Piratinnen – persönliche An- & Einsichten
Ein paar ganz persönliche Anmerkungen zur aktuellen Diskussion, welche mich übrigens wütend und traurig zugleich macht.
In der Diskussion zur Gründung der Gruppe “Piratinnen” innerhalb der Piratenpartei, wurde folgende Frage aufgeworfen: “Gibt es Frauen, die aufgrund der fehlenden Genderpolitik oder bestimmter abwertender Erfahrungen im Umgang innerhalb der Partei, aus eben dieser wieder austreten?”
Diese Frage ist so natürlich nicht beantwortbar, weil wir gar nicht wissen, wieviele Mitglieder denn so austreten – bekanntgegeben werden ja nur die aktuellen Mitgliederzahlen. Und selbst wenn wir wüssten, wieviele Menschen wieder austreten – oder gar aus welchen Gründen – hätten wir noch immer keine Information darüber, wieviele davon Frauen sind.
Ich kann aber meine Position ganz klar darstellen: Für mich hat unsere Piratenpartei zur Zeit zwei große Schwachstellen, deren Entwicklung für mich über meinen Verbleib in der Partei entscheiden wird. (An die Kommentatoren: Ich weiß, dass es viele gibt, die sich darüber freuen würden. Ihr braucht das also nicht explizit nochmal in eure Kommentare zu schreiben, wenn ihr nichts anderes zur Diskussion beizutragen habt!)
Der eine Punkt ist die Positionierung rechts/links. Eine Positionierung wird uns nicht erspart bleiben, wenn wir nicht permanent schwanken und nach außen hin als “schwammig” oder “neblig” erscheinen wollen. Keine Meinung bzw. keine Position zu haben, ist nicht immer empfehlenswert. In diesem Bereich schon gar nicht.
Der zweite Bereich ist ganz klar die Genderpolitik (für mich!). Ich habe mich heute mal wieder durch den Thread im Forum gequält, der inzwischen schon über 29 Seiten geht. Unglaublich. Nicht mal Themen wie VDS oder Thiesen werden derartig aggressiv kommuniziert. Ich hab mich beim Lesen mal selbst beobachtet … wie ich selbst wütend und extrem aggressiv schon beim Überfliegen der Beiträge werde. Wie die Meinungen und Aktivitäten einer kleinen Gruppe von Frauen in einer noch kleineren Partei einfach als nicht existent negiert werden. Wie diese Frauen dann noch als frustrierte Emanzen oder nicht ganz erwachsen diffamiert werden, das treibt mir echt die Galle hoch. Und dann beschweren sich einige der Diskutanten, dass es ein, zwei Frauen gibt, die auf die gleiche aggressive Art “zurück prügeln”. Das ist ja ganz und gar nicht weiblich und gehört sich nicht.
Da ich auch ganz gerne mal verbal “zurückschlage”, werde ich regelmäßig mit Sexismen überhäuft. Das passiert natürlich nicht immer öffentlich – oft genug kommt einfach mal ein anonymer Blogkommentar oder auch eine anonyme Hass-Mail. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das auch anderen Frauen (in der Piratenpartei?) so geht, und sie deshalb vor einer öffentlichen Kommunikation manchmal zurück schrecken.
Auf jeden Fall werde ich beim Lesen dieser Diskussion (egal, ob im Forum, im Wiki oder auf Twitter, oder in irgendwelchen Blogs) permanent wütender ob dieser altväterlichen Einstellungen, die da als “modern” präsentiert werden.
Und ja, ich fühle mich ganz persönlich angegriffen und beleidigt, auch wenn mein Name nicht oben drüber steht. Beleidigt von Begriffen wie “Häkelgruppe”, “Kaffeekränzchen” oder “Menstruationsblut als Zugangsberechtigung”. Da hier Frauen, weibliche Mitglieder oder auch eher abwertend “Piratenbräute” angesprochen werden – ich bin ja stets mitgemeint, denn ich bin Teil dieser Gruppe.
Es gibt natürlich auch andere Frauen, die sich nicht angesprochen fühlen. Wieso, verstehe ich zwar nicht, offensichtlich sehen sie sich selbst aber nicht als Frauen, sondern als geschlechtsneutrale Menschen. Ich habe aber kein Interesse daran, mein Geschlecht zu verleugnen. Es steht nicht an erster Stelle, ist aber nun mal vorhanden. Und es lässt sich weder durch eine Satzung, noch durch die permanente Leugnung wegzaubern.
Lange Rede, kurzer Sinn: die Anti-Gleichberechtigungstendenzen, die mir regelmäßig aus den Reihen der Männer entgegenschlagen, werden mich u.U. zu einem Austritt zwingen. Denn ich habe keine Lust, den “Gleichberechtigungskampf” schon wieder zu kämpfen. Eigentlich wollte ich Politik machen. Bildung, BGE, Familienpolitik – da möchte ich meine Energien investieren.
Für die jungen Frauen, die das alles vielleicht nicht so ganz nachvollziehen können oder über die Heftigkeit der Auseinandersetzung verwundert sind, möchte ich einen kleinen ganz persönlichen Einblick geben.
Ich habe schon vor 25 Jahren für Gleichberechtigung gekämpft. Damals war es so, dass Frauen, die “mit Computern konnten”, etwas ganz Exotisches waren. Das ging überhaupt nicht. An jeder Ecke musstest du als Frau erstmal beweisen (!), dass du überhaupt ein Anrecht aufs Mitreden hast. Jeder Mann meinte, mehr zu wissen. War das nicht der Fall und ich konnte ihm noch was erzählen, war die Reaktion im besten Fall ungläubig und schlechtesten aggressiv. Oft in der Form: Frauen, die mit Technik können, sind gar keine Frauen, unweiblich, Mannweiber, verkappte Männer, verkorkste beziehungsunfähige Monster. Und ja: Alles das habe ich gehört, und zwar ganz persönlich.
Ich war an einer Fachschule für Datenverarbeitung im Jahre 1984 unter knapp 25 Männern eine von zwei Frauen! Mein Glück war immer, dass ich mich NICHT als Nesthäkchen habe behandeln lassen, sondern mit viel Selbstbewusstsein und auch einer guten Portion Aggression durchgesetzt habe. Aber: Keiner der Jungs musste das. Sie waren qua Geschlecht anerkannt. Und wenn sie Fehler machten, wurden sie nicht mit “typisch Mann, kann Technik eben nicht, haha” abgebügelt. Dies ging aber dem andren Mädel meiner Klasse permanent so. Und weil sie sich nicht wehren konnte, hat sie diese Ausbildung nicht abgeschlossen – wegen Mobbing ihres Frauseins.
So okay, das ist lange her, könnt ihr sagen. Ja, das ist richtig. Aber: Ich bin im Internet, seit es Internet gibt – allerdings weder politisch noch frauenbewegt unterwegs. Das mache ich erst, seit mir in der Piratenpartei wieder der alte Wind um die Ohren weht.
Mir ist noch nirgendwo bisher derartig viel Frauenfeindliches entgegen geschlagen, wie in den öffentlichen Diskussionsbereichen der Piratenpartei. Das liegt sicher teilweise daran, dass die Piratenpartei von der sog. Männerbewegung insb. im Forum “gekapert wurde” (zumindest wurde es versucht – teils mit Erfolg). Dass die Threads, die irgendein Genderthema behandeln, stets derartige Ausmaße annehmen – und sehr viele Schreiber/innen sich erst am Eröffnungstag des Themas überhaupt im Forum anmelden, ist auch ein gutes Zeichen für diese Antreibe von außen.
Diese Frauenfeindlichkeit ist am Stammtisch nicht so. Aber da sehe ich auch einen großen Unterschied: es ist heute im persönlichen Umgang nicht mehr “gesellschaftsfähig”, jemanden aufgrund seines/ihres Geschlechtes zu dissen, wie das vor 25 Jahren noch möglich war.
Aber im anonymen Internet, da kann mann schon mal eine anonyme (d.h. ihm nicht persönlich bekannte Frau) fertig machen. Etwas, was die meisten Menschen im persönlichen Kontakt schon aus Höflichkeit nicht tun würden.
Und abschließend: ich finde, gerade jetzt bei diesem extrem starken Gegenwind, sollten wir (Lena!) an der Idee der Piratinnen festhalten. Lasst uns das nicht aufgeben. Eine allgemeine Gruppe wie von @paulbln vorgeschlagen, würde mMn die gewünschte Funktion nicht erfüllen. Erstens: was soll eine rein Berlinerische Gruppe? Nix gegen Berlin, aber ich sitze hier z.B. in Bayern und würde mich da mit Sicherheit nicht an eine Berliner Gruppe wenden. Ein Squad in Berlin hätte mich auch nicht zum Anmelden auf einer ML motiviert. Anderen ergeht es möglicherweise ebenso.
Die Heftigkeit der Diskussion allein ist für mich Beweis genug, dass eine solche Gruppe absolut notwendig ist. Und selbst wenn der einzige Effekt wäre, dass einmal auf eine bestehende Problematik aufmerksam gemacht wird, so wäre das schon ein Fortschritt. Im Augenblick sehe ich die Piratenpartei keineswegs “post-gender”, sondern irgenwo in den späten 60ern steckengeblieben (was dieses Thema betrifft). Das liegt aber vermutlich am niedrigen Durchschnittsalter. Die meisten Mitglieder sind in unserer doch heute schon recht gleichberechtigten Welt aufgewachsen und haben dazu keinerlei Kämpfe führen müssen. Deshalb denken sie, es ist alles schon erreicht. Ich als etwas ältere Frau, die schon eine Menge Quatsch im Leben mit gemacht hat, sehe das anders. Eben über einen wesentlich längeren Zeitraum hinweg. Und ich sehe, dass das Ziel “Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen” noch lange nicht erreicht ist. Auch wenn ich es lieber über politische Inhalte erreichen würde, als über eine Genderdebatte. Notwendig ist diese allemal.
Wer Lust auf eine ganz persönliche Diskussion hat, darf mir auch gerne mailen.
Ich hoffe, ihr habt bis hierhin durchgehalten. ![]()
Zum Schluss noch ein “paar” Links, die das Thema “Piratinnen” ebenfalls aufgegriffen haben (nur die aktuelle Diskussion!).
Achtung: lange Liste mit Triggerpotential. Ich empfehle ebenfalls die jeweiligen Kommentare zu lesen – so es welche gibt.
- Pruzzen Blogspot
- Freiheitskampf1984
- Arne Hoffmann Blog
- Feder & Herd 1, Feder & Herd 2, Feder & Herd 3 (Mela)
- Im Biotop
- Ritinard0 1
- Atari-Frosch
- Isis Welt
- taz.de
- gulli.com
- Quark mit Sauce
- Neokultur
- Heise.de
- 11k2 Blog 1, 11k2 Blog 2
- Opalkatze
- Piratenpartei
- Spiegel.de
- hirsch2k
- WolfgangP, WolfgangP 2
- SilkePP
- Andi Popp
- dysfustifications
- Der ganz normale Wahnsinn
- Sammelmappe
- Burks
- Deefunct 1
- Katze mit Wut
- Mädchenblog
- Rot steht uns gut
- Grüne am Mittwoch
- Hirnfick
- iheartdigitallife (Linksammlung)
Neue Links / Update 4.3.2010 (Datum bezieht sich auf den Tag, an dem ich den Link gefunden habe, nicht auf das Erscheinungsdatum des verlinkten Beitrags):
Neue Links / Update 5.3.2010:
- Ti_Leo
- Feder & Herd 4 (Mela)
- Medienelite
- Burks 2
- Jürgen Komesker
- Freie Sicht
- Berlin Kolumne
- Mädchenmannschaft 2
- Aus Liebe zur Freiheit
- engl@absurdum
Neue Links / Update 6.3.2010:
Neue Links / Update 8.3.2010:
Neue Links / Update 10.3.2010:
Neue Links / Update 11.3.2010:
- Catch-up: Offener Brief an die Piratinnen-Mailingliste
- WolfgangP 4
- taz.de Eine Debatte für´s Netz
- Ritinardo 2
Neue Links / Update 12.3.2010:
WolfgangP. hat seine Blogeinträge nachträglich mit Passwortschutz versehen. Nachfragen dazu bitte bei ihm. Ich kann euch dazu keine Erklärung geben. Danke.
Neue Links / Update 13.3.2010:
- Ritinardo 3
- Schmidtlepp 2
- Geek Feminism Blog
- Derangierte Einsichten – Piraten Rant
Hier findet eine sehr interessante und spannende Diskussion in den Kommentaren statt. - iheartdigitallife 2
- Tales from the Mac Hell
- L3viathan2142
- Freie Re.de
- Validom
- Azundris – Feminismus und Freibeuterei
Neue Links / Update 14.3.2010:
- Piratenjinx
- Klabautercast (Podcast)
- Stonie kennt Wayne
- sMesHer
Neue Links / Update 15.03.2010:
Neue Links / Update 16.03.2010:
- Fortschritt wird gemacht
- Stefan Fricke – Kandidat NRW
- bits´n´pieces
- weizenspr.eu
- Stephantpunkt
- Ritinardo 4
Neue Links / Update 17.03.2010:
Neue Links / Update 18.03.2010:
Neue Links / Update 19.03.2010:
Neue Links / Update 21.03.2010:
Neue Links / Update 25.03.2010:
- Cymaphore Ein schwieriges Erbe
- Spreeblick: Unkenntnis ist nicht nur bei der Terrorabwehr gefährlich
Hier findet eine interessante Diskussion in den Kommentaren statt!
Neue Links / Update 26.03.2010:
- WolfgangP 7 (ohne PW)
Neue Links / Update 01.04.2010:
- Anarcho Blog “Das Genderdings”
- DE:BUG
- korrupt.biz
- Appelle an die Vernunft
- Piratenstadt
- bitsnpieces 1
- bitsnpieces 2
- Gullinews: Klarmachen zum Mackern
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Podcast Interview mit Lena Simon. (MP3)
Transkript des Interviews, auch zum Download
Threads im Piratenforum. Achtung: starke Nerven erforderlich!
- Bitte beendet den Wahnsinn
- Erkenntnisse aus Piratinnen?
- Piraten = Post-Gender?
- Piratinnen?
- Piraten-Partei der Frauenfeinde?
Hier noch interessante Links zu dem Thema Geeks/Digitallife/Gleichberechtigung:
- geekfeminism
- Androzentrismus im Netz
- Kontextschmiede
- The Ch!cktionary
- Irrtümer über Feminismus 1
- Irrtümer über Feminismus 2
- enter@gender
Ach ja, Kommentare zu diesem doch eher persönlichen Artikel schalte ich nur frei, wenn sie mich nicht beleidigen.
Was mich beleidigt, entscheide ich allein ![]()
Nachtrag: Komisch, dass es in Österreich anscheinend keine derartigen Probleme und Hetzkampagnen gibt.












RT @Piratenweib: Frisch gebloggt: Piratinnen – persönliche An- & Einsichten – http://www.piratenweib.de/?p=996
Ich gehöre keiner Partei an, (Luxemburgerin) jedoch lese ich viel und gerne hier im Blog.
Eine Partei, die in der heutigen Zeit, Frauen noch immer nicht als “gleichwertig” anschaut, kann NIE Erfolg haben. Einige scheinen da noch nicht mitbekommen haben, daß auch Frauen Heute wählen dürfen
Lasst Euch nicht unterkriegen, Ihr glaubt dran, kämpft auch dafür…
Danke!
Also, damit man mir keine sexuell diskriminierende Anonymität vorwefen kann: Die Begriffe “Kaffekränzchen” und “Zugang über Menstruationsblut” kommen von mir, und sind in meinem Blog zu finden, die oben auch verlinkt wurden. Das Angebot der Mail ist ja gut gemeint, aber ich habe immer noch keine Antwort auf meine Mail, jedoch einen reisserischen Kommentar zu einem Blogeintrag, und einen Kommentar zu einem anderen Blogeintrag, mit der Rechtfertigung, man (sie) habe keine Mail aus Zeitgründen schreiben können – für Kommentare in Blogs scheint die Zeit jedoch zu reichen.
Ich verzichte mittlerweile auf deine Antwort auf deine Mail, da du keinen Dialog suchst, dies nur vorgibst. Und jetzt komme ich mit einem ganz neuen Begriff, der aber auf dich gut zuzutreffen scheint: Gendertroll
Sehr hübsch, Wolfgang, damit zeigst du exakt das, was ich belegen wollte.
Beleidigungen wie “Gendertroll”, nur weil ich deine Mail nicht mal einfach so schnell beantworte, wie du das gerne hättest, sondern die Antwort auch noch öffentlich in meinen eigenen Blog stelle.
Pfui, Piratenweib, wie kannst du nur.
Das Angebot der Mail ist gut gemeint? Was soll denn das heißen? Ach wie großzügig! Soll ich dir jetzt auch noch dankbar sein, dass du mit mir über deinen Blogeintrag diskutieren möchtest? Nö. Das kannste knicken!
Und da du auf die Mailantwort verzichtest, bin ich froh, meine Antwort noch nicht abgeschickt zu haben. Ich werde sie umgehend löschen. Wie kam ich nur auf die hirnrissige Idee, dir eine wohlüberlegte, sachliche Antwort mailen zu wollen? Also echt! Das mache ich doch sonst nicht …
P.S. Polemisch, ironisch oder satirisch zu sein, nehme ich mir übrigens in meinem privaten Blog heraus, da ich kein Amt bekleide. Ich habe deinen Kommentar freigeschaltet, trotz der Beleidigungen gegen mich persönlich, und ich hoffe dass du das auch als meinen Respekt vor deiner Meinungsfreiheit werten kannst. Auch wenn ich mir eine entsprechende Antwort darauf erlaubt habe.
So, liebes Piratenweib, dann werd ich mal loslegen.
Du bietest hier ja einige interessante Ansätze und ich hoffe, dass ich keinen der Punkte, die mir auf- und eingefallen sind, vergesse. Als attestiertes ADS-Kind hat man es ja nicht immer so leicht, seine Gedanken länger fokussiert zu halten.
Ich denke, ich werde es mal etwas allgemeiner halten, damit der Punkt klar wird.
Ich finde es nach all den genannten Argumenten durchaus nachvollziehbar, dass es weiterhin eine Genderdiskussion geben muss.
Aber dieser Versuch, und so klingt das in meinen Ohren oft, Männer und Frauen gleichschalten zu wollen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Ich bin mit ziemlich sicher, dass ich im Alltag viele Frauen anders behandle, als ich Männer in ähnlichen Situationen behandeln würde. Aber liegt das nicht in der Natur der Sache? Behandeln mich Frauen nicht auch anders, als sie es mit anderen Frauen täten? Jeder von uns hat Schubladen im Kopf. Jeder von uns sucht bei seinem Gegenüber immer zuerst die Ähnlichkeiten zu bekannten Mustern um jemandem eine Schublade zuordnen zu können.
Eines der offensichtlichsten Merkmale, nach dem man eine erste Vorsortierung im Kopf durchführen kann, ist nunmal das Geschlecht.
Das soll nicht bedeuten, dass dieses Vorgehen nicht diskussionswürdig sei, aber doch zumindest verständlich. Es in solchen Debatten immer als den Hammer des Patriarchats gegen Frauen zu beschreiben, die in diese archaischen Männerdomänen vordringen zu wollen, mag ein zutreffendes, aber leider kein allumfassendes Bild zeichnen.
Die Frage, wie es Männern ergeht, die in traditionelle Frauenberufe drängen, muss ich nicht stellen, das geschah sicher schon oft genug von anderer Stelle. Aber zumindest im Kopf kann man es ja behalten, wenn man davon ausgehen möchte, dass eine Genderdebatte eben NICHT nur davon ausgehen sollte, dass Frauen endlich gleichberechtigt werden müssen. Müssen sie, aber Männer auch; und Transen; und alle anderen auch. Das Problem ist einfach, dass diese Diskussion so schnell so emotionsgeladen ist, dass eine sachliche Herangehensweise kaum mehr möglich ist. Und da kommen wir auch schon zu meiner Kritik am Vorgehen der “Piratinnen”.
Eine allumfassende Genderdiskussion kann nicht stattfinden, wenn kategorisch eine Partei ausgeschlossen wird. Das war wohl auch nicht euer Ziel, aber dann sollte auch nichts von Gender da stehen.
Besonders angepisst war ich, nachdem ich erfuhr, WIE das ganze an das Licht des Tages gelangte. Eine Pressemitteilung über den Verteiler des foebud? Haben wir keine eigene Infrastruktur um PMs herauszugeben? Hatte Leena ausgerechnet in der Piratenpartei eine Zensur erwartet, derer ihre Mitteilung zum Opfer fallen könnte? Wo war die innerparteiliche Diskussion im Vorfeld? Warum hat sie nicht über die PiratenMLs aufegrufen, teilzunehmen? Sicher hätte sie auch so eine Menge Gegenwind abbekommen, aber der weht mittlerweile bei fast jedem Thema ziemlich stark. Durch ihr Vorgehen hat Leena sich aber große Teile des Wohlwollens einer sehr gemäßigten Fraktion entzogen. Meines zum Beispiel. Ich bin zwar etwas kritisch, was die Notwendigkeit des Frauenrefugiums angeht, aber allein die Tatsache, dass es angeboten und genutzt wird (wenn dem so ist), stellt schon sein Existenzrecht dar.
Jetzt hab ich wieder mein altes Problem, ich hab Einiges geschrieben und meine Konzentration ist wieder dahin. Wenn mir noch was einfällt, melde ich mich wieder.
Obwohl man den rest jetzt vielleicht auch im 140-Zeichen-Umfang klären kann.
Aloha
Urban Pirate
aber Männer auch; und Transen;
Die Neger hast du noch vergessen.
</sarcasm>
Wenn man Gleichwertung möchte sollte man damit anfangen, herabwertende Bezeichnungen zu vermeiden.
@Piratenweib Ich war so frei, mal zu kommentieren. http://www.piratenweib.de/?p=996&cpa... Der Comment über mir ist leider genau das Risiko der #piratinnen
@UrbanP1rate #Gesehen, #gelesen, ge-kommentiert. Welcher #Kommentar über deinem?
@Piratenweib
Der hatte sich in der Zwischenzeit verschoben. der von Nadine.
hallo,
ich finde die ganze Diskusion teils auch etwas befremdlich, jedoch frage ich mich ob das nicht auch ein bisl differenzierter gesehen werden kann.
Das das forum öffentlich ist, und jeder der sein schmalz dort loswerden will, das auch kann; wissen wir ja alle. Das das dann nicht automatisch Parteimeinung steht damit ja fest, und wenn man sich den von dir benannten Thread so anguckt, dann ist das auch aus weiblicher sicht nich unbedingt von Vorteil, weil es ja nicht von der Hand zu weisen ist, das dort ganz schön aus der “anti männer” richtung Geschossen wird, aber das nebenbei.
Das nach mE nach größte Problem ist doch ganz klar die Art und Weise wie Lena da ran gegangen ist. Wenn Sie diese Mailingliste oder ein Forenbereich oder oder unter den bestehenden AG´s (Frauen/2x..) eingerichtet hätte, oder eine Gruppe organisiert hätte, Unterstützer/Mitmacher gesammelt hätte wäre das doch alles kein Problem gewesen.
).. und dann die zu erwartende Kritik mal eben als Beweis herranzuziehen ist schon ziemlich harter tobak.. aber das wird irgendwie nicht berücksichtigt..
Aber bei den Piraten eine pauschale Unterstellung rauszuhaun das Frauen unterdrückt werden,ein Projekt starten das bestimme Gruppierungen(in diesem fall Männer, es hätten aber auch was auch immer sein können)ausschliesst, das dann auch noch als Parteimeinung hinzustellen, ne PM rauszuhaun(n telefoninterview mit dem Spiegel gleich hinterher
Tranzparent,Mitspracherecht,gleiches Recht für alle steht bei den piraten doch ganz oben..
da ist diese holzhammermethode die Lena hier genutzt hat hat doch eher komisch und ist entweder so beabsichtigt gewesen (kurz vor der wahlt) oder aber total unüberlegt und n selbstverschuldeter schuss in ofen
Natürlich kann man streiten, über die Art wie Lena das angepackt hat. Das es notwendig ist, daran habe ich aber keinerlei Zweifel. Seit September 2009 bin ich in der AG Frauen dabei und dort auch im Forum Moderatorin. Das Forum ist unsere Arbeitsplattform. Zumindest war es so gedacht. Wer sich aber mal die Diskussion dort auch nur ansatzweise durchliest, wird feststellen, dass die aggressiv geführte Geschlechterdiskussion kein Novum ist, wie von dir behauptet. Das Genderthema ist ja auch kein neues. Auch in vielen anderen Threads kann man kleine Sexismen an vielen Ecken finden. Gerade das Forum ist ein sehr großes Thema. Klar, da sind auch viele Nicht-Pirat/innen dabei, aber das sieht man leider nicht. Es erscheint wie ein Parteimeinungspool. Es hat aber auch niemand – auch nicht Lena – behauptet, dass Frauen bei den Piraten generell “unterdrückt” würden. Es ist aber so, dass manche Themen auf den Stammtischen z.B. einfach nie ein Thema werden, weil das vielzitierte “Augenrollen” erfolgt und “Haben wir nichts wichtigeres zu tun?” Wer entscheidet denn über die Wichtigkeit eines Themas? Wer eine Thema auf den Tisch bringt, egal ob real oder virtuell, dem ist es wichtig. Die Debatte über die Wichtigkeit hat sich damit erübrigt. Es kann sein, dass dieses Thema keiner der anderen anwesenden (Männer?) diskutieren möchte. Okay. Dann ist es aber gut, wenn es quasi ein “Auffangbecken” für diese evlt. etwas persönlicheren Themen gibt, wo sie in Ruhe diskutiert werden können. Sollten bei diesen Diskussionen wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, so sind die “Piratinnen” die letzten, die diese nicht transparent nach außen tragen wollen. Hätte ich diese Gruppe und ML gegründet, hätte man bei mir mit Sicherheit auch von Holzhammermethode oder Schnellschuss gesprochen. Dabei schleppe ich das Problem schon seit einem guten halben Jahr herum. Das aber sieht man eben nicht, wenn man nur oberflächlich hinschaut. Vielleicht geht es Lena damit ganz ähnlich?
