Sprachburkafrei
Das ist nicht nur ein sehr schickes Wort, das ist auch eine geniale Idee!
Die Bloggerin von Sprachburkafrei vergleicht das körperliche Verhüllen islamischer Frauen mit einer Burka und die damit verbundene “Unsichtbarkeit” der Frauen mit dem Verhüllen bzw. Verschweigen von Frauen in der Sprache – damit werden Frauen unsichtbar gemacht und althergebrachte Strukturen zementiert. Wir denken in Sprache, wir erkennen die Welt mit Sprache und wir haben ein sprachlich vorhandenes Geschlecht. Ach halt, das gilt ja so generell nur für Männer, die haben immerhin das generische Maskulinum …
Die deutsche Sprache basiert gemäss LinguistInnen auf dem generischen Maskulinum. Das generische Maskulinum bedeutet, wenn eine Männergruppe beschrieben wird, wird in der männlichen Form geschrieben. Wird eine Frauengruppe beschrieben, dann wird in der weiblichen Form geschrieben. Werden hingegen 99 Frauen und 1 Mann beschrieben oder könnte sich in der Frauengruppe ein Mann befinden, wird wiederum die männliche Form benutzt. Frauen sind so in der deutschen Sprache als Individuen kaum sichtbar, nicht unähnlich dem, was teils radikale islamische Verhüllungsvorschriften mit der Erkenntlichkeit von Frauen als Individuen in der Öffentlichkeit machen.
Unsichtbare Frauen in der deutschen Sprache. Das können wir ändern! Weg mit der Sprachburka!
Deshalb hat Text, der die Frauen vielleicht mitmeint, so genau ist das ja nie zu wissen, die Sprachburka oder auch die sprachliche Burka übergestülpt.
Machen wir sie sichtbar!
Demzufolge ist Text, in dem Frauen als Individuen genauso selbstverständlich wie Männer direkt angesprochen sind sprachburkafrei.
Und zwar möglichst kreativ.
Wird Sprache kreativ angewendet passieren spannende Dinge – Sprache ist ja sowieso etwas Lebendiges, weshalb also nicht mehr in diese Richtung an Lebendigkeit zeigen?
Also, liebe Leserinnen, wie wär´s mal mit der kreativen Anwendung des neuen generischen Femininums? ![]()










Ahoi,
es gibt ja nun nicht nur Männer und Frauen auf der Welt… wie kann eine emanzipierte Sprache aussehen, die nicht nur Männer und Frauen, sondern auch alles dazwischen oder jenseits davon mit einschließt, ohne als Kommunikationsmittel völlig unbrauchbar zu werden?
Es kann ja nicht das Ziel sein, dass Sprache Männer und Frauen gleichermaßen sichtbar macht, aber eine viel marginalisiertere Gruppe, die sich nicht unter diese Geschlechterrollen fassen lässt, dadurch noch deutlicher ausschließt, als dies mit dem generischen Maskulinum der Fall ist?
Ja, das ist klar. Alle Geschlechter “dazwischen” (obwohl: wieviele sind das eigentlich und verstehen die sich nicht letztendlich doch irgendwie als weiblich oder männlich – auch ohne die dazu passenden Geschlechtsorgane?) werden so natürlich auch nicht sichtbar gemacht. Das ist aber kein Grund dafür, weiterhin die Hälfte der Menschheit unsichtbar zu belassen. Frauen sind nämlich keine Minderheit. Und auch die anderen Geschlechter haben bei geschlechtergerechter Sprache immerhin zwei Wahlmöglichkeiten, mit denen sie sich identifizieren könnten – bei Standardsprache haben sie nur eine Vorgabe und keine Wahl. Insofern sehe ich das schon als Ziel, im ersten Schritt die beiden größten Gruppen (mit jeweils roundabout 50%) gleichberechtigt sichtbar zu machen. Sollte uns das gelingen, wäre das sprachliche Einfügen von Minderheiten sicherlich auch kein so schwerer Schritt mehr. Aber dazu sollten wir auch diese Minderheiten befragen – vielleicht gibt es da schon tolle, kreative Ideen zur Sprachveränderung. Vielleicht magst du da mal nachforschen?
