Ein paar ganz persönliche Anmerkungen zur aktuellen Diskussion, welche mich übrigens wütend und traurig zugleich macht.
In der Diskussion zur Gründung der Gruppe “Piratinnen” innerhalb der Piratenpartei, wurde folgende Frage aufgeworfen: “Gibt es Frauen, die aufgrund der fehlenden Genderpolitik oder bestimmter abwertender Erfahrungen im Umgang innerhalb der Partei, aus eben dieser wieder austreten?”
Diese Frage ist so natürlich nicht beantwortbar, weil wir gar nicht wissen, wieviele Mitglieder denn so austreten – bekanntgegeben werden ja nur die aktuellen Mitgliederzahlen. Und selbst wenn wir wüssten, wieviele Menschen wieder austreten – oder gar aus welchen Gründen – hätten wir noch immer keine Information darüber, wieviele davon Frauen sind.
Ich kann aber meine Position ganz klar darstellen: Für mich hat unsere Piratenpartei zur Zeit zwei große Schwachstellen, deren Entwicklung für mich über meinen Verbleib in der Partei entscheiden wird. (An die Kommentatoren: Ich weiß, dass es viele gibt, die sich darüber freuen würden. Ihr braucht das also nicht explizit nochmal in eure Kommentare zu schreiben, wenn ihr nichts anderes zur Diskussion beizutragen habt!)
Der eine Punkt ist die Positionierung rechts/links. Eine Positionierung wird uns nicht erspart bleiben, wenn wir nicht permanent schwanken und nach außen hin als “schwammig” oder “neblig” erscheinen wollen. Keine Meinung bzw. keine Position zu haben, ist nicht immer empfehlenswert. In diesem Bereich schon gar nicht.
Der zweite Bereich ist ganz klar die Genderpolitik (für mich!). Ich habe mich heute mal wieder durch den Thread im Forum gequält, der inzwischen schon über 29 Seiten geht. Unglaublich. Nicht mal Themen wie VDS oder Thiesen werden derartig aggressiv kommuniziert. Ich hab mich beim Lesen mal selbst beobachtet … wie ich selbst wütend und extrem aggressiv schon beim Überfliegen der Beiträge werde. Wie die Meinungen und Aktivitäten einer kleinen Gruppe von Frauen in einer noch kleineren Partei einfach als nicht existent negiert werden. Wie diese Frauen dann noch als frustrierte Emanzen oder nicht ganz erwachsen diffamiert werden, das treibt mir echt die Galle hoch. Und dann beschweren sich einige der Diskutanten, dass es ein, zwei Frauen gibt, die auf die gleiche aggressive Art “zurück prügeln”. Das ist ja ganz und gar nicht weiblich und gehört sich nicht.
Da ich auch ganz gerne mal verbal “zurückschlage”, werde ich regelmäßig mit Sexismen überhäuft. Das passiert natürlich nicht immer öffentlich – oft genug kommt einfach mal ein anonymer Blogkommentar oder auch eine anonyme Hass-Mail. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das auch anderen Frauen (in der Piratenpartei?) so geht, und sie deshalb vor einer öffentlichen Kommunikation manchmal zurück schrecken.
Auf jeden Fall werde ich beim Lesen dieser Diskussion (egal, ob im Forum, im Wiki oder auf Twitter, oder in irgendwelchen Blogs) permanent wütender ob dieser altväterlichen Einstellungen, die da als “modern” präsentiert werden.
Und ja, ich fühle mich ganz persönlich angegriffen und beleidigt, auch wenn mein Name nicht oben drüber steht. Beleidigt von Begriffen wie “Häkelgruppe”, “Kaffeekränzchen” oder “Menstruationsblut als Zugangsberechtigung”. Da hier Frauen, weibliche Mitglieder oder auch eher abwertend “Piratenbräute” angesprochen werden – ich bin ja stets mitgemeint, denn ich bin Teil dieser Gruppe.
Es gibt natürlich auch andere Frauen, die sich nicht angesprochen fühlen. Wieso, verstehe ich zwar nicht, offensichtlich sehen sie sich selbst aber nicht als Frauen, sondern als geschlechtsneutrale Menschen. Ich habe aber kein Interesse daran, mein Geschlecht zu verleugnen. Es steht nicht an erster Stelle, ist aber nun mal vorhanden. Und es lässt sich weder durch eine Satzung, noch durch die permanente Leugnung wegzaubern.
Lange Rede, kurzer Sinn: die Anti-Gleichberechtigungstendenzen, die mir regelmäßig aus den Reihen der Männer entgegenschlagen, werden mich u.U. zu einem Austritt zwingen. Denn ich habe keine Lust, den “Gleichberechtigungskampf” schon wieder zu kämpfen. Eigentlich wollte ich Politik machen. Bildung, BGE, Familienpolitik – da möchte ich meine Energien investieren.
Für die jungen Frauen, die das alles vielleicht nicht so ganz nachvollziehen können oder über die Heftigkeit der Auseinandersetzung verwundert sind, möchte ich einen kleinen ganz persönlichen Einblick geben.
Ich habe schon vor 25 Jahren für Gleichberechtigung gekämpft. Damals war es so, dass Frauen, die “mit Computern konnten”, etwas ganz Exotisches waren. Das ging überhaupt nicht. An jeder Ecke musstest du als Frau erstmal beweisen (!), dass du überhaupt ein Anrecht aufs Mitreden hast. Jeder Mann meinte, mehr zu wissen. War das nicht der Fall und ich konnte ihm noch was erzählen, war die Reaktion im besten Fall ungläubig und schlechtesten aggressiv. Oft in der Form: Frauen, die mit Technik können, sind gar keine Frauen, unweiblich, Mannweiber, verkappte Männer, verkorkste beziehungsunfähige Monster. Und ja: Alles das habe ich gehört, und zwar ganz persönlich.
Ich war an einer Fachschule für Datenverarbeitung im Jahre 1984 unter knapp 25 Männern eine von zwei Frauen! Mein Glück war immer, dass ich mich NICHT als Nesthäkchen habe behandeln lassen, sondern mit viel Selbstbewusstsein und auch einer guten Portion Aggression durchgesetzt habe. Aber: Keiner der Jungs musste das. Sie waren qua Geschlecht anerkannt. Und wenn sie Fehler machten, wurden sie nicht mit “typisch Mann, kann Technik eben nicht, haha” abgebügelt. Dies ging aber dem andren Mädel meiner Klasse permanent so. Und weil sie sich nicht wehren konnte, hat sie diese Ausbildung nicht abgeschlossen – wegen Mobbing ihres Frauseins.
So okay, das ist lange her, könnt ihr sagen. Ja, das ist richtig. Aber: Ich bin im Internet, seit es Internet gibt – allerdings weder politisch noch frauenbewegt unterwegs. Das mache ich erst, seit mir in der Piratenpartei wieder der alte Wind um die Ohren weht.