Leute, ihr gaubt doch selber nicht, dass das “größte Problem die Art und Weise ist, wie Lena da ran gegangen ist.”
Der Diskussionsverlauf zeigt doch ganz klar, dass es dort überhaupt nicht um diese Frauengruppe oder Mailingliste geht, sondern nur noch um persönliche Anfeindungen. Die gleichen Anfeindungen, die es damals schon gab, als über Sinn oder Unsinn der Frauen- und MännerAG diskutiert wurde. Die gleichen Anfeindungen, die es überall gibt, wo die Schlagwörter Feminismus und Maskulismus auftauchen. Es gibt eben Leute, für die ist es ein rotes Tuch, sobald sie nur die Silbe “Fem-” lesen.
Doch, das glaube ich schon. Mit ihrem Vorgehen hat sie es nämlich geschafft, Piraten (m und w) gegen sich aufzubringen, die ihren Inhalten eher aufgeschlossen gegenüberstehen.
Ich bin nicht gegen die Genderdiskussion. Ich bin sehr wohl dagegen, dass man mit Zwang diese Diskussion zu einem Zeitpunkt entfacht, an dem sich eigentlich alle über eine historische Gegebenheit unterhalten sollten. Bspw. darüber, dass der Berliner LV Liquid Democracy als erste politische Organisation der Welt in ihre Satzung aufgenommen hat.
Leena hat es geschafft, dieses Thema schön von MLs und dergleichen verschwinden zu lassen. Und das ärgert mich auch ganz persönlich.
Und schreiben diese aufgebrachten Piraten dann zum Beispiel auch hier: Gelbes Frauenhasserforum ? Meinst du, dass es mich nicht “aufbringt”, als Psychopathenweib bezeichnet zu werden? Na gut, ich kann damit umgehen und diese Pack ist die Abnutzung meiner Laptoptastatur nicht wert. Dennoch: genau DAS ist der Grund für geschlossene Listen nur für Frauen! Und das Schlimmste: Es unterscheidet sich nicht von der Diskussion im Piraten-Wiki oder im Piraten-Forum.
P.S. Dass die Berliner LD in die Satzung aufgenommen habe, wusste ich noch gar nicht. Wo wurde das bekannt gemacht? Das wäre ja einen Blogbeitrag wert!
Wie lusitg, dass du das sagst.
http://berlin.piratenpartei.de/
Da steht gleich oben alles, was es zu wissen gibt.
Ich hab ja wie gesagt, nichts gegen euer geschlossenes Refugium. Der Zeitpunkt und die Art des Vorgehens ärgert mich halt. Deshalb war ich auch am Montag so pissed.
Vielleicht kann man ja irgendwann mal eine vernünftige (aber NICHT zwanghaft humorlose) Debatte zu diesem Thema führen…
Trotzdem. In dem Falle propagiere ich meine Äquidistanz. Ich bin sicher ebensoweit vom fanatischen Feminismus wie vom Maskulinismus entfernt.
Ich bin eben Mann. Ich weiß, was es damit auf sich hat und stehe dazu. Ich gehe mit Frauen normal um. Ich reduziere sie nicht, ich erhebe sie aber aich nicht zu gottgleichen Wesen, die alles besser könnten, wenn man sie nur ließe.
Es gibt Unterschiede zwischen Mann und Frau, die mal mehr mal weniger offensichtlich sind.
Es gibt auch Gemeinsamkeiten (nicht nur genetisch). Weder die eine noch die Andere Gruppe ist klein genug um in irgendeiner Hinsicht homogen zu sein. Daher kann es keinen “Vertretungsanspruch” für die Frauen/Männer geben.
Ich sehe das als gesunde Einstellung und werde die so weiter vertreten.
Was ist daran lustig? Ich bin keine Berlinerin, sondern Bayerin und bekomme von der Berliner Piratenpartei keine Newsletter und schon gar keine Pressemitteilungen – ich bin ja keine Presse (oder gilt Blog schon als Presse?). Ich finde das Thema aber extrem spannend, und dass sich da jetzt endlich mal etwas bewegt hat, ist für mich ein großer Fortschritt, der hoffentlich in die anderen Teile der Partei ebenfalls Eingang findet. Soviel dazu
Jo, ich war auch am Montag grottenböse und auch gestern und eigentlich heute auch noch … Ich führe übrigens gern anspruchs- und humorvolle Debatten. Ich bin vom Maskulismus und Feminismus in Extremformen wahrscheinlich ebenso weit entfernt wie du. Aber ich bin eben ein Nerd und daher komplett durch und durch selbstbewusst.
Ich bin eben Frau. Ich weiß, was es damit auf sich hat und stehe dazu. Ich gehe mit Männern normal um. Ich reduziere sie nicht, ich erhebe sie aber auch nicht zu gottgleichen Wesen, die alles besser können.
Es gibt Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Jedes Geschlecht stellt ca. 50% der Menschheit. Jede/r Mensch ist ein Individuum zusätzlich zum Geschlecht. Es kann einen Vertretungsanspruch für diejenigen geben, die sich einer Gruppierung freiwillig anschließen. Sieh´s mal so: Die Piratenpartei ist auch eine Vertretung für diejenigen, die sich ihr anschließen. Sie hat keinen Vertretungsanspruch für die Nerds oder die “Internetgemeinde” oder die “Datenschützer”. Einen Vertretungsanspruch für alle Frauen in der Piratenpartei wird von den Piratinnen nicht angestrebt. Lediglich für die Frauen, die sich freiwillig dieser Gruppe anschließen. Ich sehe das als gesunde Einstellung, und werde die genau so weiter vertreten.
Damit sind wir doch alle glücklich. Sachlicher, argumentativer Umgang, Wutrauch verfliegen lassen – und schon klappt´s auch mit den Piratinnen und Piraten.
Kannst du das nochmal so schreiben, dass nicht der halbe Text verschwindet? Die Sprechblasen werden ziemlich schmal.
Jau, hab ich gesehen … mannomann, wenn hier auch 6 Kommentare verschachtelt werden müssen …. tststs. Hab gerade mal das Layout angepasst. Jetzt kannst du alles lesen
Hast Recht Onyx. Wer hat die AG Männer bestritten? keiner. Wir haben uns gewundert, dass Arvid ausgerechnet die Maskulistenfraktion aus den Foren zusammen zog, die sowieso schon lärmend und pöbelnd im Netz unterwegs sind.
Warum also soll sich keine Frauenmailingliste bilden? Lasst sie doch! Oder fühlt sich mal wieder ein Mann in seiner Existenz bedroht, weil er ausgeschlossen wird?
Mag mir jemand der weiblichen Piraten bitte ein/zwei richtige Beispiele nennen wo wir nicht Gleichberechtigt sind innerhalb der Piratenpartei?
Ich finde keins (vermutlich weil es in SH mit Gleichberechtigung kein Problem gibt)
Danke für eure Antworten auf meine Frage
Niemand hat gesagt, dass wir nicht gleichberechtigt sind. Es steht nichts Gegensätzliches in Satzung oder Parteiprogramm. Okay, über die angeblich neutrale Bezeichnung Piraten kann man streiten. Für mich persönlich habe ich eine andere Bezeichnung gewählt, andere Frauen können sich von mir aus nennen, wie sie wollen. Ob Pirat, Piratin, Piratenbraut, Piratesse – ganz wie´s gefällt. Eine Satzung ist kein Grundgesetz.
Um diese rein rechtlich-theoretischen Gleichberechtigungsfragen geht es doch gar nicht. Es geht mehr um die kleinen verborgenen Sexismen des Alltags, von denen fast niemand frei ist, die jedoch in einer männerdominierten Struktur leichter übersehen werden. (Und mit männerdominiert meine ich lediglich zahlenmäßig!) Wenn du in SH oder im Netz noch keiner solchen Äußerung begegnet bist, dann freut mich das für dich. Ich persönlich finde schon die Bezeichnung “Piratenmuschi” sexistisch.
ICh persönlich habe gerade im Liquid Feedback des LV Berlin eine Initiative gestartet. Sollte diese durch die Berliner Piraten/Piratinnen positiv bescheinigt werden, werde ich in Bingen einen Satzungsänderungsantrag stellen, §1(5) der Bundessatzung zu ändern. Dann nennen wir uns alle “Piratin”.
Warum kann man diesem Thema nicht etwas weniger emotional und mit ein bisschen Augenzwinkern begegnen?
Weil man mit Augenzwinkern nichts verändern kann, sondern lediglich den Status quo auch noch als akzeptabel und “witzig” hinstellt.
Auch wenn die Satzung verändert wird, und wir alle uns Piratin nennen – was wohl kaum geschehen wird – bleibe ich dennoch Piratenweib. Pasta.
Und was ist jetzt bitte in dieser Hinsicht der Status Quo?
Was genau gibt es zu kritisieren?
Was darf ich als Mann tun und sagen? Gibt es da Einschränkungen?
Gilt das selbe auch für Frauen oder ist für euch alles erlaubt?
Definiert doch endlich mal, was ihr wollt und nicht wollt.
Und definiert vor allem (OHNE Nennung nicht-repräsentativer Einzelschicksale) wo genau der Änderungsbedarf besteht.
Können wir uns denn nicht einfach gleichwertig statt gleich behandeln?
Wollt ihr das überhaupt? Wenn ihr das nicht wollt, was wollt ihr stattdessen?
Warum bist du denn so ungeduldig? Vielleicht gibst du den Piratinnen, die an einer rein weiblichen Diskussionsrunde interessiert sind, die Zeit, erstmal miteinander zu diskutieren? Wenn am Ende Erkenntnisse, “Forderungen” oder Verbesserungsvorschläge stehen, ist das für die Piratenpartei nur von Vorteil.
Könntest du ihm trotzdem antworten-mich interessiert die antwort auch und ich ermute,dass er dich persöhnlich angesprochen hat und keine generelle frauen/ml-meinung hören wollte. also wäre halt schön mal ne gut durchdachte positionieerung zu lesen, bisher hab ich keine gefunden..
Ich persönlich finde eine positionierung schwierig.
generell:es muss gleiche löhne für gleiche arbeit geben-das steht ausser frage.
Aber schon die Frauenquote ist schwierig-weil cih finde,dass es keine generelle frauenquote geben sollte, sondern diese abhängig von der firma/dem bereich geregelt sein sollte.
Beispiel:grundschulen, dort gibt es kaum noch männliche lehrer, obwohl dieses definitiv zu beggrüßen würde, männliche lehrer unterrichten einfach alles und ich finde einfach eine ausgewogene verteilung da wichtig. -da wäre eher eine männerquote toll, ebenso wie im altenpflege und kindererziehungssektor
Anders sieht es in den höheren etagen von unternehmen aus, dort-kaum frauen. das sollte es eine quote geben ,ebenso wie den anreiz, mütter nach geburt wieder halbtags einsteigen zu lassen oder betriebsinterne kindergärten/krippen zu ermöglichen.
Das hiesse also-frauenquoten abhhängig vom frauengehalt, manchmal vielleicht sogar männerquoten.
und dieses thema ist nich das einzig komplizierte-aber für viele ist es schiwerig,ihre meinung zurückzustecken und menschen zuzuhören,die eine andere meinung haben, zuzuhören.
Manchmal habe ich auch das gefühl dass die extremen positionierungem die sicher mal nötig waren, um auf sich aufmerksam zu machen, jetzt einen konstruktiven dialog verhindern.
Außerdem sind auch die definitionen und empfindungen,was sexistisch sind etc. von frau zu frau unterschiedlich sind und die bewegung mmn den fehler macht, dann gleich die restriktivste forderung zu stellen. (wobei ich finde,dass man leider nie auf alle rücksicht nehmen kann. das gilt nciht nur für religiöse satiren,sondern generell.. also wäre da ein konsens toll)
Ich will nicht, dass faruen besser behandelt werden als männer-sie sollen einfach die selben grundlagen haben.
die selben rechte und pflichten, die selben möglichkeiten, die selbe bezahlung bei gleicher leistung.
ich bin für eine wehr/sozialdiensstpflicht für beide geschlechter-so müssen die männer zum bund oder zivi machen, die frauen nicht-das gibt einmal vorteil bei der uni, außerdem-wenn frauen das wollen (männer können auch,als zivi/wehrdienstersatz) müssen sie sich bewerben auf ein fsj,dass oft schlechtere konditionen hat (miesere bezahlung, kein weihnachtsgeldm keine überstunden und sonntagszulagen, keine fundierte grundausbildung/belehrung wie beim zivi (wobei das auch trägerabhängig ist)
Besser wäre:alle müssen sich mustern lassen und können dann auswählen-gehen sie zur bundeswehr, ind en sozialen bereich, gehen sie ins ausland,in die denlmalpflege oder vll in die natur?
Leute die nicht körperlich können,müssen nicht, schwangere ebenfalls nicht-aber bei einer familie darf auch der mann,sofern belegt ist,dass er sich elternzeit nimmt, verweigern.
oder gewalt..gewalt ist generell scheiße,aber manchmal kommt mir vor alsob einige leute glauben dass gewalt gegen frauen nun besonders zu verachten ist-das wirkt finde ich äußerst frauen-zentriert. gewalt gegen schwächere,obs nun ne frau, n mann, n kind oder ein tier ist, ist generell verachtenswert und hart zu bestrafen. niemandes leid ist mehr “wert” als das anderer.
frauenhäuser sind wichtig-aber es sollte auch hilfe für männer geben, die von ihren frauen misshandelt werden. nur weil das seltener vorkommt, ist es nicht minder verachtenswert-hinzukommt, dass vielen nicht geglaubt wird, sie zu feige sind das zu berichten oder leider (und da muss ich einigen feministinnen schuld geben) das ganze wird abgewiegelt, weil der mann eh selbst schuld habe…(das ist ebensogroßer bullshit wie die aussagen, dass die frau es verdient hat, weil sie ja mit den aufreizenden sachen provoziert)
oder sorgerecht-muss eine mutter immer das sorgerecht erhalten, ist eine mutter immer der garant für eine gute kindheit? das ffinde ich auch problemaatisch, denn es kommt wohl leider oft genug vor, dass dem nicht so ist (ich habe sogar so einen fall im freundeskreis)
da fände ich es wichtig, dass entscheidungen zum sorgerecht niemals nach geschlecht entschieden werden-nur weil frauen ein kind 9 monate in sich tragen, macht sie das nicht zur guten mutter (leider:/) und nur weil männer das nicht tun, sind sie nicht schlechter oder weniger emotional verbunden. leider bedeutet das prüfen solcher umstände ohne einfache listenlösung arbeit für gerichte-aber sowas ist nötig, denn leider gibt es da diskriminierung.
also ich kann mich nicht nur auf die eine oder die andere seite stellen, ich finde einige forderungen grenzenlos überzogen (und kontraproduktiv, denn sowas nimmt irgendwann niemand ernst) andererseits auch viele berechtigt und wichtig.
ich denke, ich bin feministin, wenn ich dafür sorgen kann, dass frauen fair behandelt werden und wenn nötig beschützt werden, ich werde immer freie entscheidungsfreiheit fordern.
Aber ich kann nicht bestreiten, dass auch männer diskrimiiert werden und ich in diesem fall für sie einstehe.
diskriminierung von männern darf NIE ein abfallprodukt es feminismus sein. Also man sollte nicht dem einen die rechte gebenm, die man anderen genommen hat.
Nur weil man für jemanden ist muss man nicht gegen die andere seite sein- und das finde ich wirklich unglaublich wichtig-eine beurteilung anhand der umstände,nicht anhand des geschlechtes.
Und keine rache, kein-aber ihr habt es verdient.
schlechte behandlung relativiert nicht das eigene schlechte verhalten.
also-für die freiheit des menschen, egal wer er/sie ist, wie lat, wie dick, wie klein, wie farbig, welches geschlecht, religion, sexuelle ausrichtung…
einfach nur für den menschen, nicht gegen ihn
Mir stellt sich ja immer noch die Frage, was die Piratinnen und Du sagen würden, wenn jetzt die Männer ankämen und sagten “Gut, wir führen eine männerexklusive Mailingliste ein.”
Ohjeje, Polen wäre offen, oder?
Ich schrieb es bereits bei gulli.com:
Wer keine Ahnung hat, soll einfach mal die Fresse halten. (Frei nach einem bekannten Komiker.)
Polen ist schon offen (was auch immer du damit bezwecken möchtest)!
Es gibt die AG Männer, welche über eine eigene Homepage verfügt (passwortgeschützt!), sowie auch ein eigenes “Ausweichforum” (falls das offizielle Forum mal die Art der Diskussion dieser Gruppe als nicht-gesellschaftsfähig erachten sollte.) – ebenfalls natürlich mit Passwortschutz.
Kein Schwein hat sich darüber aufgeregt – nicht mal ich. Warum auch? Sollen sie das doch haben. Aber offensichtlich sind Männer etwas anderes, denn sie dürfen haben, was Frauen nicht haben dürfen.
Gibt es etwa keine AG Frauen? Gibt es keine AG 2X? Warum habt Ihr Feministinnen eigentlich immer Angst, euch einer Diskussion mit Männern zu stellen und fordert daher schutzräume, exclusiv für euch? Gibt es keine schüchternen Männer, die nicht zu Wort kommen? Warum immer diese Extrawürste nur für Frauen?
Und nochmal die Frage, da sie nicht beantwortet wurde, bitte mit belegen: Wo wurden Frauen bei den Diskussionen im Piratenforum diskriminiert aufgrund Ihres Geschlchts?
Das von dir genannte beispiel mit dem Informtaikstudium hinkt dermassen. Auch ich als Mann muss mich beweisen, muss mir Sprüche anhören wenn ich etwas falsch mache usw.. das geht nicht nur Frauen so. Warum ihr da so ein geschiss draus macht, kann ich nicht verstehen, einfach mal taff sein, und einen spruch zurückschicken. Aber das ist offensichtlich zuviel verlangt.
Na klar gibt es AG Frauen und AG 2X, wieso auch nicht? AG Männer und AG Queeraten gibt´s ja auch – sogar schon länger.
Wen meinst du mit “ihr Feministinnen”? Sprichst du mit mir? Oder mit wem? Bin ich viele? Und wenn ja, wer?
Mal davon abgesehen, ich habe kein Problem damit, mich einer Diskussion zu stellen. Wenn es denn eine sachliche Diskussion ist. Dein Kommentar hier ist leider kein Beispiel für einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Eigentlich hast du daher auch keine sachliche Antwort, sondern einen Verriss verdient. Aber, ich versuch´s doch mal. Formulierungen wie “Ihr Feministinnen”, “Extrawürste”, “Geschiss draus machen” sind genau die Gründe, warum Frauen gern mal sachlich und in einem angenehmen Umgangston unter ihresgleichen kommunizieren.
Selbstverständlich gibt es auch Männer die schüchtern sind, oder die einen angenehmen Umgangston schätzen und auch selbst anwenden. Dazu gehört aber persönliche Angriffe wegzulassen. Etwas, das dir völlig abgeht. Stattdessen präsentierst du mir einen “hingerotzten” Kommentar, fehlerstrotzend (ein Zeichen von Geringsschätzung?). Niemand hat gesagt, dass ein Mann sich nicht auch behaupten muss. Dennoch kannst du meine persönlichen Erfahrungen nicht beurteilen, denn du warst 1. nicht dabei, 2. nicht an meiner Stelle, 3. bist du nicht ich. Die Welt sieht nun mal für jeden Menschen anders aus, für mich auch.
Also nochmal kurz und knapp: Solche Texte wie deiner, sind der Anlass für die Gründung einer geschlossenen Mailingliste. Solche Texte wie deiner sind für manche Frauen der Anlass, ihre ganz persönlichen Erfahrungen nicht zu äußern. Jetzt verstanden?
Ich bin anders, mich kannst du mal. Aber es gibt empfindsamere Menschen, die lieber schweigen, als ihre persönlichen Erlebnisse zerrupfen zu lassen. Und ich verstehe das sehr gut. Deshalb unterstütze ich die Piratinnen.
Warum gehst du und deine Mitstreiterinnen eigentlich einer Antwort immer aus dem Weg? Ich wollte erst einmal die Fragen beantwortet haben, damit ich überhaupt an einer Diskussion teilnehmen kann, weil diese Punkte noch offen sind. Stattdessen wieder nur vorwürfe, aber wenn einem das Wort “Extrawürste” zu hart ist…. oh man.
Und wo habe ich dich oder euch persönlich angegriffen, bitte mal um Belege, desweiteren mal auch Belege wo die AG Männer bzw. wo es in der Piratenpartei Sexismus und Mobbing gegen Frauen aufgrund ihres Geschlechts gibt.
Und mal kurz und knappt: Keine einzige Frage beantwortet nur vorwürfe ohne Belege.
p.s.: Wegen der Fehler, was für Fehler meinst du?
Ich und meine Mitstreiterinnen? Na herzlichen Dank. Dafür dass ich nur eine “Mitläuferin” der Piratinnen bin und mitnichten an der Gründung beteiligt war, sprichst du mir ja eine ganz schön prominente Position zu.
Welchen Antworten gehen “wir” denn deiner Meinung nach aus dem Weg? Habe ich dir nicht zu deinem vorherigen Kommentar eine Antwort gegeben, die den Ursprungsbeitrag an Länge bei weitem übertraf? Und nicht nur an Länge, sondern auch an Inhalt? Die ewige Frage nach Belegen beantworte ich mit der ewigen Antwort “lies im Forum”. Wer Augen hat zu sehen, der sieht. Manche sehen aber nur, was sie sehen wollen. Wenn ich dich einen frustrierten Frauenhasser nennen würde, der einfach keine mehr abkriegt und deshalb im Forum herumtrollt – wie würdest du das finden? Sachlich? Argumentativ belegte Diskussion? Freundlicher Umgang? Wohl eher nicht. Ebenso geht´s Frauen andersrum. Nur dass auf dem Auge scheint´s viele Männer einen blinden Fleck haben.
Also, Himmel noch mal: Lies endlich mal im Forum!
Vielleicht mache ich wirklich noch mal einen eigenen Blogbeitrag nur mit Beweisen und Belegen für Sexismus und Frauenfeindlichkeit in den öffentlichen Diskussionsmedien der Piratenpartei. Dann kann ich bei der ewigen Belegfrage einfach mit einem Link antworten.
Fehler? Hmmm, könnten es die Rechtschreibfehler gewesen sein? Oder das lustige Wort “Informtaikstudium” (was ist das eigentlich für ein Fach, dieses Informtaik?) Jaja, ich weiß, ich bin fies. Du brauchst deswegen nicht extra zu schreiben – so bin ich nun mal.
Verbreite hier doch nicht so einen Müll. Frag doch lieber erst mal den Betreiber von der angeblichen AG Männer Homepage, ob sich dort hinter dem Login überhaupt eine AG Männer Homepage befindet? …
Aber was schreibe ich hier überhaupt? Wenn hier schon angekündigt wird die Betreiberin des Blogs würde selbst entscheiden was sie beleidigend findet und löschen möchte, dürfte klar sein, dass du hier nur deine zurecht gebogene Meinung verbreiten und stehen lassen möchtest.
Alle Kommentare hab ich noch nicht gelesen und vielleicht einen Reply deshalb noch nicht zur Kenntnis genommen. Ich hake trotzdem mal hier ein:
Was soll das Argument mit dem Passwortschutz ständig? Darum geht es überhaupt nicht, und das solltest du deshalb auch schleunigst wieder aus Deiner Argumentation streichen, sofern du glaubwürdig sein willst.
Die einzige Frage ist: Werden Frauen deshalb nicht zugelassen, weil sie Frauen sind, so, wie es die Piratinnen-ML umgekehrt praktiziert?
Bernd
Woher soll ich das wissen? Frag doch bei der Männer AG nach. Ich bin eine Frau, und halte mich aus Schutzräumen für Männer raus. Ich gehe ja auch nicht in Pissoirs.
