Ist Westerwelle übergeschwappt? Trägt seine Geltungssucht auf denen aus, die keine Lobby haben – schon gar keine, die mal eben ein paar Milliönchen aufs Parteikonto schieben kann. Pfui!
Sogar Kabarettisten haben keinen Bock mehr auf Westerwelle.
Ich finde es nicht richtig, Hartz IV-Empfänger als Ärmsten der Ärmsten darzustellen.
Verdammt, es gibt teilweise Leute, die arbeiten, denen es mindestens genauso beschissen geht, blos tun die etwas dafür, damit es denen wenigstens beschissen geht.
Und schaut doch mal auf die dritte Welt, wir meckern hier doch auf sehr hohem Niveau!
Jedenfalls lässt sich das, was Guido Westerwelle sagt, leicht kritisieren, aber dennoch bleibt Wahrheit in seiner Rede.
Denn, dass es Arbeitenden nicht schlechter gehen sollte, als Arbeitslosen sollte doch irgendwie in jeglichem Moralverständnis verankert sein.
Ach was rede ich, wir arbeiten ja alle nur zum Vergnügen.
Wir können natürlich das kleine Thema mit der Finanzierung einklammern. Dass man sich um Staatsschulden keine Sorgen machen muss, zeigt Griechenland derzeit mit einem Paradebeispiel.
Klar gibt es Leute, die trotz Vollzeitarbeit kaum mehr verdienen als ein Hartz IV Empfänger bekommt. Aber was ist denn jetzt das eigentlich Schlechte dieser Tatsache? Die “Höhe” von Hartz IV oder nicht doch vielleicht die Tatsache, dass Arbeitnehmer für einen Hungerlohn beschäftigt werden? Und das im fünftreichsten Land der Welt?
Also, den Vergleich mit der “dritten Welt” (das übrigens ein sehr abwertender Begriff – es gibt weder eine erste, noch eine zweite, noch eine dritte Welt) brauchen wir dazu nun echt nicht. Erstens muss man den Armutsbegriff immer in Relation zur Gesellschaft sehen, in der ein Mensch lebt. Und dieses blöde Argument “in Afrika verhungern Kinder, und wir werfen Brot weg” hat noch nie zu einer konstruktiven Veränderung von Gesellschaft beigetragen.
Westerwelle? Ja, Wahrheit liegt in seiner Rede. Aber er hat sie selbst noch nicht erkannt, seine Wahrheit. Dass nämlich ein gesetzlicher Mindestlohn die einzige Möglichkeit ist, die Armut von arbeitenden Menschen zu verhindern. Es kann nicht angehen, dass Unternehmer Lohn einsparen, indem sie Menschen für “eine Handvoll Euro” einstellen und darauf vertrauen, dass der Staat schon den Rest der Versorgung übernehmen wird. Das ist staatliche Subvention von privaten Unternehmen bzw. den Lohnkosten privater Unternehmen. Wir alle bezahlen das – wir bezahlen die Gewinne solcher Unternehmen! Das ist der eigentliche Knackpunkt. Ich habe kein Problem damit, für den Unterhalt von armen Mitbürger/innen aufzukommen – aber ich will keine Unternehmerärsche noch fetter füttern! Ist das klar?
Soll der Staat doch Pleite gehen! Dann haben wir endlich die Chance auf einen Neuanfang. Einen sozialen Neuanfang mit bedingungslosem Grundeinkommen, mit der Chance auf freie Wahl von Arbeit. Wenn dann endlich ein Arbeitnehmer nicht jeden Job annehmen MUSS, sondern frei entscheiden kann, ob er das will – erst dann haben wir unser Grundgesetz wirklich umgesetzt. Dort finden wir nämlich das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung.
Und was leistungslose Einkommen betrifft, da sollten sich gerade Politiker lieber mal ganz bedeckt halten. Leben diese doch meist schon seit Jahrzehnten von Steuergeldern ohne auch nur das Allergeringste zu leisten!
Richtig, Piratenweib, ich pflichte Dir voll und ganz zu! Hat man ja gestern wieder auf dem Bankentag gesehen, wie sich die Politik beim Großkapital anbiedert und man merkt, wer hier wen schmiert!
Hallo Koby,
hast Du zuviel Bild-Zeitung gelesen und kapierst nicht die Zusammenhänge, wie hier die Ärmsten gegeneinander ausgespielt werden und kleiner Tipp: Weniger RTL kucken!!!
Es ist bestimmt besser, wenn wir alle jemand haben, auf die wir herabsehen können. Denn nur so funktioniert das Arbeitsleben, für das Kapitalwachstum anderer – mit Neid und Angst vor Armut.
Mir fehlt jedes Verständnis für die “Logik” der Westerwellschen “Argumentation”, noch weniger verstehe ich, dass es ernsthaft Menschen gibt, dem ihm zustimmen.