Mir ist noch nirgendwo bisher derartig viel Frauenfeindliches entgegen geschlagen, wie in den öffentlichen Diskussionsbereichen der Piratenpartei. Das liegt sicher teilweise daran, dass die Piratenpartei von der sog. Männerbewegung insb. im Forum “gekapert wurde” (zumindest wurde es versucht – teils mit Erfolg). Dass die Threads, die irgendein Genderthema behandeln, stets derartige Ausmaße annehmen – und sehr viele Schreiber/innen sich erst am Eröffnungstag des Themas überhaupt im Forum anmelden, ist auch ein gutes Zeichen für diese Antreibe von außen.
Diese Frauenfeindlichkeit ist am Stammtisch nicht so. Aber da sehe ich auch einen großen Unterschied: es ist heute im persönlichen Umgang nicht mehr “gesellschaftsfähig”, jemanden aufgrund seines/ihres Geschlechtes zu dissen, wie das vor 25 Jahren noch möglich war.
Aber im anonymen Internet, da kann mann schon mal eine anonyme (d.h. ihm nicht persönlich bekannte Frau) fertig machen. Etwas, was die meisten Menschen im persönlichen Kontakt schon aus Höflichkeit nicht tun würden.
Und abschließend: ich finde, gerade jetzt bei diesem extrem starken Gegenwind, sollten wir (Lena!) an der Idee der Piratinnen festhalten. Lasst uns das nicht aufgeben. Eine allgemeine Gruppe wie von @paulbln vorgeschlagen, würde mMn die gewünschte Funktion nicht erfüllen. Erstens: was soll eine rein Berlinerische Gruppe? Nix gegen Berlin, aber ich sitze hier z.B. in Bayern und würde mich da mit Sicherheit nicht an eine Berliner Gruppe wenden. Ein Squad in Berlin hätte mich auch nicht zum Anmelden auf einer ML motiviert. Anderen ergeht es möglicherweise ebenso.
Die Heftigkeit der Diskussion allein ist für mich Beweis genug, dass eine solche Gruppe absolut notwendig ist. Und selbst wenn der einzige Effekt wäre, dass einmal auf eine bestehende Problematik aufmerksam gemacht wird, so wäre das schon ein Fortschritt. Im Augenblick sehe ich die Piratenpartei keineswegs “post-gender”, sondern irgenwo in den späten 60ern steckengeblieben (was dieses Thema betrifft). Das liegt aber vermutlich am niedrigen Durchschnittsalter. Die meisten Mitglieder sind in unserer doch heute schon recht gleichberechtigten Welt aufgewachsen und haben dazu keinerlei Kämpfe führen müssen. Deshalb denken sie, es ist alles schon erreicht. Ich als etwas ältere Frau, die schon eine Menge Quatsch im Leben mit gemacht hat, sehe das anders. Eben über einen wesentlich längeren Zeitraum hinweg. Und ich sehe, dass das Ziel “Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen” noch lange nicht erreicht ist. Auch wenn ich es lieber über politische Inhalte erreichen würde, als über eine Genderdebatte. Notwendig ist diese allemal.
Wer Lust auf eine ganz persönliche Diskussion hat, darf mir auch gerne mailen.
Ich hoffe, ihr habt bis hierhin durchgehalten. ![]()
Zum Schluss noch ein “paar” Links, die das Thema “Piratinnen” ebenfalls aufgegriffen haben (nur die aktuelle Diskussion!).
Achtung: lange Liste mit Triggerpotential. Ich empfehle ebenfalls die jeweiligen Kommentare zu lesen – so es welche gibt.
- Pruzzen Blogspot
- Freiheitskampf1984
- Arne Hoffmann Blog
- Feder & Herd 1, Feder & Herd 2, Feder & Herd 3 (Mela)
- Im Biotop
- Ritinard0 1
- Atari-Frosch
- Isis Welt
- taz.de
- gulli.com
- Quark mit Sauce
- Neokultur
- Heise.de
- 11k2 Blog 1, 11k2 Blog 2
- Opalkatze
- Piratenpartei
- Spiegel.de
- hirsch2k
- WolfgangP, WolfgangP 2
- SilkePP
- Andi Popp
- dysfustifications
- Der ganz normale Wahnsinn
- Sammelmappe
- Burks
- Deefunct 1
- Katze mit Wut
- Mädchenblog
- Rot steht uns gut
- Grüne am Mittwoch
- Hirnfick
- iheartdigitallife (Linksammlung)
Neue Links / Update 4.3.2010 (Datum bezieht sich auf den Tag, an dem ich den Link gefunden habe, nicht auf das Erscheinungsdatum des verlinkten Beitrags):
Neue Links / Update 5.3.2010:
- Ti_Leo
- Feder & Herd 4 (Mela)
- Medienelite
- Burks 2
- Jürgen Komesker
- Freie Sicht
- Berlin Kolumne
- Mädchenmannschaft 2
- Aus Liebe zur Freiheit
- engl@absurdum
Neue Links / Update 6.3.2010:
Neue Links / Update 8.3.2010:
Neue Links / Update 10.3.2010:
Neue Links / Update 11.3.2010:
- Catch-up: Offener Brief an die Piratinnen-Mailingliste
- WolfgangP 4
- taz.de Eine Debatte für´s Netz
- Ritinardo 2
Neue Links / Update 12.3.2010:
WolfgangP. hat seine Blogeinträge nachträglich mit Passwortschutz versehen. Nachfragen dazu bitte bei ihm. Ich kann euch dazu keine Erklärung geben. Danke.
Neue Links / Update 13.3.2010:
- Ritinardo 3
- Schmidtlepp 2
- Geek Feminism Blog
- Derangierte Einsichten – Piraten Rant
Hier findet eine sehr interessante und spannende Diskussion in den Kommentaren statt. - iheartdigitallife 2
- Tales from the Mac Hell
- L3viathan2142
- Freie Re.de
- Validom
- Azundris – Feminismus und Freibeuterei
Neue Links / Update 14.3.2010:
- Piratenjinx
- Klabautercast (Podcast)
- Stonie kennt Wayne
- sMesHer
Neue Links / Update 15.03.2010:
Neue Links / Update 16.03.2010:
- Fortschritt wird gemacht
- Stefan Fricke – Kandidat NRW
- bits´n´pieces
- weizenspr.eu
- Stephantpunkt
- Ritinardo 4
Neue Links / Update 17.03.2010:
Neue Links / Update 18.03.2010:
Neue Links / Update 19.03.2010:
Neue Links / Update 21.03.2010:
Neue Links / Update 25.03.2010:
- Cymaphore Ein schwieriges Erbe
- Spreeblick: Unkenntnis ist nicht nur bei der Terrorabwehr gefährlich
Hier findet eine interessante Diskussion in den Kommentaren statt!
