Alleinerziehende – Die Hätschelkinder der Nation
Ich wollte eigentlich gar nichts dazu schreiben, da mir solche Artikel – noch dazu von der FAZ (ein kluger Kopf … etc.) – eigentlich jede Lust aufs Schreiben vermiesen. Aber jetzt muss ich doch, denn das ganze Ding zieht Kreise.
Alleinerziehende
Die Hätschelkinder der Nation
Von Rainer Hank und Georg Meck24. Januar 2010 Die Regierung legt vor, Kerstin F. muss folgen. „Die Politik hat die Alleinerziehenden zu ihrem Lieblingsthema gemacht“, sagt sie. Kerstin F. ist Einkäuferin bei der Bundesanstalt für Arbeit. Fördermaßnahmen für Mutter und Kind kauft sie ein: Prävention, Coaching, Stabilisierung, Aktivierung – stets zum Nutzen der Alleinerziehenden. Und finanziert vom Steuerzahler.
via FAZfinance – Alleinerziehende – Die Hätschelkinder der Nation.
„Alleinerziehend – alleingelassen.“ So tönt es quer durch alle politischen Parteien und Verbände. Dabei ist nichts so falsch wie dieser Satz. Alleinerziehende mögen arm oder traurig sein, von der Gesellschaft alleingelassen sind sie nicht. Im Gegenteil: Sie sind die Hätschelkinder des Wohlfahrtsstaates.
Dass eine große deutsche Tageszeitung sich traut, derartige Volksverblödung in die Öffentlichkeit zu setzen, ist einfach unglaublich. Sind die Ausländer als Sündenbock für den Zerfall des Staates und die Wirtschaftskrise nicht mehr genug? Müssen jetzt die nächsten herhalten, die – eigentlich Opfer unseres Wirtschaftssystems – nun zu Täterinnen stilisiert werden?
Zugleich stehen die Alleinerziehenden seit Jahren unter verschärfter Beobachtung der Statistiker und Demoskopen. Deswegen wissen wir auch, dass es im Jahr 2007 in Deutschland 1,6 Millionen Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren gab, dass das 18 Prozent aller Familien mit Kindern sind, dass in den neuen Ländern ihr Anteil an den Familienhaushalten bei 26 Prozent liegt und dass die Gruppe hierzulande stetig wächst – vier Mal so schnell wie im Schnitt der OECD-Länder.
Sind Alleinerziehende Terroristen? Oder warum sollten sie unter “verschärfter Beobachtung” stehen? Sie sind als Gruppe durchaus interessant, weil man an ihnen zum Beispiel den Bedarf für außerfamiliäre Kinderbetreuung wunderbar ablesen kann. Dass immer mehr Kinder aus Ein-Eltern-Familien kommen, sollte den Staat freuen: immerhin werden hier die fehlenden Generationen geboren, wo andernorts nur der Geburtenrückgang bejammert wird. Leute, die meinen, Alleinerziehende werden “verhätschelt”, sollten sich mal überlegen, was sie nun eigentlich wollen: Kinder zum Erhalt unserer Gesellschaft, oder Menschen ohne Kinder, die ihre Kraft allein dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Alles andere ist infame Heuchelei.
„Hartz IV schafft nicht unbedingt Anreize, in eine Partnerschaft zurückzukehren“, bestätigt die Sprecherin der Bundesanstalt. Ökonomen drücken dies noch viel radikaler aus: „Die staatliche Unterstützung nimmt den Charakter einer Trennungsprämie an“, urteilt der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. Dabei behauptet niemand, die Alleinerziehenden führten auf Staatskosten ein komfortables Leben: Eine Alleinerziehende mit zwei Kindern (3 und 7 Jahre alt) erhält zum Beispiel knapp 1000 Euro monatlich.
Die Männerrechtler werden sich freuen, wenn die Alleinerziehenden ihre Bastionen stürmen, um von ihnen (bzw. ihren neuen Partnern) unterhalten und aushalten zu lassen. (Dies nur als sarkastische Randbemerkung). In welche Art Partnerschaft sollen die 95% Frauen und 5% Männer denn zurückkehren? In die, die sie – oft unter Schwierigkeiten und Gewalt – verlassen haben? Ist es Aufgabe des Staates, Menschen in Partnerschaften zu zwingen?