Ok, habe da inzwischen eine Antwort. Sie lautet nein. Damit ist das “Männer-AG hat ja auch geschlossene Liste” verbrannt. Und ich bin in meiner Ansicht weiter bestärkt.
Im Übrigen: Sei so nett und lass uns beim freundlichen Ton bleiben. Zu den zitierten Kranken da im Forum gehöre ich nicht.
Bernd
Okay, dann ist´s ja gut. Ich will aber trotzdem nicht in die Männer Liste, obwohl ich Mitglieder AG Männer bin. Ich habe nämlich kein Problem mit “Schutzräumen”, ich finde sie sogar gut (das würde wahrscheinlich sogar dem Forum gut tun, wenn es solches dort gäbe – der Sumpf würde aus den normalen Threads draussen bleiben.)
Im übrigen ist es 1. manchmal nicht einfach, zwischen den Kranken und den Nicht-Kranken zu unterscheiden, wenn die Mehrheit der Kranken sich in meinem eMail-Postfach breit macht. Sorry, dafür. Aber unfreundlich war ich nicht. Oder meinst du das Pissoir? Das ist nur mein Äquivalent zur Häkelgruppe. Okay?
Ich bin nicht besonders empfindlich. Mir geht es um den Ton deshalb, damit von da schon mal keine Eslakalion droht.
Auf der Aktiven-ML hab ich mal folgenden Vorschlag gemacht:
“Ich würde es begrüßen, wenn die Benachteiligung der beiden(!) Geschlechter in eine offene ML-Diskussion führen würde und man sich darauf verständigen könnte, sachlich zu bleiben. Trolle kann man ignorieren, und gewöhnlich finden sich auch immer Dritte, die verbale Ausfälle rügen. Man steht so gut wie nie allein da!
Vielleicht kriegen wir das ja mal auf die Reihe, und villeicht kannst du das ja mal so kommunizieren. Notfalls machen wir tatsächlich eine extra Liste, offen und mit besonderer Zurückhaltung und vor allem: mit einem Ziel! …da durch müssen wir sowieso. ”
Vielleicht kannst du dich damit anfreunden und das ggf weitertragen.
Bernd
Damit hast du natürlich prinzipiell recht. Allerdings – hast du mal in die Forenthreads reingeschaut, die ich verlinkt habe? Findest du die Diskussionen sachlich? Findest du, dass Frauen (ja, ganz speziell) dort nicht allein dastehen?
Ich könnte mir eine Liste vorstellen, die stark moderiert wird, z.B. ein Verstoß gegen Listenregeln = Nur noch Leserecht, zweiter Verstoß = raus aus der Liste. Aber ich habe ganz stark den Eindruck, nach der gerade abgelaufenen und noch laufenden Diskussion und deren Stil, wird wohl (fast) keine der beteiligten Frauen noch zu so etwas bereit sein. Du musst bedenken, dass auf einer solchen Liste sehr persönliche Dinge und Erfahrungen besprochen werden sollten, da muss man schon Vertrauen zu seinen “Zuhörern” haben, um sich öffnen zu können. Das geht – vermute ich jetzt einfach mal – Männern genauso. Vielleicht geben sie es nur nicht zu?
>>Ich könnte mir eine Liste vorstellen, die stark moderiert wird, z.B. ein Verstoß gegen Listenregeln = Nur noch Leserecht, zweiter Verstoß = raus aus der Liste. <<
Ist das deine Variante von Basisdemokratie, Politik2.0 und Transparenz?
Oder nur rein eine private Meinung – solche die in vielen Blogs, wie auch in meinem, als Kommentar abgegeben werden?
Ja, das ist a) meine persönliche Meinung, b) natürlich ist das Transparenz und Demokratie. Denn wer sich nicht mal an die mindesten Kommunikations- und Höflichkeitsregeln halten kann, braucht auf so einer Liste nicht auf Toleranz hoffen. Der/die kann sich eine Spam-Liste oder ein Bilderbrett oder sonstigen Quatsch suchen, wo er/sie alles schreiben kann, ohne vorher nachzudenken. Im übrigen kannst du dir ja denken, dass bei der genannten Regeln ein zweiter Verstoß sehr schwierig zu erreichen ist, oder? Denn wer noch das Lese- aber kein Schreibrecht hat, der/die muss sich schon besonders anstrengen, um nochmal unangenehm aufzufallen. Somit dürfte für die meisten Trolle immerhin noch ein Leserecht übrig bleiben. Harte Regeln sind für eine solche Liste unumgänglich, denn sonst erfüllt sie ihren Zweck nicht, eine angenehme, wohlwollende, positive und sachlich-freundliche Atmosphäre zu bieten, in welcher auch ganz persönliche Frage angeschnitten werden können.
Ich erwarte jedoch nicht, dass das jede/r versteht.
Ja, hab ich. Ich gebe zu, ich war schockiert über die verbalen Ausfälle. Andererseits müssen das keine Piraten gewesen sein – was die Sache nicht unbedingt leichter macht.
Hier dreht sich das Problem auch wieder im Kreis: Frauen meiden darum das Forum (oder ws auch immer), und die verbleibenden verlieren dadurch den Rückhalt. Einzige Lösung, so sehe ich das: Frauen_müssen_mitdiskutieren, Rückzug ist keine Lösung.
Mir ging es im Grunde auch darum, und das erlebe ich so oft, dass ich ganz persönlich unter dem allgemeinen Männerbild leide UND mir jede Möglichkeit, MICH zu verteidigen, genommen wird. Schublade zu, Ende Gelände. Das empfinde ich als dermaßen unfair, dass ich aufpassen muss, nicht ebenso aus ohnmächtiger Wut… na, du weißt schon. Es ist wie mit unseren Volkszertretern: sie machen nutzlose Gesetze, obwohl man ihnen sagt, dass es nicht funktioniert, aber_sie_hören_nicht_zu! Und man steht machtlos ihren Privilegien, einfach zu machen, gegenüber.
Aber nun genug davon, ich habe meinen Standpunkt klargemacht und wie verletzt ich bin. Macht was draus.
Ich denke, es geht hier nicht prinzipiell um Rückzug. Es geht darum, einen Raum zu haben, in welchem Frauen sich bestärken können (da dies in den öffentlichen Diskussionsmedien wie Forum offenbar nicht möglich ist), in welchem sie sich über diese Dinge austauschen und sich auch gemeinsam stark machen, um dann wieder nach außen hin mit neuer Kraft und Energie (und dem Rückhalt der Gruppe) sich in den Austausch zu stürzen.
Unter welchem Teil des Männerbildes leidest du denn? Das frage ich jetzt nicht ironisch, ich habe auch schon andere Männer danach gefragt, ob sie sich benachteiligt fühlen, warum und was man (also wir alle) dagegen tun könnten. Es gibt ja einige Ansätze. Mit Wut ist da aber nichts zu machen – genauso wenig, wie Frauen mit Wut etwas erreichen. (Obwohl ich auch zugegebenermaßen manchmal sehr, sehr wütend bin und dann aggressiv reagiere. Dies ist aber keine Aktion, sondern eine Reaktion. Ein ruhig und sachlich argumentierendes Gegenüber wird von mir stets ebenso behandelt.) Irgendwie müssen wir es aber gemeinsam schaffen können, die gegenseitigen Verletzungen aufzuhören, sonst wird die Welt nicht besser
Also dazu fällt mir ein: wer die verbalen Entgleisungen im Forum gelesen hat, der muss sich auf der Aktiven-ML geradezu wie zuhause fühlen
Das mag teilweise eine Trollwiese sein, aber, ich betone das nochmal, man steht auch mit kontroversen Ansichten so gut wie nie allein da. Und verbale Ausfälle werden von dritter Seite gerügt. Diese Liste wegen seiner Diskussionskultur zu meiden, ist mMm falsch und übertrieben. Ich vermisse eure weiblichen Stimmen sehr da!
Und das Männerbild: Die Schublade natürlich. Mein Problem ist, dass ich ungeheuer viel Energie aufwenden muss, um nur zu beweisen, dass ich da_nicht_reingehöre. Und selbst das geht_nur_, wenn ich überhaupt Gelegenheit bekomme zu sprechen.
Du sprichts von Reagieren: Stell dir vor, ich rufe dich an, um dir zu sagen, dass du eine blöde Kuh bist, und danach reiße ich das Telefonkabel aus der Wand. Das wars dann für dich mit reagieren. Wie fühlt sich das an?
Wenn einer der Gesprächspartner den Kanal dicht macht, ist das das Zweitunfairste, was er tun kann. Das Unfairste ist, allen anderen deshalb von vorn herein die Gelegenheit zum Austausch zu nehmen.
Du siehst, ich werbe sehr dafür, dass ihr euch nicht in eine Nur-Frauen-Gruppe zurückzieht. Ich möchte, dass ihr an allem teilhabt. Mutig, laut und deutlich. Alles andere ist die Sackgasse der letzten 30 Jahre.
warum?ist doch irrelevant-also würd ich als mensch so sagen…
Zur Rechts-Links-Diskussion: Laut politischem Kompass ist die große Mehrheit der Mitglieder klar linksliberal. Daher finde ich echt lustig, dass eine kleine Gruppe Rechter bewirken konnte, zu behaupten die Partei sei “frei von solch überholten Einordnungen”, was lediglich die Tür für Rechte öffnet…
Ähnlich siehts doch auch bei Gender aus: ein paar Maskulinisten sind dagegen, und instrumentalisieren große Gruppen gegen eine Diskussion, weil die Piraten ja so avantgardistisch seien, dass sie 40 Jahre gesellschaftliche Entwicklung nicht benötigten und so.
Ja, so sieht´s wohl aus. Und deshalb wird es höchste Zeit, das wir Pirat/innen uns positionieren. Sonst laufen uns bald nicht nur die (potentiellen) Piratinnen davon …
JA!
Bevor ich jetzt hier all zu viel schreibe, muss ich mir wohl erst mal das Forum reinziehen. das wird dauern. Bis dahin folgendes:
Du schribst, Du hättest gedacht, statt die Genderdiskussion erneut aufzuwärmen, endlich mal Politik machen zu können. Aber was ist denn die Eröffnung einer für Männer gesperrten AG Anderes als die Wiedereröffnung der Genderdiskussion? Und das mit den Mitteln von vor 30 Jahren?
Ich bestreite nicht, dass es noch immer Probleme gibt. Übrigens nicht nur auf weiblicher Seite. Aber diese Probleme löst man nicht, indem man sie zementiert. Und einen männerfreien Schutzraum einrichten tut genau das: Es zementiert einen längst überkommenen Zustand.
Die richtige Vorgehensweise wäre gewesen, zunächst mal davon auszugehen, dass zumindest bei den Piraten solche Relikte abgeschafft sind. Wenn man dann entdeckt, dass da immer noch Überreste davon vorhanden sind, dann geht man aktiv und konstruktiv dagegen vor. Coaching ist hier das Stichwort. Nicht nur für die ach so schüchternen und rede-unfähigen Frauen (haha), sondern auch für die so fürchterlich dominanten und Alle niederwalzenden Männer. Die brauchen Coaching im Zuhören. Also nicht angesichts immer noch bestehender Unperfektion aufgeben und ins Biotop zurückziehen, sondern Sowas offensiv angehen. Und vor Allem: Nicht gegeneinander sondern füreinander.
Was ich hier allerdings zum Kotzen finde ist der Umgang mit Lena. Ich stimme ihr inhaltlich nicht zu. Aber darüber kann man offen reden. Vielleicht liege ich ja auch falsch. Vielleicht liegt sie falsch. Aber sie deswegen zu beschimpfen und/oder ihren Rausschmiss zu fordern, das ist unterste Schublade und sollte eines Piraten unwürdig sein. Das ist noch unpiratiger als die überholte und überflüssige Einrichtung von Schutzräumen für Piratinnen.
Dass die Diskussion derartig kocht, war zu erwarten. Trotz der theoretischen Überwindung überkommener Vorstellungen spuken eben immer noch etliche tausend jahre Geschichte in den Köpfen rum. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, ist es um so notwendiger, endlich mal vom Ideal auszugehen, und bei Diskrepanzen eher nachzubessern als klein beizugeben und Schutzräume einzurichten.
Das war’s für’s Erste. Jetzt fange ich mal an, mir dieses Forum reinzuziehen.
Ähem, was meinst du denn jetzt? Die AG Frauen? Die ist nicht für Männer gesperrt. Die Piratinnen sind keine AG. Und eine Mailingliste ist ein Mittel von vor 30 Jahren? *staun* Dein Internet gibt´s anscheinend schon länger als meins … LOL
Nachtrag (weil ich das gerade bei Dir gefunden habe) wg. AG Männer:
Wenn es da um Fussball, Bier und Frauen geht, scheiss drauf, lass sie. Genauso im Frauenforum: Wenn es da um Schuhe, Menstruation und Männer geht, ist mir sowas von egal…
Aber wenn es in einem beliebigen Arbeitskreis um Themen geht, die die Partei angehen, dann hat hier eine Ausgrenzung welcher Art auch immer Nichts zu suchen. Dann gehört dieser “elitäre Zirkel” genauso schnell und radikal entfernt wie jeder andere standesdünkelnde Zirkel, der sich wann und wo auch immer bildet. Und das ist nicht irgend eine Nebensächlichkeit, hier geht es um Kernthemen der Piraten. Das ist wichtig.
Nun, die Frage kann ich dir nicht beantworten – ich bin kein Mann. Mir ist´s aber auch wurscht, wenn sie über Politik reden, weil doch später alles nochmals im Gesamtrahmen der Partei diskutiert werden muss. Sonst bleiben die Ergebnisse doch Stammtischgeplauder. Aber ist ja auch okay. Und ein elitärer Zirkel ist eine kleine Mailingliste von ein paar Frauen wohl kaum. Und Frauenpolitik ist KEIN Kernthema der Piraten.
dann regelt das doch wie eine untergruppe der AG? Also in der ML werden Dinge vordiskutiert, es kann eine vorpositionierung stattfinden, die dann in der AG präsentiert wird-dort ist das ganze dann frei zur diskussion. dann halt abstimmung und vortragen bei der PP.
Ich glaub auch nicht, dass es darum geht, in der ML schon positionen festzulegen-aber ne grundsätzliche diskussion kann ja sein.
ach,nochwas.. laos k.a in den anderen parteien sind die AG ja schon geschützte orte-also leute können zuhören bei den sitzungen,aber sich nicht beteiligen.
und sonst-einfach etwas restriktiv modden. mact klar,was als beleidigung interpretiert wird und schmeisst die leute raus die sich scheiße benehmen.
basisdemokratie ist keine entschuldigung spam und sowas zuzulassen-wer sich ernsthaft beteiligen will,soll mitglied werden…
und zu dem problem des:anmelden um nur ein posting in der ag zu machen finde ich eh scheiße. mitlesen-klar, warum nicht, aber instant postingrechte-schwierig. dann lieber eine mindestpostinganzahl oder in den agforen moderiertes posten. sich nur anzumelden um kuz seine meinung hinzutrollen is nich okay
Ja, aber ich hab das nicht erfunden. Es gab da früher (also Ende letzten Jahres) ein riesiges Problem in der AG Männer (bzw. im Forum) mit – sagen wir mal – der Diskussionkultur, vorsichtig ausgedrückt. Dieses Forum wurde dann gesperrt, weil es wirklich extrem abartig wurde. Daraufhin wurde von (AG Forum? Vorstand?) beschlossen, dass die Gender Foren nur mit Anmeldung nutzbar sein sollen bzw. mit spezieller Freischaltung. Ich war Moderatorin des Frauen AG Forums, ich habe jede/n freigeschaltet und niemanden gesperrt, obwohl es mich zugegebenermaßen manchmal in den Fingern gejuckt hat. Diese Anmeldung ist auf jeden Fall sinnloser Quatsch. Da gebe ich dir Recht.
RT @Piratenweib: Frisch gebloggt: Piratinnen – persönliche An- & Einsichten – http://www.piratenweib.de/?p=996
RT @Piratenweib: Frisch gebloggt: Piratinnen – persönliche An- & Einsichten – http://www.piratenweib.de/?p=996
@Piratenweib starkes Statement! Schade, dass #Piraten starke Frauen nicht zu würdigen wissen.
@ritinardo #Danke schön. Ich dachte, es wäre mal an der Zeit, etwas #Persönliches zu äußern. Da muss man schon #taff sein …
Noch mal JA. Es geht um eine Mailingliste. Nicht mehr und nicht weniger. #Meine #Güte
Frauenpolitik ist kein Kernthema der Piraten? Gut so! Kernthema von Piraten soltle sein: Offenheit, Transparenz, selbstverständliche Integration Aller. Irgendwelche elitären Zirkel gehören da weg.
Das Zauberwort heisst: Füreinander da sein. Männer gleichen durch ihre Stärken die Schwächen der Frauen aus, und Frauen gleichen durch ihre Stärken die Schwächen der Männer aus. Wenn das funktioniert, kann wirklich Etwas geschafft werden. Aber das funktioniert nicht, indem man sich zurückzieht. Zürückziehen in die Opferrolle ist genauso falsch wie Zurückziehen in die (erfolgreiche?) Täterrolle. Beides ist fürchterlicher Quatsch und wird weder Frauen noch Männern gerecht. Und das ständige gegeneinander bringt auch keine Vorteile.
Wenn man Etwas erreichen will, muss man Ziele definieren. Und die Wege zum Ziel dürfen nicht dem Ziel diametral entgegen stehen. Das Ziel der Piraten ist in diesem Fall die selbstverständliche Gleichberechtigung. Daher ist Alles abzulehnen, was diesem Ziel entgegen steht. Und Schutzräume für wen auch immer steht diesem Ziel genauso entgegen wie die zwangsweise Zuweisung einer Täterrolle. Männer und Frauen sind in gleichem Maße Täter und Opfer. Es wird Zeit, das endlich mal zu durchbrechen. Es wird Zeit, die jeweiligen Stärken und Schwächen zu akzeptieren und zu nutzen. Und zwar gemeinsam!
Und das beziehe ich ganz bewusst nicht nur auf irgendwelche elitären Frauenzirkel, sondern auch auf irgendwelche elitären Männerzirkel.
Dann lies mal den von mir verlinkten Thread im Forum, ob du da deine Offenheit und die selbstverständliche Integration aller findest. Ich finde diese Dinge dort nicht.
Niemand zieht sich in eine Opfer- oder Täterrolle zurück. Wer hat eigentlich dieses bescheuerte Gerücht aufgebracht?
Das ist ein schönes Ziel, dessen Erreichung auch unter Pirat/innen in weiter Ferne liegt. Nur über den Weg zur Zielerreichung sind wir wohl unterschiedlicher Meinung.
Was Zielerreichung auf unterschiedlichen Wegen angeht, da sind wir wohl in der Tat unterschiedlicher Meinung.
Was die geschlossene Männergruppe angeht, da gebe ich Dir Recht, das ist das Gleiche. Was aber Sinn oder Unsinn solcher geschlossener Gruppen angeht, da bleibe ich bei meiner Meinung und finde Sowas scheisse.
Bitte, wir haben ja Meinungsfreiheit.
Nur so ganz am Rande: Ich bin 53. Und Internet gab’s schon vor 30 Jahren. Allerdings kein www, keine Blogs und kein Wiki. Aber es gab e-mail. Und das usenet gibt’s auch schon fast so lang.
Und vor 30 Jahren gab es noch das FidoNet. Und auch da wurde fleissig diskutiert. Und nicht weniger heftig.
Und es gab Mailboxen wie Compuserve. Und auch da wurde fleissig diskutiert. Nix lol. Fakt.
Wikipedia sagt:
Natürlich gab´s Usenet und ich kenne die Diskussion in den newsgroups. Aber dennoch ist die Mailingliste kein Mittel, dass der Allgemeinheit vor 30 Jahren zur Verfügung stand.
Schon allein an deinem Beispiel, was du da alles wild nach belieben in die Kommentare rein interpretierst und auch verurteilst, sieht man, dass es keine Frauenmailingliste geben darf wo sowas im Geheimen unwiedersprochen stehen bleibt. Ich wüsste nicht warum eine Piratenpartei so etwas fördern und schon gar nicht sich aufzwängen lassen sollte.
Naja, streiten wir uns nicht um 2 oder 3 Jahre mehr oder weniger Internet. Es gibt wahrhaftig wichtigere Themen.
Falls du Politik ohne diesen Scheiß machen willst, frag mich! Ich kenne da ´ne coole, schicke, kämpferische Basisgewerkschaft – du möchtest dir danach sicher die Finger ablecken!
Ansonsten: Mir tut das alles sehr leid, nur kann ich nichts ändern. Ich hätte es nie so lange ausgehalten, nicht mal in der Partei und bewundere jede, die das überhaupt so lange mitmacht. Und auch wenn es zynisch klingt: Es geht bei besten Willen auch anders und falls es nicht jeder bewußt ist, die Piraten sind in der Tat militant frauenfeindlich. Die Frauenfeinde konnten sich da ja nicht einfach so etablieren und so lange halten. Und ich garantiere dir, dass es in jeder anderen Partei (sogar denen Rechtsaußen) den Frauen besser ergeht als da. Ich weiß, du bist so ´n loyaler und moderater Mensch, der nicht gern übertreibt, du kannst es mir glauben, denn ich bin weit rumgekommen in der politischen landschaft und ein solches Desaster in Bezug auf Gleichberechtigungsbemühungen habe ich noch nirgendwo erlebt. Ein solcehr Umgang mit Frauen ist in politischen (und sowieso und linken) Organisatnen beispiellos. Ich bin echt geschockt!
Spiel das bitte nicht herunter und höre nicht darauf, wenn jemand meint, das sei nicht so schlimm: Es ist eine gottverdammte Frauenmobbing-Kacke da. Mach es also nicht harmloses als es ist (denn es ist extrem) weil dann irgendwann das böse Erwachen kommt, etwas viel zu lange ausgehalten zu haben, was so nicht hätte sein müssen und eben nur dort so ist.
Ich wünsche dir Alles Gute und viel Kraft und ich werde auch weiterhin die Piratinnen unterstützen und solidarisch sein, im Streit um die Reputation dieser Partei, aber ich bin wirklch gern keine Piratin und ich sehr froh, dass ich in entspannten Verhältnissen politisch zu Hause bin.
LG
Isi
Hallo Isi,
bitte belege doch deine Aussage, das die Piratenpartei “Militant Frauenfeindlich” ist. Dazu hätte ich gern ein paar beispiele. Und bitte nicht beispiele, die Reaktionen auf deine Posts sind, die sind nicht Frauenfeindlich, so wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Oder die in der Diskussion um die Piratinnen aufgetreten sind, vorher muss es sowas ja auch schon gegen haben, ansonsten fehlt doch der Hauptgrund für die Piratinnen.
Piratinnen brauchen keinen Grund. Sie sind einfach. Sie sind weibliche Piraten. Piratinnen eben. Dafür braucht´s keinen Grund.
Auf den Rest wird Isi vielleicht antworten – vielleicht auch nicht. Wer weiß? Sie hat übrigens einen eigenen Blog, da kann man auch hübsche Kommentare posten …. nur mal so als Anregung.
Der Grund war, dass Piratinnen Schutzräume brauchen, vor den Männern. Ich hätte dazu gerne mal Belege. Ansonsten ist es einfach nur eine haltlose Unterstellung, dass die PP sexistisch und “Militant Frauenfeindlich” ist. Bitte auch den Rest beachten, den ich geschrieben habe.
Falls du Frauenfeindliches aus der Feder zahlreicher Piratenmitglieder lesen möchtest, lese dir bitte Folgendes durch:
http://bit.ly/96u7rn (Ein offizieller Moderator im Piraten-Forum nennt eine 39-jährige Frau regelmäßig “Mädel” um ihre Argumente zu “entkräften”)
http://bit.ly/aO2kb4 (Das gelbe Forum in dem Piraten und Piratensympathisanten anonym ihre Kenntnis über andere Piratenmitglieder rauslassen können)
http://bit.ly/c5ej5n (Abschätziges in zahlreichen Kommentaren der Gegner des Piratinnen-Vorschlags)
Wenn sich männliche Piratenmitglieder jetzt angegriffen fühlen, wenn sie mit den Misogynen in einen Topf geworfen werden, müssen sie vielleicht lauter werden? Man hört derzeit v. a. den frauenfeindlichen Ton heraus. Da müssen dann eben auch mal die neutralen und beschwichtigenden Stimmen konstanter werden.
Ansonsten bleibt einem leider kein anderer Schluss übrig. Wenn sich Piratenmänner nun zu unrecht beschuldigt fühlen sollten sie den Gehässigen vielleicht nicht so viel Freilauf lassen? Wo sind die korrigierenden Bewegungen? Ich sehe sie nicht.
Als Aaron König seine Sachen vom Stapel gelassen hat, gab es einen riesen Backlash. Jetzt da Frauen (sowohl in und außerhalb den Piratenpartei) sogar persönlich angegriffen werden, schweigen alle Gegenstimmen. Da hat man zurecht das Gefühl, dass der Rest der Partei mit den Beleidigungen und den Eskapaden in Ordnung geht. Schützenhilfe bekommen die Frauen zumeist von außerhalb der Partei. Ist so.
