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Der verflixte Haushalt


Die Ehefrauen von skandinavischen Männern können sich glücklich schätzen. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Universität Oxford sind Schweden und Norweger die attraktivsten Ehemänner, weil sie sich an der Hausarbeit beteiligen und damit die Gleichberechtigung im Alltag leben.

Das Interessante an der Studie ist, dass Partnerschaften glücklicher verlaufen, wenn auch Männer traditionelle Frauenarbeiten übernehmen – und damit zufrieden sind. In den Ländern an der Spitze werden Männer die solche Tätigkeiten ausüben, weniger stigmatisiert. Hausmann = Weichei … Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit einer harmonischen Beziehung für beide Partner größer. Aber ist das eine neue Erkenntnis? Nö. Frauen haben das schon immer gewusst. Und wenn Männer sich aus den Alltagstätigkeiten heraushalten, so werden sie oftmals mit Trennung oder Scheidung “bestraft” (aus Männersicht). Nur – wozu braucht eine Frau einen Mann, der im Alltag nicht da ist? Der nur Job und Karriere sieht und eigentlich gar nicht weiß, warum er eine Frau hat – vom Sex mal abgesehen. So einen Mann braucht keine Frau.

Eher am unteren Ende der Statistik befinden sich Japan und Deutschland. Auch österreichische Frauen müssen sich der Studie zufolge mit faulen Gefährten im Haushalt herumschlagen.

Männer für traditionelle Rollen
Die Studie kommt auch zu dem Schluss, dass es für Frauen, die gleichberechtigt sind oder als gleichberechtigt gelten, in jedem Land schwieriger ist, einen gemeinsamen Haushalt bzw. eine Familie zu gründen.

Auch wenn Männer bei Gleichbereichtigung die Fahnen hochhalten, würden doch die meisten lieber eine Frau wählen, die den Haushalt macht und sich um die Kinder kümmert.

Für Männer ist die traditionelle Rollenteilung immer noch von Vorteil. Eine Frau, die IHM den Rücken freihält von lästigen Alltagspflichten, erleichtert die Konzentration auf die Karriere ungemein.

“Wenn sich Länder fragen, warum die Geburtenrate rückgängig ist, sollte man sich die Motivationen ansehen, warum Paare zusammenziehen und Kinder bekommen”, so die Ökonomin. Die gründsätzliche Frage scheine zu sein: “Wie geht es mir bzw. uns am besten?” Frauen in Ländern, wo weniger Gleichberechtigung herrsche, sagten daher oft Nein zu einer weitergehenden Partnerschaft.

Ist ja logisch, Frauen haben erstmal keinen Vorteil aus einer Partnerschaft oder Familiengründung – außer dem emotionalen natürlich. Aber den emotionalen Vorteil einer Partnerschaft kann man schließlich auch ohne Kinder haben – besser sogar noch. Letztlich kann die Geburtenrate (so sie denn überhaupt von Relevanz ist) nur gesteigert werden, wenn die Menschen insgesamt wieder mehr Lust darauf haben, Kinder zu bekommen. Und da helfen keine Finanzspritzen á la “Gebärprämie” oder “Herdprämie”, wenn am Ende doch immer ein/e Verlierer/in steht.

via: Österreicher auf vorletztem Platz.

19 comments to Der verflixte Haushalt

  • Theo

    Das lässt sich aber scheinbar, falls überhaupt, nur auf westlich-demokratische Gesellschaften anwenden, wie sonst ließen sich die extrem hohen Geburtenraten in extrem traditionellen Gesellschaften wie Afghanisten erklären, in denen die Frauen so gut wie keine Rechte haben und von Gleichbehandlung nicht mal zu träumen ist.

  • Piratenweib

    Nun, hohe Geburtenraten hängen natürlich nicht unbedingt mit glücklicher Partnerschaft zusammen, sondern mit vielerlei Faktoren. In Gesellschaften, in denen es Frauen nicht zusteht, den unerwünschten Geschlechtsverkehr zu verweigern und sie auch keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben, wird die Geburtenrate natürlich hoch ausfallen, da der Mann dort jederzeit zu “seinem ehelichen Recht” kommen kann. Ob es aber wünschenswert ist, in einer solchen Gesellschaft zu leben, muss wohl jede/r Mensch für sich entscheiden. Ein Mann, der eine echte Partnerschaft anstrebt, ist in unserer “westlich demokratischen” Gesellschaft eindeutig besser aufgehoben und je ernster er mit der Gleichbehandlung/Gleichberechtigung macht, desto besser ist seine Partnerschaft. Also Männer: an die Staubsauger und Spülbecken!

