Ich glaube, ich habe noch nie eine derart unverschämte Ansprache gelesen – und das, um Kund_innen (_innen mit Fragezeichen) auf eine Bezahlpornoseite zu bekommen. Fühlt sich davon echt jemand verlockt?
Na, hier erst mal der Text aus der eMail, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt:
Wie kann ich es nur wagen, den Gutschein nicht einzulösen? Ist doch schließlich umsonst und überhaupt. Und alle anderen machen es doch auch.
Da helfen am Ende auch die “lieben Grüße” nichts mehr, Herr Bois.
An ihrer Stelle würde ich dringend diesen Text von jemandem überarbeiten lassen, der/die mehr Ahnung von Direktmarketing hat. Eine derart unverschämte Anmache wird sicherlich nur wenige Menschen davon überzeugen, auf der beworbenen Plattform am richtigen Ort zu sein.
Ich habe sogar (natürlich nur zu Recherchezwecken) ganze 4 Minuten auf der beworbenen Seite verbracht und mich vom ständig wechselnden Banner überzeugen lassen, dass diese Seite ganz bestimmt ausschließlich für Männer gemacht ist. Schade eigentlich. Denn so verfehlt man ja 50% der potentiellen Kund_innen. Dumm. Naja. Wollte ich nur mal festgehalten haben.
Ach ja, Herr Bois, alle Absendeadressen von ihrer Webseite sind jetzt direkt meinem Spamfilter zugeordnet. :kiss:











Genau. Willst du etwa der einzigste bleiben, der auf seinen tollen Gewinn verzichtet?
Und von deutscher Grammatik.
Und was ist daran so schlimm, da diese Seite nur für Männer gemacht ist?
Schlimm? Überhaupt nix! Der Betreiber verzichtet halt auf Kundinnen. Sein Pech.
Feministinnen sind doch eh gegen Porno. Ist doch alles Frauenunterdrückung und so. Unterstützt du sowas auch noch? :angel:
Du kennst doch gar keine Feministinnen außer Alice Schwarzer.
Klar gibt es Pornografie, die Frauen zu Objekten degradiert, verachtet, missbraucht, foltert, vergewaltigt, quält in allen nur denkbaren Variationen. Diese Pornografie finde ich in der Tat verachtenswert. Da hätte ich auch nichts gegen ein Verbot. Aber nicht jede Pornografie ist so. Es gibt auch ganz andere, in der es um Spaß am Sex geht und nicht um Unterdrückung. Das ist dann wohl auch die Pornografie, die Frauen anmacht. Natürlich ist es für männlichen Betrachter der Spaß um die Machtkomponente gekürzt. Aber mann kann eben nicht alles haben.
Na du kennst dich aber mit Männlicher Sexualität auf. Was ist eigentlich mit den Frauen die BDSM machen, ist das auch unterdrückung? Meinst du es gibt keine Pornos in den Männer vergewaltigt, zu Objekten degradiert, verachtet, gefoltert und gequält werden?
Klar kenne ich mich damit aus, ich bin nun mal ´ne Frau. Für Frauen ist das Auskennen damit manchmal überlebenswichtig.
Solange sie es freiwillig aus eigenem Antrieb ungezwungen tun – bitte sehr. Allerdings bewirken solche Filme/Pornographie beim falschen Publikum nicht immer Gutes.
Doch, auch die gibt es und sie sind ebenso schlecht. Aber: Sie sind viel, viel, viel seltener.
Na klar, du weist was in einem Mann vorgeht. Ach ich vergass, die Empathische W-LAN Antenne die Frauen die Fähigkeit der Telepathie verleit. Und der Rest des Absatzes, ich bitte dich, so ein Blödsinn.
Nein, die Filme, in denen Männer erniedrigt werden sind nicht seltener. Es gibt einen Haufen BDSM Filme.
Ergänzung: Und in einem Porno, der diesen BDSM Fetisch nicht unterstützt, werden Frauen auch nicht erniedrigt, verachtet, gefolter oder gequält.
Das lasse mal lieber Frauen beurteilen.
Wieso? Selbst die Pornodarstellerinen sehen es nicht so. Es sind lediglich Feministinnen die in jedem Porno, in dem Frauen nicht den Männern befiehlt was geht, eine erniedrigung der Frau sehen.
“SPIEGEL ONLINE: Porno gilt vielen, vor allem Feministinnen, als frauenverachtend. Sie werden in Ihren Filmen gewürgt, bespuckt, geohrfeigt und von einem halben Dutzend Männern penetriert. Aber Sie fühlen sich nicht erniedrigt?