Ja?
Selbst Transgender sind nicht Postgender. Und ich bin gespannt auf die Reaktionen, der von dir hier hinterrücks zur Selbstverleugnung (du bist doch kein Mann, oder?) instrumentalisierten Minderheiten, wenn sie denn so überaus bestrebt, ihr Gender zu ändern, plötzlich keines mehr haben und thematisieren dürfen. Ob das der Sinn der Sache, ist?
Eher nicht.
Ihr steigt sovielen Minderheiten und sogar Mehrheiten mit euer Post-Gender-Spinnerei auf den Nerv, da reib ich mir die Hände.
Wie nennt man es eigentlich, wenn durch die konsequente Erstnennung von Frauen Männer diskriminiert werden?
Gekränkte Eitelkeit?
Nein, nicht alle Menschen finden sich in der binären Einordnung Mann/Frau wieder und dazu gibt es auch schon viele Ideen, über deren Praktikabilität sich natürlich streiten lässt. Wikipedia Stichwort Postfeminismus ist ein guter Ausgangspunkt, um sich in die Materie einzulesen.
Bei den Piraten gibt’s übrigens auch Leute, die sich darüber Gedanken machen, ich verweise hier mal auf den Klabautercast:
http://klabautercast.de/2010/03/10/folge-3-gleichberechtigung-und-genderfragen/
Klabautercast.
Piratauss.
*rofl*
OmG
Dumm, einfach nur dumm.
Den Klabautercast kenne ich. Ich habe ihn im Piratinnen-Beitrag verlinkt. Dort pflege ich auch regelmäßig Updates von Links zur Debatte ein.
Postfeminismus ist für mich ehrlich gesagt nur eine neue Variante den Feminismus abzulehnen und zu bekämpfen. Der Postfeminismus entstammt teilweise dem Dekonstruktivismus. Dessen Theorie, dass Thesen und Synthese durch Konzentration auf bestimmte Gegenstände andere zugleich ausschließt und jedes Gesagte das Nichtgesagte gewaltsam (Derrida) ausschließt, so halte ich das zwar für eine diskussionswürdige philosophische Idee, jedoch für vollkommen unpraktikabel im täglichen Leben. Würden wir danach handeln, so könnten wir nicht mehr handeln, weil jedes Handeln zugleich gewaltsam jedes alternative Handeln ausschlösse. Entschiede ich mich, weiterhin eine Frau zu sein (trotz der angenommenen Nicht-Existenz der Geschlechter) so würde ich dadurch schon alle anderen Möglichkeiten ausschließen. Und da Ausschluss von Möglichem (hier “Mann”) ist natürlich sehr pre-postfeministisch. Worin Judith Butler vermutlich Recht hat: Das biologische Geschlecht ist unabhängig von Gender und “doing gender”. Die Kategorie “Frau” ist als Kategorie nicht mehr zu gebrauchen. Aber ebenso wenig ist die Kategorie “Mann” noch zeitgemäß. Wir brauchen eine Kategorie “Mensch”.
Ich empfehle als Lektüre diesen Artikel von Katharina Voß.
Um sprachlich – und darum geht es hier im Beitrag – menschengerecht zu sein, müssen wir entweder die vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen (sprich: weibliche UND männliche Formen verwenden, weil sie vorhanden sind und wir keine anderen haben) oder aber kreativ neue “menschliche” Begriffe erfinden, die völlig unabhängig und unvorbelastet von den bereits vorhandenen sein müssen, um falsche Assoziationen auszuschließen. Demnach ist letztlich weder “Piraten” noch “Piratinnen und Piraten” wirklich neutral und gerecht. Wie sehen die Vorschläge für ein neues Wort aus? Ohne Vorbelastungen? Vielleicht der englischen Sprache folgend: Pirats?
Konstruktive Ideen für die Spracherneuerung sind willkommen!
Wie sagte Nancy Fraser? “In the era of post-patriarchy, I will be post-feminist.” /sign
Ein genialer Artikel!