  • Bruno

    Auch wenn Männer bei Gleichbereichtigung die Fahnen hochhalten, würden doch die meisten lieber eine Frau wählen, die den Haushalt macht und sich um die Kinder kümmert.

    Mit gutem Grund:
    Die meisten Frauen wollen ja auch nur maximal halbtags arbeiten, wenn Kinder da sind. Wo ist also das Problem?

    Für Männer ist die traditionelle Rollenteilung immer noch von Vorteil. Eine Frau, die IHM den Rücken freihält von lästigen Alltagspflichten, erleichtert die Konzentration auf die Karriere ungemein.

    Am billigen, vorgeschobenen “Argumenten” herrscht bei Dir offenbar kein Mangel.
    Ein Mann der Karriere macht, kann das heute längst auch ohne Partnerin tun. Welchen Anteil hat denn eine Partnerin an seiner Karriere? Hat sie seine Ausbildung finanziert? Sein Studium? Wohl eher nicht. Warum also sollte eine Frau ihm “den Rücken freigehalten” haben? Was für ein Unsinn. Ein Mann kann heute problemlos eine bezahlte Haushaltshilfe engagieren, die ihm die ach so lästigen Alltagspflichten abnimmt. Dann muss er sich auch nicht das Gejammer anhören, er hätte seine Partnerin ans Haus gebunden.
    Oft dürfte es der umgekehrte Fall sein:
    Frauchen wollte gar nicht Vollzeit arbeiten und war zufrieden dass der Partner die Kohle rangeschleppt hat. Da fragt Mann sich, wer hier wem den Rücken freigehalten hat?

    • Piratenweib

      Die meisten Frauen wollen ja auch nur maximal halbtags arbeiten, wenn Kinder da sind. Wo ist also das Problem?

      Formulierungen mit “die meisten” mag ich am meisten. Die meisten Frauen KÖNNEN nur maximal halbtags arbeiten, wenn Kinder da sind. Arbeiten sie trotzdem Vollzeit und geben ihre Kinder in “Fremdbetreuung” sind sie Rabenmütter und damit gesellschaftlich geächtet. Übrigens gibt es auch bei den Maskuletten genügend Vertreter des Biologismus “Die Frau ist dazu geboren, sich um die Kinder und den Dreck zu kümmern”.

      Für Männer ist die traditionelle Rollenteilung immer noch von Vorteil. Eine Frau, die IHM den Rücken freihält von lästigen Alltagspflichten, erleichtert die Konzentration auf die Karriere ungemein.

      Am billigen, vorgeschobenen “Argumenten” herrscht bei Dir offenbar kein Mangel.

      Natürlich ist es von Vorteil, wenn man (oder frau) sich ganz um die Karriere kümmern kann, und den ganzen Alltagskram einfach nicht wahrnehmen muss. Um eine Haushaltshilfe einzustellen, muss man sich immerhin erstmal mit der Notwendigkeit einer solchen beschäftigen, eine suchen, einstellen, bezahlen, verwalten uvm. Arbeit, lästige Arbeit. Hat der Karriemann (oder die Karrierefrau) Kinder, wird es ganz schwierig. Denn eine 24-Stunden-Fremdbetreuung ist fast nicht machbar.

      Aber von mir aus können Männer herzlich gern Karriere machen und ihr gesamtes Leben danach ausrichten. Für den Haushalt die Putzhilfe, für den Körper die Prostituierte oder youporn und Handarbeit, das ist billiger. Dann aber bitte nicht jammern, dass irgendwann die Midlifecrisis (“War das alles im Leben?”) zuschlägt und ältere Männer aufgrund mangelnder Sozialbeziehungen häufiger Selbstmord begehen.

  • Bruno

    Die meisten Frauen KÖNNEN nur maximal halbtags arbeiten, wenn Kinder da sind.