Ja, ich kenne alle diese Threads. Leider. Auch wenn es keineswegs nur Piraten sind, die dort schreiben, so ist es schon schlimm genug, dass die Piraten sich nicht einmal dagegen wehren. Nein, sie hauen in die gleiche Kerbe und verstehen überhaupt nicht, dass ja dieses Verhalten genau der Grund für den Ruf (oder ist es schon ein Hilferuf?) nach einer rein weiblichen geschlossenen Liste für einen positiven, freundlichen und von einem unterstützenden Geist getragenen Austausch ist.
Es macht wirklich keinen Spaß, in dieser Schlammschlacht dort, als nahezu einzige dazustehen, die widerspricht. Und dann auch noch von den eigenen Parteifreund/innen soz. virtuell zerfleischt wird.
Man bekommt in der Tat den Eindruck, dass es vielen Jungs in der Partei ganz recht so ist. Ich wünschte mir, endlich mal ein paar lautstarke Stimmen zu vernehmen, die dazu stehen, dass bei uns alle gleichberechtigt sind. Und allein schon aus Gründen der Höflichkeit sich derartige Äußerungen verbitten. Aber darauf können wir wohl lange warten.
nur ne frage-ist das mädel generell herabsetzend, oder ist es so,weil du oder die frau das so empfindest..
also ich bin jas ne frau und nenne männer mal jovial schätzeken oder sowas. werd auch mal mädel genannt..
vor allem denk ich mir, dass sowas nur herabsetzend ist,wenn mans so empfindet und wenn man stolz darauf ist, wer und was man ist kann das nicht gegen einen verwendet werden.
also ich bin ein mädel-und das ist gut so
“Mädel” muss nicht generell herabsetzend sein. Es kommt auf den Zusammenhang. In dem oben zitierten verlinkten Thema ist es definitiv herabsetzend gemeint und ich wüsste auch nicht, wie es dort anders verstanden werden könnte. In einer politischen Sachdiskussion haben solche Bezeichnungen sowieso nichts verloren – meine Meinung. Im Freundeskreis sag ich auch schon mal “Jungens” oder “Bub”. Aber Politik und Öffentlichkeit sind etwas anderes, dort sollten andere Regeln gelten. Zumindest wenn man sich die bereits erreichte totale Gleichberechtigung auf die Fahnen bzw. in die Satzung geschrieben hat. Ich bin übrigens nicht stolz drauf, eine Frau zu sein. Ebenso wenig wie ich stolz drauf bin, eine Deutsche zu sein. Das ist nämlich beides purer Zufall, es ist nichts was ich erreicht oder erkämpft habe. Wie sollte ich auf Zufälliges stolz sein? Stolz bin ich auf das, was ich im Leben erreicht habe, weil ich mich ganz persönlich dafür eingesetzt und stark gemacht habe. Stolz bin ich auf meine Leistungen, auf gute Arbeitsergebnisse, auf meine wohlgeratene Familie … auf vieles, aber nicht auf Zufälliges. Dennoch, ich bin Frau und das ist gut so.
imion, wozu braucht eine AG Männer einen Schutzraum? Oder sogar zwei?
DAS stellt natürlich kein Politikum dar, die Frauen-Mailingliste aber schon?
Solche Postings wie Deine überzeugen auch den letzten Zweifler.
Du schreibst: “Piratinnen brauchen keinen Grund. Sie sind einfach. Sie sind weibliche Piraten. Piratinnen eben. Dafür braucht´s keinen Grund. ”
Wo du das so schreibst, möchte ich doch gleich ein Problem ansprechen, was auch – denke ich – der Grund ist, dass viele Frauen gegen Lena’s Initiative sind. Genau so wie du es oben schreibst verstehen ich und wahrscheinlich viele andere unter dem Begriff “Piratinnen” einfach eine Sammelbezeichnung für weibliche Piraten.
Diese neue Gruppierung nennt sich nun auch “Piratinnen”. Das kann für Neulinge und Außenstehende implizieren, dass diese Gruppe für alle weiblichen Piraten spricht. Was sie natürlich nicht tut. Will ich – wäre ich eine Frau – einfach mit irgendeiner, deren Meinung ich evtl. nicht teile, Gruppierung in einen Topf geworfen werden? Nein.
Übrigens provoziert diese Namenswahl gleich auch eine passende Reaktion von Paragraphenreitern, die Satzung zu wörtlich nehmen.
Ganze schlechte Namenswahl in meinen Augen. Oder Gute, wenn man auf die folgende Diskussion spekuliert hat.
Das ist kein Problem. Die Frauen, welche sich gegen die neue Gruppe ausgesprochen haben, sind keine Piratinnen. Sie sind Piraten. Frag sie! Ich will übrigens auch nicht in einen Topf mit Piraten geworfen werden! Habe ich auch ein Recht darauf, so zu heißen, wie ich es will? Trotz Satzung und Paragraphenreitern?
Die Diskussion hätte es so oder so gegeben. Es hat sie bereits früher gegeben, und sie wird solange aufkochen, bis es eine Lösung gibt.
Stell dir folgenden Satz vor: “Herzlich Willkommen liebe Piraten und Piratinnen!” – Wie soll ich denn nun interpretieren? Würde nun “Piratinnen” nicht als Sammelbegriff für weibliche Piraten verstanden?
Wobei mir gerade auffällt… darf man das überhaupt sagen oder impliziert man damit, dass Piratinnen keine Piraten sind und vis versa? Wahrscheinlich impliziert der Kontext, dass in dem Fall das männliche “Piraten” und nicht das neutrale gemeint ist.
Aber was ich sagen will, auch wenn ich mich wiederhole: Ich finde die Namenswahl denkbar ungünstig, im Sinne der Partei. “Gruppe[/Club/Mailingliste] piratiger Frauen” wäre da ne bessere Idee… Mit einer etwas anderen Präsentation, hätte es sicher viel Zustimmung gegeben. Ich denke die Mehrheit der Mitglieder ist sehr tolerant und auch akzeptierend, wenn man ihnen Themen und Vorschläge nur fair und angemessen präsentiert.
Und wo ich jetzt schon dabei bin: Bedenke auch, wenn du jetzt viele Reaktionen – teils berechtigt – kritisierst, dass sich hauptsächlich die extremen Gegner und Befürworter einer Sache – ggf. trotz ihrer Unterzahl – übermäßig an solchen Diskussionen beteiligen. Eher Neutrale oder leichte Gegner/Beführworter äußern sich in solch ausartenden Threads nur, wenn sie über nen konkreten Punkt stolpern oder wenn ihnen der Kragen platzt – ganz im Sinne von “Don’t feed the Trolls”. Wenn man alles falsch Gesagte versucht richtig zu stellen, wird man in 100 Leben nicht fertig.
PS: Manchmal wünsche ich mir für Kommentare etc. eine 20sec-Edit-Funktion. Oft baue ich z.B. noch Sätze und sehe dabei entstehende Fehler erst nach dem Senden… Die Fehler oben sollen natürlich kein Zeichen von Geringschätzung sein (:p)
Du kannst den Satz interpretieren, wie du möchtest. Für dich (männlich?) ändern sich doch die Welt dadurch nicht. Und es sind damit sogar wirklich mal alle Piratenpartei-Mitglieder angesprochen: Mit “Piraten” die Männer und weiblichen Piraten, die mit Piraten bezeichnet werden möchten und mit “Piratinnen” die weiblichen Piraten, die als Frauen, nämlich Piratinnen angesprochen werden möchte. Also perfekt.
Das hier
wage ich zu bezweifeln. Faire und angemessene Diskussionen vermisse ich nicht nur zum Piratinnen-Thema (insbesondere im Forum und im Wiki) – dort wo jede/r nahezu anonym agieren kann. Im RL kommt das natürlich nicth vor – ich habe keinen Stammtisch oder privaten Mailaustausch erlebt, der von so viel Verachtung und Hass geprägt war, wie die online-Diskussionen.
Hallo,
Danke für deine Verlinkung auf mein Pruzzenblog
Hier die andere Seite:
Gleichstellung der Jungs: Gähnderpolitik mal anders herum:
>> FAZ: Sie haben sich auch eine Gleichstellungspolitik für Jungen vorgenommen und dafür ein eigenes Jungen-Referat im Ministerium eingerichtet. Was soll das tun?
Schröder: Jungen im Kindergarten oder in der Schule schneiden in vielen Bereichen schlechter ab als Mädchen. Sie schreiben schlechtere Noten, sie verlassen öfter ohne Abschluss die Schule, sie werden öfter kriminell. Offenbar haben wir die Jungen vernachlässigt.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich will jetzt auf keinen Fall irgendetwas an der Förderung der Mädchen ändern – wir sind ja froh, dass es da so gut läuft. Aber wir haben die Pflicht, genau hinzuschauen, ob wir die Jungen nicht auch deutlich besser fördern können. Entwicklungspsychologen sprechen von einem Mangel an männlichen Vorbildern – in den Kitas, in den Grundschulen, vielleicht auch zu Hause. Sie sagen aber auch, dass die Pädagogik sehr weiblich geprägt ist und einseitig das belohnt, wo die Mädchen Vorteile haben.
FAZ: Sie werden aber schwerlich verordnen können, dass mehr Männer Grundschullehrer werden sollen.
Schröder: Ich gehöre nicht zu denen, die fordern, dass alle Berufe fünfzig-fünfzig besetzt sind. Männer und Frauen haben im Schnitt unterschiedliche Vorlieben und Fähigkeiten. Ich glaube nicht, dass wir irgendwann fünfzig Prozent E-Technik-Studentinnen haben werden, und ich will sie auch nicht umerziehen, das ist nicht meine Aufgabe.
Aber gerade deshalb müssen wir sehen, ob in der Gesellschaft nicht das, was Frauen leisten, niedriger bewertet wird, als das, was Männer leisten. Als der Grundschullehrer früher ein männlich dominierter Beruf war, da war der Lehrer im Ort hoch angesehen – neben dem Arzt, dem Apotheker und dem Pfarrer. Das ist heute nicht mehr so, und man muss sich eben genau fragen, warum. <<
http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Interview/2010/03/2010-03-03-schroeder-faz.html
Brauchen wir Männer nun einen Gleichstellungsbeauftragten?
4. März 2010 00:15
Quelle
Bitte, gern geschehen.
Ich glaube, langsam werde ich müde. Ich habe doch überhaupt nichts gegen Förderung von Jungs. Beseitigung von Ungerechtigkeiten aller Art, auch die die Männer betreffen. Ich bin eine Zangsdienstgegnerin der ersten Stunde. Zwangsdienste nur für Männer widersprechen unserer Verfassung. Diese Meinung habe ich schon immer vertreten. Unser Bildungssystem krankt an allen Ecken und Enden. Viele Jungs fallen unten durch, viele sog. “Unterschichtskinder” fallen unten durch. Das darf alles nicht sein. “Arbeit am Menschen” sollte höher bewertet sein, als es heutzutage üblich ist. Wir haben hier ein ganz großes gesellschaftliches Problem. Ja, warum sollten Männer keinen Gleichstellungsbeauftragten haben? Warum sollten sie nicht verstärkt werden, Berufe im “Neuen Arbeitsmarkt” -> “Arbeit am Menschen” zu ergreifen?
Aber hey, dieser Blogbeitrag hat ein anderes Thema. Dein Kommentar ist OT.
@Isi: Das tut mir echt leid. Ich kann Dir da nicht widersprechen, da ich (zumindest noch) kein Pirat bin. Vielleicht hilft der Gedanke, dass in einer politischen Partei oft (meiner Meinung nach zu oft und unnötigerweise) mit harten Bandagen gekämpft wird. Da wird um Posten und Ansehen gestritten, und Jeder ist sich selbst der Nächste. Vielleicht geht das gar nicht mal speziell gegen Frauen.
Ist aber nur so ein Gedanke von mir.
hallo piratenweib,
deinen blog zu lesen tut mir immer wieder gut, weil auch ich daraus kraft und mut schöpfen kann.
es ist tatsächlich so, dass mit “harten bandagen” GEKÄMPFT wird, die als ganz “natürlich&normal”
betrachtet werden.
dieses macht-/wer-hat-denlängsten-getue geht mir häufig ganz schön auf den keks.
“politik ist krieg” wurde mir mehr als einmal innerhalb der PP gesagt und gefordert, dies zu akzeptieren.
dennoch, ich denke, nein, ich bin überzeugt davon, dass es auch anders geht.
schön, dass es dich gibt, piratin
gruss zora
pirat
Danke zora,
deinen Kommentar heut früh zu lesen, hat mir gut getan.
Wenn “Politik ist Krieg” die Devise ist, machen wir nichts anders als die anderen Parteien. Ich bin aber Piratin geworden, um alles anders zu machen. Nur ein schöner Traum?
Ganz liebe Grüße zurück.
Ich finde, man muss aufpassen, dass man die Trolle und Flamer aus der (patriarchischen!) Maskulismus Ecke nicht zu ernst nimmt: Im Internet wird halt oft angenommen, dass es sich hier um die Mehrheit der Piraten handelt, nur weil 30 besonders aufgebrachte Leute rumflamen. Gegencheck im Real-Life: Ich kann das bei meinem Stammtisch (Mannheim) zumindestens nicht behaupten. Ich finde es wichtig, dass du und andere auch weiterhin für Genderpolitik in der Partei eintreten. Ich finde es allerdings falsch, wenn man davon ausgeht, das es keine Pro-feministischen / progressive Maskulisten (männlichen) Piraten gibt. Das Thema Gleichberechtigung passt meines Erachtens perfekt in die Piratenpartei, die mit dem Kampfbegriff Freiheit nach aussen geht. Bitte lass dich nicht von ein paar Flamern entmutigen und engagier dich weiterhin so wie bisher. Auch wenn es einige nicht wollen, die Debatte muss stattfinden. Und du stehst halt nunmal ganz vorne.
@Zora: Genau das ist auch meine Meinung. ich hasse diese Kriegsspiele. Und “Politik ist Krieg” ist so ziemlich das Falscheste, was man über Politik sagen kann.
Allerdings habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich eines Tages eine Partei findet, die das anders macht.
Weder kann ich noch will ich kämpfen. Schon gar nicht gegen andere Menschen. Ich erwarte, dass man mir zuhört. Genauso, wie ich Anderen zuhöre. Ist das nicht der Fall, ziehe ich mich zurück. Ist sicher keine besonders erfolgreiche Methode, und auch nicht “männlich stark”. Aber es ist meine Methode, und ich halte sie für mich für richtig und werde das daher nicht ändern. Ob sich jemals Gleichgesinnte finden werden, ich weiss es nicht. Aber ich stehe zumeinen Prinzipien.
Gerade gefunden: http://www.ruhrbarone.de/emails-aus-der-staatskanzlei-folge-ix-%25E2%2580%2593-beleidigendes-uber-die-oppositionsfuhrerin/
Ich hatte eigentlich irgendwie gehofft, bei den piraten wäre das anders.
Ja bitte, verallgemeiner noch ein bisschen. Scheint ja gerade total Trend zu sein, “die Piratenpartei” als Chauvis zu verunglimpfen.
Können wir vielleicht auch dieses Thema mit so etwas wie Differenzierung betrachten.
Wäre super. Es ist doch nicht jeder männliche Pirat ein “Maskulinistennazinerd”.
Da werd ich schon wieder ein bisschen sauer.
Mir kommt die Situation so ein bisschen vor als ginge es um konservative Besitzstandswahrung. Wobei der “Besitz” ist, Frauen mit genannten Begriffen betiteln zu dürfen. Hier kann ich entwarnen: Dieser Zug ist doch sowieso schon längst abgefahren. Gesellschaftlich ist das (völlig zu Recht) nicht mehr in Ordnung.
Mich wundert es gar ein bisschen; beruflich dürfte es meistens ja so zugehen, dass derlei Äußerungen zur Kündigung führen. Nicht das ich ein Fan harter Methoden wäre, aber so läuft es eben.
Es erinnert mich außerdem an eine Debatte, die derzeit in den USA läuft, wo manche Mitglieder der Republikaner sich über all die Freiheiten aufregen, die Obama ihnen vermeintlich genommen hätte. Während in Wahrheit, seit seinem Amtsantritt, nur ihre “Freiheit” unter einem weissen Präsidenten leben zu dürfen verloren ging… Was anderes wurde ihnen faktisch nicht genommen. Das können sie aber nicht (mehr) sagen.
So irgendwie läuft es auch hier, man hat Angst das es plötzlich niemanden mehr gibt, in dessen Gegenwart es okay ist von “heißen Piratenbräuten” oder “scharfen Piratenschnitten” zu sprechen. Kann ich nachvollziehen, aber genauso sollte es klar sein, dass “die Gegenseite” hierzu keine Freudentänze aufführt. Das verstehen doch alle?
Deswegen lässt mich (heterosexueller Mann) diese ganze Sache auch so rundum unbesorgt zurück, denn ich habe (zumindest hier) bisher noch nichts lesen/sehen müssen, dass mein Leben auch nur im mindesten verschlechtern würde. Oder es ansonsten tangieren würde. Wenn eine Frau an einer AG mitarbeiten kann, ohne mit Sprüchen von 1960 bedacht zu werden, dann ist das doch gut? Und genau darum geht es doch hier?
Rein rational betrachtet, ist dies für kaum jemanden ein kritikwürdiger Punkt, der nicht das Bedürfnis hat eben jenes zu tun und es nicht schafft, dies alleine in den Griff zu kriegen/abzustellen. Aber da das doch für keinen gelten dürfte, löst sich aus meinem Blickwinkel nahezu alles in Nichts auf, woran man sich hier wirklich stören könnte/müsste.
Jeder sollte mal in sich gehen und überlegen, ob irgendwelche befürchteten Nachteile wirklich auf einer realistischen Basis beruhen.
Wohlgemerkt will ich hier niemanden kritisieren, der sich stört, weil die Debatte zu einem scheinbar ungünstigen Zeitpunkt hochkocht oder der gewählte Weg (an der AG Presse vorbei) vielleicht nicht so geschickt war. Diesen Leuten glaube ich gerne ihre Motivation und dieses Argument hat auch einiges an Gewicht.
Trotzdem würde ich auch hier noch ergänzen wollen, dass man gut sehen kann was ignorieren auslösen kann – Probleme, dies es nun mal gibt, kochen sowieso irgendwann auf die ein oder andere Weise wieder hoch. Es ist nicht so, dass man sie durch Aussitzen dauerhaft los wird.
Weiterhin finde ich es nicht sonderlich fair, so zu tun als gäbe es gar keine Anliegen, wenn besagte Mailinglisten doch mehr als 0 Nutzer aufweisen. Grundlos schließen sich Mitglieder bestimmt nicht an. Hier ist einfach gefragt, Parteimitgliedern ihr Diskussionsbedürfnis uneingeschränkt zuzugestehen.
Zuletzt noch eine Idee: Viele Männer wollen (das ist mir auch zu diesem Thema echt wieder aufgefallen) einfach generell klipp & klar gesagt bekommen was Sache ist. Konkret und nicht diffus. Ein Teil der (kritischen) Äußerungen basiert wohl darauf, dass die Piratinnen dies derzeit noch nicht können (mangels Zeit die Sache selbst durchzukauen) und somit das Chaos perfekt ist. Sobald eine Mailingliste (oder was auch immer) hier einen gewissen Konsens aufgebaut hat, und genauer sagen kann was sie will, wird sich bestimmt so manche jetzige Kritik wieder legen (und vielleicht sogar zu Verständnis werden).
PS: Ganz wichtig, die Piraten sollten es sich gut überlegen, es sich mit 50% des Volks zu versauen. Echt.
@rc: Im Großen und Ganzen kann ich Dir zustimmen.
Allerdings habe ich einen sehr wesentlichen Kritikpunkt an dieser “AG”. Und dieser Kritikpunkt besteht darin, dass es bei politischer Arbeit innerhalb einer Partei wie der der Piraten keine Ausgrenzungen von Piraten geben darf. Das steht nicht nur in der Satzung so, das macht auch absolut Sinn. Deswegen bin ich strikt gegen diese Mailingliste und diese AG, so, wie das jetzt zurechtgezimmert wird. Das ist nicht gut so.
Aber man kann es natürlich anders machen. Im Laufe der Diskussion bei Opalkatze ist mir da ein gangbarer Weg durch den Kopf gegangen, den ich dann bei mir noch ein zweites Mal ausgeführt habe. In der Praxis würde das für die Frauen erst mal einen nur sehr geringen Unterschied machen, aber für die Partei als Ganzes, für die Männer in der Partei und für die Zukunft wäre das ein ganz wesentlicher und entscheidender Unterschied.
http://opalkatze.wordpress.com/2010/02/28/unter-piraten-die-gender-debatte/
http://www.rorkvell.de/news/2010/Piratinnen.html.de
Es geht eben leider nicht darum, dass das einfach nur eine x-beliebige Mailingliste ist. Es geht darum, dass Politik gemacht werden soll. Ist ja auch Aufgabe der Partei. Aber wenn die Männer nur aufgrund ihres Geschlechts von der Politik ausgeschlossen werden, ist das doch das Gleiche wie die Behauptung, dass sie zur politischen Arbeit nur aufgrund ihres Geschlechts unfähig sind. Und diese Behauptung soll dann auch noch institututionalisiert werden. Das ist nicht gut.
Die Notwendigkeit von Schutzräumen mag ja vielleicht bestehen. Solch eine Notwendigkeit zeugt dann aber von einer deftigen Kommunikations-Unkultur. Aber gut, Sowas kann man ja überwinden. Und dass man zur Überwindung solcher Unkultur Förderprogramme auflegt, die sich dann selbstverständlich an wie auch immer definierte Gruppen innerhalb der Partei richten, ist etwas ganz Anderes, als irgendwelchen Gruppen Sinn und Zweck der Partei zu überlassen und andere auszuschließen.
Der Unterschied zwischen einer Arbeitsgruppe und einer Fördergruppe mag vielleicht zunächst subtil erscheinen, aber er ist ganz wesentlich und entscheidend.
Die Piratinnen sind keine AG. Das mal zuerst.
Sonst heißt es bestimmt, ich hätte das nicht richtig kommuniziert 
Das Gefühl der Benachteiligung bleibt vielleicht weniger subjektiv, wenn du dir mal die entsprechenden Diskussionsseiten im Wiki durchliest. Wem sich bei dieser Art der Diskussion nicht die Haare zu berge stellen, ist der deutschen Sprache wohl nicht mächtig und versteht nicht, was dort geschrieben steht. Ganz offen noch dazu. Vielleicht mache ich mir irgendwann mal die Mühe und stelle eine Liste zusammen. Nur die frauenfeindlichen und sexistischen Angriffe in unseren Online-Kommunikationsmedien. Das wird ein langes Werk werden. Natürlich kann man eine schlechte Kommunikations- und Diskussionskultur überwinden. Dazu muss aber auch ein Bewusstsein für dieses Problem vorhanden sein und zusätzlich der Wille und Wunsch, es zu ändern. Beides sehe ich leider nicht.
In der Satzung steht übrigens nur, dass kein Pirat aus der Partei wegen Rasse, Geschlecht, Religion etc. pp. ausgeschlossen werden darf. Von AGs oder anderen Gruppierungen steht überhaupt nichts in der Satzung. Die Satzung hier als eine Art “Grundgesetz” heranzuziehen greift nicht.
P.S. In deinem Blog kommentiere ich das gleiche, weil es einfach passt und zutrifft. Nur, dass du Bescheid weißt
P.P.S. Geht nicht. Also, Kommentieren geht bei dir nicht. Tja.
Liebes Piratenweib, meine volle Sympathie für diesen Beitrag. Nebei: Bei den Links zu “Ennomane” und “Forschungstorte” fehlt ein , so dass es wie einer aussieht.
Danke!
Links werden korrigiert. Das sind so viele, ich komm gar nicht mehr nach mit dem Erfassen …
Was ich überhaupt nicht abkann, ist das gegenseitige Ausspielen von Minderheiten gegeneinander. Das hat Aaron schon auf das perfideste hingekriegt. Ein weiteres Beispiel hat Emma, das Sturmgeschütz der Frauenbewegung, in den Jahren 2006/2007 absolviert – und damit die notwendige Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Herrschaft diskreditiert. Man lese dazu beispielsweise:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=11517
Wenn ich bei einer Gedenkveranstaltung für die wegen ihrer Homosexualität Verfolgten (und das sind eben nur Männer!) Kranzschleifen lesen muss, die den “lesbischen Opfern” gewidmet sind, dann ist das Geschichtsklitterung pur.
Ausspielen von Minderheiten? Hat das hier jemand gemacht? Hmmm.
Also, wenn du EMMA hier schon als “Sturmgeschütz der Frauenbewegung” anführst, solltest du wenigstens auch auf das passende Dokument verlinken, in dem es um die Verfolgung lesbischer Opfer geht.