Ach ja, à propos Hans-Werner Sinn. Der gute Mann hatte ja bisher schon öfters ganz gute Forderungen und Ideen: zum Beispiel die Rentenzahlungen von Kinderlosen (die ja bekanntlich den Generationenvertrag boykottieren und von fremderleut Kinder im Alter profitieren) zu erhöhen, die Banken während der Wirtschaftskrise zu verstaatlichen, Managergehälter zu deckeln und den Finanzmarkt zu kontrollieren. Aber auch er hat seinen blinden Fleck. Bei ihm ist das das “anonyme System”, welches für ihn an der Misere heute verantwortlich ist. Er ist der Meinung, die Manager wären nur Sündenböcke als Ersatzverantwortliche. Eine weitere seiner verqueren Ideen:
Wenn die Arbeitnehmer bereit wären, ihre Arbeitskraft zum jeweiligen Marktpreis zu verkaufen, würden sie immer einen Arbeitsplatz finden. Allerdings müssten zwei Bedingungen erfüllt sein: 1. Flexibilität der Löhne nach unten und 2. keine Mindestlöhne. Leider werde die Anwendung des Sayschen Theorems von zwei Seiten verhindert: von den Gewerkschaften und vom Sozialstaat. Von den Gewerkschaften, weil ihre Mitglieder nicht von der segensreichen Wirkung des Gleichgewichtslohns überzeugt sind. Vom Sozialstaat, weil er über die Garantie eines arbeitslosen Existenzminimums eine Art Mindestlohn festsetzt. Auf dieser theoretischen Basis fußen die Überlegungen Hans−Werner Sinns.
via Weissgarnix
Dies nur, damit sich jede/r Leser/in hier eine Meinung über Herrn Sinn und die Qualität seiner o.g. Aussage machen kann.
Das läppert sich im Lebensverlauf. Für eine nie erwerbstätige Mutter mit einem Kind – eine nicht untypische Hartz-IV-Biographie – muss der Steuerzahler bis zu ihrem 50. Lebensjahr 445.000 Euro bezahlen, hat die Gießener Ökonomin Uta Meier-Gräwe errechnet.
Natürlich hat es einen Grund, dass Alleinerziehende ab 50 (deren Kinder dann hoffentlich bereits das Haus verlassen haben) grundsätzlich wohlhabend sind, denn sie konnten von den genannten 445.000 Euro bestimmt eine großzügige Alterssicherung schaffen oder haben die halbe Million überhaupt fürs Alter gespart. Wozu das Geld dem Vermieter in den Hals stecken, wozu die hungrigen Kindermäuler stopfen?
Wer Kinder unter drei Jahren hat, den zwingt Hartz IV ohnehin nicht zur Arbeit. Sie oder er muss sich in dieser Zeit auch nicht um zumutbare Jobs kümmern.
Nun, wie soll das auch gehen? Betreuungseinrichtungen für Kinder unter 3 Jahren sind mehr als rar – ganz zu schweigen vom “Rabenmutterstempel”, den arbeitende Alleinerziehende umgehend aufgedrückt bekommt. Wobei die Gesellschaft nicht mal bemerkt, wie bigott sie ist.
Ökonomen sehen die Sache nüchterner und sprechen von einer „perversen Anreizstruktur“. Zu Deutsch: Eine alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerin wäre nicht nur dumm, sich offiziell wieder einen Partner zuzulegen.
Diese Aussage wird Klaus Schrader zugeschrieben (also EIN Ökonom, nicht ÖkonomEN!), seines Zeichens stellvertretender Leiter des Zentrums “Wirtschaftspolitik” beim Kieler Institut für Weltwirtschaft. Er ist Mitautor dieser Studie Anreizprobleme bei Hartz IV: Lieber ALG II statt Arbeit? in welcher er speziell auch auf die Gruppe der alleinerziehenden Hartz IV Empfänger eingeht. Dort wird – kurz auf einen Nenner gebracht – dargelegt, dass der Abstand zwischen erzielbarem Lohn und Hartz IV bei Alleinerziehenden so gering sei, dass sich das Arbeiten rein rechnerisch bei ihnen am wenigsten rentiere. Daher hätten sie den geringsten Anreiz wieder aktiv in Arbeit zu kommen.
Kein Wunder, dass die Gesellschaft immer mehr Geld für Alleinerziehende ausgibt, ohne dass sich dies positiv in der Arbeitslosenstatistik bemerkbar macht. Allein für Babyausstattung, Hilfen für Klassenfahrten oder für Kommunion respektive Konfirmation stieg der Aufwand zwischen 2005 und 2007 von 42 auf 62 Millionen Euro.
