Die beste Frauenförderung ist ” … die Emanzipation des Mannes”, meinte die Frauen-und Familienministerin Renate Schmidt.
Und:
Fast 40 Prozent der deutschen Männer sind nach den Ergebnissen der letzten großen Männerstudie an einer aktiven Vaterschaft interessiert. Sie müssen nicht überzeugt werden. Sie müssen sich das aktive Bevatern nur leisten können, und das nicht nur in finanzieller Hinsicht.
Ich sage: Ja. Aber das reine Interesse an einer aktiven Vaterschaft reicht nicht. Mann muss es tun, unabhängig von den wirtschaftlichen Umständen. Das tun doch Frauen auch – schon immer, schon seit Beginn der Menschheitsgeschichte. Warum geht das bei Männern nicht????
Zentrale Blockaden für aktive Väter, so das Ergebnis, sind: Vorurteile bei Vorgesetzten und Kollegen, aber auch bei Kolleginnen und sogar bei den eigenen Partnerinnen. Sie stellen die Fürsorgekompetenz ihrer Männer in Frage.
Hmm, haben Männer denn bisher mit Fürsorgekompetenz geglänzt? Haben sie bewiesen, dass sie sorgen können? Wenn ich jemanden für einen Job einstelle, will ich erstmal wissen, ob er diesen Job auch machen kann. Wenn eine Mutter die Betreuung ihres Kindes in andre Hände legt, will sie erstmal wissen, ob derjenige auch befähigt ist. Grundsätzlich gesehen. In der einzelnen Partnerschaft kommt das natürlich einem Misstrauensantrag gleich und geht überhaupt nicht. Aber dennoch haben beide Parteien recht. Und Männer sehen daran mal, wie schwer es für Frauen war und ist, sich eine Kompetenzstellung zu sichern, die bisher dem anderen Geschlecht vorbehalten war. Jetzt erkennen manche Männer zum ersten Mal die Mechanismen der Unterdrückung, weil sie sie am eigenen Leib erfahren.











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