Und hier gibt es eine interessante Arbeit aus Österreich (wo sich die Verfolgung auf Grund der Tatsache, dass dort damals – im Gegensatz zu Deutschland – gleichgeschlechtliche Liebe auch für Frauen verboten war, anders abgespielt hat als in Deutschland.) Aus dem Leben
Aber ganz ehrlich: Ich habe mich damit noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Geschichtsklitterung gibt es an vielen Ecken und Enden, und natürlich müssen wir versuchen, die Wahrheit möglichst genau zu sehen. Leider gibt es oft viele verschiedene Wahrheiten …
Die sinnvollen Links findet man alle, wenn man sich von dem Artikel bei queer.de leiten lässt auf
http://freenet-homepage.de/archivseite/legenden/g-legenden.htm
Der Artikel in der Emma-Ausgabe vom Januar 2007 hatte in der Vorpräsentation noch einen Titel mit dem Wort “Verfolgung”, die schließliche Titelei war dann etwas zahmer: “Die Zeit der Masikerung”.
Zu Gudrun Hauer: Sie schreibt in ihrem Artikel zur Ausstellung in Wien selbst:
Wie befürchtet hat es nicht geklappt, daher hier ein zweiter Anlauf:
Die Verwendung der Kategorie „Verfol-
gung“, erst recht für die gezielte Ermor-
dung in den nationalsozialistischen
Konzentrations- und Vernichtungslagern,
ist über weite Strecken unzureichend und
zugleich verzerrend für eine Untersu-
chung der Situation von Lesben während
der NS-Zeit. Weiters ebnet die Heranzie-
hung des Begriffes „Homosexualität“ auch
und gerade in dieser historischen Epoche
die Unterschiede zwischen schwulen
Männern und lesbischen Frauen ein und
suggeriert, daß sie eigentlich vernachläs-
sigbar seien – im traditionell-patriarchali-
schen Sinne einer Ableitung des Weibli-
chen vom Männlichen und folglich der
Dominanz des Männlichen. Natürlich
kann es für lesbisch-schwule Lobbypolitik,
wenn sie für die noch immer nicht erfolgte
Entschädigung von lesbischen und schwu-
len Opfern des Nationalsozialismus
kämpft, partiell durchaus zulässig sein,
die Tatsache der oft tödlichen Verfolgung
von Lesben und Schwulen durch die
Nationalsozialisten dem historischen
Vergessen und der gesellschaftlichen
Verdrängung zu entreißen, aber: Diese
Übertragung tagespolitisch notwendiger
Agitation auf die Ergebnisse lesbischer
Geschichtsforschung birgt neben der
unzulässigen Verzerrung historischer
Tatsachen und der möglicherweise daraus
folgenden Bildung neuer Mythen eine für
die offensive und selbstbewußte Definition
von uns Lesben selbst eine nicht zu
unterschätzende Gefahr: Wir betonen
unseren Opferstatus, statt daß wir uns als
Täterinnen und Handelnde unserer
eigenen Geschichte verstehen. Und wir
sollten uns davor hüten, das jeweilige
Gruppenleid gegeneinander aufzurechnen!
Ja, okay, ich habe das zur Kenntnis genommen. Ich bin generell der Meinung, dass man ein Leid nicht mit einem anderen aufrechnen kann und soll. Das wäre ja geradezu alttestamentarisch “Auge um Auge ….”.
Aber das Thema ist hier dennoch OT und damit in diesem Thread beendet.
Piratenweib hat in ihrem Blog mal erwähnt, dass sie nicht genau sagen könnte, wieviele Frauen wegen dieser Gender-Debatte schon zu einem früheren Zeitpunkt ausgetreten sind. Ich bin eine davon und erwähne es jetzt, da die Debatte offenbar jetzt in breiterem Rahmen geführt wird.
Ich bin Politologin und Rechtswissenschaftlerin; ich habe mich der Piratenpartei weniger wegen der Informatik als wegen Datenschutz und Bürgerrechten angenähert. Die Piratenpartei schien meine Sorgen in diesem Bereich als einzige glaubwürdig zu vertreten. Also bin ich voller Elan beigetreten – leider habe ich erst danach in die Foren geschaut statt immer nur in Pressemitteilungen und ähnliche Statements oder Threads zu meinen eigenen Themen.
Mir die Männer AG anzusehen war eigentlich eher Neugier. Ich wusste nicht was mich erwarten würde, da ich von Maskulinisten bisher noch nicht viel gehört hatte… ich kannte bloß die üblichen Frauenfeindliche-Islamisten-und-kinderstehlende-Hexenweiber-Basher (wer immer die Kombi verstehen will) in den Leserkommentarspalten der “Zeit”. Das Forum der Piratenpartei aber war für mich eine andere Dimension. Schon, es war genau der gleiche aggressive, hochemotionale und für meine Begriffe einfach trollmäßig absolute Tonfall – der Unterschied war, dass er in einer Partei auftrat, in der ich von einem aufgeklärten Geschlechterverständnis einfach ausgegangen war. Es war echt ein Schock. Ich hätte so etwas nie für möglich gehalten, denn die paar Piraten, mit denen ich mich bisher auf Demos unterhalten hatte, waren eigentlich völlig normal und sachlich gewesen. Aber ok, wir hatten tatsächlich immer über andere Themen gesprochen. Es stimmte: Ich hatte nie einen Gedanken daran verschwendet, wie die Piratenpartei zu Frauenrechten steht.
Ich habe dann mal gewagt, in der Männer AG die naive Frage zu stellen, ob ich die AG oder auch nur den Thread für Frauenthemen jetzt übersehen hätte, weil mir die Perspektivenverteiltung eben extrem einseitig erschien. Auf meine – ich denke, freundlich formulierte – Anfrage gab’s gleich massig Antworten, aber was für welche. Ja, ich könne jetzt echt nicht erwarten dass man jetzt bei den Männern auch noch über diese aufgebauschten Frauenproblemchen diskutieren wolle. Das mit der Benachteiligung von Frauen im Gehaltsbereich und so weiter, das sei doch alles unbewiesenes Geschwätz, Frauenhäuser brauche auch keiner, etc. Und was mich persönlich anginge, die ich hier schon so unsachliche Themen aufwerfe: Ich könne ja eine neue AG aufmachen wenn’s mich denn interessieren würde, tja, aber Frauen hätten ja ohnehin nicht besonders viel Eigeninitiative aller Erfahrung nach, daher gäb’s eben bisher nichts in der Richtung, die blöden Chicks interessierten sich ja offenbar auch generell nicht in großer Zahl für Datenschutz und die wichtigen Themen der Demokratie, deswegen seien die auch gar nicht groß hier vertreten, yadda yadda.
Nein, es waren nicht alle, die sich so aufgeblasen haben. Aber es waren genug, und sie fühlten sich offenbar völlig im Recht. Ich habe dann später noch weiter durch dieses Forum durchgeklickt und es hat mich zunehmend angewidert, wie schon allein User mit eindeutig weiblichen Nicks angegangen worden sind. Ich habe mir zwei Monate lang durch den Kopf gehen lassen, ob ich es mit mir vereinbaren kann, in einer Partei zu sein, in der zwar die einen für mich essenziellen Themen aufgegriffen werden, die anderen essenziellen Themen aber mit Füßen getreten werden – ohne dass es auch nur die Spur eines Konsens gibt, dass gewisse Entgleisungen Randmeinungen sind.
Wie gesagt, ich bin ausgetreten. Die Datenschutzthemen interessieren mich immer noch, wie man daran sieht, dass ich diese Seite überhaupt weiter aufgerufen habe. Aber ich lasse mich doch von keinem blöd von der Seite anmachen, nur weil er denkt, er müsse mich hier als Vertreter einer Subspezies anmachen und dürfe auch noch Beifall dafür erwarten. Dieser Eindruck wird vielen Piraten vielleicht individuell nicht gerecht, aber ich habe den Eindruck, dass hier ein permissive Klima für ein solches Arschlochverhalten herrscht (sorry, aber ihr könnt den Ausdruck ja löschen wenn’s gegen irgendeine Seitenpolice verstößt).
Na gut, das wollte ich einfach kurz mal beitragen. Es ist ein Eindruck. Ich persönlich bin enttäuscht und wähle euch kein zweites Mal, wenn sich nicht an eurer offiziellen Haltung zu Frauen etwas ändert; das Thema ist mir eben sehr wichtig. Für den Augenblick wollte ich das alles nur erwähnt haben, falls er in dieser Diskussion etwas beitragen kann.
Beste Grüße,
S. Müller
Liebe Frau Müller, ich freue mich, dass du (?) dich bereit gefunden hast, hier von deinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen zu berichten. Mit diesen Eindrücken bist du definitiv nicht allein. Gerade im Piratenforum herrscht in der Tat ein “permissives Klima für Arschlochverhalten” und das hat nichts mit Moderationsregeln zu tun, sondern allein damit, dass dieses Verhalten nicht mit Ablehnung und Zurechtweisung seitens der Pirat/innen und sonstigen vernünftigen User/innen geahndet wird. Weghören oder gar ins gleiche Horn blasen, das scheint eher die Devise zu sein. Mir gefällt das gar nicht. Dir offensichtlich auch nicht. Es hilft auch nichts, wenn die Kernthemen der Partei genau unseren Vorstellungen entsprechen, wenn das “Drumherum” nicht funktioniert. Ich bin wirklich froh, nun ein persönlich geschildertes Beispiel hier im Blog zu haben. Ich danke dir.
@Ananas213
Du übersiehst, dass das Forum, die ML etc. auch von Leuten gelesen und “genutzt” werden, die mit der PPD nichts weiter zu tun haben. Die sind vielleicht auf mehreren solcher Foren und kotzen ihren Frust ab, mehr nicht.
Unfairness kann auch Männern widerfahren. Ich habe mal einen Fall verfolgt, in dem die deutsche “Recht”sprechung, eine, Vater jahrelang (!) sein kleines Kind vorenthalten hat, genauer die Mutter, mit Rückendeckung vom Staat, und er absolut chancenlos war. Und weißt du was? ICH wäre daran zerbrochen… nur so als Beispiel.
Warum reagierst du mit Rückzug aus der PPD? Du siehst Missstände, und weil sie dich anwidern, wendest du dich ab? MMn hast du ein bisschen zu früh alle über einen Kamm geschoren. Das wird den Piraten_überhaupt_nicht_gerecht! Überleg dir deine Entscheidung nochmal. Um der Sache Willen.
Bernd
Nur so zum Hand heben: ich habe in die Foren geschaut bevor ich das Mitgliedsformular ausgedruckt habe – und hab’s dann erst mal sein lassen.
Ich spiele immer noch mit dem Gedanken, beizutreten wenn ich wieder in Deutschland lebe, und RL was beitragen kann, aber online habe ich es inzwischen aufgegeben zu diesen Themen mitzudiskutieren, und sage nur noch ab und zu mal was auf der Queeraten-ML. Das Forum ist viel zu agressiv, die Zeit habe ich nicht, da ständig gegen eine Tonne Trolle anzukämpfen.
Hi
Da Du Politik etc. offenbar sogar studierst…wie wäre es mit einem ABSPEICHERN solcher Gesprächsabläufe?
Zwecks `wissenschaftlichem Aufarbeiten` der Strukturen, die so gebildet werden…
Eine neue VDS?
Oder eher ein Archiv über das man in 20 Jahren lachen könnte wegen des sinnlosen Steits.
Denn wissenschaftlich wäre hier dran rein gar nichts (besonders wohl die nicht veröffentlichten Kommentare). Zumindest im politischen Sinne.
Aber zumindest wäre es evtl. für Psychoanalysen brauchbar.
Was S. Müller geschildert hat, entspricht genau meiner eigenen Wahrnehmung. Die Piratenpartei tut sich mit diesem Forum keinen Gefallen, in dem Hunz und Kunz öffentlich mitdiskutieren darf.
Zwar sollte eine Partei schon das Ohr am Volk haben. Aber nicht im Internet; und zumindest nicht so, wie es bei den Piraten gelaufen ist.
Es sind ja nicht nur die Umgangsformen, die man kritisieren kann. Die Maskulisten stehen jeder emanzipatorischen Entwicklung im Weg, sind streng betrachtet sogar völlig antidemokratisch eingestellt.
Ich meine, dass wer sich Möbius, Weininger und Schopenhauer auf die Fahne schreibt, ist völlig indiskutabel. Keine von uns würde sich mit einem solchen Gnom abgeben. In den Foren sollten wir es auch nicht tun.
Mit ihnen abgeben nicht, aber Lügen und Hetze sollten wir auch nicht unwidersprochen stehenlassen. Auch wenn die “Gnome”, wie man beobachten kann, offensichtlich mehr Zeit als Verstand haben und den ganzen Tag ihre Lügen weit gestreut verbreiten, sehe ich nicht ein, deswegen meine Klappe dazu zu halten. Das kann meinetwegen Eva Hermann tun…
Da ich Mitglied der Schweizer Piratenpartei bin kann ich natürlich kaum nachvollziehen, welche persönliche Angriffe weiblich Mitglieder der Deutschen Piratenpartei zu “erleiden” haben. Für mich ist aber eines klar: eine geschlechtlich abgegrenzte Gruppe innerhalb der Partei kann ja kaum noch falscher sein.
Wenn ich mich persönlich angegriffen fühle, dann gehe ich auch persönlich auf die Person zu und regle das mit ihr. Sich innerhalb eines geschlechterdominierten Gruppendenkens zu verschanzen in der Hoffnung dann ernst genommen zu werden: für mich ist das ein Indiz für geringes Selbstvertrauen und die Angst vor der direkten Konfrontation.
Tatsache ist: Die Piratenpartei wird von Männern dominiert. Aber da können die Männer nichts dafür. Das Interesse für neue Medien, Information und Kommunikation, neue Technologien und Datenschutz ist bei den meisten Frauen nicht sehr hoch und wird auch nicht gefördert.
Das mag an den Redakteur(innen) der Frauenzeitschriften liegen (in denen die Thematik “Web” höchstens mit ein paar Flashgame-Tipps aufwartet und lieber die neuesten Fummel präsentiert werden), das mag daran liegen dass Kinderwerbung bereits geschlechterspezifisch betrieben wird, es könnte auch daran liegen dass viele Frauen selber bereits Mühe mit dem Bedienen eines Telefons haben und sich gerne auf “den Mann im Haus” verlassen.
Wie auch immer: es arbeiten nicht nur Männer bei Medien, die ein stark geschlechtergeprägtes Denken propagieren sondern auch Frauen.
Nur weil man mit seiner Meinung aneckt heisst das nicht immer, dass dies passiert weil man gerade schwarz, weiblich, behindert oder arbeitslos ist…
Tatsache ist: Die Piratenpartei wird von Männern dominiert. Aber da können die Männer nichts dafür. Das Interesse für neue Medien, Information und Kommunikation, neue Technologien und Datenschutz ist bei den meisten Frauen nicht sehr hoch und wird auch nicht gefördert. [...] [E]s könnte auch daran liegen dass viele Frauen selber bereits Mühe mit dem Bedienen eines Telefons haben und sich gerne auf “den Mann im Haus” verlassen.
Und genau wegen solchen Aussagen bleiben
Frauen wie ich der Piratenpartei fern. Einerseits wird nach außen getragen, die PIRATEN wünschen sich einen höheren Frauenanteil, dafür tun wollen sie aber auch nichts. Da sollen sich doch bitteschön die Frauen selbst drum kümmern. Dabei wären Themen wie “Frauen im Netz” oder “Frauen in MINT-Berufen” total gut bei der Piratenpartei aufgehoben. Prinzipell ist es doch auch das Ziel politischer Arbeit, Menschen für die eigenen Themen zu begeistern. Warum das in Bezug auf Frauen nicht gelten soll, ist mir schleierhaft
P.S, Mein Mann weiß übrigens nicht mal, was der Unterschied zwischen einem Router und einem Modem ist.
Beim Telefon kann nicht so viel schiefgehen – wir haben aus Nostalgiegründen eins mit Wählscheibe.
Und genau wegen solchen Aussagen bleiben
Frauen wie ich der Piratenpartei fern. Einerseits wird nach außen getragen, die PIRATEN wünschen sich einen höheren Frauenanteil, dafür tun wollen sie aber auch nichts. Da sollen sich doch bitteschön die Frauen selbst drum kümmern.
Welche Farbe darf der teppich denn haben? Hochflorig oder lieber für Stöckelschuhe geeignet?
scnr
Beitreten, mitmachen!
Den Zirkelschluss zu sehen: zu wenig Frauen bei den Piraten, darum zu wenig Frauenthemen, darum unattraktiv für mich als Frau, darum trete ich nicht bei! und gleichzeitig so zu ÜBERsehen, ist nachgerade geeignet für Kopf –>Tisch /repeat
Sorry, wer sich so der Logik verweigert, hat es nicht anders verdient.
Bernd
An den Themen liegt es meiner Meinung nach nicht. Aber das habe ich ja schon geschrieben – der Ton macht die Musik, und der Ton in den öffentlichen Diskussionsmedien ist einfach grottenschlecht. Da ist es auch egal, ob da Pirat/innen schreiben oder Trolle. Nach außen hin ist das nicht unterscheidbar und jede Äußerung erstmal gleich viel wert. Ich verstehe jeden Menschen, der sich von dieser Art der Diskussion abgestoßen fühlt.
Ähm, sorry Bernd. Die Debatte über Geschlechterdemokratie bei den Piraten gabs ja jetzt nicht zum ersten Mal, sondern auch schon vor der BTW. Seitdem hat sich rein garnichts geändert, wie das Statement zum Thema von Andi Popp ja auch gut belegt.
Im Übrigen dürfte auch Dir aufgefallen sein, dass die erste Frau, die tatsächlich geschlechterpolitische Themen hörbar anspricht, gerade von ihren Parteikolleginnen und -kollegen derart fertig gemacht wird, dass ich den Spruch “Aber Du kannst bei uns ja jederzeit mitmachen und Deine Themen einbringen” fast schon niedlich finde. Bitte, der Tisch wartet auf Dich.
@ Name (notwendig)
Der Kritikpunkt war die *geschlossene* ML! Nicht die Gruppe an sich!
Und es ging darum, sich vor dem Macho-Gehabe der Männer zurückzuziehen. Wie ich weiter oben schon mal ausgeführt habe, will ich mich bitte gegen Anschuldigungen und Männerbilder auch wehren können! Eine Frage der Fairness, die eine geschlossene ML nicht bietet. Ganz abgesehen davon, dass sie für den intersexuellen Umgang keine Wirkung zeigen kann (wie auch?).
Drum schlage ich nochmal vor: Rein in die Aktive Liste und sagen, was Sache ist!
Die Aktive Liste ist wohl kaum eine Alternative für Frauen, die sich schon nicht ins Forum trauen, weil dort gespamt und beleidigt wird, was das Zeug hält. Verstehst du nicht? Diese Frauen möchten sich mal in einer angenehmen Atmosphäre austauschenl, ohne ihre Positionen permanent mit Gewalt verteidigen zu müssen. Wenn man sich die ganze Zeit nur mit Abwehr von Angriffen beschäftigen muss, bleibt keine Zeit zum Finden von Lösungen oder für neue Ideen. Dafür braucht man eine positive Umgebung und kein Kriegsgeschrei.
Tja, wenn frau bei diesem Umgangston nicht mitmachen will, ist sie einfach nur zickig und unlogisch (s.u.) und natürlich an allem schuld. Ist doch klar, oder nicht.
Tatsache bleibt , dass die Frauen selber bestimmen ob sie zu dieser Partei gehören wollen oder nicht bzw. ob ihnen die Thematik wichtig ist.
Und es ist Tatsache, dass es mehr männliche als weibliche Nerds gibt. Entweder aufgrund gesellschaftlicher Zwänge oder aufgrund persönlicher Entscheidung, aber sicher nicht wegen der Piratenpartei.
Frauen die sich mit der Materie auseinandersetzen und die Wichtigkeit der Parteianliegen von geschlechtlichen Animositäten untergraben lassen, nehmen die Ziele der Partei aus meiner Sicht nicht ernst, sondern versuchen stattdessen die Partei als Motor für einen Frauenrechtskampf zu missbrauchen.
Tatsache bleibt , dass die Frauen selber bestimmen ob sie zu dieser Partei gehören wollen oder nicht bzw. ob ihnen die Thematik wichtig ist.
Ob man zu der Partei gehören möchte, entscheidet sich aber nicht einzig an einem Datenschutzwillen. Die Meinungsfreiheit ist mir wichtig, aber deswegen setze ich mich noch lange nicht zu irgendwelchen Nazis und helfe ihnen ihre Gerichtsakte vorzubereiten. Und genausowenig Lust habe ich auf ein Forum, in dem einem ständig die Menschlichkeit abgesprochen wird.
Da sich die Piraten rein aufgrund ihrer Ziele nicht konkret horizontal positionieren (lassen), kann gar nicht pauschal von Nazis gesprochen werden. Viel eher zeigt sich in dieser Partei, dass es von links bis rechts Leute gibt, die mit der momentanen Lage nicht zufrieden sind und sich unabhängig von ihrer Perspektive gegen Zensur und für Datenschutz einstehen.
Aber wenn Sie pauschal von Nazis sprechen, dann muss ich mich jetzt wohl wie eine “Nazin” fühlen?
Wenn sie schon anderen pauschal Vorurteile vorwerfen, dann sollten Sie vielleicht nicht ins selbe Horn blasen…
Inwiefern Ihnen ihre Menschlichkeit abgesprochen worden ist, weiss ich natürlich nicht. Ich bin mir aber ziemlich sicher dass Sie menschlich sind da ich anhand der Antworten gewisse kognitive Fähigkeiten erkenne; falls also etwelche Aussagen sie in dieser Hinsicht dermassen verunsichert haben sollten, darf ich ihnen Ihre Menschlichkeit bestätigen.
Nein, ich bezeichne die Forentrolle nicht als Nazis, und noch weniger Sie oder andere Kommentatoren. Es handelt sich dabei um eine Beschreibung einer Analogen, bewusst zugespitzten Situation, die das Problem verdeutlichen soll: eine Gemeinsamkeit auf einem Themengebiet ist nicht genug, um eine dauerhafte Zusammenarbeit zu begründen; erst recht nicht um die in anderen Bereichen ständig stattfindenden Anfeindungen zu ignorieren oder hinzunehmen.
Leider haben in den Diskussionen zu viele ihre Argumente an meine Geschlechtsorgane gerichtet. Da diesen allerdings besagte kognitive Fähigkeiten fehlen, war dies der Diskussionskultur (und meiner Geduld) nicht sonderlich zuträglich.
Das heißt, wenn ich nicht bereit bin, permanent Scheiße zu fressen, untergrabe ich die Ziele der Partei? Ich denke umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn die PIRATEN Frauen als Wähler ansprechen und als Parteimitglieder gewinnen wollen, müssen sie sie wohl oder übel auch mit den gesellschaftlichen Zwängen auseinandersetzen, denen Männer und Frauen heutzutage immernoch unterworfen sind.
Ich sehe nicht ein warum die Frauen eine Extraeinladung brauchen. Die Ziele sind klar umrissen und betreffen sowohl Männer als auch Frauen. Wenn das den Frauen egal ist, dann ist das schade weil heutzutage Parteienprestige vom Frauenanteil mitbestimmt wird (weil es ja eben sonst sofort Maskulisten etc sein müssen).
Es gibt genug Gleichstellungsangestellte (wobei Männer dort extrem unterrepräsentiert sind) die sich um die gesellschaftlichen Zwänge zu kümmern haben.
Primär sehe ich nicht was an Nacktscannern, ACTA oder Zensur für Männlein oder Weiblein anders sein soll.
Wenn Du das nicht einsiehst, ist das ja auch nicht schlimm. Es ist auch nicht weltbewegend, wenn den PIRATEN Frauen einfach egal sind, nur müssen sich sich dann auch damit abfinden, dass sie für Frauen größtenteils unattraktiv sind und das nicht auch noch öffentlich bedauern.
Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass Frauen und Männer manchmal unterschiedliche Politk machen und das bestimmte Themen für Frauen anders aufbereitet werden müssen als für Männer und umgekehrt. Ich kann mir eine(n) Beauftrage(n) für Geschlechterfragen bei der Piratenpartei sehr gut vorstellen. Warum auch nicht? Politik ist nach wie vor männlich geprägt. Dass das Frauen vor andere Herausforderungen stellt als Männer, sollte auf der Hand liegen. Ich sehe nicht ein, warum eine moderne Partei so scharf darauf ist, alte Hegemonialstrukturen zu reproduzieren.
Themen für Frauen anders aufbereiten müssen als für Männer? Ich empfand den Unterschied zwischen Mann und Frau nie so gravierend, dass man nicht im Stande gewesen wäre gemeinsam für eine Sache einzustehen.
Ich bin halt ein Fan von Diversity-Management. Soll in in der Wirtschaft ganz gut funktionieren.
