Sie passt auch ausgezeichnet in das Gebiet der Sprachherrschaft und der feministischen Linguistik und berührt somit ebenfalls eines meiner Kernthemen. Auch diese Aktion zeigt, dass Sprache wichtig ist; dass Sprache das Denken bestimmt und dass wir Denken und Sprache nicht trennen können. Wir denken das, wofür es Worte gibt. Und die Bedeutung von Worten ist wandelbar. Dies macht Hoffnung – sowohl was die “Frauenfrage” in der Sprache betrifft, als auch, was das Umdeuten von faschistisch besetzten Worten betrifft. Beides ist Versuch und Einsatz wert.
Hier ein kurzer Auszug aus dem begleitenden Blog:
Wie bereits geschildert, sind deutsche Faschisten dabei den Begriff Politically Incorrect zu mißbrauchen und unter seinem Deckmantel (und im Opfer-Gestus) Hetze gegen Muslime, Einwanderer und Andersdenkende zu verbreiten.
Ihre Seiten sind in den Internet Suchmaschinen sehr hoch gerankt, wenn entsprechende Begriffe eingegeben werden. Wer also zum Beispiel bei Google nach “Islam” und “Grundgesetz” sucht, bekommt auf der ersten Seite der Trefferliste auch solche Hetz-Seiten angezeigt. So gelangen auch Unvoreingenommene, Nicht-Rassisten und vor allem Jugendliche, die noch nach Orientierung suchen, auf die Seiten solcher Hetzer. (…)
Wir wollen jetzt einen anderen Ansatz wählen, um diese Faschisten zu bekämpfen. Statt darüber zu klagen, wie schlimm sie doch sind (und ihnen damit zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen), wollen wir ihnen die Aufmerksamkeit nehmen. Wir wollen ihnen die von ihnen mißbrauchten Begriffe entziehen und die Aufmerksamkeit auf positive Berichte und Kommentierungen umleiten. Diese Seite setzt darauf, das wir Gegner der Faschisten in vielen Dingen zwar sehr verschieden sind, aber doch gemeinsam handeln können, insbesondere wenn es darum geht, einen Link zu setzen.
(Quelle: siehe Link unten)
Begriffe umzudeuten und denen, die sie in einer Weise gebrauchen, die mir nicht gefällt, finde ich eine interessante, spannende und durchaus umsetzbare Idee. Tips dazu, wie das klappen kann, finden sich ebenfalls hier im Blog:
Direkte Aktion – Was wir tun wollen
Die Hauptseite der Aktion findet ihr hier: Politically Incorrect
Ich würde mich freuen, wenn sich noch andere Mitleser_innen hier dieser Aktion anschließen würden. Gemeinsam sind wir stärker.











“Ein weiterer toller Blog über Islam, Christentum und Judentum”? Ich bin beileibe kein Faschist, aber Atheist und Religionskritiker. Daher kann ich so etwas schlecht unterstützen.
Du könntest auch andere Begriffe wie Multi Kulti, Einwanderer, Ausländer etc. wählen. Es geht nicht darum, für Religionen Werbung zu machen (bin selbst Atheistin), sondern darum den Begriff “politically incorrect” umzudefinieren.
PI ist sicher kein “faschistisches Hetzblog”, nur weil die dort verlinkten Nachrichten nicht jedem in den Kram passen.
Deine Meinung ist deine Freiheit.
die intention meinerseits, frauenleid dieser welt reduzieren oder besser noch ausmerzen zu wollen, wird von vielen seiten mit der faschismuskeule niedergeknüppelt, offenbar wird das aufzeigen von missständen im kontext mit bürgerinnen islamischer gottesstaaten als religionskritik (die mir nicht zustehe) aufgefasst und letztlich als islamophobe aktion eingestuft (habe schreibverbot auf vielen “linken” blogs, welche von männern betrieben werden).
Du hast Recht, dass hier klare Trennlinien hergehören. Mir geht es nicht darum, den Islam zu verteidigen, ebenso wenig wie ich christliche Religionen oder sonstige Glaubensrichtungen verteidige oder auch nur unterstütze.
Mir geht´s darum, den Begriff des “politisch Unkorrekten” umzudeuten. Ich denke nämlich z.B., dass ich sehr oft unkorrekte politische Äußerungen tätige, da sie nicht in der Linie der offiziellen Politik liegen. Aber anarchistische Äußerungen kann man zur Zeit nicht als politisch unkorrekt bezeichnen, da dieses Wort “besetzt” ist.