    Und genau deswegen sollten Männer heute die Finger von der Familiengründung lassen.

    • Piratenweib

      @ Bruno:

      Und genau deswegen sollten Männer heute die Finger von der Familiengründung lassen.

      Nö, ganz falsch. Sie sollten sich auch um ihre Kinder kümmern. Sie sollten sich ebenfalls für ganztägige Kinderbetreuungsmöglichkeiten einsetzen.

  • Bruno

    Nö, ganz falsch. Sie sollten sich auch um ihre Kinder kümmern. Sie sollten sich ebenfalls für ganztägige Kinderbetreuungsmöglichkeiten einsetzen.

    Ja, wie denn nun? Einerseits sollen sie betreuen, andererseits sollen sie genau das Gegenteil machen, nämlich ganztätig fremdbetreuen lassen?

    Solange die Rahmenbedingungen für Väter nicht stimmen, sollten Väter NICHT betreuen. In der Praxis werden nämlich selbst Väter, die jahrelang betreut haben, und zur Hauptbezugsperson für das Kind wurden, nach einer Trennung regelmäßig “entvätert”, da nützt auch das Sorgerecht absolut nichts. Das Kind kommt zur Mutter, Papa wird unterhaltspflichtig, auf jeden Fall für das Kind, ggf. auch für die Mutter. Mentaler und finanzieller Ruin sind die regelmässige Folge. Angesichts dieser katastrophalen Vorraussetzungen sollten Väter Abstand von Kinderbetreuung nehmen, und lieber kinderlose Singles bleiben.

    Bei Deiner Argumentation ist gut zu erkennen, worum es Dir wirklich geht, nämlich einzig und allein um die Selbstverwirklichung von Frauen.

    • Piratenweib

      @ Bruno:

      Ja, wie denn nun? Einerseits sollen sie betreuen, andererseits sollen sie genau das Gegenteil machen, nämlich ganztätig fremdbetreuen lassen?

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich schrieb: Sie sollten sich um ihre Kinder kümmern. Und sie sollten sich für Kinderbetreuung einsetzen. Ich wusste ja nicht, dass Männer sich nicht mit zwei Dingen gleichzeitig beschäftigen können. Ich meine: Entweder sie ermöglichen der Mutter eine gut bezahlte Vollzeitstelle, indem sie sich um ihre Kinder kümmern, sie betreuen. Oder sie setzen sich für ganztägige Kinderbetreuung ein, damit die Mutter ebenfalls Vollzeit arbeiten gehen kann. Beides ist machbar. Es gibt Menschen, die das jetzt bereits tun.

      Angesichts dieser katastrophalen Vorraussetzungen sollten Väter Abstand von Kinderbetreuung nehmen, und lieber kinderlose Singles bleiben.

      Ah ja! Väter sollen kinderlose Singles bleiben. Interessanter Satz. Sagt viel aus …

      Bei Deiner Argumentation ist gut zu erkennen, worum es Dir wirklich geht, nämlich einzig und allein um die Selbstverwirklichung von Frauen.

      Bei deiner Argumentation ist gut zu erkennen, worum es dir wirklich geht, nämlich einzig und allein um die Selbstverwirklichung von Männern.

      In der Praxis werden nämlich selbst Väter, die jahrelang betreut haben, und zur Hauptbezugsperson für das Kind wurden, nach einer Trennung regelmäßig “entvätert”, da nützt auch das Sorgerecht absolut nichts.

      Hatte ich nicht schon mal erwähnt, dass ich so etwas nicht gut finde? Und zwar weil es den Kindern schadet. Die Hauptbezugsperson zu “verlieren” oder zumindest nur noch zeitlich eingeschränkten Umgang mit ihr zu haben, verursacht sicher großen Schaden in der Kinderseele.

  • Bruno

    Ich meine: Entweder sie ermöglichen der Mutter eine gut bezahlte Vollzeitstelle, indem sie sich um ihre Kinder kümmern, sie betreuen. Oder sie setzen sich für ganztägige Kinderbetreuung ein, damit die Mutter ebenfalls Vollzeit arbeiten gehen kann.