Existenzminimum bleibt Existenzminimum, auch wenn die Hart IV Empfänger gezwungen würden mit weniger zu überleben, hätte doch kein Niedriglohnempfänger(ich fürchte so nennt man sowas heute) mehr im von seinem Lohn. Die Arbeiter denen es trotz Arbeit schlecht geht hätten nichts davon, dennoch einige von ihnen die These vom faulen Hartzer.
Klar Westerwelle kann eine Menge Zorn mit seinen Äusserungen auslösen, aber die Menge, die ihm zustimmt, die macht mir Angst.
Klar Westerwelle kann eine Menge Zorn mit seinen Äusserungen auslösen, aber die Menge, die ihm zustimmt, die macht mir Angst.
Ja, der Anteil der Zustimmung sagt schon einiges über den inneren Zustand unseres Landes aus. Gemeinschaftssinn, Zusammenhalt – das gibt es nicht mehr. Jede/r ist sich selbst der/die nächste – wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Die Äußerungen eines Herrn Westerwelle, der mit mehr als einer halben Million Euro im Jahr wirklich der spätrömischen Dekadenz frönen kann, sind eine Ohrfeige für alle Menschen, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen – egal, ob durch Arbeit oder Arbeitslosigkeit verursacht. Und dass es ein paar wenige gibt (nach Aussage vom Chef der Bundesanstalt für Arbeit sind das ca. 2,5% der Hilfeempfänger), die nicht arbeiten wollen, kann man sicher nicht durch noch weniger Hilfen ändern. Das ist etwas, das wir einfach als freie Entscheidung respektieren sollten. Deswegen sind diese 2,5% nicht weniger Mensch oder Staatsbürger/in als jede/r andere.
Sehr gutes Video, die Argumentation eines Westerwelle versteht in ganz Deutschland nur seine Anhänger. Ich hoffe nur das dieser auch mal in eine Situation kommt wo der Wind gegen ihn blässt… Er sollte sich wirklich schämen auf uns Deutschen (Hartz4lern) so rumzutreten. Danke das Video tut gut…
Soll der Staat doch Pleite gehen! Dann haben wir endlich die Chance auf einen Neuanfang. Einen sozialen Neuanfang mit bedingungslosem Grundeinkommen, mit der Chance auf freie Wahl von Arbeit.
Ich verrate Dir mal was, so ganz im Vertrauen:
Geht der Staat pleite, ist gar kein Geld für einen sozialen Neuanfang da, und schon gar nicht für ein BGE.
RT @Piratenweib: Frisch gebloggt: Auf Wiedersehen, Herr Westerwelle. – http://www.piratenweib.de/?p=957
Ich finde es nicht richtig, Hartz IV-Empfänger als Ärmsten der Ärmsten darzustellen.
Verdammt, es gibt teilweise Leute, die arbeiten, denen es mindestens genauso beschissen geht, blos tun die etwas dafür, damit es denen wenigstens beschissen geht.
Und schaut doch mal auf die dritte Welt, wir meckern hier doch auf sehr hohem Niveau!
Jedenfalls lässt sich das, was Guido Westerwelle sagt, leicht kritisieren, aber dennoch bleibt Wahrheit in seiner Rede.
Denn, dass es Arbeitenden nicht schlechter gehen sollte, als Arbeitslosen sollte doch irgendwie in jeglichem Moralverständnis verankert sein.
Ach was rede ich, wir arbeiten ja alle nur zum Vergnügen.
Wir können natürlich das kleine Thema mit der Finanzierung einklammern. Dass man sich um Staatsschulden keine Sorgen machen muss, zeigt Griechenland derzeit mit einem Paradebeispiel.
Klar gibt es Leute, die trotz Vollzeitarbeit kaum mehr verdienen als ein Hartz IV Empfänger bekommt. Aber was ist denn jetzt das eigentlich Schlechte dieser Tatsache? Die “Höhe” von Hartz IV oder nicht doch vielleicht die Tatsache, dass Arbeitnehmer für einen Hungerlohn beschäftigt werden? Und das im fünftreichsten Land der Welt?
Also, den Vergleich mit der “dritten Welt” (das übrigens ein sehr abwertender Begriff – es gibt weder eine erste, noch eine zweite, noch eine dritte Welt) brauchen wir dazu nun echt nicht. Erstens muss man den Armutsbegriff immer in Relation zur Gesellschaft sehen, in der ein Mensch lebt. Und dieses blöde Argument “in Afrika verhungern Kinder, und wir werfen Brot weg” hat noch nie zu einer konstruktiven Veränderung von Gesellschaft beigetragen.