Neue Links / Update 26.03.2010:
- WolfgangP 7 (ohne PW)
Neue Links / Update 01.04.2010:
- Anarcho Blog “Das Genderdings”
- DE:BUG
- korrupt.biz
- Appelle an die Vernunft
- Piratenstadt
- bitsnpieces 1
- bitsnpieces 2
- Gullinews: Klarmachen zum Mackern
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Podcast Interview mit Lena Simon. (MP3)
Transkript des Interviews, auch zum Download
Threads im Piratenforum. Achtung: starke Nerven erforderlich!
- Bitte beendet den Wahnsinn
- Erkenntnisse aus Piratinnen?
- Piraten = Post-Gender?
- Piratinnen?
- Piraten-Partei der Frauenfeinde?
Hier noch interessante Links zu dem Thema Geeks/Digitallife/Gleichberechtigung:
- geekfeminism
- Androzentrismus im Netz
- Kontextschmiede
- The Ch!cktionary
- Irrtümer über Feminismus 1
- Irrtümer über Feminismus 2
- enter@gender
Ach ja, Kommentare zu diesem doch eher persönlichen Artikel schalte ich nur frei, wenn sie mich nicht beleidigen.
Was mich beleidigt, entscheide ich allein ![]()
Nachtrag: Komisch, dass es in Österreich anscheinend keine derartigen Probleme und Hetzkampagnen gibt.
Mehr zu diesem Thema:
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Meine Güte! Und das alles hat eine Mailingliste ausgelöst. Dass eine Truppe weltfremder Maskulisten in das Forum der Piratenpartei eingefallen ist, stört hier nicht, ebenso wenig, dass einige der Global Mods dort eine ganz eigene “Politik” betrieben haben.
Aber eine Mailingliste hebt natürlich die Welt aus den Angeln… weil sie von Frauen stammt.
Leben wir 18hundert_langsam? Hedwig Dohm, bitte melde Dich!
….wollt mal ‘ n paar liebe grüße hierlassen
@ der hagen,
ich finde dies durchaus legitim. vorallem gemessen am verhalten einiger – in ausübung ihrer meinungsfreiheit.


es handelt sich um einen privaten blog, und menschen – wie z.b. ich – lesen hier gern, eignen uns weiteres wissen an, diskutieren oder halten uns in gesellschaft mit piratenweib einfach gern auf.
wenn du der dame nichts abgewinnen magst, such dir doch etwas, was dir freude macht
gruss zora
Werte Zora,
wer sagt dir, dass diese Diskussion mir keine “Freude” macht – wenn sie zu einem positivem Ende führt?
Und hab ich nicht geschrieben, das wäre ihr “gutes” Recht?
Also weiss ich, und mit verlaub, verstehe ich nicht, was du mir mit deinem Beitrag sagen wolltest.
Ich habe bei der letzten Wahl PP gewählt, aber das war das letzte Mal. Selbst die CSU ist inzwischen moderner, was Gleichberechtigungspolitik betrifft. Die Piraten haben sich als ranziger Haufen ewiggestriger Machos herausgestellt, wozu es ja gut paßt, daß sich soviel nazilastige Typen in der Partei rumtreiben. Tja, war wohl nix.
Schade nur, daß damit so wichtige Themen wie die Verhinderung stattlicher Zensur, Netzneutralität, etc. ins Hintertreffen geraten, da sämtliche anderen Parteien in dieser Hinsicht nicht viel zu bieten haben. Aber dennoch, Piraten wähle ich nicht nochmal. Da müßte sich schon viel ändern in nächster Zeit.
@Deanne)
Warum? Weil man Menschen nicht wegen ihrer Geschlechtsteile sondern ihrer Kompetenzen behandelt?
Es gibt genug Beispiele dafür, dass Frauen bei den Piraten bis nach oben kommen können…
Achja und die Nazikeule wird langsam immer langweiliger
Wonach Menschen für Positionen ausgewählt werden ist leider nicht wirklich nachvollziehbar. Letztendlich gibt es – insbesondere bei Wahlen – immer den “Nasenfaktor”, der eine Wahl mitentscheidet. Rein sachliche Entscheidungen sind für normalsterbliche Menschen nahezu unmöglich. Insbesondere wenn man sich die Vergabe politischer Ämter, gerade in den sog. etablierten Parteien, ansieht, so wird klar, dass es dabei unmöglich um Kompetenz gegangen sein kann. Je höher das Amt, je weniger Kompetenz – das zumindest ist mein persönlicher Eindruck.
Was die “Nazikeule” betrifft: Wenn man insbesondere im Forum liest, kann man leicht einen rechtsdrehenden Eindruck gewinnen. Es ist Sache der Pirat/innen der Öffentlichkeit einen anderen Eindruck zu vermitteln.
“Insbesondere wenn man sich die Vergabe politischer Ämter, gerade in den sog. etablierten Parteien, ansieht, so wird klar, dass es dabei unmöglich um Kompetenz gegangen sein kann. Je höher das Amt, je weniger Kompetenz – das zumindest ist mein persönlicher Eindruck.”
Haha, so wahr.
hallo
piratenweib spricht mir aus der seele – als ich in der thueringer mailingliste der piraten ueber “gender” diskutieren wurde, wurde ich von allen seiten gebasht
eine sachliche diskussion fand gar nicht erst statt.
daraufhin bin ich aus der mailingliste ausgetreten. ich arbeite seit 1997 aktiv fuer gleichberechtigung, empfinde mich nicht als feministin aber durchaus als
fachfrau was genderfragen angeht und soll nun in
einer partei, in die ich grosse hoffnung setze was die themen anbelangt, nochmal so einen fundamentalen kampf kaempfen? nee leute – ich brauch erstmal eine verschnaufpause – aber piratig und diskriminierungsfrei und postgender ist das alles in keinster weise!
achja und am meisten schmerzen natuerlich aussagen von (zumeist jungen) weiblichen piratenfrauen, die ueberhaupt nicht verstehen (wollen?), warum man in der heutigen zeit und der heutigen welt auch als pirat nicht an der genderdebatte vorbeikommt.
Könnte dich evtl. interessieren zu dem thema… :-)
Quote: “[...] einige der wichtigsten Persönlichkeiten der deutschen Piraten sind Frauen – und werden durch diese Diskussion meines Erachtens nach schwachgeredet. [...]”
Bericht: Wer sind eigentlich “die Piratinnen”?
http://bit.ly/apcwNO
RT @Piratenweib: Update/Neue Links: @Piratenweib Mit piratigen Grüßen » Blog Archive » Piratinnen – persönliche An- & Einsichten http:// …
Ein sehr bewegender Artikel. Ich gehöre zu denjenigen, die die ganze Aktion sehr kritisch kommentiert haben, nicht weil ich finde, dass die Gleichberechtigung verwirklicht ist, sondern weil ich der Meinung bin, dass die Methoden der letzten 30 Jahre inzwischen das Gegenteil von dem Bewirken, was bezweckt wird. Ich denke, dass insgesamt nicht das Frauenbild das Problem darstellt, sondern das Männerbild. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es am besten partnerschaftlich in gegenseitigem Respekt weiterginge. Wenn ich aber besonders die Sexistinnen der EMMA-Redaktion lese, die schreiben als würden sie Männer nur aus der Kriminalitätsstatistik kennen, dann geht es mir wahrscheinlich wie vielen Männern, ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Schon gar nicht als emanzipierter Mann. Schlimmer noch: Man fühlt sich angegriffen. Ich denke, das ist der Hauptgrund für die aggressive Reaktion vieler Männer, Mann will sich nicht weiter in die defensive drängen lassen.
