die Jungens. Sie müssen sich ja irgendwie unterscheiden von zivilisierten und kultivierten Frauen, der “kleine Unterschied” reicht da wohl nicht so ganz aus.
Und ehrlich Scheiße bleibt Scheiße, auch wenn man sie Stuhl oder Faeces nennt.
Da hat er Recht. Ein Mann, ein Wort – Scheiße.
Die Beiträge in diesem Forum sind durchwachsen, vom schlichten Einzeiler bis zu Prosa, alles dabei, jeder wie er will und kann.
Wenn das, was dort zu lesen ist, alles ist, was sie können – dann “gut Nacht Deutschland”.
Im Film “Der Bewegte Mann” wurde eine Männerrunde vorgestellt, die es schon als Befreiung empfanden, das Wort Titten auszusprechen (“Titten, Titten, Titten, …) In diesem Forum hat man(n) diese Probleme nicht, was zeigt: HIER SCHREIBEN KEINE SPIESSER!
Haben Titten was mit Spießern zu tun? Hat Schwanz was mit Spießern zu tun? Was sind Spießer?
Ein Problem dieser Zeiten ist das ölige Gesülze in der westlichen Welt. Probleme werden nicht in ihrer ganzen Hässlichkeit benannt, sondern zugeschleimt. Die Welt bleibt aber wild und grausam und ungerecht und gefährlich und unberechenbar. Und das Problem bleibt, auch wenn man es nicht benennt oder umdeutet.
Oho, aha! Hier schreibt einer aus der nicht-öligen östlichen Welt (komisch, ich dachte das Öl kommt aus dem Nahen Osten?). Die Welt ist unberechenbar – sogar die Himmelsrichtungen. Und wild ist sie! Insbesondere die Spießer und die Scheiße, die ja hier aber nicht umgedeutet wird zu Dünger oder zukünftiger guter Erde, sondern eben Scheiße bleibt.
Hier im Forum werden klare Worte benutzt. Das mag nicht jedem gefallen. Aber Ecken und Kanten, die sind griffig. Auf schleimigen Rundungen ist kein Halt zu finden, was jeder bestätigen kann, der in einem Schwarzwaldflüsschen mal über bemooste, rund geschliffene Steine balanciert ist.
Lustiges Beispiel, das mit dem Schwarzwaldflüsschen. Stünde es in einem anderen Zusammenhang, z.B. einem literarischen, würde ich mich glatt daran erfreuen.
Aber jetzt kommt das Beste. Ich bitte um Aufmerksamkeit für “Ich bin der Hass, ich bin so hässlich”:
Ob wir hier Feministinnen Angriffspunkte bieten? – Ja wenn schon, darauf ist geschissen, um auf dem postulierten Niveau des Forums zu bleiben. Ich scheiße darauf, was Feministinnen machen, sagen, denken. Ich mache die einfach alle, zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Und zwar indem ich mich nicht nur im Forum äußere, sondern überall, wo Öffentlichkeit ist, sei es in den Leserbriefspalten der Zeitungen, der Fachzeitungen, bei Gesprächen, wo immer Öffentlichkeit vorhanden ist.
Ja, ich brauche auch Hass. Denn Hass ist das Feuer, das mich treibt. Nicht Hass gegen konkrete Menschen, sondern Hass gegen Ideologien, gegen Propaganda, gegen Lüge, gegen Manipulation, gegen den Feind: das verlogene, falsche Denken.
Und manchmal entgleitet mir der Hass und dann brauche ich ein Ventil, und ein Ventil ist dieses Forum. Dann kommt ein Post, der ist nicht ganz auf dem Niveau, wie sonst.
Hallo Polizei? Hier ist ein potentieller Amokläufer. Der läuft anscheinend noch frei herum und ist eine Gefahr für die Menschheit – denn ihm entgleitet der Hass.
Die Alternative: Bomben, Schusswaffen, Feuer. – Keine gute Alternative!
Also im virtuellen Raum bleiben. Wie die frühen Christen suchen wir Männer, die sich auch entflammen lassen. Männer, denen wir den Schleier vor den Augen wegreissen können. Männer, die angesprochen werden, die mitempfinden, die ihr Bewußtsein ändern lassen.
Ich denke, die genannten Alternativen findet er nur deswegen nicht gut, weil deren Anwendung unter Strafe steht. Sonst würde er doch damit die Feministinnen alle machen. Zweifelt jemand?
Wir brauchen keine Lauen, keine Pudel, keine Weichgewaschenen. Wir brauchen Hardcorebekehrte.
Brüder zur Sonne zur Freiheit
Brüder zum Lichte empor
schwenket die blutrote Fahne
hell aus dem dunklen Vergangnen
leuchtet die Zukunft hervor.
Mag auch der Kommunismus die Arbeiterbewegung missbraucht und diskreditiert haben, das Streben nach Würde der arbeitenden Klasse war etwas Großes und Gutes. Denn der Arbeiterstand war über die Zeiten ein verachteter Stand, ein elender Stand. Bis zu dem Zeitpunkt, als sich die Arbeiter organisierten, zusammentaten und für ihre Rechte kämpften.Wir alle als Arbeitnehmer, ob wir eher konservativ oder eher links oder gar liberal eingestellt sind, wir alle profitieren vom Kampf der Arbeiter im 18., 19. und 20. Jahrhundert.
Jetzt wird auch noch die Arbeiterbewegung vereinnahmt für die seltsamen Ziele der Maskulinisten.
Der Originaltext lautet so:
Brüder, zur Sonne, zur Freiheit
Brüder, zum Lichte empor!
