Mir ist der Frauenanteil in der Piratenpartei sowas von egal. Es ist mir vielmehr wichtiger, dass wir in der Partei als Menschen vorankommen und nicht als fleischige, von Knochen durchsetzten Anhängsel unserer Geschlechtsorgane. Wer heutzutage immernoch mit dem Genderdiskurs kommt, der hat den Zeitgeist im Netz echt übersehen. Das Netz ist der Ort an dem man Mann, Frau, Opa, Oma, Kind oder auch ein Alien sein kann, wenn man nur möchte. Es ist meiner bescheidenen Meinung nach obsolet nach dem Geschlecht zu fragen. Der Output interessiert mich und nicht irgendwelche körperlichen Merkmale.
aus Fluch der Republik: Weiberey.
Der Frauenanteil der Partei ist in der Tat unwesentlich. Ebenso im Netz. Aber: Das Leben findet weder in der Partei noch im Netz statt. Das Real Life besteht aus Menschen mit Geschlecht. Das ist das Erste, was man von einem anderen Menschen wahrnimmt, wenn man ihm/ihr zum ersten Mal gegenüber tritt. Es ist der Grund für alle weiteren Aktionen, der Grundpfeiler unseres Menschseins und wir können das Geschlecht nicht einfach ablegen wie einen alten Hut.
Als Brüsteträgerin fühle ich mich auf jeden Fall sehr wohl in der Piratenpartei und habe bis dato nichts Machohaftes dort erlebt. (…) Also, von Altherrenmanier im modernen Gewande, entdecke ich keine Spur in der Piratenpartei.
Natürlich gibt es in der Piratenpartei Machogehabe – genauso wie im Leben “da draussen”. Denn es sind ja die gleichen Menschen dort. Nur, weil sie dieser Partei angehören, sind sie nicht “geschlechtsfrei” oder frei von ihren bisherigen Erfahrungen und Einstellungen. Zur Zeit versuchen gar die Radikalmaskulisten die Partei zu überrennen. Es ist daher leichtsinnig, zu behaupten, Geschlechterfragen gäbe es nicht.
Sind wir nicht alle einfach digitale Bürger in einem freien Netz, die diesen Sexismus unter umgekehrten Vorzeichen nicht mehr nötig haben?
Ja, das sind wir. Aber wir sind eben keine digitalen Wesen, keine Androiden, die von Bits und Bytes gesteuert werden. In erster Linie sind wir Menschen, die sich in der realen Welt und im Netz bewegen. Nur im Netz können wir unser Geschlecht verbergen oder verändern – und das ganz leicht. Aber auch die Piratenpartei will Politik für Menschen machen, nicht für digitale Androiden.











> Denn es sind ja die gleichen Menschen dort.
Ist Quatsch.
Der Menschenanteil einer bestimmten Partei ist nämlich keinesfalls repräsentativ.
Ein typscher Macho wird doch eher in die CDU gehen,
eine typische Feministin vielleicht eher zu den Grünen.
Ein moderner Netizen, der um seine Rechte kämpft,
engagiert sich halt in die Piratenpartei.
Sowas von unabhaengig davon, was für Brüste er hat.
Ich versteh nicht, was daran so schwer zu verstehen ist…
Ich hab auch meine sexuellen Präferenzen, aber was hat das mit unserer Parteiarbeit zu tun??
Ist kein Quatsch. Ich habe ja nichts von den prozentualen Anteilen gesagt. Natürlich sind mehr Männer als Frauen in der Partei. Aber die Menschen, die dort drin sind, sind echte Menschen, keine digitalen Nerds. Ich versteh´ nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.