Aber viele der Reaktionen sind weit außerhalb dessen, was in einer Diskussion angemessen ist, deshalb kann ich deine Reaktion gut verstehen. Ich kann als PP-Mitglied deshalb nur an dich appellieren, dich und deine Erfahrung uns allen weiter zur Verfügung zu stellen, wenn du dein Männerbild auch vielleicht etwas überarbeiten könntest(bitte).
Mit sonnigen Grüßen
Peter
Bin kein Pirat und gehe auch nicht wählen, doch verfolge ich mit grosser Belustigung die “gender”-diskussion.
Und soweit ich das beurteilen kann, fing diese Lena ( shine up your damen(!!!)klo ) damit an, Männer mit ihrer Frauenliste ausgrenzen zu wollen.
Dass das, schon alleine wegen der Pressemitteilung, eine Diskussion losschlägt war ja wohl klar, und dass sich auf beiden Seiten Deppen und Deppinnen befinden, die sich mit prolemischen Ausdrücken zu dem machen, was sie angeblich verurteilen, wahr auch klar.
Deshalb halte Lena und Co für ein Paradebeispiel, warum sinvolle Politik, welche im Kleinen anfängt, im Grossen scheitern muss….
Am liebsten sind mir doch die Kommentatoren, die weder Namen noch g´scheite eMail Adresse da lassen …
Nein, irgendwie fing es damit eben nicht an, sondern damit, dass Foristen aus Maskulistenforen ins Forum der Piratenpartei geströmt sind, und versucht haben die Meinungshoheit an sich zu reissen. Mit entsprechenden Folgen, die ja von uns alle kennen.
Hallo.
Vorab: Ich bin kein Partei-Pirat und von “Genderpolitik” verstehe ich erstmal garnichts. Ich beachte auch keine bestimmte Sprache und feministische Linguistik (das eine oder andere schlag ich dann doch nach) ist IMHO gruselig. Und weil es in dieser speziellen Diskussion relevant ist: ich bin männlich. (was feministische Linguisten :-) sicher schon an meiner Sprache erkannt haben mögen)
Was ich verstehe ist, das Genderpolitik wichtig ist. Das erkenne ich daran, in welcher Schärfe darüber diskutiert wird OB sie wichtig ist.
Bei den Piraten (die ich kenne) nicht nur denen in der Partei, wird gerne gesagt, dass es zwei Maßregeln gibt, wie man an Politische Felder herangeht:
“Gesunder Menschenverstand” (meint auch, sich selbst in das Thema einzuarbeiten) und “Experten” (meint auch kompetente Leute wählen).
Die Experten für Genderpolitik sind wohl diejenigen, die seit ca. 100 (ab und an gefühlte) Jahre darum kämpfen, dass überhaupt dieses Politikfeld beackert wird – man nennt sie gemeinhin Feministen. Der Stand von Feministen in der Piratenpartei wird ja sehr deutlich probagiert.
Und von Einarbeitung in das Thema kann ich ob der oft unqualizierten Argumentationslinien… die meist zu Standpunkten degeniert sind (und die Eigenschaften von geometrischen Punkten teilen)… eine Einarbeitung kann ich nicht erkennen, und dass obwohl ich selbst nicht eingearbeitet bin. :-)
Geschlechtsspezifische Politik scheint eben eine richtig schwierige Sache zu sein. Sie ist eben nicht abstrakt, kann nicht gespeichert werden, man kann jeden Mann und jede Frau ganz leicht beleidigen oder verletzen – sie greift unmittelbar in jeder gesellschaftlichen Situation, und echte Überzeugungen dabei zu haben, und wirklich dazu zu stehen (ehrliche Politik zu betreiben) bedeutet, dass man überall und gegenüber politisch handeln müsste. Anders gesagt: Diese Politik braucht Ideologie, es gibt kein schlechter oder besser nach objektiven Kriterien, oder nach persönlichem Vorteil/Nachteil, den man dann verallgemeinert und nach dem optimalen für alle sucht.
Es ist eines der … menschlichsten Politikfelder und daher am schwersten zu begreifen – wer versteht schon die Menschheit, das andere Geschlecht oder auch nur einen anderen einzelnen Menschen wirklich und zur Gänze.
Ich glaube die massiven Reaktionen in der Piratenpartei gegen Genderpolitik sind keine weitverbreitete Frauenfeindlichkeit, auch wenn sie das Gesicht der Frauenfeindlichkeit trägt. Sie zeigen vielmehr die Muster der Angst. Nicht die Angst vor Frauen, sondern die Angst vor der Notwendigkeit des persönlichen Hinterfragens jedes Aspektes der Zwischenmenschlichkeit.
Ich glaube, darum versucht die Piratenpartei, “post-gender”/”post-feministisch” zu sein. Eigentlich versucht sie… post-ideologisch zu sein. “Nicht rechts, nicht links, sondern vorne” fällt genau in diese Kathegorie. Ich glaube dass viele Piraten sich vor Ideologie fürchten, insbesondere dann, wenn es keine einfachen, einleuchtenden, überprüfbaren Fakten gibt.
Geschlechterpolitik hat aber nur an äußerster Schale mit Fakten zu tun – Ämterverteilung, Einkommensvergleiche, Abschlüsse, Mitgliedsstatistiken ect…
Ich verstehe nicht viel von Gender-Politik und ich bin kein Parteimitglied. Und ich will an beidem in nächster Zeit nichts ändern.
Aber ich sehe, wie wichtig die Geschlechterpolitik sein muss, auf persönlicher, institutioneller (Partei), und gesamtgesellschaftlicher Skala.
Darum sollte jeder Experte und Kämpfer und Betroffener (besonders Frauen, die sich Mobbing gegenüber sehen) bei den Piraten bleiben, den Mund auf machen, und systematisch solange weitermachen, bis sich jeder, der sich bei dem Thema unwohl fühlt, jeder der es ignorieren will, oder Beißreflexe zeigt, sich wirklich damit auseinander gesetzt hat.
Zeigen sich dann – wenn es auf der Agenda steht und offen und transparent und BREIT diskutiert wird, dass die Partei beschließt, eine “Männerpartei” oder was auch immer zu sein, dann erst ist der Zeitpunkt gekommen, sie zu verlassen.