Ganz anders da der Focus:
Anachronistisch anmutende Öffnungszeiten
In Sachen Kinderbetreuung ist Deutschland nach wie vor ein Nachzügler. In einer schwäbischen oder hessischen Mittelstadt einen Ganztagskindergartenplatz zu finden kommt einem Sechser im Lotto gleich. Es gibt nur wenige städtische Kindertagesstätten. Viele von ihnen ermöglichen zudem wegen eingeschränkter und oft anachronistisch anmutender Öffnungszeiten kaum eine ganztägige Berufstätigkeit. Zweistündige Mittagsschließzeiten oder Freitags um 15 oder 16 Uhr zu schließen, mag der Arbeitszeit des öffentlichen Dienstes angepasst sein, doch mit der Realität vieler Frauen und Männer haben derlei Anachronismen nichts zu tun.Krippenplätze Mangelware
Noch rarer sind Ganztagsplätze für die Allerkleinsten zu finden, auch dort ist der Osten aus alter Tradition viel besser ausgestattet als der Westen, am besten steht bei den Krippenplätzen Sachsen-Anhalt da (547 Plätze für Kinder unter drei Jahren), dicht gefolgt von Brandenburg (429), Mecklenburg-Vorpommern (375) und Schlußlicht ist wiederum Baden-Württemberg mit nur 13 Plätzen für 1000 Kleinkinder unter drei Jahren.
Ist das Absicht vom Staat? Die Arbeit für erziehende Eltern unmöglich machen und sich dann beschweren, dass so viele staatliche Sozialleistungen an Menschen mit Kindern fließen? Was für ein krankes System ist das?
„Der Sozialstaat gleicht immer mehr einem totalitären Regime, das die Familien zerschlägt“, sagt der Kieler Sozialphilosoph Wolfgang Kersting. Kersting ist kein Konservativer von gestern, der bestreitet, dass der soziale Wandel die Familienwelt individualisiert hat. „Aber warum muss der Staat dies auch noch mit finanziellen Anreizen unterstützen?“, fragt er: „Damit beschleunigt der Wohlfahrtsstaat die Zerstörung der Familien.“ Und lässt sich das auch noch von den Steuerzahlern teuer bezahlen.
Kersting, seines Zeichens “Sozialphilosoph”, kommt zu dem Schluss, dass dahinter Kalkül des Staates steht. Allerdingsl liegt er ganz falsch mit seiner Ansicht, dass der Sozialstaat die Familien zerschlägt. Das schaffen die Menschen schon ganz allein. Allerdings bietet der Sozialstaat zum ersten Mal die Möglichkeit eine Partnerschaft aufzugeben, eine Familie zu verlassen ohne damit automatisch in die Mittellosigkeit, Obdachlosigkeit zu geraten. Damit ermöglicht der Staat den Individuen auch in ihrem Privatleben eine Freiheit, die es noch vor 100 Jahren nicht gegeben hat. Und um nichts in der Welt möchte ich die Uhr wieder zurückdrehen.
Eine sehr schöne Antwort auf den FAZ-Artikel schreibt Weissgarnix. Satire vom Feinsten. Auszug gefällig? Bitte sehr:
Kein Scherz. Die Alleinerziehenden bringen uns alle um. Finanziell meine ich. Steht in der FAZ. Und Sie wissen ja: Kluger Kopf und so… Im Wirtschaftsteil der FAZ retten Rainer Hank und Georg Meck die Republik. Vor besagten Alleinerziehenden. Sie seien die “Hätschelkinder der Nation”. Eine gefährliche Mission. Eine erbitterte Schlacht. Todesmut ist da gefragt. Richtige Männer. Denn das Gegenüber besteht zu 95% aus Frauen. Und da verliert man schon mal leicht die Übersicht: “Frau und Technik, Frau und Organisation, Frau und Kommunikation”. Eben. Davon 40% auf Hartz IV. Wahnsinn. Wer soll das bezahlen? Und das alles nur, weil in den Sechzigern “das Scheidungsrecht entmoralisiert” wurde, wie Hank und Meck schreiben. Scheiß Weiber. Nur wegen der paar Prügel gleich dem Mann davon laufen? Und dann soll der Steuerzahler dafür auch noch einspringen? Geht ja gar nicht.
Informationen zu Sozialer Gerechtigkeit gibt´s hier: Friedrich Naumann Stiftung – Soziale Gerechtigkeit
Eine sehr gute Antwort auf Kersting findest du bei antiferengi.
Auf zeitgeistlos schreibt Markus Vollack (epikur) kritisch über den FAZ-Beitrag.
Hier gibt´s einen Text von Kersting zu Freiheit und Gesellschaft.
Ins gleiche Horn wie die FAZ stößt natürlich wie nicht anders zu erwarten das Magazin eigentümlich frei.