Grey: Nein, ganz im Gegenteil – was die eine als erniedrigend empfindet, kann für die andere durchaus eine befreiende, lustvolle Erfahrung sein. Auch wenn es vielen schwerfällt, das zu akzeptieren. Ich habe die Kontrolle am Set, ich entscheide, was ich tue und wie weit ich gehe. Und es gibt immer ein Codewort, mit dem ich eine Szene sofort beenden kann.”
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,633627-2,00.html
Soviel dazu. Und auch ich als Mann kann beurteilen, ob eine Frau erniedrigt wird oder nicht. Ach ich vergass, ihr Frauen seid ja die einzigen die das können. Telepathie und so, ihr wisst ja auch, wie sich eine Prostituirte fühlt, weil sie auch eine Frau ist. Das sie andere Interessen und neigungen hat, interessiert euch nicht. Auch hier wieder das lustige an dem Spruch:”Ich weis wie sich eine Frau als Prostituirte fühlt, weil ich eine Fraue bin” ist, dass er impliziert, das alle Frauen gleich sind. Kennste eine, kennste alle.
Dafür brauche ich keine empathische Wlan-Antenne (die du offenbar nicht hast). Dazu braucht man nur hetero zu sein und einfach ein paar Jährchen Lebenserfahrung (die du offenbar nicht hast).
Wart nur, balde …
Oh, ich vergass, wir Männer wollen euch ja nur poppen und dann umbringen. Sorry.
Diese Aussage in dieser Pauschalität ist aus meiner Sicht zumindest sehr gewagt. Ist das vom Diskussionsgegner unverstandene Ironie?
Selbst wenn die Häufigkeit von sexualisierter Gewalt und Übergriffigkeit die Formulierung rechtfertigt (was zu Bewerten ich mir nicht anmaßen kann), Bildet man nicht unbedingt einen funktionierenden Sinn für eine derartige Bedrohung aus. Nur weil etwas für mich potentiell gefährlich ist, kann ich es noch lange nicht besser wahrnehmen.
Im Umkehrschluss könnte man argumentieren, dass Männer auch einen Sinn für weibliche Sexualität haben, weil sie ja “Paarungserfolg” haben wollen.
Ich habe bislang nichts beobachten können, was auf die Existenz solcher Sinne hindeutet.
Das glaube ich dir sofort.
Ich nehme an, aus Deiner Sicht bin ich schlicht zu dumm, ignorant, jung oder unsensibel um mit einem solchen Sinn gesegnet zu sein?
Ich bezweifele, dass die doch arg begrenzte “Lebenserfahrung” auf die man als individueller Mensch zurückgreifen kann ausreicht um einen solchen Sinn auszubilden.
Ich verstehe weiterhin nicht warum Dir Urteile zustehen, die Du anderen Kommentatoren absprichst. Die Urteile über die Motivation männlichen Pornokonsums und “männliche Sexualität” sind in ihrer verallgemeinernden Art durchaus anmaßend. Analoge Urteile über weibliche Eigenschaften würden hier (mit recht) verurteilt.
Du solltest nicht so viel annehmen.
Brauchst du nicht zu verstehen.
Warum gehst du eigentlich davon aus, dass für uns Männer Sex immer etwas mit Macht zu tun hat? Würdest du das auch bei einer Frau vermuten, die nur in der Reiterstellung sex hat?
Wie kommst du darauf, dass ich davon ausgehe?
Was hat die “Reiterstellung” mit Macht zu tun?
Weil du es geschrieben hast. Ich zitiere:”Natürlich ist es für männlichen Betrachter der Spaß um die Machtkomponente gekürzt”
@piratenweib
Ein Schelm, wer da was assoziiert.
Dosen-Fleisch?
Was sonst bleibt mir?
Diese Haltung finde ich sehr schade, mich hätte eine ernsthafte Antwort wirklich interessiert. Ich hoffe jemand, gerne auch jemand Drittes, kann mir erklären warum dieser Dialog so offensichtlich schiefgelaufen ist. Ich bin mir wirklich keiner Schuld bewusst.
Schuld? Hmmm … ich hab eigentlich grad keine Zeit für große Blogdiskussionen, das ist alles.
Vielleicht ein Beitrag zur obigen Diskussion: hab einen recht offenherziger Roman zum Thema gelesen: “Pornos machen traurig” von Peter Redvoort – empfehlenswert!
Alfred