Da die Piraten keine Revolutionäre sind, und auch in ihrer Entstehung dieses Thema nicht auf der Agenda haben (wie die Grünen), sondern “werte-KONSERVATIV” sind, dauert es noch Jahre (2-3 Bundestagswahlen) ehe man damit rechnen kann, dass die Geschlechterpolitik bei den Piraten durchgekaut ist.
Wenn es euch, den Experten und Betroffenen ein zu harter Kampf ist, den ihr “nicht mal in der CSU” und schon garnicht bei den Grünen in dieser Härte führen müsstet, verstehe ich das gut.
Wenn aber die Piratenpartei noch für all das steht, für das ihr mal eingetreten seid (ich wette Gender-Politik war es NICHT), dann ist sie diesen Kampf wert.
Ich bin weder Partei-Pirat, noch Betroffen, und nach Aussage der “Experten” meines Umfeldes, bin ich ein Macho und Egozentriker – “Pascha” ist die exakte Formulierung. Ich kann sehr gut damit leben, wie es ist.
Aber für die Partei wäre es schade, wenn ihr dieser eueren Verstand und Expertise auf allen Feldern – auch der Genderpolitik – entzieht. Und ist die Partei erfolgreich trotz möglicherweise Frauenfeindlicher Tendenzen, oder zumindest unreflektierter Genderpolitik, dann könnte es auch für all diejenigen schade sein, die darunter leiden, das eigentlich fast überwundenes wieder salonfähig wird.
Viele Grüße,
0mad
Liebe mir nicht namentlich bekannte Piratin,
ich fürchte dann musst du austreten.
Ich habe eure Partei von anfang an gewählt. Aber wenn ich sehe wie hier die Frauen mit Gewalt einen bestimmten Proporz erreichen wollen, dann sehe ich rot.
Das hat nichts mit Frauenfeindlichkeit, in diese Ecke werden die Männer natürlich sofort gestellt und dagegen verwahre ich mich. Dies hat damit zu tun, dass die besseren vorne sind. Und DAS finde ich richtig und keinen Frauenvorteil.
Das sollten wir Männer uns überhaupt nicht mehr bieten lassen.
Wir Männer sollten endlich aufstehen und uns dagegen wehren.
Auf alle Fälle will ich meine Partei nicht so haben wie die Grünen, fein getrennt in Männlein und Weiblein und ja auf die 50% geachtet.
Dann wähle ich auch keine Piratenpartei mehr.
Grüße, Hubert
Ist mir ziemlich egal, was du möchtest.
Und ob du die Piratenpartei wählst, ist mir auch relativ …
Die Piratenpartei tut sich nichts Gutes, wenn sie Maskulisten wie dir den Weg ebnet, noch dazu hast du nichts von der eigentlichen Diskussion verstanden. Da erübrigt sich jedes weitere Wort. Punkt.
Bei soviel Arroganz und weiblicher Aggressivität will ich kein Wort mehr mit dir sprechen.
Ich kann mich nur erschüttert von dir abwenden und hoffe dass ich einem solchen Menschen wie dir nicht mehr begegnen werde.
Bei soviel Arroganz und weiblicher Aggressivität will ich kein Wort mehr mit dir sprechen.
Erschüttert kann ich mich nur von dir abwenden und hoffen, dass ich einem Menschen wie dir nie mehr begegnen werde. Punkt.
Zum Glück haben wir noch nie ein Wort miteinander gesprochen, und ich hoffe wir sind uns nie begegnet. Tschüss. Viel Spaß auf dem nächsten Blog.
Oh mei, das ist unterstes Niveau………si tacuisses philosophus mansisses………….ciao
Es heißt “Piraten”, “Piratinnen” ist eine Sprachvergewaltigung die bei mir nur Fremdscham auslöst.
Ich möchte an dieser Stelle auch ein Wort los werden
Als nicht Deutscher-Staatsbürger darf ich nicht wählen. Würde aber gerne eine Stimme an die Piratenpartei verlieren.. sind ja einige Punkte da, die das Leben nicht ganz erleichtern.
Zur Partei an sich kann ich nichts großartiges sagen. Aber es wird, wie ich finde, auch langsam Zeit, dass mal ein bisschen Frauen Power in die Politik kommt.
Die netten Herren haben bis jetzt eh nur, mehr oder weniger, blockiert. Nicht alle, aber einige.
Deshalb wünsche ich dir viel Glück beim Kampf gegen Goliat.
Gruß
Viet
Ich danke dir, Viet, Glück und mehr können die Piratinnen wahrhaftig brauchen!
….mal wieder vorbei’ gschaut hab
und wieder mal sehr glücklich bin, dass es dich (und euch) gibt.
das neue layout deiner seite ist spitzenmäßig und um einiges -!- umfangreicher und noch informativer geworden….
danke für die mühe, und danke für deinen mut, den du wieder/erneut
und immer noch verbreitest…
gruss zora
Ich für meinen Teil bin schon meiner Bürgerpflicht nachgekommen (per Briefwahl) und bin froh, dass sich die Piratenpartei in den von dir kritisierten Punkten so verhält, wie sie es tut – und nicht wie du es dir wünscht.
Positionierung links / rechts: Wozu soll das gut sein, zumal das doch kaum was aussagt? Selbstverständlich muss die Piratenpartei sich zu vielen wichtigen Themen noch ihre Gedanken machen, so auch zu sozialen Aspekten und den jeweiligen Lösungsansätzen. Das zwingt die Partei aber doch nicht dazu sich in eine extreme Ecke zu stellen. Das halte ich auch für kontraproduktiv, denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Piratenpartei wegen ihrer liberalen Haltung gern in die linke Ecke gestellt wird. Auch gibt es die meisten Überschneidungen in wichtigen Fragen mit den klassischen Linksparteien. Ich für meinen Teil möchte bewusst keine Linkspartei wählen, keine Partei, die durch Ideologie verblendet ist, sondern eine Partei, die ihre Maßstäbe und Ziele an Vernunft und Menschlichkeit ausrichtet. Zumal ich sowieso glaube, dass das klassische Rechts/Links-Denken ausgedient hat.
Fehlende “Genderpolitik”: Gott sei Dank, denn sämtliche Linksparteien unterstützen diesen Unsinn und verschwenden wertvolle Zeit und viel Geld. Die Gleichmacherei führt nicht selten zum Gegenteil, so dass Ämter vorrangig nach Geschlecht vergeben werden und die Eignung erst danach ausschlaggebend ist. Starke Frauen können sich auch ohne “Frauenpolitik” in der Männerwelt behaupten. Da herrscht eben mitunter auch Konkurrenz und Leistung zählt. Auch die s.g. feministische Linguistik: sie entbehrt jeder ernsthaften Grundlage und ist sprachlich gesehen nichts weiter als ein Unglück. Letztlich werden Unterschiede damit eher zementiert als aufgehoben. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/287303.html?page=0
Ich werte es als ein positives Zeichen, dass die im Durchschnitt sehr jungen Mitglieder der Piratenpartei bislang keine Notwendigkeit sahen diesen linken Gleichmacher-Irrsinn mitzumachen. Denn es zeigt, dass die Gleichberechtigung weiter ist, als manche Feministen glauben.