Hell aus dem dunklen Vergagagnen
leuchtet die Zukunft hervor.
Seht wie der Zug von Millionen
endlos aus Nächtigem quillt,
bis eurer Sehnsucht Verlangen
Himmel und Erde überschwillt!
Brüder, in eins nun die Hände,
Brüder, das Sterben verlacht!
Ewig der Sklaverei ein Ende
heilig die letzte Schlacht!
Und wie die Arbeiter müssen auch die Männer erkennen, dass ihr Schicksal der lebenslangen Lohnsklaverei kein Einzelschicksal ist, sondern eine Zwangsjacke, in welche sie von der Gesellschaft gesteckt werden. Sie müssen erkennen, wie wertlos die Gesellschaft das Leben und die Gesundheit eines Mannes achtet, so wertlos, dass die Gesellschaft Millionen junger Männer in den sicheren Tod gehen lässt, bei jeder toten Frau aber in Wehklagen ausbricht. Und die Gesellschaft, machen wir uns nichts vor, die Gesellschaft, das sind die Frauen. Die Hand über der Krippe, das ist eine weibliche Hand. Es sind weibliche Hände, die uns zum Sklaven formen.
Wo gehen denn Millionen junger Männer unbeachtet in den sicheren Tod? Sind das Lemminge? Warum ist denn die Hand an der Krippe eine weibliche Hand? Doch nur weil eure männliche Hand sich zu fein zum Kinderwiegen ist. Ohne Mütter wären hunderttausende Kinder in Heimen. Ohne Mütter wäret ihr gar nicht existent!
Männer höret die Signale
auf zum letzten Gefecht.
Die Internationale(männerbewegung)
erkämpft der Männer Recht
Die Internationale lautet natürlich anders:
Völker hört die Signale,
auf zum letzten Gefecht.
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht.
Und so ist sie auch viel besser.
Freiheit, Freiheit, Freiheit, das muss die Devise sein.
Und diese Freiheit ist weg, wenn man sich in die alten Rollen drängen lässt.
Das tut ihr doch ganz allein von selbst. Niemand drängt euch in die alten Rollen. Ihr geifert doch geradezu danach, die gut bezahlten Jobs zu machen, die “ein ganzer Kerl dank Chappi” Jobs. Über Kindergärtner und Krankenpfleger lacht ihr doch.
Denn am Ende ist man(n) tot und hat das Leben eines anderen gelebt, wurde gelebt, anstatt selbst zu leben.
Was für ein Unfug!
Karriere, Familie, Kinder, alles Schimären, alles Lug und Trug, alles nur zusätzliches Gepäck.
Na, wunderbar. Eine erste Erkenntnis: lasst insbesondere Familie und Kinder sein – was soll aus eurem üblen Samen schon entstehen? Scheiße wahrscheinlich, siehe oben.
Jesus sagt: Das Leben ist eine Brücke. Gehe darüber, aber baue kein Haus.
Nun, Jesus hat vieles gesagt. Zum Beispiel auch: Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan. Oder: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Oder: Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Oder …
Freiheit, Freiheit, Freiheit, das muss die Devise der Männerrechtsbewegung sein. Freiheit und Würde und Brüderlichkeit!
Dann seid doch endlich einmal wenigstens würdig und brüderlich. Dann kapiert ihr vielleicht auch, dass ihr die Freiheit schon längst habt.
Pereat tristitia, pereat osores,
pereat tristitia, pereat osores,
pereat diabolus, quivis antiburschius,
atque irrisores, atque irrisores !
Zeilen aus Gaudemus igitur, ein Lied der Burschenschaften.
Hier mal auf Deutsch (moderne Übersetzung):
Nieder mit der Traurigkeit
nieder mit den Hassern,
nieder mit dem Teufel,
mit jedem Feind der Burschen
und mit allen Spöttern!
Das hat einen interessanten Hintergrund aus Wikipedia:
Der eigentliche Titel des Liedes De brevitate vitae ist seit der Antike bekannt als Titel einer philosophischen Abhandlung des römischen Schriftstellers Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. – 65 n. Chr.), welcher der philosophischen Schule der Stoa anhing. In seinem Traktat „Über die Kürze des Lebens“ [4] legte er seine Auffassung dar, dass das Leben nur denjenigen Menschen zu kurz erscheint, die ihre Lebensspanne nicht richtig nutzen, sondern ihre Zeit mit unwürdigem Tun verschwenden. [5] [6] Da zu der universitären Ausbildung in der Frühen Neuzeit auch die intensive Auseinandersetzung mit antikem Schrifttum gehörte, kann davon ausgegangen werden, dass diese Schrift von Seneca den Studenten bekannt war und die Bezugnahme absichtlich geschah.
Sogar Seneca hatte es schon erkannt – man soll seine Zeit nicht mit unwürdigem Tun verschwenden. Und wie hat unser D**D**n oben gesagt? Die Devise der Männerrechtsbewegung sei Freiheit, Würde und Brüderlichkeit. Aber leider ist die Devise nur Scheiße. Tja.
Mir war es nicht vergönnt frei zu sein, weil mich die Angst vor dem Leben aufgefressen hat, Mutti sei Dank! – Seid gewarnt Brüder, vor dem sanften Gift der Frauen, seid gewarnt! Der Feind trägt Rock!
D**D**n
Armer schwarzer Kater! Der Feind trägt Rock! Oh weh. Die Schotten? Die katholischen Geistlichen? Die Bewohner nahöstlicher Länder? …. Wenn deine Mutti wüsste, welche Schlangenbrut sie da groß gezogen hat …
via Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land? – Das Niveau, das Niveau – Replik auf “Heruntergekommen”.