    Nö. In Deinem vorherigen Posting war nix zu lesen von “entweder”, sondern von “ebenfalls”. Im übrigen ist es nicht väterliche Aufgabe der Mutter eine gut bezahlte Vollzeitstelle zu ermöglichen. Das muss sie schon selber leisten.
    Interessanterweise ist bei den von Dir genannten beiden Möglichkeiten mütterliche Betreuung überhaupt nicht vorgesehen. Kind ja, aber betreuen sollen es andere? Und warum sollten Männer sich für Ganztagsbetreuungsplätze einsetzen, wenn Du doch in einem vorherigen Posting geschrieben hast, Mütter würden dann als Rabenmütter abgestempelt? Irgendwie hast Du arg den Faden verloren…

    Bei deiner Argumentation ist gut zu erkennen, worum es dir wirklich geht, nämlich einzig und allein um die Selbstverwirklichung von Männern.

    Falsch. Mit geht es um Gleichberechtigung. Dir in Ansätzen auch (siehe EMGR-Urteil zum Sorgerecht), kommst jedoch aus Deiner Femi-Denke leider nicht heraus. Erinnert irgendwie an Lisa Ortgies.

    Die Hauptbezugsperson zu “verlieren” oder zumindest nur noch zeitlich eingeschränkten Umgang mit ihr zu haben, verursacht sicher großen Schaden in der Kinderseele.

    Ich glaube Dir gerne, dass Du das sogar ernst meinst.
    Die Praxis in Deutschland sieht jedoch anders aus. Da geht mütterliches Fausrecht de facto vor den Interessen des Kindes, und auch des Vaters. Was fehlt ist eine gesetzlich verankerte Möglichkeit zur hälftigen Betreuung auch nach der Trennung. Was fehlt ist das Verbot mit dem Kind einfach zum Next zu ziehen, und noch vieles mehr. Und daher ist einem Mann eben Vaterschaft nicht zu empfehlen.

    • Piratenweib

      @ Bruno:

      Irgendwie hast Du arg den Faden verloren…

      Du bist halt mein Vorbild …

      Mit geht es um Gleichberechtigung. Dir in Ansätzen auch (siehe EMGR-Urteil zum Sorgerecht), kommst jedoch aus Deiner Femi-Denke leider nicht heraus.

      Genau. Jede/r sieht das, was seinen/ihren täglichen Erfahrungen entspricht. Da wir keine gemeinsamen Erfahrungen haben, werden wir auch keine gemeinsame Meinung bilden können.

      Was fehlt ist eine gesetzlich verankerte Möglichkeit zur hälftigen Betreuung auch nach der Trennung.

      Ja, eine Möglichkeit dazu sollte es geben. Aber es muss dann jeweils überprüft werden, ob das eine gute Lösung für das Kind ist.

      Was fehlt ist das Verbot mit dem Kind einfach zum Next zu ziehen, und noch vieles mehr.

      Das ist Quatsch. Soll das Kind vielleicht ins Heim, weil Mutter oder Vater eine neue Beziehung eingehen?

  • Bruno

    Das ist Quatsch. Soll das Kind vielleicht ins Heim, weil Mutter oder Vater eine neue Beziehung eingehen?

    Hättest Du aufgepasst, wäre Dir aufgefallen, dass ich von hälftiger Betreuung schrieb.

    • Piratenweib

      @ Bruno: Na, dann ist es ja auch wurscht, wenn Mutti 1000 km weit zu ihrem “Next” zieht, wie du so schön schreibst. Ist das Kind eben 1/2 Jahr da und 1/2 Jahr dort. Auf jeden Fall kannst du niemandem per Gesetz vorschreiben, wo er/sie zu wohnen hat. Wir haben schließlich Freizügigkeit. Ich denke nicht, dass wir auf die wenigen Bürgerrechte, die wir haben, leichtfertig verzichten sollten.

      • Bruno

        Na, dann ist es ja auch wurscht, wenn Mutti 1000 km weit zu ihrem “Next” zieht, wie du so schön schreibst. Ist das Kind eben 1/2 Jahr da und 1/2 Jahr dort

        Du hast doch geschrieben, dass es in erster Linie um das Kind geht. Wie passt das zusammen mit der Schaffung von 1000km Entfernung zum anderen Elternteil, und einem halbjährlichen Wechsel?
        Ich hab verstärkt den Eindruck, allzuviel Lebenserfahrung hast Du noch nicht gesammelt.