Ich dachte Piraten denken selbst – vielleicht sogar feminine. Aber neine, eine kleine Gruppe GeschlechtsgenossInnen im Schmollwinkel oktroyiert dieses überflüssige Thema allen auf – zum Leidwesen vor allem der weiblichen Piraten. Wie gut, dass es in unserem Landesverband viel aktive Frauen gibt, denen diese Debatte auf die “GeistInnen” geht.
Ach ja, Bettina, von dir habe ich schon so einiges gehört. Leider war nicht viel Gutes dabei.
Privacy gibt´s nämlich im Internet nicht, wusstest du das nicht?
Na, diese *unnötige* Genderdisku hört einfach nicht & nicht auf..lääästich, nich?
Wieso nur ist diese *Sache* mit der echten Gleichberechtigung zwischen den Menscherln vielen sooo wichtich, hm..
Vielleicht, weil`s da zentralst um so * Nebensächlichkeiten* wie; ganz normale Entwicklungschancen eigener Talente, Lebensvorstellungen, (auch sexuelles) Lebensglück, echte Freiheit (auch vor persönl. Abwertungen, Gewalt, Unterdrückung etc.) geht, ganz zu schweigen von; normalen Karrierechancen in Berufen, aber auch z.B. in neuen Parteien zwecks gesellschaftlichen Gestaltungschancen etcetcetc..
Den jüngeren Frauen, die *noch* davon ausgehen, daß diese Disku *eh so unnötig sei* etcetc., kurz ins Stammbüchl getippt;
**** Nein, es gibt *sie* noch laaange nicht, diese lästige *Gleichberechtigung* zwischen dämlichen Damen und herrlichen Herren, solange Diskussionen um *das Thema* noch immer *so* ablaufen wie auch hier zu er- bzw. SIEleben..****
Und; wir (=Frauen der ALÖ in Wien 1983) hatten im damaligen Wahlk(r)ampf u.A. ein Plakat mit dem Text;
***BEWEGE DICH, DAMIT DU DEINE FESSELN SPÜRST!***
Weil; diejenigen, die sich persönlich eh`nur immer im *ERlaubten Rahmen* bewegen, nur damit sie kein Liebesentzug trifft, diese…na ja…hm…tja…
Mit ehrlichem Gruß samt Bewunderung fürs Durchhalten gegen Cybermobbing etcetc. hier an PIRATENWEIB.
Hallo Piratenweib, hallo ALÖ Frauen,
ich denke es ist bei euch auch noch nicht angekommen.
Seit 30 Jahren hören die Männer nur von den ach so benachteiligten Frauen.
Zwischenzeitlich ist soviel geschehen, soviel Gleichmacherei.
Wir Männer können das alles nicht mehr hören. Wir haben genug von dieser ewigen Phrase der Ungleichbehandlung der Frau.
Wenn das Piratenweib ihre Kraft sinnvoll für die Partei einsetzen würde, dann wäre mehr geholfen als ein Mensch, der nur versucht zu spalten und Unfrieden in die Reihen der Männer, auch der Frauen reinbringt.
Seht ihr Frauen denn nicht, dass dieses Thema eure Männer von euch entzweit. Der Haß der Geschlechter wird sonst immer nur größer.
Er ist schon ziemlich groß. Ihr Frauen merkt das anscheinend gar nicht!!
Ich würde mir wünschen, wenn Mann und Frau wieder ein bischen toleranter wären und versuchten aufeinander zuzugehen und nicht zu spalten.
Martin
Von welchem Hass sprichst du? Hier bei mir findest du ihn jedenfalls nicht. Ich mag Männer. Okay, natürlich nicht alle. Aber ich mag ja auch nicht alle Frauen. Mein Mann findet übrigens nicht, dass ich ihn und mich entzweie … ganz im Gegenteil.
Ja, es gibt tatsächlich Männer, die mit starken Frauen umgehen können. Das ist bei dir wohl noch nicht angekommen. Du gehörst offenbar nicht dazu. Es tut mir ja leid, dir das jetzt sagen zu müssen, aber die ewig gestrigen sind nicht mehr gefragt.
Die Partei, die Partei … ich setze mich für keine Partei ein. Ich setze mich für Bürgerrechte, Menschenrechte und Ziele ein, die das Leben aller verbessern können. Nicht für eine Partei!
komisch, `mein` Mann bleibt auch schon seit 23 Jahren FREIWILLIG an meiner Seite..*g*
Mal mehr unten, mal mehr oben, meistens miteinander, in allerlei Lebenslagen..*g*
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Dieses dumme & überhebliche & hilflose Getue von Misogynisten ist peinlich. Lästig, und bemitleidenswert. Höchstens.
Dazu lernen wäre gut bei den Betroffenen.
Wenn ihr Piranja und Piratenweib solche Schläge austeilt wie hier, dann glaub ich euch einfach nicht, dass eure Männer das und euch so mögen.
Sollten sie das trotzdem tun, dann macht ein Kreuzzeichen, denn ihr habt dann extra brave Männer.
Und zu dir Piratenweib. Du glaubst wohl, wenn du dich als starke Frau ausgibst, dann erzittere ich vor Ehrfurcht vor dir.
Ich gebe mir überhaupt keine Akzente. Eigenlob stinkt, hat man mal gehört.
Sieh dich mal genau im Netz um, dann wirst du bald merken, wie die Männer über solche Frauen wie euch reden.
Glaubt ihr wirklich, das all das was im Netz gesagt wird nichts oder nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat? Auch hier spiegelt sich die Realität wieder, wenn auch anonym. Und hier wird auch die ungeschminkte Wahrheit gesagt.
Und ganz im Gegenteil.
Ich bin der neue Typ Mann. Männer, die nicht mehr den Mund halten, wenn Frauen über Ungleichbehandlung sprechen.
Die Männer machen zusehends den Mund darüber auf.
Und das ist gut so.
Martin
Und zu dir, Martin!
Du meinst wohl, nur weil ich so nett bin dein Gejammer hier freizuschalten, darfst du jetzt anfangen mit dem Beleidigen? Ob du nun zitterst oder jubelst, heulst oder tobst – ist mir egal. Es interessiert mich schlichtweg nicht.
Und wie Männer wie DU über Frauen wie MICH denken, geht mir vollkommen am Allerwertesten vorbei.
Wenn du der neue Typ Mann bist, tut´s mir leid für die männliche Seite unserer Gesellschaft.
Ich habe nichts dagegen, dass “die Männer” den Mund aufmachen. Ich habe aber sehr viel dagegen, wenn sie versuchen, Frauen mundtot zu machen. Das wird zumindest hier auf meinem Blog, auf welchem ICH das Hausrecht habe, nicht passieren.