Westerwelle? Ja, Wahrheit liegt in seiner Rede. Aber er hat sie selbst noch nicht erkannt, seine Wahrheit. Dass nämlich ein gesetzlicher Mindestlohn die einzige Möglichkeit ist, die Armut von arbeitenden Menschen zu verhindern. Es kann nicht angehen, dass Unternehmer Lohn einsparen, indem sie Menschen für “eine Handvoll Euro” einstellen und darauf vertrauen, dass der Staat schon den Rest der Versorgung übernehmen wird. Das ist staatliche Subvention von privaten Unternehmen bzw. den Lohnkosten privater Unternehmen. Wir alle bezahlen das – wir bezahlen die Gewinne solcher Unternehmen! Das ist der eigentliche Knackpunkt. Ich habe kein Problem damit, für den Unterhalt von armen Mitbürger/innen aufzukommen – aber ich will keine Unternehmerärsche noch fetter füttern! Ist das klar?
Soll der Staat doch Pleite gehen! Dann haben wir endlich die Chance auf einen Neuanfang. Einen sozialen Neuanfang mit bedingungslosem Grundeinkommen, mit der Chance auf freie Wahl von Arbeit. Wenn dann endlich ein Arbeitnehmer nicht jeden Job annehmen MUSS, sondern frei entscheiden kann, ob er das will – erst dann haben wir unser Grundgesetz wirklich umgesetzt. Dort finden wir nämlich das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung.
Und was leistungslose Einkommen betrifft, da sollten sich gerade Politiker lieber mal ganz bedeckt halten. Leben diese doch meist schon seit Jahrzehnten von Steuergeldern ohne auch nur das Allergeringste zu leisten!
Richtig, Piratenweib, ich pflichte Dir voll und ganz zu! Hat man ja gestern wieder auf dem Bankentag gesehen, wie sich die Politik beim Großkapital anbiedert und man merkt, wer hier wen schmiert!
@Koby
Ich bin 100% Deiner Meinung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hallo Koby,
hast Du zuviel Bild-Zeitung gelesen und kapierst nicht die Zusammenhänge, wie hier die Ärmsten gegeneinander ausgespielt werden und kleiner Tipp: Weniger RTL kucken!!!
Es ist bestimmt besser, wenn wir alle jemand haben, auf die wir herabsehen können. Denn nur so funktioniert das Arbeitsleben, für das Kapitalwachstum anderer – mit Neid und Angst vor Armut.
Mir fehlt jedes Verständnis für die “Logik” der Westerwellschen “Argumentation”, noch weniger verstehe ich, dass es ernsthaft Menschen gibt, dem ihm zustimmen.
Existenzminimum bleibt Existenzminimum, auch wenn die Hart IV Empfänger gezwungen würden mit weniger zu überleben, hätte doch kein Niedriglohnempfänger(ich fürchte so nennt man sowas heute) mehr im von seinem Lohn. Die Arbeiter denen es trotz Arbeit schlecht geht hätten nichts davon, dennoch einige von ihnen die These vom faulen Hartzer.
Klar Westerwelle kann eine Menge Zorn mit seinen Äusserungen auslösen, aber die Menge, die ihm zustimmt, die macht mir Angst.
Ja, der Anteil der Zustimmung sagt schon einiges über den inneren Zustand unseres Landes aus. Gemeinschaftssinn, Zusammenhalt – das gibt es nicht mehr. Jede/r ist sich selbst der/die nächste – wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Die Äußerungen eines Herrn Westerwelle, der mit mehr als einer halben Million Euro im Jahr wirklich der spätrömischen Dekadenz frönen kann, sind eine Ohrfeige für alle Menschen, die mit sehr wenig Geld auskommen müssen – egal, ob durch Arbeit oder Arbeitslosigkeit verursacht. Und dass es ein paar wenige gibt (nach Aussage vom Chef der Bundesanstalt für Arbeit sind das ca. 2,5% der Hilfeempfänger), die nicht arbeiten wollen, kann man sicher nicht durch noch weniger Hilfen ändern. Das ist etwas, das wir einfach als freie Entscheidung respektieren sollten. Deswegen sind diese 2,5% nicht weniger Mensch oder Staatsbürger/in als jede/r andere.
Sehr gutes Video, die Argumentation eines Westerwelle versteht in ganz Deutschland nur seine Anhänger. Ich hoffe nur das dieser auch mal in eine Situation kommt wo der Wind gegen ihn blässt… Er sollte sich wirklich schämen auf uns Deutschen (Hartz4lern) so rumzutreten. Danke das Video tut gut…
Soll der Staat doch Pleite gehen! Dann haben wir endlich die Chance auf einen Neuanfang. Einen sozialen Neuanfang mit bedingungslosem Grundeinkommen, mit der Chance auf freie Wahl von Arbeit.
Ich verrate Dir mal was, so ganz im Vertrauen:
Geht der Staat pleite, ist gar kein Geld für einen sozialen Neuanfang da, und schon gar nicht für ein BGE.
Ich vertraue dir aber nicht …
Mir geht´s mit Deinen volkswirtschaftlichen Kenntnissen ebenso.
Na, das weiß ich doch. Ich kenn ja meine Pappenheimer hier.
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