RT @Piratenweib: Frisch gebloggt: Sprachburkafrei – http://www.piratenweib.de/?p=1218
Das wäre eine Debatte, die du nur außerhalb der PPD fühen kannst. In der PPD gibt es überhaupt keine Frauen, geschweige denn, dass diese Ansprüche erheben dürften. Um irgendetwas diskutieren zu können, muß frau erstmal existent sein.
So lange aber solche Diskutanten wie Senficon, Minderheiten instrumentalisieren, um ihrem Geschlechterrassismus Ausdruck zu verleihen, der Frauen komplett (auch aus als Inhalt oder Ziel jeder Diskussion) ausschließt, kämpfst du gegen Windmühlen. Zuerst einmal müßtest du nämlich von Senficon & Co verlangen, sich zu einem anderen Geschlecht als dem traditionell berechtigt männlichen zu bekennen, um ein zweites (und andere) zu installieren. Das steht ja aber noch aus.
Ich finde es dabei absolut tragisch, wenn Menschen wie Senficon ihr Geschlecht, das offenkundig nicht das männliche ist, sich Quasi-Männern machen, um dann auch noch Frauenrechte zu beschneiden. Das man mit sowas umgehen muß, ist absolut vermeidbar: Tritt bitte aus der PPD aus. Du sollst dort Sachen auf unterirdischem Niveau diskutieren, das einer erwachsenen, klugen Frau unwürdig ist: Du wirst allein durch Parteimitgliedschaft der tuxschen Frauenverachtung und der Senficonschen Selbstverleugnung als Themengeber unterstellt, die sich in diesem Rahmen einer pseudopolitischen Diskussion trauen und als “Parteidoktrin” getarnt (mit Kaderschule auf dem Piraten-barcamp 2010: Gendering abschaffen!), Dinge sagen, für die sie außerhalb der PPD nur ausgelacht werden. Das sind keine Diskussionsgrundlagen, das sind Symptome.
MfG
Isi
@Piratenweib: Deine Kritik am Postfeminismus kann ich durchaus nachvollziehen, ich halte aber das Problem, das er aufwirft, für sehr legitim. Eine Möglichkeit, dem zu begegnen, wäre die Kategorie “Mensch”, die du in deinem Kommentar erwähnst. “Piratinnen und Piraten” wäre in der Tat nicht zielführend, da es eine kleinere Gruppe marginalisiert. Einer sprachlichen Anpassung hin zu einem neutralen Begriff muss aber eine Änderung des Denkens vorangehen, da sie sonst völlig wirkungslos ist – es wäre keinem geholfen, wenn alle statt “Piraten” nun “Pirats” sagen, dabei aber trotzdem nur an Männer denken. Gesellschaften, die in Sachen Gleichberechtigung wesentlich weiter sind (z.B. Norwegen) erleben Phänomene, dass die feminine grammatische Form im Begriff ist, vollständig aus der Sprache zu verschwinden. Damit habe ich dann aber auch kein Problem, da die Gleichberechtigung wesentlich weiter fortgeschritten ist und die Annahme nahe liegt, dass die meisten Menschen bei Verwendung neutraler und maskuliner Formen durchaus alle Geschlechter im Blick haben. Unter diesen Umständen kann das generische Maskulinum ohnehin nur noch historisch als Maskulinum bezeichnet werden.
Übrigens hat Maha Recht, dass es solche Tendenzen durchaus auch in der Piratenpartei gibt. Häufig gehörte Sätze wie “die Piraten sind meist jung und männlich” sind nur vor dem Hintergrund zu erklären, dass bei “Piraten” durchaus an Männer und Frauen gedacht sind, sonst wäre die Aussage inhaltsleer.
Meiner Meinung nach liegt hier ein Denkfehler – andersrum wird es richtig: Zuerst ändern wir die Sprache und damit ändert sich das Denken. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass das Ändern einer so “unwichtigen” Sache wie Sprache bzw. “Deutsch” wesentlich einfacher ist, als das Denken der großen Masse zu verändern. Das wird ja schon seit Jahrhunderten vergeblich versucht. Sprache verändert sich jedoch seit Anbeginn der Menschheit und zwar erfolgreich.