Und glaub mir: unter Stärke kann mensch Vieles verstehen. Dummheit gehört aber definitiv nicht dazu.
So, ich mag diesmal auch hier auf den Beitrag und die Kommentare antworten – irgendwie mag ich Diskussionen in denen man noch was zu sagen hat – und immer wieder neu nachdenken darf.
Zu erst einmal zum eigentl. Eintrag:
Mir ist es also durchaus recht, wenn die Partei um das Wohl des Volkes zu erreichen auch mal von der Position abweicht die sie sonst für ausschlaggebend meint.
Ich kann verstehen, wenn eine Mailingliste in der Männer per se nicht erwünscht sind auf unbehagen stößt, bei einer Partei die sich “pro Transparenz” versteht.
Da sich ja weiter auf das Wiki bezogen wird muss ich auch ein wenig auf diesen Wiki-Eintrag eingehen. Es ist schade, wenn Menschen der Meinung sind, dass das Geschlecht eben doch noch eine Rolle spielt – diese Meinung wird allerdings nicht von irgendwo herkommen und daher ist es vollkommen legitim, wenn diese Menschen versuchen daran etwas zu ändern.
Dass Männer und Frauen per Gesetz gleich sind mag ich so nicht unterschreiben. Es gibt schon noch Gesetze in denen zwischen Männern und Frauen unterschieden wird – auch wenn es nicht nötig ist und nur für Ungleichberechtigung sorgt.
Dass “Post-Gender” ein Ideal ist sollte denke ich klar sein. Nicht jeder Mensch wird sich diesem System beugen – genauso wie bei der Gleichberechtigung – alles was wir tun können ist darauf hinzuarbeiten, dass diese Ereignisse eintreten und beibehalten werden.
Die “Piratinnen” erwähnen, dass sie keine “Frauenpolitik” o.Ä. zu einem Programmpunkt der Piratenpartei machen wollen und ihnen ist bewusst, dass sie nicht für alle Frauen in der “Piratenpartei” sprechen. Bis auf den ersten Punkt war ich mir dessen eigentlich auch so bewusst – aber okay, es kann ja nicht schaden dies nochmal anzumerken. Meiner Meinung nach ist es auch vollkommen in Ordnung, dass Frauen eben das gleiche Recht fordern sich wie die Männer organisieren etc. zu können.
“Besonders bei Themen, die sich mit dem Status einer Frau in einer weitgehend männlichen Gruppe beschäftigen, kommt es aber häufiger vor, dass Frauen sich in Anwesenheit von Männern nicht offen äußern.”
Dass dies so geschieht ist allenfalls schade – daran sind aber nicht die Männer schuld. Wobei ich noch anmerken möchte, dass es in diesem Absatz auch keine Schuldzuweisungen gab. Woran liegt es aber nun, dass Frau sich nicht traut sich zu äußern? Ich meine zu sagen: Mangelndes Selbstbewusstsein, ähnlich wie Jungen in einer großen Gruppe von Mädchen – oder Jungen beim Tanzen – wobei letzteres persönlicher Natur ist und bei weitem keine so große Tragweite hat wie politisch-gesellschaftliche Entscheidungen.
“Die Mailingliste steht daher absichtlich nur Frauen zur Verfügung, lädt aber explizit auch die Frauen ein, die nicht Parteimitglied sind und es eventuell werden wollen oder nur aufgrund der Position der Partei zur Genderfrage bisher nicht geworden sind.”
Das ist ein Knackpunkt – so kann keine erfolgreiche Politik statt finden. Eine Gruppe die die Hälfte der Bevölkerung einfach mal ausschließt hat keinen Anspruch darauf, dass sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Es wäre m.M. nach vollkommen legitim eine Interessensgemeinschaft zu haben die sich eben speziell den Frauen widmet – dort nur Frauen zuzulassen führt aber zwangsläufig dazu, dass diese von 50% (den Männern) nicht anerkannt werden kann – d.h. also keine Auswirkungen haben wird.
“Wir halten eine ML nur für Frauen nicht für “intransparent” – intransparent wäre, wenn dort etwas beschlossen werden würde, das dann für alle bindend ist und nicht wenn sich einzelne zu einem Austausch zusammentun unter Bedingungen, die sie sich selbst aussuchen.”
Sie ist auf jeden Fall instransparent, da immerhin knapp 50% der Bevölerung – insofern sie sich nicht unrechtens einschleusen – nicht klar ist was dort diskutiert wird. Würden dort auch noch Entscheidungen getroffen werden die dann für alle bindend sind wäre sie nicht nur intransparent sondern auch undemokratisch. In diesem Fall ist sie also instransparent.
Nagut, ich komme zurück zum Blog-Eintrag den ich ja eigentl. kommentieren sollte (oh ich bin jetzt schon gespannt auf die Antwort (-: ). Du schreibst, dss Du vor 25 Jahren zu den Exotinnen im Bereich IT gehörtest. Weiter schreibst Du, dass man sich als Frau erst beweisen musste und jeder Mann mehr zu wissen meinte.
Ganz ehrlich? Das glaube ich Dir aufs Wort! s wird umgekehrt bei Erziehern aber nicht großartig anders gewesen sein, zumindest durfte ich das so erfahren, als ich die Ausbildung des Erziehers anfing – und das war nicht vor 25 Jahren!
Unfreundliche Menschen erlebt man leider überall – zum Glück sind diese nicht ausschlaggebend – nur einige wenige treffen Entscheidungen von großer Tragweite.
Nun muss ich Dich doch einmal zitieren: “Mein Glück war immer, dass ich mich NICHT als Nesthäkchen habe behandeln lassen, sondern mit viel Selbstbewusstsein und auch einer guten Portion Aggression durchgesetzt habe. Aber: Keiner der Jungs musste das. Sie waren qua Geschlecht anerkannt. Und wenn sie Fehler machten, wurden sie nicht mit “typisch Mann, kann Technik eben nicht, haha” abgebügelt. Dies ging aber dem andren Mädel meiner Klasse permanent so. Und weil sie sich nicht wehren konnte, hat sie diese Ausbildung nicht abgeschlossen – wegen Mobbing ihres Frauseins.”
Es ist selbstverständlich, dass Männer in einer Männer-Domäne sich nicht erst unter Beweis stellen müssen – in einer Frauendomäne aber sehr wohl – und auch da wird man eben “abgebügelt” wenn man einen Fehler macht – auch da hört man solche dummen Sprüche. Wer deswegen seine Ausbildung aufgibt tut mir leid – es ist schade, dass es Menschen gibt die eben so sind – die ihre Vorurteile haben; ich möchte aber hier anmerken, dass es diese auf beider Seiten in vielen Facetten gibt. Auch wenn im Internet ein gewisses “Post-Gender” herrscht, trifft dies doch im realen Leben bei weitem noch nicht zu. Es ist ja im realen Leben erkennbar ob eine Person männlich oder weiblich ist, zumindest in den meisten Fällen – und leider spielt dies für viele Menschen immer noch eine große Rolle.