        Auf jeden Fall kannst du niemandem per Gesetz vorschreiben, wo er/sie zu wohnen hat. Ich denke nicht, dass wir auf die wenigen Bürgerrechte, die wir haben, leichtfertig verzichten sollten.

        In vielen europäischen Staaten (Dänemark sei mal als Beispiel genannt), darf ein Elternteil nicht ohne Zustimmung des anderen Elternteil weiter wegziehen. Wer es trotzdem macht, bitte. Dann sollte er eben das Sorgerecht abgeben.

        Und wo Du gerade von Bürgerechten schreibst:
        Die dürfen Trennungsväter gleich abgeben. Sie geniessen keinerlei Datenschutz über ihre finanziellen Verhältnisse, müssen sich teilweise europaweit bewerben um Unterhalt zahlen zu können (egal ob sie dadurch den Kontakt zum Kind verlieren), dürfen keinen selbstbestimmten Vaterschaftstest machen, und selbst faktische Zwangsarbeit (nennt sich “gesteigerte Erwerbsobliegenheit”) gilt für sie.

        • Piratenweib

          Ach, du lieber Himmel. Hattest du nicht von hälftiger Betreuung gesprochen? Wo ist das Problem? Kann das Kind nicht zweimal im Jahr 1000 km reisen? Von mir aus kann der Wechsel auch in anderem Rhythmus stattfinden, dass hängt doch immer von den beteiligten Personen und natürlich dem Alter des Kindes ab. Über meine Lebenserfahrung brauchen wir hier nicht zu diskutieren, die sieht mit Sicherheit ganz anders aus als die deine.
          Ich sähe es als Beschneidung der Freizügigkeit (ein Grundrecht!), wenn ich ohne Zustimmung eines anderen nicht umziehen dürfte. Was ist übrigens mit den Vätern, die sich ins Ausland absetzen, um den Unterhaltszahlungen zu entgehen?
          Trennungsmütter, die dadurch vom Staat abhängig werden, haben ebenso wenig Anspruch auf Datenschutz. Und dass ein jeglicher Mensch, der Verantwortung für Kinder hat, einer “gesteigerten Erwerbsobliegenheit” unterliegt, versteht sich doch wohl von selbst. Denn er ist nicht nur für sich selbst verantwortlich, sondern auch noch für andere.

  • Bruno

    Wo ist das Problem? Kann das Kind nicht zweimal im Jahr 1000 km reisen?

    Von Kindern scheinst Du wirklich keinerlei Ahnung zu haben. Es handelt sich schließlich nicht um eine Reise, sondern um das Rausreissen des Kindes aus Nachbarschaft, Schule und Freundeskreis, seinem gesamten sozialen Umfeld. Offenbar ist ein Kind für Dich wie ein Sack Kartoffeln, den man beliebig durch die Gegend kutschieren und bei Bedarf irgendwo abladen kann. So funktioniert das natürlich nicht.

    Ich sähe es als Beschneidung der Freizügigkeit (ein Grundrecht!), wenn ich ohne Zustimmung eines anderen nicht umziehen dürfte

    Das Recht des Kindes auf beide Elternteile ist auch ein Grundrecht.

    Was ist übrigens mit den Vätern, die sich ins Ausland absetzen, um den Unterhaltszahlungen zu entgehen?

    Oh, ein guter Link, ein sehr guter sogar, denn ich kenne den Mann flüchtig. Allerdings verstehe ich nicht, warum Du mit ihm ein Problem hast? Wenn Du doch die Freizügigkeits-Fahne hochhälst, sollte es doch für Dich kein Problem sein, wenn er dort lebt, wo er gerne will. Abgesehen davon zahlt er in Absprache mit dem deutschen Jugendamt und der deutschen Botschaft Unterhalt für seine Kinder, auf Basis seines in Thailand erwirtschafteten Lohns. So what?


    Und dass ein jeglicher Mensch, der Verantwortung für Kinder hat, einer “gesteigerten Erwerbsobliegenheit” unterliegt, versteht sich doch wohl von selbst.