Hi allerseits..tippe aus Östistan. Bin als Feministin bekannt, war früher polit. aktiv, z.B. ab 1981 Frauenprogramm & Basisgehaltkonzeption & Statuten bei den ersten Ö-Grünen gemacht, war 1983 – 1987 in Wien/Wieden `wilde`grün-feministische Bezirksrätin etc…lebe seit Jahren *erzwungenermaßen* sehr zurückgezogen. Zum Thema; mir ist sowas vor Jahren öfter massivst passiert, bis hin zu Terror (mehrfach) im real-life, samt Folgen wie zusätzl. gesundheitl. Beeinträchtigungen & Mord-Drohungen etc..wurde nach Einführung des stalking-Paragrafen angezeigt, mit Unterstützung von Wr. Rechtsanwältin (eher von der linken/frauenbewußten Reichshälfte), und in Ö vor 2 Jahren ausjudiziert; es war KEIN RECHTSTITEL zu bekommen gewesen!!! Dafür legale Bewaffnung..da die Bedrohungslage real eklatant war, sobald ich wo wieder auftauche, vmtl. rasch wieder ist…VORSICHT BITTE!!! Diese selbsternannte Gegenseite der organisierten Maskus hat; Listen mit Fotos, professionelle Hacker werken für diese, und verhetzte Idioten dieser Seite schrecken auch vor echter Gewalt NICHT zurück…Klartext; DESWEGEN gibt es aus Ö kaum (mehr) quasi öffentliche Meldungen…alleine, daß ich DAS hier tippe, ist z.B. real riskant für mich. Da ich aber mit Männern lebe, samt Waffen, Hund, Polizei-bekannt etcetc etc; leiste ich mir es mal wieder. Leider wurde ich z.B. vor 3 Jahren im Emma-Forum gesperrt, angebl. wg. Protesten
Dritter, gut, daß jetzt dieses Thema stärker diskutiert wird!!!
Ohne weitere Möglichkeit für mich, via Internet Präsenz zu haben, die ETWAS geschützter ist, ist`s Frust hoch 10, wir Frauen & kluge Männer; da brauchts mehr ORGANISATION auch auf unserer Seite…glztg. bin ich für; ECHTE FREIHEIT, auch im Netz. Widerspruch? Yep. Sollte auszuhalten sein; vor allem für die Art von verbrecherisch agierenden Maskus, die selbst keinen solchen dulden wollen, und daher ihre Misogynie mit Hilfe dieser technischen Kommunikationsmöglichkeiten austoben (lassen).
Femistinnen seit JAHRZEHNTEN (!!!) bewußt & tlw. organisiert aus jeder Meinungsbildung ausschalten können, ohne Hilfe für unserseits durch Behörden o.Ä. aus Steuergeldern bezahlter Leute…Verdacht darf geäußert werden; * um mit Hilfe des Themas u.A. unnötige ZENSUR IM NETZ durchzudrücken, hm?!*
So, DAS war jetzt MEIN * Wort zum 8. März*
Mit Emanzengruß, Bri L-R
PS; Unsereins hat innerlich längst * den Hut drauf g`haut`* Irgendwann reichts.
Auch ich kann die Frage beantworten, ob es Frauen gibt, die die Piratenpartei aufgrund der Gender-Debatte verlassen haben. Nun, ich war zwar noch nicht in der Piratenpartei, habe aber mit dem Gedanken gespielt, mich bei euch weiter zu engagieren. Ich habe mich also näher informiert und hielt es auch für gut, euer Forum zu besuchen, um zu sehen, welche Themen bei euch diskutiert und weiterentwickelt werden.
Ich bin Wirtschaftswissenschaftlerin und arbeite oft allein unter Männern. Ich bilde mir ein, inzwischen ein recht dickes Fell zu haben, und weiß auch zwischen den Männern und ihren Meinungen zu differenzieren.
Was ich in eurem Forum lesen musste, sagte mir viel über die “Stimmung” bei euch. Das waren nicht nur die Trolle, sondern auch die fehlende Zurückweisung dieser Hetze, die für mich sehr viel über die Haltung, die bei euch herrscht, aussagte.
Ihr müsst aufpassen, nicht von den Maskulisten gekapert zu werden. Die suchen sowieso eine politische Heimat, die nicht so braun-schwarz daherkommt, wie sie eigentlich sind. Ich jedenfalls werde noch nicht einmal mehr am Infostand mit euch reden. Tut mir leid, ihr seid durch. Ich will nicht auf jeder Ebene immerwieder die gleichen Kämpfe gegen mehr oder weniger gut verborgene Abwertung (als Frau) führen. Und das müsste ich bei den Piraten verdammt oft tun.
Ich glaube von den Maskulisten geht keine sonderlich große “Gefahr” aus. Habe erst letztens aus der Richtung einiges gehört, dass die Piraten genauso ‘männerfeindlich’ sind wie die anderen ‘linken Parteien’.
Ich finde es auch schade, dass das Forum soviele Trolle und andere seltsame Subjekte anzieht, denn der Durchschnittspirat dürfte zwar männlich sein, aber zivilisiert und aufgeklärt genug um nicht im negativen Sinne zwischen Männer/Frauen, Ossis/Wessis, Schwarzen/Weißen/Rosanen… zu differenzieren.
In einem offenen Forum lassen sich halt mehr oder weniger brisante innerparteiliche Themen schlecht ausdiskutieren.
zum thema:
)
ich bin fast ein halbes jahrhundert alt. und ich habe auch schon jahrzehnte nicht nur für die gleich-berechtigung, sondern insbesondere um die gleichwertigkeit (nein, nicht in piraten-gold-talern gemessen
gekämpft.
als ich 2006 die gründungs-piraten in berlin kennenlernen durfte, war ich überrascht und sehr erfreut, dass es eine generation gibt, die – endlich – weiter in diesen punkt ist. jedenfalls hatte ich diesen eindruck.
mittlerweile habe ich auch so meine erfahrungen gesammelt…..
schön zu sehen ist, dass hier eine konstruktive diskussion entstanden ist. überwiegend
herzliche grüße zora
Arg. Ich habe diese Diskussion mit hochgezogenen Augenbrauen verfolgt, und jetzt kann ich die Finger doch nicht von der Tastatur lassen…
Die Frage “wie viele sind ausgetreten?” geht eigentlich am Problem vorbei. Die Frage ist: “wie viele sind nicht eingetreten?”
Ich habe keine Ahnung ob die ursprünglich Aktion jetzt “gut” war oder nicht, als Mann werde ich nicht darüber spekulieren wie sich die Frauen jetzt fühlen (oder fühlen sollen). Und ob diese Partei jetzt Genderpolitik auf dem Programm hat ist mir eigentlich auch egal.
Was mich irritiert ist, dass von den Jungs und Mädels (pun intended) in der Partei wohl niemand auf die Idee kommt, dass es gut wäre zumindest so aufzutreten als sei jede(r) willkommen, und zwar nicht nur auf dem Papier.
Es ist ja toll wenn sich die meisten Frauen, die schon da sind, sich wohlfühlen. Aber auf jede von ihnen kommt mehr als eine, die fehlt. Und ich rede nicht von einer Quote, sondern von einer simplen Aussage: “Wir freuen uns, wenn ihr eintretet und wir geben uns Mühe, damit ihr Euch wohl fühlt”.
Klar, eigentlich sollte das selbstverständlich sein. Aber diese Diskussion gibt dieses Bild nicht ab. Zumindest würde ich nicht eine Partei eintreten (oder wählen), in der auf diese Weise über Männer diskutiert wird.
Das ist aber nicht die Schuld einer Pressemitteilung – die eigentlich kein Schwein interessiert – sondern liegt an der geballten Reaktion darauf.
Am putzigsten fand ich noch die Aussage “wir machen halt keine Frauenthemen”. Hilfe. Wenn die aktuellen Themen für Frauen nicht wichtig wären, dann wären sie auch nicht relevant für den Rest der Welt.
So, jetzt nehme ich mir wieder mein Popcorn, und bei der nächsten Wahl überlege ich mir wo ich mit gutem Gewissen mein Kreuzchen machen kann.
Kann es sein, dass du grade rumzickst? So kommen wir nicht weiter!
Den Piraten sind die Frauen NICHTNICHTNICHT egal!
Wie soll sich denn die männliche Prägung der Politik ändern, WENN FRAUEN SICH WEIGERN, MITZUMACHEN???
Das war jetzt mein letzter Kommentar zum Thema. Wenn sich dir dieser einfache logische Zusammenhang nicht erschließt, dann sei’s drum.
Bernd
Whow, gleich zwei Sexismen in so einem kleinen Kommentar. Gratulation. Ist auch besser, wenn Du zu diesem Thema nicht mehr posten willst. Außer Geschrei kommt eh nicht viel von Dir.
Ich kann einfach dieses “Macht doch einfach mit, ist ja kein Problem. Über dieses Gähnder-Dings und Frauenkrams reden wir später. Vielleicht. Wobei das ja eigentlich nicht unser Thema ist.” nicht mehr hören. PIRATEN machen intuitiv Politik für Männer, wie sollten sie da attraktiv für mich sein?
Der Kommentar ging an Name (notwendig)
Morgen,
was mich mal interessieren würde, woher wollt ihr wissen das nur Frauen die ML abonieren?
Bis jetzt wissen wir das nicht
Aber ein Telefonat könnte da recht hilfreich sein.
Dann könnte ich, wenn ich interesse daran habe einfach meine Freundin etwas reden lassen, und könnte eure ML lesen und alles Öffentlich machen und ihr wüsstest nichtmal wer das Öffentlich macht. Zudem gibt es die Möglichkeit einen Voice Changer zu Benutzen, ist Richtig spassig das ding. Aber wo wir gerade dabei sind, das klären wir dann später wenn du mich dann anrufst wie gestern abgemacht
PS: Ich hab dich auf meinem Blog verlinkt, im Blogroll.
Klar, erstens wissen wir das, und zweitens leakt es schon.
Aber dass du eine Freundin hast, muss du erstmal beweisen *fettgrins*
Merci. Gegenlink folgt.
Im Ernst: so einfach anhand des Namens ist das natürlich nicht festzumachen, auch nicht am Telefon. Letztendlich wird es doch so sein, dass solche Aktionen, wie unabgesprochenes “Öffentlichmachen” nur dazu führen, dass noch stärker kontrollierte Medien oder “Verschlussmöglichkeiten” gesucht werden. Das ist immer so. Wenn ein Wunsch besteht, findet man auch Wege ihn zu verwirklichen. So haben wir´s im Forum ja auch gemacht, oder?
Hi allerseits
FrauOFrau (=MannOMann *g*), das Dischtkurierte hier er/sieinnert mich sääährrr an die Anfangszeit der ersten Grün-Alternativen Liste (später Partei ALÖ) in Ö, so ca. vor 30 (DREISSIG) Jährchen…Anfang der ACHTZIGER…mit einem Unterschied; jetzt läufts großteils über`s Internet…ergo auch gespeichert & dokumentiert ab…ob Ihr`s hier glaubt oder nicht; es ist total vergleichbar! Damals machte ich dann `privat`ein paar Monate lang Tonbandaufzeichnungen, um das soziale Mobbing, Sexisteln, Unterdrücken von Genderthemen & deren TrägerInnen (auch einzelne Männer!) zu dokumentieren, nur interessierte das dann kaum welche, bzw. wurde das -offene- Dokumentieren der Gesprächs-Interaktionen & Gruppen-Entwicklungen meinerseits von den männlich dominierten Gruppenchefs subito als; * verrückt, paranoid, extrem übertrieben* etcetc. bedeutet, und; Andere hielten sich prompt mehrheitlich an DEREN Deutungshoheit als die Möglichkeit anzunehmen, durch Überprüfung der Tonband-Dokumente eine OBJEKTIVIERUNG der Gesprächsabläufe vorzunehmen…Letztere wäre real eklatant zu Gunsten der Gender-Fragen ausgefallen. Nona.
Die Hierarchisierung der Gruppen er/siefolgte klar mit Hilfe von (Gesprächs-)GEWALT ab, impliziertem RUFMORD (z.B. gehört das Zuordnen von Einzelnen in`s Psychiatrie-Eck klar zum patriarchalen Droh-Szenario, sehr oft dann REAL umgesetzt!) Bei uns damals wurde dann jede Frau auf Bezirksebene mit echter sexualisierter GEWALT bestraft…was ich tlw. erst Jahre später erfuhr…plötzlich war 1 Frau einfach weg aus Ö…ihre Familie hatte sie für Monate im Ausland in Sicherheit gebracht..es hatte eine Art VERGEWALTIGUNG gegeben…(!), Getarnt als; sexuelle Selbsterfahrung incl. Bondage & SM usw..durchgeführt von Männern, die mit höchsten Polit-Trägern verbandelt waren…einer dieser Täter (besaß heftigste KiPo`s) starb später in Berlin an AIDS. Ich kann nicht behaupten, daß dessen früher Tod mir leid tat. Ähnliches passierte einer weiteren jungen Frau, die Jahre lang meine engste polit. Gefährtin war…und niemand half uns!!! Dohnal, der ich früher selbst oft zugearbeitet hatte, strukturell, politisch relevant, sagte bei einem Bitt-Besuch von uns bzgl. des TERROR`S; `kommt zu uns, dann hört sich das auf, dann seid`s sicher`. Sprich; kommts zur SPÖ, dann habt`s Ruh…
Wir fühlten uns nur mehr gefrotzelt. Das Ganze passierte ja in WIEN; und da haben seit dem WW2 diese Sozis das Sagen!
Ihr in D; glaubt bitte nicht; `das ist nur Ö, geht uns nix an`.
Stichwort; Hypo Alpe Adria. Es geht `Euch`was an…z.B. haben/hatten in dieser Kärntner Bank Männer das Sagen, die direktest mit diesem Irrsinn zu tun haben & hatten..diese Verbrecher (!) sind zuerst selbst (Mißbrauchs- & gewalt-) OPFER gewesen, wurden in absolut mafiösen & korrupten Seilschaften, Systemen zum Lügen & Betrügen hin erzogen (anders hättens kaum überlebt, geschweige denn Karriere gemacht) und; glztg. haben dieselben Leute (hptsl. Männer) jede, JEDE personelle Alternative zerstört…indem die Menschen (hptsl. Frauen) selbst ZERSTÖRT wurden…mit echtem Terror. Ihr glaubt, ich übertreibe? O Nein!
Morde, Selbstmorde, Rufmorde, Anschläge, Vergewaltigungen, Diebstähle, Zerstörungen von Sachen, Tieren, Menschen, deren Existenzen sowieso…alleine das, was ich weiß, füllt Bände…;-(
Für wen 1 Thema?
Nö, immer noch nicht.
Und solange das SO ist, Entsolidarisierungen weiterhin SO ablaufen können, ohne echte Hilfe (z.B. von Behörden, die den `Rechtsstaat`schützen sollen), solange prophezeie ICH diesen (Staats-)Gebilden den totalen Untergang.
So wurde damals diese ALLE betreffende Problematik auch innert der Ö-Grünen größtenteils unter den Disku-Tisch gekehrt, patriarchale Strukturen (tlw. mit echter Gewalt!!!) durchgesetzt, später war dann eine Neugründung nötig (=jetzige Grün-Partei in Ö), aber OHNE die vorherigen, auch von mir gestalteten gender-bewußten & revolutionären Statuten..grad`mal die 50% Quoten & bisserl gendergerechten Sprachregelungen wurden beibehalten..Basisgehaltforderung erst Jahre später wieder `neu` inhaliert usw…hatten wir vorher längst drin. Und mehr…vor DREISSIG Jahren…wie irre zäh das Alles abläuft…Wahnsinn.
In der Zwischenzeit funktioniert kaum mehr eine Beziehung hierzulande zwischen Frau & Mann für längere Zeit echt GLÜCKLICH..und es wird immer noch gemauert daß die Schwarten krachen.
Aber; bitte nur weiter so, hier z.B; mit dem Diskutieren ..;-)
Wird allerhöchste Zeit, tiefer liegende Strukturen aufzuzeigen! Und zwar IN ALLEN, ob weiblich oder männlich verkörpert..

Gratuliere auch für die Leistungen von Piratenweib & MitstreiterInnen hier!
Bitte nicht aufgeben.
Und an Andere; bitte aufzupassen auf die paar Bewußtseins-Trägerinnen (auch Männer)
mit Gruß, ein etwas älteres Semester aus Östistan, übrigens *bemannt* (seit über 20 Jahren), Mutter usw..als * arg männerfeindlich*, jaja
*grins*
Zitat MELA;
*Frauen die sich mit der Materie auseinandersetzen und die Wichtigkeit der Parteianliegen von geschlechtlichen Animositäten untergraben lassen, nehmen die Ziele der Partei aus meiner Sicht nicht ernst, sondern versuchen stattdessen die Partei als Motor für einen Frauenrechtskampf zu missbrauchen.*
Diese Aussage ist klar;
-Genderthema wird hier als NICHT relevant für die Piratenpartei definiert
-*Parteianliegen* (welche denn, hm?) werden per se vereinnahmt, 100% tige Deutungshoheit über ALLE/S beansprucht
- im gleichen Atemzug, Schriftsatz, wird jedes Hinterfragen sofort ins Psycho-Eck gestellt; `geschlechtliche Animositäten`
Hierzu 1 Hinweis; im WGBDL-Maskuforum, das übrigens mit einem MEINER Wortspiele agiert(e), -*MENSCHIN*- sind diverse Animositäten von Männleins & deren HelferInnen weeeiiit überrepräsentiert, und ein AH AnHang ist ja da & bei den D-Piraterln gaaar nicht überrepräsentiert, oder, hm?
Bei uns in Ost-Östiland kommt demnächst ein so ein `überanimositätiges` Masku-Mannsbild vor Gericht; er hat vor Wochen genau da eine Gerichtsmitarbeiterin ERSCHOSSEN, regelrecht hingerichtet. Voll besoffen, die Kugel traf die Frau, Mutter 2er Kinder, Gattin, mitten ins Gesicht. Sein Motiv; Ärger über ungerechte Behandlung durch 1 Richterin ebendort, während mehrerer Scheidungs- & Versorgungssachen (3 Ehen, Kids..) im Kurier bekam der Herr Künstler und Kunstpädagoge (unterrichtete in 1 Gym) jetzt eine volle Seite für SEINE Verteidigung zugesprochen…`er hätte NIENIE wen töten wollen`…jaja…ich bekam sowas wie 1 annähernd vergleichsweise Medienpräsenz hier noch nie…vmtl. ist unsereins noch `zu brav`, zu `unwichtig`, ergo; zuwenig `animos`, oder wie oder was, hm?!
Die *Logik* diverser Macho-Trotteln ist ja offensichtlich; terrorisiere, zerstöre, töte letztlich sogar, und sei dadurch (!) letztlich wichtig!
Einzelne Täter kämpfen so stellvertretend für weitere Männer…im Waffengeschäft vor Ort waren kurz nach der Tat die aufgegeilten & machtbesessenen Typen im Rudel zu bewundern…ich aber auch. Munition nachfassend, zwecks evtl. nötiger Selbstverteidigung…mit meinem Mann, und über diese Mordtat redend…z.B. darüber, wie Dumm-Machos einfach TÖTEN, nur um ihren Machtanspruch durchzusetzen, und dann auch noch auf Verständnis hoffen (dürfen), etcetc…diese Männer verfielen sichtlich…flüchteten fast aus dem Geschäft…nein, ich bin NICHT für 1 Waffenverbot. Sorry. Ich bin FÜR Bewaffnung von; FRAUEN.
an Bernd;
*Wie soll sich denn die männliche Prägung der Politik ändern, WENN FRAUEN SICH WEIGERN, MITZUMACHEN???*
Genau DAS ist der Punkt; kein/e kommt erst mal auf die Idee, bei Frau/en organisatorisch `mitzumachen`…sondern ein **** geht gaaanz selbstverständlich NUR davon aus, daß *frau* MITMACHEN soll…bei von Männern Vorgegebenem..
warum wohl, hm?
Weil quasi `nur Männleins` imstande & es wert sind, was Wichtiges aufzubauen?
oooder…
Weil * Frauen* unfähig sind, EIGENE Strukturen zu bilden?
Oder wohl eher, weil Frau/en von vorneherein als zu `unwichtig`gesehen wird, um echte Relevanz zu besitzen…?
Nun, ich kenne den Umkehrschluß, real mal machtpolitisch umgesetzt; bei diesen ersten Ö-Grünen MACHTEN wir (paar Frauen & Männer) einfach selbst was, 1982/83, bildeten Strukturen, für alle bestimmende Statuten, entwickelten Themen, Vorgaben, MEINUNGSFÜHRUNG etcetc, trafen uns, bald zu Hunderten, Ö-weit, und; die Anderen mußten dann *REAGIEREN*…uns quasi `hinterherkommen`…wir waren schlicht; wichtig geworden,…ein JH bekam zeitgleich im Bgld. & Vorarlberg nur ein Dutzend Leute zusammen, wir; über HUNDERT DelegiertInnen…wurde alles nur leider; totgeschwiegen durch die Ö-Journaillen…vmtl, da letztere im Besitz von Banken usw…tja. Da zeigte sich halt die gesellschaftliche MACHT..
Aber; unsere VORGABEN riefen in der Bewegung Stürme der Diskus & Reaktionen hervor…mit politischen Themen durch die Bewusstseinsbildung entwickelt, die HEUTE noch die Politik-Themen schlechthin sind; auch bei Euch in D, wie die Grundsicherung/Basisgehalt, Quotenregelungen, gegenderte Sprache, Gleichstellung Homosexueller uswusw…nur hatten wir wesentlich noch ORGANISATIONSFRAGEN DER WIRTSCHAFTSTRUKTUR im Programm…samt guten Lösungsansätzen…denn ALLES; einfach ALLES, das Frauen betrifft, betrifft glztg. die Männer ebenfalls.
*Kehr-um-die-Hand* sinds die gleichen Themen
Es gibt keine Trennung der Themen, solche ist; Illusion. Irreal.
Boris;
*Dann könnte ich, wenn ich interesse daran habe einfach meine Freundin etwas reden lassen,*
Na klar, und unsereins könnte sowas auch; umgekehrt…oder nur 1 männl. Nick benützen…und?
Das (H)Internet gehört euch Jungs nicht (alleine).
Was ist daran so schwer zu begreifen?
Übrigens; in meinem sozialen Umfeld verweigern immer mehr Menschen, es -das (H)Internet- zur Meinungsbildung zu nutzen. Warum wohl. Im deutschsprachigen Netz ist es längst auch eher mau, gute & informative Foren zu finden. Wird alles bald zugemüllt von diversen Leutl`n, die damit gezielt egoistische Macho-Machtpopolitik betreiben.. nur; sobald diese Leute selbst Familie & Nachwuchs haben, wirds bald komisch..denn die echte Reality ist nun mal vielschichtiger..und deren Beziehungskatastropherln schreien dann Bände…sichtbar…*g*…ich schmunzle auch oft, wenn ich mit großgoscherten Taugenichtsen Typus *Mr. Huchsowichtig* an diversen Spitzen der jetzigen Strukturen zusammentreffe (und diese wissen, wer/was ich bin)…und kann denen dann locker jeweils voraussagen, daß es sie auch bald voll auf die Gosch`n kleschen wird, halt etwas anders als unsereins…
nur; ich kann mich noch in den Spiegel schaun!
Ohne Spur von schlechtem Gewissen.
Die NICHT. Nicht wirklich. Sowas mekt frau (und sensibler Mann)
Schon am Geschau.
Was glaubts, was los ist, wenn z.B. das Pensionssystem zusammenkracht, hm? Nix mehr Enkerl-Zuschuß von der Großmama für den flotten Cyberjüngling…..*g*
Oder das Stromnetz mal W.O. gibt…(könnte in ME ab 2012 Reality werden)
schickts dann Brieftauben los, hm? Gute Compisucht Alternativen schon gefunden?
Geht es bei diesem Frauen-Mord um das folgende Geschehen?
http://www.rp-online.de/public/kompakt/panorama/796465/Frau-in-Gericht-erschossen.html
yep. thats it..sorry übrigens für das späte re, mein compi ging ein, hardware-sache, angeblich nur verschleiß..na ja.
Dieser Täter ist in meinem Alter (über 50), ein Künstler & Kunst-Pädagoge, tlw. mit belasteter Vergangenheit. Galt hierzulande durchaus als 1 Meinungsvervielfältiger..und zwar klar in Richtung `Männerrechte`, politisch aber eher NICHT `rechts`eingestellt…war viermal verheiratet. Der Krach um -für ihn existentiell wichtige- Scheidungssachen, mehrfach anhängig bei diesem Hollabrunner Gericht, waren der Anlass für diesen Mord an einer Gerichtsmitarbeiterin..er hätte vmtl. die zuständige Richterin vor seiner Waffe haben wollen…was mich da aufregt, ist, daß -im Vergleich!- die Angelegenheiten von unsereins nicht&nicht&nicht ERNST genommen werden, und das trotz tlw. erdrückender Beweislast! Meine jüngere Schwester ist TOT, ich schwer geschädigt, Freundinnen deto, Mann, Sohn leiden mit (!), und ich bekam noch NIE auch nur annähernd eine Medienpräsenz (auch nicht in sog. Frauenmedien!) wie z.B. dieser durchgeknallte Typ jetzt…
Es ist so, daß nicht-typische Opfer (=solche, die sich selbst erfolgreich wehren konnten) nicht vorkommen dürfen in der veröffentlichten Meinungsbildung. Auch bei den jetzt hochkochenden Mißbrauchsfällen ist es so; mir bekannte AktivistInnen (auch Männer), die seit Jahren nachdrücklich & wirksam gegen diesen Wahnsinn mit Methode kämpften, kommen jetzt medial einfach NICHT vor!!!