Ich hätte allerdings schon ein Problem, wenn sämtliche femininen Begriffe (du selbst verwendest dieses Wort!) verschwinden würden, und lediglich die maskulinen übrigblieben. Heißt die Mutter dann auch der Vater? Der Gebärmutter? Oder der Gebärvater? Hmmmm …. da würden sich allerhand lustige Verwirrungen ergeben. Kennst du das Buch von Gert Brantenberg “Die Töchter Egalias”? Lies das mal, da wird unsere gesamte Sprache von maskulin zentriert auf feminin zentriert umgewandelt. Eine sehr aufschlussreiche Lektüre.
Nun, dies ist eben lediglich eine Annahme, welche durch Tests widerlegt wurde. Und was ist mit den vielen, vielen Frauen, die sich eben nicht “mitgemeint” fühlen? Bei Verwendung neutraler Formen, wie z.B. Studierende statt Studenten, fühle sogar ich mich mitgemeint. Wenn ich aber lese, 43% der Studenten gehen auf die Damentoilette, so empfinde ich das als eine höchst seltsame Aussage, fühle mich aber nicht als Teil der 43% Studenten.
Selbst wenn ich mal wohlwollend davon ausgehe, dass viele Piratinnen und Piraten sprachlos so weit entwickelt sind, dass sie tatsächlich bei “Piraten” an Männer und Frauen denken, kann ich doch nicht übersehen, dass es viele eben nicht tun. Und auch die strukturellen Ungleichheiten, die durch ungerechte Sprache zementiert werden, kann und werde ich nicht übersehen.
Nein, das ist das generische Maskulinum, sprich: aussagenlogisch korrekte Grammatik, zur Vermeidung unsinniger semantischer Verwirrung. Daraus ableiten, dass “Piraten” nun geschlechtsneutral ist, weil es der Logik geschuldet, in diesem Ausnahmefall durchaus gestattet ist, die maskuline Form anzuwenden, ist einfach nur noch einfältig. Ich habe auch langsam kein Verständnis mehr für die logikferne Begriffsakrobatik, die nun bemüht wird, Frauenrechte zu beschneiden. Das geht doch ehrlicher und einfacher, sagt doch einfach: Wir mögen keine Frauen. Und sofort endet jede Diskussion, weil sie überflüssig ist.
Isi, nimm dir doch bitte mal ein Beispiel an Piratenweib, was eine zivilisierte Gesprächskultur angeht. Warum sollte sich jemand auf eine Diskussion mit dir einlassen, wenn du jede abweichende Meinung gleich als einfältig oder frauenfeindlich abtust?
Es IST frauenfeindlich und einfältig und darum diskutiere ich DEINEN Stuß nicht. Es besteht kein Anlass, jeden Mist mit einer Diskussion zum Thema zu adeln.
Wenn in der Satzung stünde, dass Piraten zukünftig geschlechtsneutral nur noch im Stehen pinkeln, würde uns das Klein-Julia auch noch als sozialrevolutionären Fortschritt verkaufen und Kritik daran als “unhöflich” abtun. Irgendwann ist auch das Märchen von der Scheiben-Erde nicht mehr witzig und die Beharrlichkeit, mit der du an deiner Entrechtung als Nichtfrau festhältst, ist mit Dummheit nicht mehr zu erklären! Das ist schon echt verpeilt. Mir dann noch Vorschriften zu machen, wie ich diesen Mist zu kritisieren habe, ist dann dazu extrem dreist.
Für die Geduld, die dir das Piratenweib als direkt Betroffene deiner sozialschädlichen autoaggresiven Allüren entgegenbringt, solltest du dankbar sein. Ich würde dich einfach auslachen, schallend!
Ich finde es nicht hilfreich, so explizit auf die politische Bedeutungsebene abzustellen, denn somit ruft man nur die üblichen Verdächtigen auf den Plan, die ihre typischen Vorurteile auskramen und somit vom Kern der Sache ablenken.
