via HNA Online.
Christina Stürmer und ihr Anwalt argumentieren – zu Recht – damit, dass die Änderung des Textes keine Bearbeitung, sondern eine zeitgemäße Anpassung der Hyme sei. Immerhin ist das Werk die Bundeshymne, die einen identitätsstiftenden Sinn für das Volk haben soll. Dann muss sie auch für das ganze Volk gelten.
Ich denke, auch die deutsche Nationalhymne könnte mal eine Überarbeitung vertragen. Denn mit dem Text:
- Einigkeit und Recht und Freiheit
- für das deutsche Vaterland!
- Danach lasst uns alle streben
- brüderlich mit Herz und Hand!
- Einigkeit und Recht und Freiheit
- sind des Glückes Unterpfand:
- Blüh im Glanze dieses Glückes,
- blühe, deutsches Vaterland!
kann ich mich nicht so ganz identifizieren. “Vaterland” finde ich grenzwertig. “Heimatland” wäre für mich der eindeutig bessere Begriff. Noch viel schlimmer aber das “brüderlich” … warum nicht “gemeinschaftlich” oder “liebevoll” oder “einträchtig” oder “hilfsbereit”? Das lässt sich auch alles singen …
Kleine Ergänzung: Hier gibt es einen sehr passenden Kommentar von dieStandard. Zitat:
Jene, die sich derartige Eingriffe in Bestehendes verbieten, drehen das Blatt einfach um und fragen: “Haben wir keine anderen Probleme in Österreich, als den Text der Bundeshymne?”. Zitat Martina Schenk vom BZÖ, die wie auch andere ignorierte, dass selbst Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek einer generellen Änderung der Bundeshymne nicht oberste Priorität beimisst.
Ja, es gibt noch andere Probleme, so viel steht fest und darüber ist man sich einig. Gerade deshalb ist es umso erstaunlicher, dass selbst über so winzige Neuerungen wie Personenbezeichnungen und gendergerechte Sprache Wut und Häme nicht abreißen wollen. Wenn das nicht “lächerlich” und “völlig übertrieben” ist. (Beate Hausbichler, dieStandard.at, 26.1.2010)











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