AG Gleichberechtigung, -verpflichtung und -verantwortung
Re: AG Gleichberechtigung, -verpflichtung und -verantwortung
Es gibt m.E. überhaupt keinen Grund für eine uns übergeordnete AG. Gerade das hat ja die gestrige Ablehnung des Vorstoßes von Kyra ergeben – und ich finde das ausgesprochen gut so!
Begründung:
Hier in der AG Männer arbeiten hauptsächlich erfahrene Kenner, “Profis” der Männerbewegung, unentgeltlich an der Ausarbeitung einer fortschrittlichen Männerpolitik, die den Piraten mehr Wählerstimmen bringen soll.
Es gibt also keine AG, die in dieser Thematik kompetenter ist als wir. Insofern hätte sich jede neue AG, sofern sie sich gründet und mit der Männerthematik (mit-)beschäftigt, sich nicht über – sondern sich uns unterzuordnen, es sei denn, sie hätte kompetentere Mitarbeiter und Ergebnisse, was schon angesichts unserer guten Sacharbeit sehr, sehr unwahrscheinlich ist.
Wir in der AG Männer haben erst gerade – quasi auf Fingerschnipp – ganz kurzfristig in unserer unbezahlten Freizeit hervorragende Argumente angeliefert und damit unsere hohe Kompetenz bewiesen. Das Ergebnis des Vorstoßes von Kyra und Arvid lautete, daß die AGs ihre Ergebnisse den Parteimitgliedern zur Abstimmung vorlegen sollten.
Und genau das sollten wir weiter verfolgen. Es gibt überhaupt niemanden, der die thematische Kompetenz hat, unsere lang und sorgfältig ausgearbeiteten Ergebnisse nochmals zu zensieren oder zu relativieren. Wir haben den Anspruch, eine bessere Gesellschaftspolitik zu schaffen mit dem thematischen Fokus auf immerhin die Hälfte der Bevölkerung, was selbstverständlich auch unseren Frauen zugute kommen wird. Spezifische Frauenprobleme sind aber nicht in unserer Kompetenz, und sie werden seit Jahrzehnten bereits von hochbezahlten Profis bearbeitet. Andere AGs beschäftigen sich, auch völlig eigenständig, mit viel kleineren Teilmengen der Bevölkerung und mit viel kleineren Problemen – und wir reden ihnen nicht hinein.
Jede weitere Metaebene führt zu weiterem administrativen Aufwand und weiterer Zersplitterung. Vielleicht ist das die Absicht dahinter? Arvid hat – nur in der Frauen-AG – den Vorschlag gebracht, man sollte je zwei Männer, zwei Frauen und einen Verqueeren zusammenwürfeln. Was soll dabei herumkommen? Sind denn die geschlechtsspezifischen Probleme heute, 2009, wirklich so verteilt: Frauen 40%, Männer 40%, Queer 20%? Und soll etwa unter diesen fünf Personen z.B. die Abschaffung des Ehegattenunterhalts gegen das Recht auf Abtreibung ausgekungelt werden? Sollte, der Ausgewogenheit wegen, etwa Schäuble die Vorschläge der AG Demokratie gegenzeichnen?
Ich denke in allen Fällen: Nein. Es muß nicht in allen Fällen ein “Konsens” oder Proporz herbeikastriert werden. Lassen wir die Piraten ganz demokratisch über die Vorschläge der AG Männer entscheiden.
via forum.piratenpartei.de • Thema anzeigen – AG Gleichberechtigung, -verpflichtung und -verantwortung.
Eines Piraten und eines Kommentars unwürdig.










Wenn man als Partei sprechen will, braucht es Konsens. Das müssen die Herren noch lernen. Das ist in jeder Partei so. Wenn man Beschlüsse auf einem Parteitag beschließen will, mit dem man in die politische Gesamtdiskussion ziehen will, btrach man Konsens. Ich hoffe doch nicht, dass die Basta-Politik eines Alt-Kanzler Schröder Schule macht…
Gruß
Angela
Warum freut sich eigentlich keiner der Herren, das die Damen bei der Abschaffung der Wehrpflicht schon seit Jahrzehnten absolut d´accord gehen? Ist vielleicht ein Gleichklang, eine Übereinstimmung, ein Konsens gar nicht gefragt?