Es gab und gibt bereits Satzungsänderungsanträge, die auf Korrekturen fehlerhafter Grammatik abstellten:
Aktuell (eingereicht):
http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabrik/Gammatik_AbschnittA_Par3_2A
Und zum BPT 2009 gab es ähnliches schon einmal (S7) :
http://wiki.piratenpartei.de/RP:Satzung/%C3%84nderungsantr%C3%A4ge
Julias Empörung findet man dazu nicht, auch keine 80 Gegner oder eine hitzige Diskussion. Dafür interessiert sich niemand. Erst der Umstand, dass evt. (! k.A. woraus die das schließen) aus diesem Antrag Gleichberechtigung folgen könnte, ruft Julia und andere Spezialisten auf den Plan.
Schlußendlich geht es aber auch im besagten Satzungsänderungsantrag “nur” um Grammatik – nämlich die korrekte Anwendung geschlechtergerechter Sprache und die Korrektur eines wirklich peinlichen Fehlers, der Definition des maskulinen als “geschlechtsneutral”.
Die Vermutung, es müsse irgendetwas mit Feminismus zu tun haben, läßt sich doch überhaupt nicht begründen. Schade ist eben nur, dass nur so wenige in der Partei in der Lage sind, die deutsche Sprache korrekt zu anzuwenden. Wenn es hier also darum geht, einen Satz in der Satzung korrekt zu bauen, so dass er mit sprachlichen Normen auch kompatibel ist, frage ich mich, was Julia hier mit Postfeminismus rumspammt.
Der Umstand, dass die Unsichtbarmachung der Frauen in der Partei (und angedacht ja auch wieder außerhalb, was ich aber verhindern möchte und auch kann) Nachteile (für alle) bedeutet, ist wohl unumstritten, nur finden das eben viele in der PPD durchaus so toll, um auch gegen Protest daran festzuhalten. Das ist der Sinn und Zweck der Übung, die Unsichtbarmachung der Frauen! Darum finde ich das Argument, doch bitte die Frauen gleichberechtigt zur Knentnis zu nehmen, nicht Ziel führend, denn gerade das wollen ja nur die wenigsten und den Piraten. Viel bedeutender als die politische Intention, eine solche Regel zu behalten, finde ich auch (darum) den Hinweis, dass eine solche Formulierung eben auch wirklich falsch und doof ist, ein Grammatikfehler wie eben in den obigen Beispielen aufgeführt, in der Satzung durchaus einige male solche zu finden sind. Dieser Grammatikfehler ist nur einer von vielen, aber eben einer, der Julia und so viele andere dazu veranlasst, sich vehement dagegen zu stellen…
Geschlechtsgerechte Sprache..mmh schwieriges Thema
Eigentlich gibt es nur eine Möglichkeit…
Man sagt immer Aufahrer und Autofahrerinnen,
Piraten und Piratinnen, Genossen und Genossinnen usw…ziemlich ermüdent sowas.
Was ist denn nun die geschlechtsneutrale Form von Piraten? Also wenn man nur ein Wort zu Verfügung hat?
Ach Markus, das stimmt doch gar nicht.
In so vielen Fällen muss man GENAU NICHT jedes Mal “Studenten und Studerpel” sagen, sondern es reicht “Studierende.” Oder man benutzt absatzweise mal männliche, mal weibliche Anrede. Oder man benutzt mal konsequent zwei Jahre nur die weibliche Form unter dem Hinweis, daß Männer mitgemeint seien – wenn das so einfach ist mit dem mitgemeint sein wie immer behauptet wird, sollte das ja kein Problem sein.
So.
Das alles und noch viel mehr sind alles Lösungen, die ohne grosse sprachliche Verrenkungen gehen, und die einem geläufig sein könnten, hätte man mal fünf Minuten gelesen oder nachgedacht. Die Diskussion ist ja nun weiss G-tt nicht neu.
Diese Diskussion ist, entschuldigung, behindert. Es gibt bei weiten größere Probleme als unsere Sprache zu vergewaltigen.