Und auf Isi´s Welt Blog wird gleich dem Deutschlandradio für seine Hetze (Beitrag von Paul-Hermann Gruner) der Garaus gemacht.










Piratenweib zwitschert:
“Allerdings bietet der Sozialstaat zum ersten Mal die Möglichkeit eine Partnerschaft aufzugeben, eine Familie zu verlassen ohne damit automatisch in die Mittellosigkeit, Obdachlosigkeit zu geraten.”
-> Nun ja, warum sind dann 9 von 10 Menschen obdachlose Männer, die vorher Familienväter waren?
-> Alles ganz üble Typen, die es nicht besser verdienen?
-> Warum leben diese (zumeist Väter, ab und an auch Mütter) zumeist unterhalb des Existenzminimums?
-> Weshalb verlieren solche abgelegten Existenzen den Kontakt zu ihren Kindern nach spätestens 2 Jahren?
-> Und warum “steht der Mutter” vom Vater mehr zu (auch manchmal vice versa), als der Staat bereit zu geben ist?
Ja, dieses System ist bigott. Aber daraus abzuleiten, dass sich nur die Mütter befreien mussten ist genauso “egalitär”, wie vieles andere.
Ich finde es gut, dass die FAZ einen Diskurs über den Irrsinn in diesem Land endlich mal anstößt.
Nur mal so, als Einwurf
Wo habe ich in meinem von dir zitierten Satz eigentlich von “Müttern” oder “Frauen” gesprochen? Die Möglichkeit eine Partnerschaft zu verlassen und in ein soziales Netz zu fallen, gibt es selbstverständlich auch für Männer. Soviel ich weiß, sind die Sozialgesetze oder Hartz IV Gesetze nicht geschlechtsabhängig.
Warum gerade viele Männer beim Scheitern einer Partnerschaft in die Obdachlosigkeit fallen, kann ich dir nicht beantworten. Vielleicht befragst du sie mal selbst? Oder sprichst du nicht mit Obdachlosen?
Ich finde es ziemlich unmöglich von dir, mir zu unterstellen, ich würde Obdachlose für üble Typen halten oder “abgelegte Existenzen” (deine Ausdrucksweise). In keiner Weise lässt sich so etwas meien Texten entnehmen!
Warum dem Kind mehr zusteht, als der Staat gibt, ist doch klar. Der Staat hat das Kind nicht gemacht, wohl aber seine Eltern. Also sind auch seine Eltern (Vater UND Mutter) zunächst in der Pflicht, für den Unterhalt ihrer Kinder zu sorgen. Erst wenn das nicht möglich ist, springt der Staat mit einem Minimalunterhalt ein. Warum sollte aber ein Kind, dessen Eltern (oder Vater, wenn dir das lieber ist) gut verdienen, nur das staatliche Existenzminimum als Unterhalt bekommen? Übrigens sehe ich einen großen Unterschied im Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt. Die Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit des Kindesunterhalts würde ich in keiner Diskussion bestreiten, wohl aber u.U. die Notwendigkeit eines Ehegattenunterhalts. Aber man sollte sich auch einmal den “Vertrag Ehe”, der grundgesetzlich geschützt wird, genau anschauen. In dieser christlich-konservativen Lebensvorstellung wird die Einverdienerehe ja nachgerade gefördert, wenn nicht gar bevorzugt gewollt. Ist das aber so, muss selbstverständlich im Falle einer Scheidung, der/die Partner/in, der/die sich hauptsächlich um die unbezahlte Familienarbeit gekümmert hat, vom anderen zumindest zeitweise unterstützt werden. Das ist das Grundprinzip von Ehe.
Was meinst du damit, “dass sich nur die Mütter befreien mussten ist egalitär”? Egalitär bedeutet “Gleichheit anstrebend” …
Alleinerziehende sollen “Opfer unseres Wirtschaftssystems” sein? Selten so gelacht. Wenn es so wäre, warum entscheidet sich dann die Mehrheit dieser Frauen als Alleinerziehende zu leben?
Erstens ist nicht alles, was so aussieht, eine freie Entscheidung. Deterministen würden sagen, es gibt gar keine freie Enscheidung. Und zweitens: wenn die Frauen sich so entschieden haben, so werden sie einen guten Grund haben, vermutlich jede einen anderen. Es gibt ja auch alleinerziehende Männer (wenn es nach Männerrechtlern geht, wird dieser Anteil steigen). Auch diese haben sicherlich gute Gründe, nicht in einer Partnerschaft zu leben. Mal ganz davon abgesehen, dass Alleinstehende mit Kind auf dem “Beziehungsmarkt” nicht unbedingt die besten Chancen haben … denn sie sind ja schon “gebraucht”.