Das berechtigt keineswegs dazu nun auf der Gegenseite den Islam in seinen fundamentalistischen oder extremistischen Ausprägungen zu ignorieren oder gar zu tolerieren. Ebenso ist uns aber mit dem Islam-Bashing nicht gedient. Änderungen (und Verbesserungen für Muslima) sind kaum möglich, wenn man eine Lebensphilosophie (nichts anderes ist ja eine Religion) generell verteufelt. Es sei denn wir starten eine Revolution …
An sich eine gute Idee. Allerdings habe ich hier ein ungutes Gefühl, weil es im Prinzip um den Islam geht. Beteiligt sind rechtskonservative, die diesen Blog betreiben und Linke, die gegen erstere kämpfen. Im Prinzip haben beide Seite keine Ahnung vom Islam, suggerieren aber das Gegenteil. Die erstere Gruppe, die sogenannten Faschisten, haben sogar aktive und ehemalige Muslim(as) in ihren Reihen, die vor einem fundamentalistischen Islam warnen.
Ich selbst habe zu einigen Mulim(as) sehr engen Kontakt. Die Frauen versuchen sich natürlich vom Islam zu befreien. Klar, sonst hätte ich als Mann auch keine Möglichkeit des Kontakt zu ihnen. Auf jeden Fall ist der Fundamentalismus in Europa, neuerdings unter der Schirmherrschaft der türkischen Regierung sehr gestiegen. Die Warnungen der “gemässsigten” Muslim(as) verhallen hier aber ungehört im politisch-deutschen Geplänkel.
Wie dem auch sei, verwende ich persönlich derzeit meine ganze Zeit darauf, diesen muslimischen Frauen zu helfen. Dabei habe ich weder Zeit noch Verständnis für Internetaktionen, wie die oben genannte. Denn diese Frauen und Männer, die *keine* radikalen Mulim(as) sind oder gar den Islam verlassen wollen (= Todsünde) oder die vielen sehr intelligenten und politisch aktiven Exil-IranerInnen müssen derzeit real um ihr Leben fürchten!
Fundamentalismus und Extremismus sind mir – egal von welcher Religion ausgehend – ein Greuel. Dennoch mag ich nicht, dass unreflektivert gebasht wird. Ebenso wie unreflektiert gutgeheißen werden darf.
Dass ich mich stets für Verfolgte (Frauen & Männer) einsetze, weißt du. Zu Religionen habe ich als Atheistin keinen Bezug. Das bedeutet ich schätze keine mehr oder weniger als eine andere. Für mich sind sie allesamt schlichtweg überflüssig.
Gut, da bin ich voll bei Dir und ja, das weiss ich.
Wieso soll man eigentlich Piraten wählen, wenn da dieselben roten Vögel hocken wie in allen Parteien von CDU bis Mauermörderpartei DIE LINKE? Zu was braucht man euch eigentlich? Brauchen wir 5 bolschewistische hirnlose Parteien in Deutschland, die alle Islam halleluja, Einwanderung von Analphabeten toll, Türken ohne Schulabschluß klasse, Asylanten aller Welt rein ins Weltsozialamt Deutschland, und Deutsche raus schreien und heute tapfer Hitler bekämpfen. Dabei sind genau die Antifanten und die Autonomen die neue SA und SS im Land!
„Der Neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus; er wird sagen, Ich bin der Antifaschismus!“ (Ignazio Silone)
Was für ein armseliges Piratenhirn in diesem Blog tickt! Lass mal Luft in deinen Kopf! Dann kriegst du vielleicht mehr klicks!
Mit jemandem der in seinem (verlinkten) Blog solches von sich gibt:
werde ich mich definitiv nicht beschäftigen.
Eigentlich kann man schlecht sagen, daß der Begriff “Politically Incorrect” mißbraucht werde. Der Begriff wurde in den USA von bekennenden Rassisten und Sexisten geprägt, um ihrem Schwachsinn einen subversiven Anstrich zu geben. Das ganze entstammt einer Kampagne der 90er Jahre, die mit (häufig frei erfundenen) “schockierenden” Geschichten “beweisen” wollte, daß die Schulen und Universitäten der USA von “linksfaschistischen” Politruks beherrscht würden.
Insofern wird der Begriff von PI – wo antijüdischer, antimuslimischer, antiarabischer, usw. Rassismus und NStalgie zum guten Ton gehören – sogar ziemlich richtig verwendet.
Du wirst dich nie mit der Wahrheit beschäftigen! Hab ich auch gar nie erwartet. Die Piraten sind jedenfalls keine Piraten, sondern dumme Kriecher und Speichellecker der herrschenden Meinung!
Oh, danke! Darf ich die Beleidigungen in meine Top-Liste aufnehmen?
[...] Nett – ein anderes Politically incorrect – Blog (via Piratenweib) [...]