Vmtl; weil unsereins zu gut ist, zuviel an strukturell `gefährlichen` Lösungsansätzen wissen..tja…
Hab`heute die mailbox geöffnet, und da ist so eine mail eines anderen Aktivisten, der seit Jahren `Mißbrauch durch Katholen`thematisiert…samt enormem Risiko…alleine wenn wir uns wo trafen, diese Logistik dabei…usw…für Dritte ist sowas unvorstellbar. Unter ständigem Druck/Angst leben zu müssen…und das kommt ja nicht von ungefähr;-(
an die Psycho-Profs, die hier mitlesen; tut`s nicht immer nur INDIVIDUALISIEREN, damit werden Opfer oft nur zusätzlich belastet, nehmt die REALE GEWALT von Seiten der sog. `sozialen Umwelt`endlich ernster, in der die echten TÄTER oft sehr weit oben sitzen und dadurch ihre Verbrechen so richtig ungestört machen können..`verrückt`werden unter solchen irren Umständen dann oft; die Opfer selbst. Weil eben rundum alleine gelassen, nicht ernst genommen usw..oder; krank. Auch KÖRPERLICH krank.
Nur; niemand ist stärker als MenschInnen, die sowas durchmachen und; einigermaßen verarbeiten konnten. Die Konfrontation mit solchen `haut andere um`…;-)
Wird unsereins deswegen von der üblichen Journaille sooo tot geschwiegen, hm?
Könnte da Storys erzählen…oioioi…auch aus D…
Na, wie auch immer; aufs reale GUTE LEBEN schauen…gut essen, trinken, Beziehungen…gemütliche Wohnung…Tiere…LEBEN IST IMMER IM JETZT
Grüße aus Östistan
Wolfgang Preiss Blog: und-in-berlin-wird-eine-mauer-gebaut/
Geschützt: Posted März 4, 2010
Die Trennung ist vollzogen, eine Gruppe weiblicher Piraten hat sich offen und teilweise aggressiv von der einheitlichen Gruppe der Piraten abgegrenzt. Sie nennen sich Piratinnen und nehmen für sich in Anspruch für alle weiblichen Piraten zu sprechen.
Andere Frauen bei den Piraten, die sich offen gegen die Piratinnen aussprechen, wird ganz aggresiv vorgeworfen, sie haben eine Gehirnwäsche hinter sich. Emanzipation ganz im Sinne von Alice Schwarzer. Der Kampf der Frauen muss von jeder Frau unterstützt werden, und wenn sie das nicht tut, ist sie der Feind. Da fällt mir ein Zitat zum Thema SM von Alice Schwarzer ein “Weiblicher Masochismus ist Kolaboration” – Genau so sehen die Piratinnen ihre Mission. Den jungen männlichen Nerd von Grund auf pauschal zu verurteilen, in persönlichen Differenzen sofort die Schwarzer-Keule rausholen, und wenn ein einzelner tatsächlich sexistisch ist dies sofort als
pauschalen Beweis für alle Piraten stolz zu präsentieren.
Lena Simon hat den Grundstein für diese Mauer gesetzt und sie wird fleissig aufgebaut, im Kampf gegen den Klassen geschlechtlichen Feind. Überläuferinnen werden nicht weniger unter Druck gesetzt, und ganz offen für ihre persönliche Position angegriffen.
Nicht nur Piratinnen bauen an dieser Mauer, sie werden auch fleissig von Frauenrechtlerinnen unterstützt, die hier eine neue Chance sehen, eine Institution anzugreifen, die noch kein Binnen-I eingeführt hat, und in der Frauen die gleichen politischen Qualitäten an den Tag legen müssen wir ihre männlichen Mitpiraten. Jeder geschlechtliche Unterschied wird herausgehoben, und erhält den Aufkleber “Wir sind anders!” – der wohl bald von “Wir sind besser!” überklebt wird.
Hier wiegt bei den Piratinnen der geschlechtliche Unterschied schwerer als die Gemeinsamkeit des Piraten Daseins, so wird davon gesprochen dass der Anspruch der Piraten, der in der Satzung verankert ist, dass der Begriff Piraten als geschlechtslos anzusehen ist so interpretiert, dass sie ihre Weiblichkeit abgeben müssten. Dass das Gegenteil der Fall ist, und man möglichst viele
verschiedene Meinungen unter einem Namend “Piraten” vereinen möchte, und dass sie als Pirat (ohne -innen) selbstverständlich auch Frauen sind – aber in der Partei und in der politischen Arbeit eben erst nachdem sie Pirat sind – können sie nicht akzeptieren.
Das Frau-Sein muss an erster Stelle stehen, und die Männlichkeit der nicht-weiblichen Piraten darf aber auf keinen Fall auf gleicher Stufe angesiedelt sein – wird künftig unsere innere Strukturen beherrschen. Mauern die wir überwunden glaubten baut Lena mit ihren Mitstreiterinnen nun auf.
Dass es keinen Begriff gibt, der ein männliches Pendent zu “Piratinnen” darstellt, haben sie übersehen, da Piraten nicht die Gruppe der männlichen Piraten beschreibt.
Der Antipatriarchische Schutzwall der hier gebaut wird, kann die Piraten zerstören. Das ist zu erwarten, und wenn es so weitergeht, wird dies passieren. Und wie bei der alten Berliner Mauer ist Lenas neue Berliner Mauer nicht dazu gedacht die Männer draussen zu halten, sondern die Frauen drin.
Hervoragende Arbeit Lena. Ich persönlich werde das nicht vergessen.
@Wolfgang Preiss
Leider schützt du ja deinen Blogbeitrag.
Doch nicht nur Lena scheint verkehrt zu laufen, derzeit gerät alles aus der Bahn in der BRD – nicht wegen den Schlaglöchern. Die Frauensektion der aufgeführten PiratInnen ist nur die Spitze vom Eisberg. PRtechnisch clever gemacht, kurz vor den Wahlen. Warum auch Rücksicht auf die Partei, auf Wahlinhalte nehmen, wenn man so selber im Rampenlicht – sorry – Rampinnenlichtin stehen kann.
@Der Hagen:
Ich glaube nicht, dass Wolfgang seinen Blogeintrag hier gepostet hat. Wird wohl ein Leak sein …
Auch ob er deinen Kommentar hier lesen wird, weiß ich nicht. Warum fragst du ihn nicht einfach nach dem Passwort. Du wirst es doch bestimmt bekommen – bist ja seiner Meinung.
Was ist nur aus der Meinungsfreiheit der Piratenpartei geworden, was aus Transparenz und Beteiligung?
Zum ersten Teil deines Eintrages: Ja du könntest Recht haben, dass er es nicht selber war, aber ob ich mit ihm 100% übereinstimme? Nach deiner Ansicht wohl – leider,. oder zum Glück (?) kennst du wohl meine Meinung nicht komplett, sondern nimmst dir nur Teile daraus. (Was menschlich normal und sinnvoll ist) – Und doch habe ich einiges an Ironie erkennen können in dem hier diskutierten Beitrag, was mir gut gefiel.
Zum zweiten Teil und deiner Frage: Es ist eine gute Frage. Aber selbst du stellst dich gegen beides. Wie ich darauf komme?
Was natürlich dein gutes Haus- oder Blogrecht ist. Ebenso wie ich einen meiner Kommentare nicht wiederfinden konnte – passte wahrscheinlich nicht so richtig für Dich.
Wir haben uns ja noch nicht länger unterhalten, so kenne ich nicht deine komplette Meinung und du nicht die meine. Hmm. Was machen wir nun damit?
Ich stelle mich weder gegen Meinungsfreiheit, noch gegen Transparenz oder Beteiligung. Alles ist hier auf meinem Blog möglich. Alles außer Flame, Spam und Hate. Trollerei dulde ich nicht. Meinungsfreiheit? Du darfst deine Meinung als Kommentar hinterlassen, auch wenn du eine andere Meinung als ich hast. Transparenz? Alle Blogbeträge sind frei zugänglich, keiner ist mit Passwort geschützt oder nur für spezielle Leser/innen zugänglich. Beteiligung? Du darfst schreiben, was immer du magst, solange es nicht (s.o.) Spam etc. ist. Und vielleicht bekommst du sogar eine Antwort.
Jetzt hab ich extra nochmal den Spamordner und den Papierkorb gecheckt – aber da ist kein Kommentar von dir drin. Bist du sicher, dass du den Vermissten abgeschickt hast?
Du hast 4 Kommentare gepostet, die alle freigeschaltet wurden. Warum auch nicht? Es stand nichts Beleidigendes drin und mit einer anderen Meinung, so sie halbwegs sachlich hier vorgetragen wird, habe ich kein Problem. Es kann aber passieren, dass ich darauf antworte
Auf deinen letzten Satz: Das ist positiv, sehr gut, super
Ein Kommentar fehlt, ist aber nicht so schlimm – darauf bezog ich mich auch nur im Nebensatz.
Deine Meinungsbildung begrenzt du selbst – das ist menschlich, und meine konstruktive Kritik bezog sich eben auf das Zitat unter deinem Blogeintrag:
Gerade letzterer Teil, … aber das ist dein gutes Haus-/Blogrecht. Vielleicht findet auch deshalb hier die Diskussion auf Augenhöhe statt – etwas das immer häufiger fehlt (so auch bei der PiratInnen Aktion)
Na eben, was mich beleidigt entscheide ich und das ist mein Hausrecht. Schließlich bezahle ich für diese Webpräsenz und den damit verbundenen Speicherplatz, da muss ich doch nicht jeden Mist dulden. Ist ja auch nicht die Piratenpartei hier, sondern eine private Seite.
Ich wüsste also nicht, was an meiner Aussage überhaupt kritikwürdig wäre.
Wie gesagt, ich habe keinen deiner Kommentare gelöscht und du darfst mir glauben, dass ich schon aus Beweisgründen, nahezu jeden Flame aufhebe. Nur die Viagrawerbung wird konsequent gelöscht :-))
Du hast ja SOOOOO recht!
Wirklich.
Alleine, daß Du hier dazu gedrängt wirst, in DEINEM Blog auf das ganz normale Hausherrinnen-Recht – oder doch eher Hausfrauenrecht? *g*- hinzuweisen, spricht Bände…bzgl. des Bewusstseins-Standes gewisser MittipperInnen hier…
lg Bri
Meine Güte! Und das alles hat eine Mailingliste ausgelöst. Dass eine Truppe weltfremder Maskulisten in das Forum der Piratenpartei eingefallen ist, stört hier nicht, ebenso wenig, dass einige der Global Mods dort eine ganz eigene “Politik” betrieben haben.
Aber eine Mailingliste hebt natürlich die Welt aus den Angeln… weil sie von Frauen stammt.
Leben wir 18hundert_langsam? Hedwig Dohm, bitte melde Dich!
….wollt mal ‘ n paar liebe grüße hierlassen
@ der hagen,
ich finde dies durchaus legitim. vorallem gemessen am verhalten einiger – in ausübung ihrer meinungsfreiheit.


es handelt sich um einen privaten blog, und menschen – wie z.b. ich – lesen hier gern, eignen uns weiteres wissen an, diskutieren oder halten uns in gesellschaft mit piratenweib einfach gern auf.
wenn du der dame nichts abgewinnen magst, such dir doch etwas, was dir freude macht
gruss zora
Werte Zora,
wer sagt dir, dass diese Diskussion mir keine “Freude” macht – wenn sie zu einem positivem Ende führt?
Und hab ich nicht geschrieben, das wäre ihr “gutes” Recht?
Also weiss ich, und mit verlaub, verstehe ich nicht, was du mir mit deinem Beitrag sagen wolltest.
Ich habe bei der letzten Wahl PP gewählt, aber das war das letzte Mal. Selbst die CSU ist inzwischen moderner, was Gleichberechtigungspolitik betrifft. Die Piraten haben sich als ranziger Haufen ewiggestriger Machos herausgestellt, wozu es ja gut paßt, daß sich soviel nazilastige Typen in der Partei rumtreiben. Tja, war wohl nix.
Schade nur, daß damit so wichtige Themen wie die Verhinderung stattlicher Zensur, Netzneutralität, etc. ins Hintertreffen geraten, da sämtliche anderen Parteien in dieser Hinsicht nicht viel zu bieten haben. Aber dennoch, Piraten wähle ich nicht nochmal. Da müßte sich schon viel ändern in nächster Zeit.
@Deanne)
Warum? Weil man Menschen nicht wegen ihrer Geschlechtsteile sondern ihrer Kompetenzen behandelt?
Es gibt genug Beispiele dafür, dass Frauen bei den Piraten bis nach oben kommen können…
Achja und die Nazikeule wird langsam immer langweiliger
Wonach Menschen für Positionen ausgewählt werden ist leider nicht wirklich nachvollziehbar. Letztendlich gibt es – insbesondere bei Wahlen – immer den “Nasenfaktor”, der eine Wahl mitentscheidet. Rein sachliche Entscheidungen sind für normalsterbliche Menschen nahezu unmöglich. Insbesondere wenn man sich die Vergabe politischer Ämter, gerade in den sog. etablierten Parteien, ansieht, so wird klar, dass es dabei unmöglich um Kompetenz gegangen sein kann. Je höher das Amt, je weniger Kompetenz – das zumindest ist mein persönlicher Eindruck.
Was die “Nazikeule” betrifft: Wenn man insbesondere im Forum liest, kann man leicht einen rechtsdrehenden Eindruck gewinnen. Es ist Sache der Pirat/innen der Öffentlichkeit einen anderen Eindruck zu vermitteln.
“Insbesondere wenn man sich die Vergabe politischer Ämter, gerade in den sog. etablierten Parteien, ansieht, so wird klar, dass es dabei unmöglich um Kompetenz gegangen sein kann. Je höher das Amt, je weniger Kompetenz – das zumindest ist mein persönlicher Eindruck.”
Haha, so wahr.
hallo
piratenweib spricht mir aus der seele – als ich in der thueringer mailingliste der piraten ueber “gender” diskutieren wurde, wurde ich von allen seiten gebasht
eine sachliche diskussion fand gar nicht erst statt.
daraufhin bin ich aus der mailingliste ausgetreten. ich arbeite seit 1997 aktiv fuer gleichberechtigung, empfinde mich nicht als feministin aber durchaus als
fachfrau was genderfragen angeht und soll nun in
einer partei, in die ich grosse hoffnung setze was die themen anbelangt, nochmal so einen fundamentalen kampf kaempfen? nee leute – ich brauch erstmal eine verschnaufpause – aber piratig und diskriminierungsfrei und postgender ist das alles in keinster weise!
achja und am meisten schmerzen natuerlich aussagen von (zumeist jungen) weiblichen piratenfrauen, die ueberhaupt nicht verstehen (wollen?), warum man in der heutigen zeit und der heutigen welt auch als pirat nicht an der genderdebatte vorbeikommt.
Könnte dich evtl. interessieren zu dem thema…
Quote: “[...] einige der wichtigsten Persönlichkeiten der deutschen Piraten sind Frauen – und werden durch diese Diskussion meines Erachtens nach schwachgeredet. [...]”
Bericht: Wer sind eigentlich “die Piratinnen”?
http://bit.ly/apcwNO
RT @Piratenweib: Update/Neue Links: @Piratenweib Mit piratigen Grüßen » Blog Archive » Piratinnen – persönliche An- & Einsichten http:// …
Ein sehr bewegender Artikel. Ich gehöre zu denjenigen, die die ganze Aktion sehr kritisch kommentiert haben, nicht weil ich finde, dass die Gleichberechtigung verwirklicht ist, sondern weil ich der Meinung bin, dass die Methoden der letzten 30 Jahre inzwischen das Gegenteil von dem Bewirken, was bezweckt wird. Ich denke, dass insgesamt nicht das Frauenbild das Problem darstellt, sondern das Männerbild. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es am besten partnerschaftlich in gegenseitigem Respekt weiterginge. Wenn ich aber besonders die Sexistinnen der EMMA-Redaktion lese, die schreiben als würden sie Männer nur aus der Kriminalitätsstatistik kennen, dann geht es mir wahrscheinlich wie vielen Männern, ich kann das nicht mehr ernst nehmen. Schon gar nicht als emanzipierter Mann. Schlimmer noch: Man fühlt sich angegriffen. Ich denke, das ist der Hauptgrund für die aggressive Reaktion vieler Männer, Mann will sich nicht weiter in die defensive drängen lassen.
Aber viele der Reaktionen sind weit außerhalb dessen, was in einer Diskussion angemessen ist, deshalb kann ich deine Reaktion gut verstehen. Ich kann als PP-Mitglied deshalb nur an dich appellieren, dich und deine Erfahrung uns allen weiter zur Verfügung zu stellen, wenn du dein Männerbild auch vielleicht etwas überarbeiten könntest(bitte).
Mit sonnigen Grüßen
Peter
Bin kein Pirat und gehe auch nicht wählen, doch verfolge ich mit grosser Belustigung die “gender”-diskussion.
Und soweit ich das beurteilen kann, fing diese Lena ( shine up your damen(!!!)klo ) damit an, Männer mit ihrer Frauenliste ausgrenzen zu wollen.
Dass das, schon alleine wegen der Pressemitteilung, eine Diskussion losschlägt war ja wohl klar, und dass sich auf beiden Seiten Deppen und Deppinnen befinden, die sich mit prolemischen Ausdrücken zu dem machen, was sie angeblich verurteilen, wahr auch klar.
Deshalb halte Lena und Co für ein Paradebeispiel, warum sinvolle Politik, welche im Kleinen anfängt, im Grossen scheitern muss….
Am liebsten sind mir doch die Kommentatoren, die weder Namen noch g´scheite eMail Adresse da lassen …
Nein, irgendwie fing es damit eben nicht an, sondern damit, dass Foristen aus Maskulistenforen ins Forum der Piratenpartei geströmt sind, und versucht haben die Meinungshoheit an sich zu reissen. Mit entsprechenden Folgen, die ja von uns alle kennen.
Hallo.
sicher schon an meiner Sprache erkannt haben mögen)
Vorab: Ich bin kein Partei-Pirat und von “Genderpolitik” verstehe ich erstmal garnichts. Ich beachte auch keine bestimmte Sprache und feministische Linguistik (das eine oder andere schlag ich dann doch nach) ist IMHO gruselig. Und weil es in dieser speziellen Diskussion relevant ist: ich bin männlich. (was feministische Linguisten
Was ich verstehe ist, das Genderpolitik wichtig ist. Das erkenne ich daran, in welcher Schärfe darüber diskutiert wird OB sie wichtig ist.
Bei den Piraten (die ich kenne) nicht nur denen in der Partei, wird gerne gesagt, dass es zwei Maßregeln gibt, wie man an Politische Felder herangeht:
“Gesunder Menschenverstand” (meint auch, sich selbst in das Thema einzuarbeiten) und “Experten” (meint auch kompetente Leute wählen).
Die Experten für Genderpolitik sind wohl diejenigen, die seit ca. 100 (ab und an gefühlte) Jahre darum kämpfen, dass überhaupt dieses Politikfeld beackert wird – man nennt sie gemeinhin Feministen. Der Stand von Feministen in der Piratenpartei wird ja sehr deutlich probagiert.
Und von Einarbeitung in das Thema kann ich ob der oft unqualizierten Argumentationslinien… die meist zu Standpunkten degeniert sind (und die Eigenschaften von geometrischen Punkten teilen)… eine Einarbeitung kann ich nicht erkennen, und dass obwohl ich selbst nicht eingearbeitet bin.
Geschlechtsspezifische Politik scheint eben eine richtig schwierige Sache zu sein. Sie ist eben nicht abstrakt, kann nicht gespeichert werden, man kann jeden Mann und jede Frau ganz leicht beleidigen oder verletzen – sie greift unmittelbar in jeder gesellschaftlichen Situation, und echte Überzeugungen dabei zu haben, und wirklich dazu zu stehen (ehrliche Politik zu betreiben) bedeutet, dass man überall und gegenüber politisch handeln müsste. Anders gesagt: Diese Politik braucht Ideologie, es gibt kein schlechter oder besser nach objektiven Kriterien, oder nach persönlichem Vorteil/Nachteil, den man dann verallgemeinert und nach dem optimalen für alle sucht.
Es ist eines der … menschlichsten Politikfelder und daher am schwersten zu begreifen – wer versteht schon die Menschheit, das andere Geschlecht oder auch nur einen anderen einzelnen Menschen wirklich und zur Gänze.
Ich glaube die massiven Reaktionen in der Piratenpartei gegen Genderpolitik sind keine weitverbreitete Frauenfeindlichkeit, auch wenn sie das Gesicht der Frauenfeindlichkeit trägt. Sie zeigen vielmehr die Muster der Angst. Nicht die Angst vor Frauen, sondern die Angst vor der Notwendigkeit des persönlichen Hinterfragens jedes Aspektes der Zwischenmenschlichkeit.
Ich glaube, darum versucht die Piratenpartei, “post-gender”/”post-feministisch” zu sein. Eigentlich versucht sie… post-ideologisch zu sein. “Nicht rechts, nicht links, sondern vorne” fällt genau in diese Kathegorie. Ich glaube dass viele Piraten sich vor Ideologie fürchten, insbesondere dann, wenn es keine einfachen, einleuchtenden, überprüfbaren Fakten gibt.
Geschlechterpolitik hat aber nur an äußerster Schale mit Fakten zu tun – Ämterverteilung, Einkommensvergleiche, Abschlüsse, Mitgliedsstatistiken ect…
Ich verstehe nicht viel von Gender-Politik und ich bin kein Parteimitglied. Und ich will an beidem in nächster Zeit nichts ändern.
Aber ich sehe, wie wichtig die Geschlechterpolitik sein muss, auf persönlicher, institutioneller (Partei), und gesamtgesellschaftlicher Skala.
Darum sollte jeder Experte und Kämpfer und Betroffener (besonders Frauen, die sich Mobbing gegenüber sehen) bei den Piraten bleiben, den Mund auf machen, und systematisch solange weitermachen, bis sich jeder, der sich bei dem Thema unwohl fühlt, jeder der es ignorieren will, oder Beißreflexe zeigt, sich wirklich damit auseinander gesetzt hat.
Zeigen sich dann – wenn es auf der Agenda steht und offen und transparent und BREIT diskutiert wird, dass die Partei beschließt, eine “Männerpartei” oder was auch immer zu sein, dann erst ist der Zeitpunkt gekommen, sie zu verlassen.
Da die Piraten keine Revolutionäre sind, und auch in ihrer Entstehung dieses Thema nicht auf der Agenda haben (wie die Grünen), sondern “werte-KONSERVATIV” sind, dauert es noch Jahre (2-3 Bundestagswahlen) ehe man damit rechnen kann, dass die Geschlechterpolitik bei den Piraten durchgekaut ist.
Wenn es euch, den Experten und Betroffenen ein zu harter Kampf ist, den ihr “nicht mal in der CSU” und schon garnicht bei den Grünen in dieser Härte führen müsstet, verstehe ich das gut.
Wenn aber die Piratenpartei noch für all das steht, für das ihr mal eingetreten seid (ich wette Gender-Politik war es NICHT), dann ist sie diesen Kampf wert.
Ich bin weder Partei-Pirat, noch Betroffen, und nach Aussage der “Experten” meines Umfeldes, bin ich ein Macho und Egozentriker – “Pascha” ist die exakte Formulierung. Ich kann sehr gut damit leben, wie es ist.
Aber für die Partei wäre es schade, wenn ihr dieser eueren Verstand und Expertise auf allen Feldern – auch der Genderpolitik – entzieht. Und ist die Partei erfolgreich trotz möglicherweise Frauenfeindlicher Tendenzen, oder zumindest unreflektierter Genderpolitik, dann könnte es auch für all diejenigen schade sein, die darunter leiden, das eigentlich fast überwundenes wieder salonfähig wird.
Viele Grüße,
0mad
Liebe mir nicht namentlich bekannte Piratin,
ich fürchte dann musst du austreten.
Ich habe eure Partei von anfang an gewählt. Aber wenn ich sehe wie hier die Frauen mit Gewalt einen bestimmten Proporz erreichen wollen, dann sehe ich rot.
Das hat nichts mit Frauenfeindlichkeit, in diese Ecke werden die Männer natürlich sofort gestellt und dagegen verwahre ich mich. Dies hat damit zu tun, dass die besseren vorne sind. Und DAS finde ich richtig und keinen Frauenvorteil.
Das sollten wir Männer uns überhaupt nicht mehr bieten lassen.