Generell kann man sagen: Menschen mit Kindern sind Opfer unseres Wirtschaftssystems, denn dieses ist vollständig auf den 100%-Arbeitnehmer eingestellt, der möglichst durch keine andere Aufgabe von seiner Arbeit abgelenkt und in seiner Arbeitsleistung geschwächt werden soll.
Generell kann man sagen: Menschen mit Kindern sind Opfer unseres Wirtschaftssystems, denn dieses ist vollständig auf den 100%-Arbeitnehmer eingestellt, der möglichst durch keine andere Aufgabe von seiner Arbeit abgelenkt und in seiner Arbeitsleistung geschwächt werden soll.
Stimmt genau.
Was mich zu der Frage bringt, warum (kinderlose) Frauen per Quote den Familienvätern bei der Stellenvergabe im ÖD bevorzugt werden?
@ Bruno: Die Frage kann ich dir nicht beantworten. Weder bin ich im ÖD beschäftigt, noch habe ich die Quoten dort eingeführt oder unterstützt.
Und noch mehr massive Kritik an alleinerziehenden Müttern:
http://www.anonym.to/?http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1118954/
Dieser Beitrag wurde von Paul-Hermann Gruner verfasst. Auch ein Paarhufer … äh, Widerkäuer der ewig gleichen Anti-Gleichberechtigungs-Thesen.
Wer sich über diesen “Neuen Mann” mit antiquiertem Rebellenstatus genauer informieren möchte, sollte hier weiterlesen: Rezension zu P.-H. Gruner “Frauen und Kinder zuerst”
Und gleich noch ein Link zur Weiterbildung:
http://www.anonym.to/?http://antialleinerziehende.wordpress.com/about/
Puh, was ist denn das? Eine wiedererweckte Christin verurteilt ihr eigenes Leben?
Naja, manche brauchen das halt … Selbsthass und Unzufriedenheit mit dem Leben? Mir scheint die Dame am Burnout-Syndrom zu leiden.
Burnout Aetiologie
Allein steht er beileibe nicht da:
Feministin Karin Jäckel schreibt das Gleiche
http://www.familyfair.de/Frauen/partnerschaft/12-11-2009-die-heroisierte-alleinerziehende-das-ende-ihrer-fahnenstange.html
Sieht so aus, als wenn die alleinerziehende Opfernummer nicht mehr so zieht wie früher. Es passt eben nicht zusammen einerseits für sich den Opferstatus zu beanspruchen, und andererseits die Alleinerziehung als Lebensstil selbst zu wählen.
@ Bruno: Ja, ich kenne Frau Jäckel. Ebenfalls eine vom “ganz alten Schlag”, konservativ bis auf die Knochen … Die hat den Hass auch mit dem ganz großen Löffel gegessen. Und ich dachte immer, im Alter wird man weise …
Und was den “Opferstatus” angeht: Sind´s nicht zur Zeit die Maskulisten, die die ganz großen Opfer mimen?
Konservativ sind in meinen Augen eher diejenigen, die an der weiblichen Wahlfreiheit von Alleinerziehung festhalten wollen, selbst wenn die Kinder darunter leiden und es den Staat eine richtige Stange Geld kostet.
@ Bruno: Aber nur, wenn man so ein verdrehtes Wertesystem wie du hat.
Was sollte daran verdreht sein? Ich darf mal daran erinnern, daß nahezu alle europäischen Staaten längst weiter sind als wir in Deutschland mit unserem stockkonservativen Familienrecht. In Frankreich und Belgien z.B. gibt es die gesetzlich verankerte Möglichkeit zur hälftigen Betreuung nach einer Trennung. Und nicht nur dort gibt es moderne Regelungen, die wirklich dem Kindeswohl dienen, und nicht nur vorgeschobene Argumente, die nur dazu dienen Müttern den alleinerziehenden Lebensstil zu ermöglichen, selbst wenn das Kind darunter leidet.
Und während in den USA Präsident Obama verlauten läßt:
“Kinder, die ohne Vater aufwachsen
werden 5 x so häufig arm, und kommen mit dem Gesetz in Konflikt, brechen 9 x so oft die Schule ab,
landen 20 x so oft im Knast.”
ist es in Deutschland überhaupt kein Problem, wenn Mütter mit dem Kind 1000km durch die Republik ziehen, um einen auf alleinerziehend zu machen.
http://www.youtube.com/watch?v=_cWCwn5ebN4