Jetzt mag ich noch auf den einen oder anderen Kommentar eingehen. :-)
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@Angela: Welche Gruppe in welche Partei eingefallen ist vermag ich nicht zu sagen – soweit ich das weiß agieren diese aber offen. Ich glaube auch die Mailingliste wäre kein Thema, wäre diese transparent und offen – und würde nicht 50% der Bevölkerung und keine Ahnung wieviel Prozent der Partei ausschließen.
Soweit ich das wei´ß handelt die Männer AG offen oder? Das ist ein wesentlicher Unterschied.
@Deanne: Das ist aber eine harte Anschuldigung: “nazilastige Typen”. Inwiefern?
@Piratenweib: Hehe, ich finde das passt – Dein Kommentar bzgl. der etablierten Parteien, teilweise frage ich mich auch wieso gerade diese Stelle mit der Person besetzt ist. Das Forum der PP lese ich allerdings nicht mit – nur wenn mal quer darauf verwiesen wird blättere ich mal durch – kann man denn ein Beispiel geben inwiefern die “Rechtslastigkeit” vorliegt? Für einen Unwissenden wie mich.
Ich finde es schade, dass aufgrund von ein paar ich mag hier jetzt mal sagen Idioten die meinen jemanden beschimpfen zu müssen gleich mehrere Millionen Menschen ausschließen zu müssen – da ist eine Dialogfähigkeit m.M.n. nicht mehr gegeben. Ich würde nicht auf die Idee kommen nicht mit mit Frauen zu diskutieren, weil sie mich vllt. als Macho-Schwein beschimpfen – wobei mir angemerkt kein Grund anfällt wieso – aber man weiß ja nie.
Und ich sehe eine neue Erkenntnis, die AG Männer verfügt also über eine passwortgeschützte Homepage und ein Ausweichforum – dann bleibt bei mir noch die Frage offen? Ist es Frauen gestattet der AG Männer beizutreten?
“Ich glaube, langsam werde ich müde. Ich habe doch überhaupt nichts gegen Förderung von Jungs. Beseitigung von Ungerechtigkeiten aller Art, auch die die Männer betreffen. Ich bin eine Zangsdienstgegnerin der ersten Stunde. Zwangsdienste nur für Männer widersprechen unserer Verfassung. Diese Meinung habe ich schon immer vertreten. Unser Bildungssystem krankt an allen Ecken und Enden. Viele Jungs fallen unten durch, viele sog. “Unterschichtskinder” fallen unten durch. Das darf alles nicht sein. “Arbeit am Menschen” sollte höher bewertet sein, als es heutzutage üblich ist. Wir haben hier ein ganz großes gesellschaftliches Problem. Ja, warum sollten Männer keinen Gleichstellungsbeauftragten haben? Warum sollten sie nicht verstärkt werden, Berufe im “Neuen Arbeitsmarkt” -> “Arbeit am Menschen” zu ergreifen?
Aber hey, dieser Blogbeitrag hat ein anderes Thema. Dein Kommentar ist OT.”
Damit hast Du die Fragen beantwortet die ich sonst mal privat stellen wollte. ;-D
So ich höre an dieser Stelle aber doch mal auf, denn 1. ist mein Kommentar schon viel zu lang und 2. werde ich doch langsam müde – und hungrig.
@Boudiccea: Es ist schade, wenn die Genderfrage generell ausgeschlossen wird. Es mag sein, dass man sich als “post-gender” versteht – die aktuelle sozialpolitische Lage versteht sich jedoch noch nicht so, das ist in der Tat wahr.
@Trutzblankehans: Das Männerbild von Piratenweib ist mir bisher unbekannt – die EMMA auch – ich kann allerdings sagen, dass ich persönlich schon in meinem direkten Umfeld einige Ungerechtigkeiten erlebt habe.
@Kein Pirat: Eben diese Mailingliste – mit dem Ausschluß – halte ich für einen kritischen Punkt. Die Pressemitteilung war doch insofern keine, oder? Irgendwie so kam das da doch raus. ^^
@Hubert: Die 50% Regelung der Grünen wäre für mich ebenso hinnehmbar, wenn sie wirklich auf 50%:50% hinarbeitet – tut sie jedoch nicht.
@evill33t: Wer dies möchte soll doch Piratinnen schreiben – ich verstehe “die Piraten” als Plural und da beziehe ich sowohl männliche als auch weibliche Personen mit ein. Die Einzahl Pirat wird rein sprachlich allerdings männlich verstanden – der künstlich geschaffene Begriff “Pirater” ist relativ unbekannt, sprachlich nicht anerkannt und wird sich m.M.n. auch in nächster Zeit nicht durchsetzen.
@Trends in Deutschland: Frauenpower in der Politk? Von mir aus – allerdings betreiben auch die derzeitigen Männern in der Regierung sehr gute Politik FÜR Frauen, gemessen an Fördermaßnahmen etc.
@Piranja: Dein einer Kommentar hat so viele *. Ich stimme aber zu: Gleichberechtigung ist meiner Meinung nach auch noch nicht verwirklichlicht – auf beiden Seiten nicht.
@Martin: Diese Diskussion kann man eben auch umkehren – aber was hat das mit dem aktuellen Streit in der PP zu tun?
@Urban Pirate: Ich selbst kann das mit den Schubladen nicht beurteilen, ich bemerke solche bei mir jedenfalls nicht – wenn doch würde ich versuchen diese in den Hintergrund zu stellen, sie blockieren eine offene Annahme des Wesens mit gegenüber. Es bringt mir bei weitem mehr wenn ich eine Person nach Eigenschaften und Eigenheiten definiere als über ihr Geschlecht.
Ich kann allerdings die Kritik daran verstehen eine Gender-Debatte anstoßen zu wollen und dann die Hälfte auszuschließen.
Interessant finde ich, dass Du nichts gegen das “geschlossene Refugium” hast – ich allerdings schon, ich mag nicht einer Organisation beitreten in dem sich welche Gruppe auch immer verschanzt und hinter verschlossenen Türen meint sprechen zu müssen – nein, dann brauch ich diese Gruppe nicht – ohne Kommunikation wird das nichts. Dann lieber auch wenn es mühsam ist die einzelnen Störenfriede ausschließen die sich unsachlich dem Thema widmen.
@aletheia: Interessante Diskussionsansätze – es würde sicherlich Spaß bringen diese im einzelnen zu diskutieren – im Blog allerdings etwas schwer vermute ich.
Kleiner Randkomentar hier, da der kleine hysterische Wadenbeißer Fischer im Grüne-NRW Blog extra hier herverwiesen hat…
Dem scheinst du es ja mächtig angetan zu haben, der kommt gar nicht mehr los von dir.
Was hast du schlimmes böses Weib nur wieder getan, dass die kleinen Jungs immer so ausflippen, wenn sie dich lesen?
Ich bin halt beliebt!