Wir Männer sollten endlich aufstehen und uns dagegen wehren.
Auf alle Fälle will ich meine Partei nicht so haben wie die Grünen, fein getrennt in Männlein und Weiblein und ja auf die 50% geachtet.
Dann wähle ich auch keine Piratenpartei mehr.
Grüße, Hubert
Ist mir ziemlich egal, was du möchtest.
Und ob du die Piratenpartei wählst, ist mir auch relativ …
Die Piratenpartei tut sich nichts Gutes, wenn sie Maskulisten wie dir den Weg ebnet, noch dazu hast du nichts von der eigentlichen Diskussion verstanden. Da erübrigt sich jedes weitere Wort. Punkt.
Bei soviel Arroganz und weiblicher Aggressivität will ich kein Wort mehr mit dir sprechen.
Ich kann mich nur erschüttert von dir abwenden und hoffe dass ich einem solchen Menschen wie dir nicht mehr begegnen werde.
Bei soviel Arroganz und weiblicher Aggressivität will ich kein Wort mehr mit dir sprechen.
Erschüttert kann ich mich nur von dir abwenden und hoffen, dass ich einem Menschen wie dir nie mehr begegnen werde. Punkt.
Zum Glück haben wir noch nie ein Wort miteinander gesprochen, und ich hoffe wir sind uns nie begegnet. Tschüss. Viel Spaß auf dem nächsten Blog.
Oh mei, das ist unterstes Niveau………si tacuisses philosophus mansisses………….ciao
Es heißt “Piraten”, “Piratinnen” ist eine Sprachvergewaltigung die bei mir nur Fremdscham auslöst.
Ich möchte an dieser Stelle auch ein Wort los werden
Als nicht Deutscher-Staatsbürger darf ich nicht wählen. Würde aber gerne eine Stimme an die Piratenpartei verlieren.. sind ja einige Punkte da, die das Leben nicht ganz erleichtern.
Zur Partei an sich kann ich nichts großartiges sagen. Aber es wird, wie ich finde, auch langsam Zeit, dass mal ein bisschen Frauen Power in die Politik kommt.
Die netten Herren haben bis jetzt eh nur, mehr oder weniger, blockiert. Nicht alle, aber einige.
Deshalb wünsche ich dir viel Glück beim Kampf gegen Goliat.
Gruß
Viet
Ich danke dir, Viet, Glück und mehr können die Piratinnen wahrhaftig brauchen!
….mal wieder vorbei’ gschaut hab
und wieder mal sehr glücklich bin, dass es dich (und euch) gibt.
das neue layout deiner seite ist spitzenmäßig und um einiges -!- umfangreicher und noch informativer geworden….
danke für die mühe, und danke für deinen mut, den du wieder/erneut
und immer noch verbreitest…
gruss zora
Ich für meinen Teil bin schon meiner Bürgerpflicht nachgekommen (per Briefwahl) und bin froh, dass sich die Piratenpartei in den von dir kritisierten Punkten so verhält, wie sie es tut – und nicht wie du es dir wünscht.
Positionierung links / rechts: Wozu soll das gut sein, zumal das doch kaum was aussagt? Selbstverständlich muss die Piratenpartei sich zu vielen wichtigen Themen noch ihre Gedanken machen, so auch zu sozialen Aspekten und den jeweiligen Lösungsansätzen. Das zwingt die Partei aber doch nicht dazu sich in eine extreme Ecke zu stellen. Das halte ich auch für kontraproduktiv, denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Piratenpartei wegen ihrer liberalen Haltung gern in die linke Ecke gestellt wird. Auch gibt es die meisten Überschneidungen in wichtigen Fragen mit den klassischen Linksparteien. Ich für meinen Teil möchte bewusst keine Linkspartei wählen, keine Partei, die durch Ideologie verblendet ist, sondern eine Partei, die ihre Maßstäbe und Ziele an Vernunft und Menschlichkeit ausrichtet. Zumal ich sowieso glaube, dass das klassische Rechts/Links-Denken ausgedient hat.
Fehlende “Genderpolitik”: Gott sei Dank, denn sämtliche Linksparteien unterstützen diesen Unsinn und verschwenden wertvolle Zeit und viel Geld. Die Gleichmacherei führt nicht selten zum Gegenteil, so dass Ämter vorrangig nach Geschlecht vergeben werden und die Eignung erst danach ausschlaggebend ist. Starke Frauen können sich auch ohne “Frauenpolitik” in der Männerwelt behaupten. Da herrscht eben mitunter auch Konkurrenz und Leistung zählt. Auch die s.g. feministische Linguistik: sie entbehrt jeder ernsthaften Grundlage und ist sprachlich gesehen nichts weiter als ein Unglück. Letztlich werden Unterschiede damit eher zementiert als aufgehoben. http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/hintergrund/287303.html?page=0
Ich werte es als ein positives Zeichen, dass die im Durchschnitt sehr jungen Mitglieder der Piratenpartei bislang keine Notwendigkeit sahen diesen linken Gleichmacher-Irrsinn mitzumachen. Denn es zeigt, dass die Gleichberechtigung weiter ist, als manche Feministen glauben.
Ich dachte Piraten denken selbst – vielleicht sogar feminine. Aber neine, eine kleine Gruppe GeschlechtsgenossInnen im Schmollwinkel oktroyiert dieses überflüssige Thema allen auf – zum Leidwesen vor allem der weiblichen Piraten. Wie gut, dass es in unserem Landesverband viel aktive Frauen gibt, denen diese Debatte auf die “GeistInnen” geht.
Ach ja, Bettina, von dir habe ich schon so einiges gehört. Leider war nicht viel Gutes dabei.
Privacy gibt´s nämlich im Internet nicht, wusstest du das nicht?
Na, diese *unnötige* Genderdisku hört einfach nicht & nicht auf..lääästich, nich?
Wieso nur ist diese *Sache* mit der echten Gleichberechtigung zwischen den Menscherln vielen sooo wichtich, hm..
Vielleicht, weil`s da zentralst um so * Nebensächlichkeiten* wie; ganz normale Entwicklungschancen eigener Talente, Lebensvorstellungen, (auch sexuelles) Lebensglück, echte Freiheit (auch vor persönl. Abwertungen, Gewalt, Unterdrückung etc.) geht, ganz zu schweigen von; normalen Karrierechancen in Berufen, aber auch z.B. in neuen Parteien zwecks gesellschaftlichen Gestaltungschancen etcetcetc..
Den jüngeren Frauen, die *noch* davon ausgehen, daß diese Disku *eh so unnötig sei* etcetc., kurz ins Stammbüchl getippt;
**** Nein, es gibt *sie* noch laaange nicht, diese lästige *Gleichberechtigung* zwischen dämlichen Damen und herrlichen Herren, solange Diskussionen um *das Thema* noch immer *so* ablaufen wie auch hier zu er- bzw. SIEleben..****
Und; wir (=Frauen der ALÖ in Wien 1983) hatten im damaligen Wahlk(r)ampf u.A. ein Plakat mit dem Text;
***BEWEGE DICH, DAMIT DU DEINE FESSELN SPÜRST!***
Weil; diejenigen, die sich persönlich eh`nur immer im *ERlaubten Rahmen* bewegen, nur damit sie kein Liebesentzug trifft, diese…na ja…hm…tja…
Mit ehrlichem Gruß samt Bewunderung fürs Durchhalten gegen Cybermobbing etcetc. hier an PIRATENWEIB.
Hallo Piratenweib, hallo ALÖ Frauen,
ich denke es ist bei euch auch noch nicht angekommen.
Seit 30 Jahren hören die Männer nur von den ach so benachteiligten Frauen.
Zwischenzeitlich ist soviel geschehen, soviel Gleichmacherei.
Wir Männer können das alles nicht mehr hören. Wir haben genug von dieser ewigen Phrase der Ungleichbehandlung der Frau.
Wenn das Piratenweib ihre Kraft sinnvoll für die Partei einsetzen würde, dann wäre mehr geholfen als ein Mensch, der nur versucht zu spalten und Unfrieden in die Reihen der Männer, auch der Frauen reinbringt.
Seht ihr Frauen denn nicht, dass dieses Thema eure Männer von euch entzweit. Der Haß der Geschlechter wird sonst immer nur größer.
Er ist schon ziemlich groß. Ihr Frauen merkt das anscheinend gar nicht!!
Ich würde mir wünschen, wenn Mann und Frau wieder ein bischen toleranter wären und versuchten aufeinander zuzugehen und nicht zu spalten.
Martin
Von welchem Hass sprichst du? Hier bei mir findest du ihn jedenfalls nicht. Ich mag Männer. Okay, natürlich nicht alle. Aber ich mag ja auch nicht alle Frauen. Mein Mann findet übrigens nicht, dass ich ihn und mich entzweie … ganz im Gegenteil.
Ja, es gibt tatsächlich Männer, die mit starken Frauen umgehen können. Das ist bei dir wohl noch nicht angekommen. Du gehörst offenbar nicht dazu. Es tut mir ja leid, dir das jetzt sagen zu müssen, aber die ewig gestrigen sind nicht mehr gefragt.
Die Partei, die Partei … ich setze mich für keine Partei ein. Ich setze mich für Bürgerrechte, Menschenrechte und Ziele ein, die das Leben aller verbessern können. Nicht für eine Partei!
komisch, `mein` Mann bleibt auch schon seit 23 Jahren FREIWILLIG an meiner Seite..*g*
Mal mehr unten, mal mehr oben, meistens miteinander, in allerlei Lebenslagen..*g*
**********************
Dieses dumme & überhebliche & hilflose Getue von Misogynisten ist peinlich. Lästig, und bemitleidenswert. Höchstens.
Dazu lernen wäre gut bei den Betroffenen.
Wenn ihr Piranja und Piratenweib solche Schläge austeilt wie hier, dann glaub ich euch einfach nicht, dass eure Männer das und euch so mögen.
Sollten sie das trotzdem tun, dann macht ein Kreuzzeichen, denn ihr habt dann extra brave Männer.
Und zu dir Piratenweib. Du glaubst wohl, wenn du dich als starke Frau ausgibst, dann erzittere ich vor Ehrfurcht vor dir.
Ich gebe mir überhaupt keine Akzente. Eigenlob stinkt, hat man mal gehört.
Sieh dich mal genau im Netz um, dann wirst du bald merken, wie die Männer über solche Frauen wie euch reden.
Glaubt ihr wirklich, das all das was im Netz gesagt wird nichts oder nur wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat? Auch hier spiegelt sich die Realität wieder, wenn auch anonym. Und hier wird auch die ungeschminkte Wahrheit gesagt.
Und ganz im Gegenteil.
Ich bin der neue Typ Mann. Männer, die nicht mehr den Mund halten, wenn Frauen über Ungleichbehandlung sprechen.
Die Männer machen zusehends den Mund darüber auf.
Und das ist gut so.
Martin
Und zu dir, Martin!
Du meinst wohl, nur weil ich so nett bin dein Gejammer hier freizuschalten, darfst du jetzt anfangen mit dem Beleidigen? Ob du nun zitterst oder jubelst, heulst oder tobst – ist mir egal. Es interessiert mich schlichtweg nicht.
Und wie Männer wie DU über Frauen wie MICH denken, geht mir vollkommen am Allerwertesten vorbei.
Wenn du der neue Typ Mann bist, tut´s mir leid für die männliche Seite unserer Gesellschaft.
Ich habe nichts dagegen, dass “die Männer” den Mund aufmachen. Ich habe aber sehr viel dagegen, wenn sie versuchen, Frauen mundtot zu machen. Das wird zumindest hier auf meinem Blog, auf welchem ICH das Hausrecht habe, nicht passieren.
Und glaub mir: unter Stärke kann mensch Vieles verstehen. Dummheit gehört aber definitiv nicht dazu.
So, ich mag diesmal auch hier auf den Beitrag und die Kommentare antworten – irgendwie mag ich Diskussionen in denen man noch was zu sagen hat – und immer wieder neu nachdenken darf.
Zu erst einmal zum eigentl. Eintrag:
Mir ist es also durchaus recht, wenn die Partei um das Wohl des Volkes zu erreichen auch mal von der Position abweicht die sie sonst für ausschlaggebend meint.
Ich kann verstehen, wenn eine Mailingliste in der Männer per se nicht erwünscht sind auf unbehagen stößt, bei einer Partei die sich “pro Transparenz” versteht.
Da sich ja weiter auf das Wiki bezogen wird muss ich auch ein wenig auf diesen Wiki-Eintrag eingehen. Es ist schade, wenn Menschen der Meinung sind, dass das Geschlecht eben doch noch eine Rolle spielt – diese Meinung wird allerdings nicht von irgendwo herkommen und daher ist es vollkommen legitim, wenn diese Menschen versuchen daran etwas zu ändern.
Dass Männer und Frauen per Gesetz gleich sind mag ich so nicht unterschreiben. Es gibt schon noch Gesetze in denen zwischen Männern und Frauen unterschieden wird – auch wenn es nicht nötig ist und nur für Ungleichberechtigung sorgt.
Dass “Post-Gender” ein Ideal ist sollte denke ich klar sein. Nicht jeder Mensch wird sich diesem System beugen – genauso wie bei der Gleichberechtigung – alles was wir tun können ist darauf hinzuarbeiten, dass diese Ereignisse eintreten und beibehalten werden.
Die “Piratinnen” erwähnen, dass sie keine “Frauenpolitik” o.Ä. zu einem Programmpunkt der Piratenpartei machen wollen und ihnen ist bewusst, dass sie nicht für alle Frauen in der “Piratenpartei” sprechen. Bis auf den ersten Punkt war ich mir dessen eigentlich auch so bewusst – aber okay, es kann ja nicht schaden dies nochmal anzumerken. Meiner Meinung nach ist es auch vollkommen in Ordnung, dass Frauen eben das gleiche Recht fordern sich wie die Männer organisieren etc. zu können.
“Besonders bei Themen, die sich mit dem Status einer Frau in einer weitgehend männlichen Gruppe beschäftigen, kommt es aber häufiger vor, dass Frauen sich in Anwesenheit von Männern nicht offen äußern.”
Dass dies so geschieht ist allenfalls schade – daran sind aber nicht die Männer schuld. Wobei ich noch anmerken möchte, dass es in diesem Absatz auch keine Schuldzuweisungen gab. Woran liegt es aber nun, dass Frau sich nicht traut sich zu äußern? Ich meine zu sagen: Mangelndes Selbstbewusstsein, ähnlich wie Jungen in einer großen Gruppe von Mädchen – oder Jungen beim Tanzen – wobei letzteres persönlicher Natur ist und bei weitem keine so große Tragweite hat wie politisch-gesellschaftliche Entscheidungen.
“Die Mailingliste steht daher absichtlich nur Frauen zur Verfügung, lädt aber explizit auch die Frauen ein, die nicht Parteimitglied sind und es eventuell werden wollen oder nur aufgrund der Position der Partei zur Genderfrage bisher nicht geworden sind.”
Das ist ein Knackpunkt – so kann keine erfolgreiche Politik statt finden. Eine Gruppe die die Hälfte der Bevölkerung einfach mal ausschließt hat keinen Anspruch darauf, dass sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Es wäre m.M. nach vollkommen legitim eine Interessensgemeinschaft zu haben die sich eben speziell den Frauen widmet – dort nur Frauen zuzulassen führt aber zwangsläufig dazu, dass diese von 50% (den Männern) nicht anerkannt werden kann – d.h. also keine Auswirkungen haben wird.
“Wir halten eine ML nur für Frauen nicht für “intransparent” – intransparent wäre, wenn dort etwas beschlossen werden würde, das dann für alle bindend ist und nicht wenn sich einzelne zu einem Austausch zusammentun unter Bedingungen, die sie sich selbst aussuchen.”
Sie ist auf jeden Fall instransparent, da immerhin knapp 50% der Bevölerung – insofern sie sich nicht unrechtens einschleusen – nicht klar ist was dort diskutiert wird. Würden dort auch noch Entscheidungen getroffen werden die dann für alle bindend sind wäre sie nicht nur intransparent sondern auch undemokratisch. In diesem Fall ist sie also instransparent.
Nagut, ich komme zurück zum Blog-Eintrag den ich ja eigentl. kommentieren sollte (oh ich bin jetzt schon gespannt auf die Antwort (-: ). Du schreibst, dss Du vor 25 Jahren zu den Exotinnen im Bereich IT gehörtest. Weiter schreibst Du, dass man sich als Frau erst beweisen musste und jeder Mann mehr zu wissen meinte.
Ganz ehrlich? Das glaube ich Dir aufs Wort! s wird umgekehrt bei Erziehern aber nicht großartig anders gewesen sein, zumindest durfte ich das so erfahren, als ich die Ausbildung des Erziehers anfing – und das war nicht vor 25 Jahren!
Unfreundliche Menschen erlebt man leider überall – zum Glück sind diese nicht ausschlaggebend – nur einige wenige treffen Entscheidungen von großer Tragweite.
Nun muss ich Dich doch einmal zitieren: “Mein Glück war immer, dass ich mich NICHT als Nesthäkchen habe behandeln lassen, sondern mit viel Selbstbewusstsein und auch einer guten Portion Aggression durchgesetzt habe. Aber: Keiner der Jungs musste das. Sie waren qua Geschlecht anerkannt. Und wenn sie Fehler machten, wurden sie nicht mit “typisch Mann, kann Technik eben nicht, haha” abgebügelt. Dies ging aber dem andren Mädel meiner Klasse permanent so. Und weil sie sich nicht wehren konnte, hat sie diese Ausbildung nicht abgeschlossen – wegen Mobbing ihres Frauseins.”
Es ist selbstverständlich, dass Männer in einer Männer-Domäne sich nicht erst unter Beweis stellen müssen – in einer Frauendomäne aber sehr wohl – und auch da wird man eben “abgebügelt” wenn man einen Fehler macht – auch da hört man solche dummen Sprüche. Wer deswegen seine Ausbildung aufgibt tut mir leid – es ist schade, dass es Menschen gibt die eben so sind – die ihre Vorurteile haben; ich möchte aber hier anmerken, dass es diese auf beider Seiten in vielen Facetten gibt. Auch wenn im Internet ein gewisses “Post-Gender” herrscht, trifft dies doch im realen Leben bei weitem noch nicht zu. Es ist ja im realen Leben erkennbar ob eine Person männlich oder weiblich ist, zumindest in den meisten Fällen – und leider spielt dies für viele Menschen immer noch eine große Rolle.
Jetzt mag ich noch auf den einen oder anderen Kommentar eingehen.
-
@Angela: Welche Gruppe in welche Partei eingefallen ist vermag ich nicht zu sagen – soweit ich das weiß agieren diese aber offen. Ich glaube auch die Mailingliste wäre kein Thema, wäre diese transparent und offen – und würde nicht 50% der Bevölkerung und keine Ahnung wieviel Prozent der Partei ausschließen.
Soweit ich das wei´ß handelt die Männer AG offen oder? Das ist ein wesentlicher Unterschied.
@Deanne: Das ist aber eine harte Anschuldigung: “nazilastige Typen”. Inwiefern?
@Piratenweib: Hehe, ich finde das passt – Dein Kommentar bzgl. der etablierten Parteien, teilweise frage ich mich auch wieso gerade diese Stelle mit der Person besetzt ist. Das Forum der PP lese ich allerdings nicht mit – nur wenn mal quer darauf verwiesen wird blättere ich mal durch – kann man denn ein Beispiel geben inwiefern die “Rechtslastigkeit” vorliegt? Für einen Unwissenden wie mich.
Ich finde es schade, dass aufgrund von ein paar ich mag hier jetzt mal sagen Idioten die meinen jemanden beschimpfen zu müssen gleich mehrere Millionen Menschen ausschließen zu müssen – da ist eine Dialogfähigkeit m.M.n. nicht mehr gegeben. Ich würde nicht auf die Idee kommen nicht mit mit Frauen zu diskutieren, weil sie mich vllt. als Macho-Schwein beschimpfen – wobei mir angemerkt kein Grund anfällt wieso – aber man weiß ja nie.
Und ich sehe eine neue Erkenntnis, die AG Männer verfügt also über eine passwortgeschützte Homepage und ein Ausweichforum – dann bleibt bei mir noch die Frage offen? Ist es Frauen gestattet der AG Männer beizutreten?
“Ich glaube, langsam werde ich müde. Ich habe doch überhaupt nichts gegen Förderung von Jungs. Beseitigung von Ungerechtigkeiten aller Art, auch die die Männer betreffen. Ich bin eine Zangsdienstgegnerin der ersten Stunde. Zwangsdienste nur für Männer widersprechen unserer Verfassung. Diese Meinung habe ich schon immer vertreten. Unser Bildungssystem krankt an allen Ecken und Enden. Viele Jungs fallen unten durch, viele sog. “Unterschichtskinder” fallen unten durch. Das darf alles nicht sein. “Arbeit am Menschen” sollte höher bewertet sein, als es heutzutage üblich ist. Wir haben hier ein ganz großes gesellschaftliches Problem. Ja, warum sollten Männer keinen Gleichstellungsbeauftragten haben? Warum sollten sie nicht verstärkt werden, Berufe im “Neuen Arbeitsmarkt” -> “Arbeit am Menschen” zu ergreifen?
Aber hey, dieser Blogbeitrag hat ein anderes Thema. Dein Kommentar ist OT.”
Damit hast Du die Fragen beantwortet die ich sonst mal privat stellen wollte. ;-D
So ich höre an dieser Stelle aber doch mal auf, denn 1. ist mein Kommentar schon viel zu lang und 2. werde ich doch langsam müde – und hungrig.
@Boudiccea: Es ist schade, wenn die Genderfrage generell ausgeschlossen wird. Es mag sein, dass man sich als “post-gender” versteht – die aktuelle sozialpolitische Lage versteht sich jedoch noch nicht so, das ist in der Tat wahr.
@Trutzblankehans: Das Männerbild von Piratenweib ist mir bisher unbekannt – die EMMA auch – ich kann allerdings sagen, dass ich persönlich schon in meinem direkten Umfeld einige Ungerechtigkeiten erlebt habe.
@Kein Pirat: Eben diese Mailingliste – mit dem Ausschluß – halte ich für einen kritischen Punkt. Die Pressemitteilung war doch insofern keine, oder? Irgendwie so kam das da doch raus. ^^
@Hubert: Die 50% Regelung der Grünen wäre für mich ebenso hinnehmbar, wenn sie wirklich auf 50%:50% hinarbeitet – tut sie jedoch nicht.
@evill33t: Wer dies möchte soll doch Piratinnen schreiben – ich verstehe “die Piraten” als Plural und da beziehe ich sowohl männliche als auch weibliche Personen mit ein. Die Einzahl Pirat wird rein sprachlich allerdings männlich verstanden – der künstlich geschaffene Begriff “Pirater” ist relativ unbekannt, sprachlich nicht anerkannt und wird sich m.M.n. auch in nächster Zeit nicht durchsetzen.
@Trends in Deutschland: Frauenpower in der Politk? Von mir aus – allerdings betreiben auch die derzeitigen Männern in der Regierung sehr gute Politik FÜR Frauen, gemessen an Fördermaßnahmen etc.
@Piranja: Dein einer Kommentar hat so viele *. Ich stimme aber zu: Gleichberechtigung ist meiner Meinung nach auch noch nicht verwirklichlicht – auf beiden Seiten nicht.
@Martin: Diese Diskussion kann man eben auch umkehren – aber was hat das mit dem aktuellen Streit in der PP zu tun?
@Urban Pirate: Ich selbst kann das mit den Schubladen nicht beurteilen, ich bemerke solche bei mir jedenfalls nicht – wenn doch würde ich versuchen diese in den Hintergrund zu stellen, sie blockieren eine offene Annahme des Wesens mit gegenüber. Es bringt mir bei weitem mehr wenn ich eine Person nach Eigenschaften und Eigenheiten definiere als über ihr Geschlecht.
Ich kann allerdings die Kritik daran verstehen eine Gender-Debatte anstoßen zu wollen und dann die Hälfte auszuschließen.
Interessant finde ich, dass Du nichts gegen das “geschlossene Refugium” hast – ich allerdings schon, ich mag nicht einer Organisation beitreten in dem sich welche Gruppe auch immer verschanzt und hinter verschlossenen Türen meint sprechen zu müssen – nein, dann brauch ich diese Gruppe nicht – ohne Kommunikation wird das nichts. Dann lieber auch wenn es mühsam ist die einzelnen Störenfriede ausschließen die sich unsachlich dem Thema widmen.
@aletheia: Interessante Diskussionsansätze – es würde sicherlich Spaß bringen diese im einzelnen zu diskutieren – im Blog allerdings etwas schwer vermute ich.
Kleiner Randkomentar hier, da der kleine hysterische Wadenbeißer Fischer im Grüne-NRW Blog extra hier herverwiesen hat…
Dem scheinst du es ja mächtig angetan zu haben, der kommt gar nicht mehr los von dir.
Was hast du schlimmes böses Weib nur wieder getan, dass die kleinen Jungs immer so ausflippen, wenn sie dich lesen?
Ich bin halt beliebt!