    Tja, nur ist die Rechtspraxis hier, wie üblich, diskriminierend, denn Mütter werden so gut wie nie zu einer gesteigerten Erwerbsobliegenheit angehalten, sondern können sich bequem auf die Betreuung zurückziehen.

    • Piratenweib

      So funktioniert das natürlich nicht.

      Na, du willst doch die hälftige Betreuung.

      Das Recht des Kindes auf beide Elternteile ist auch ein Grundrecht.

      Seit wann, und wo steht das?

      Wenn Du doch die Freizügigkeits-Fahne hochhälst, sollte es doch für Dich kein Problem sein, wenn er dort lebt, wo er gerne will.

      Aber ja, er kann von mir aus leben wo der Pfeffer wächst. Allerdings kann er wohl kaum hälftigen Umgang mit seinen Kindern haben wollen, wenn er lieber in Thailand (?) lebt.

      Abgesehen davon zahlt er in Absprache mit dem deutschen Jugendamt und der deutschen Botschaft Unterhalt für seine Kinder, auf Basis seines in Thailand erwirtschafteten Lohns.

      Dass muss er, weil er sonst auch im Ausland verfolgt wird. wenn er ein ruhiges Leben haben will, bleibt ihm nichts anders übrig. Insbesondere dann, wenn er eine Webseite mit seinem Bild und persönlichen Daten veröffentlicht.

      Tja, nur ist die Rechtspraxis hier, wie üblich, diskriminierend, denn Mütter werden so gut wie nie zu einer gesteigerten Erwerbsobliegenheit angehalten, sondern können sich bequem auf die Betreuung zurückziehen.

      Dass sich ein Mensch “bequem auf die Betreuung zurückziehen” kann, ist Unfug. Und es zeigt mir, dass DU von Kinderbetreuung soviel Ahnung hast, wie der Frosch vom Bergsteigen.

  • Bruno

    Na, du willst doch die hälftige Betreuung.

    Dazu ist es natürlich erforderlich, dass die Eltern relativ nah beieinander wohnen bleiben.

    Seit wann, und wo steht das?

    Das ergibt sich als reziproke Folge aus GG Art. 6(2)

    Aber ja, er kann von mir aus leben wo der Pfeffer wächst. Allerdings kann er wohl kaum hälftigen Umgang mit seinen Kindern haben wollen, wenn er lieber in Thailand (?) lebt.

    Stimmt. Dieser wurde jedoch ohnehin von der Mutter verweigert als beide noch in Deutschland wohnten. Ob er nun seinen Umgang hier oder in Timbuktu nicht wahrnehmen kann, ist egal.

    Dass muss er, weil er sonst auch im Ausland verfolgt wird.

    Seit wann gilt das BGB in Thailand?

    Dass sich ein Mensch “bequem auf die Betreuung zurückziehen” kann, ist Unfug.

    Leider nicht. Viele Väter können ja inzwischen die horrenden Unterhaltsbeträge längst nicht mehr bezahlen. Da immer beide Elternteile unterhaltspflichtig sind, müßte dann der alleinerziehenden Mutter zusätzlich die gesteigerte Erwerbsobliegenheit aufgebrummt werden. Soweit ich richtig informiert bin, wurde noch keine einzige alleinerziehende Mutter dazu verknackt. In der Praxis ist das Zwangsinstrument der gesteigerten Erwerbsobliegenheit ein Mittel um aus Vätern mehr Geld rauszupressen. Ich persönlich würde das auf keinen Fall mitmachen.

  • Rania

    Wenn man noch immer im 21. Jahrhundert darüber schwafelt was eine Frau und was ein Mann zu tuen hat, wird mir doch seltsam. Ich gehöre einem kaukasischen Volk an, wo Männer und Frauen als gleichwertig gelten. Ich weiß noch ein Zitat aus einem Buch: “Frauen und Männer sind Freunde, keine Feinde!”
    Wie weise! In dem Dorf aus dem meine Eltern stammen, haben zwar Frauen den Haushalt geführt und Männer die Feldarbeit, aber der Respekt voreinander war da. Da verstehe ich nicht, warum Männer so in Panik geraten, wenn sie mal den Haushalt führen müssen, dass ist ja keine Atomphysik! Mein Vater hatte auch meiner Mutetr immer geholfen, obwohl er arbeiten war.

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