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Dammbacher Brunkgart Effekt

Dammbacher vs. Brunkgart Effekt – ein Knol-Artikel von m.
Selten so einen Schwachsinn gelesen:

In den 1990ern entstand der obige Effekt aufgrund des Phänomens, dass eine Frau mit mässigem Intellekt eher höhere Wahrscheinlichkeit hat, beruflichen Erfolg zu haben als ein durchschnittlich intelligenter Mann.

Frau Dammbacher studierte an einer Hochschule im nordwesten ca 20 Semester, lebte zwischenzeitlich von der Sozialhilfe und hatte während dieser Zeit die Möglichkeit, sich ein grosses soziales Netz aufzubauen. Dieses scheint wichtiger zu sein als Leistung

Herr Brunkgart hingegen besuchte Ende der 1990er die Hochschule Bremen, hatte eine gute Vorbildung, aber aufgrund von Mobbing nicht die Möglichkeit, sich ein soz. Netz aufzubauen. Auch fehlte das Geld, um längere Zeit zu studieren.

Während die minderbemittelte Dammbacher Karriere aufgrund von Frauenqoute und Vitamin B machte, hatte der Mann nur die Möglichkeit, als Hilfsarbeiter sein Geld zu verdienen.

Und dann noch der Kommentar dazu:

Dies zeigt auf, dass es in der deutschen Gesellschaft eine Diskriminierung von autochondren Männer gibt, während sich Frauen heutzutage kaum noch anzustrengen brauchen, um sich beruflich in eine gute Stellung zu bringen.

Zunächst: das Wort “autochondre” gibt es nicht: ”

“0 Treffer in der Duden-Suche” (www.duden.de)

Auch Langenscheidt (www.langenscheidt.de) kennt das Wort nicht:

“Es wurde leider kein passender Eintrag zu Ihrem gesuchten Begriff gefunden.
Ähnliche Wörter sind:
au·to…, Au·to… als Wortteil in Zusammensetzungen mit der Bedeutung ‘selbst…, Selbst…’
Au·to·ag·glu·ti·na·ti’on, die; -,-en MEDIZIN Verballung roter Blutkörperchen durch körpereigene Blutserumbestandteile
Au·to·bi·blio·gra’phie, die; -,-n vom Autor zusammengestellte Bibliographie eigener Werke
Au·to’bie, die; -,-n Selbstbefriedigung
au·to’bie·ren sich selbst befriedigen
Au·to·bio’graph, der; -en,-en Verfasser einer → Autobiographie
Au·to·bio·gra’phie, die; -,-n literarische Beschreibung des eigenen Lebens
au·to·bio’gra·phisch die → Autobiographie betreffend, in der Art einer → Autobiographie
Au·to·cho·re, die; -,-n BOTANIK Pflanze, die ihre Samen selbst verbreitet
Au·to·cho·rie, die; -, keine Mehrzahl BOTANIK Verbreitung von Samen oder Früchten durch die Pflanze selbst”

Es gibt “autochton”, das heißt “Ureinwohner”. Oder der Verfasser obigen Textes hat “autochore” gemeint – “den Samen selbst verbreitend”.
Mir mangelt es allerdings gerade etwas an Einsicht für den geschilderten Zusammenhang.

Was sagt nun der oben geschilderte “Effekt”?

Welchen Intellekt hatte denn Frau Dammbacher? Steht das irgendwo? Nein. Vielleicht war sie hochintelligent, hatte aber Kinder und lebte deshalb mehr schlecht als recht von Sozialhilfe. Und sie schaffte es trotz aller Widrigkeiten, ihr Studium zu beenden!

Was für eine Vorbildung hatte denn Herr Brunkgart? Abitur? Hatte Frau Dammbacher auch, anders war ein Studium in den 1990ern nicht machbar. Wieso und von wem wurde er während des Studiums gemobbt? Mochten seine Kommilitonen ihn etwa nicht? Und warum konnte er dann kein soziales Netz außerhalb der Uni aufbauen? Wurde er dort auch nicht gemocht? Warum? Wie lange studiere Herr Brunkgart denn nun? Und warum ging er nicht ebenfalls zum Sozialamt, wenn er kein Geld hatte? Warum hat er sein Studium nicht beendet?

Ich stelle also abschließend fest: Frau Dammbacher hat ihr Studium – nach zugegeben langer Zeit – beendet und kann nun Karriere machen. Herr Brunkgart hat sein Studium nicht beendet und findet keine hochrangige Stellung. Das ist gerecht. Wäre es andersherum (bitte nur mal “Frau” und “Herr” vertauschen), hätte sich doch niemand aufgeregt, denn das wäre nur gerecht gewesen. Ich erkenne hier weder einen “Effekt” noch sonst irgendeine sinnvolle Kausalität.

1 comment to Dammbacher Brunkgart Effekt

  • besser?

    Wäre es andersherum (bitte nur mal “Frau” und “Herr” vertauschen), hätte sich doch niemand aufgeregt, denn das wäre nur gerecht gewesen.

    Falsch!

    Es wäre ganz klar ein Beweis für die weltweite Männerverschwörung. Der werte Herr hat sich ein feines Netz aus Beziehungen gewebt und konte ohne großes Zutun Karriere machen. Während die arme Frau Opfer von Intrigen und Mobbing (selbstverständlich von Männern) wurde und letztendlich in einem präkerem Arbeitsverhältnis gelandet ist.

    Und der Artikel wäre von einer überzeugten Feministin eingestellt worden.

    So jedem sein Klischee

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