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	<title>Piratenweib - Frei wie Anne Bonny &#187; generisches Maskulinum</title>
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		<title>Was ist das generische Maskulinum?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 17:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piratenweib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gender & Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[generisches Maskulinum]]></category>
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		<description><![CDATA[Sehr schöne Übersicht der grammatischen und linguistischen Aspekte der Verwendung des sog. generischen Maskulinums. Empirische Untersuchen haben gezeigt, dass das genMask keineswegs so prinzipiell als allgemeingültige Bezeichnung verstanden wird, wie das gerne mal behauptet wird. Wird das "generische" Maskulinum wirklich generisch verstanden?. Noch ein paar Links zu diesem Thema: Linguistik Online Das generische Maskulinum im Deutschen. ... <span style="color:#777"> . . . Weiterlesen: <a href="http://www.piratenweib.de/was-ist-das-generische-maskulinum">Was ist das generische Maskulinum?</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton1054" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2Fwas-ist-das-generische-maskulinum&amp;text=Was%20ist%20das%20generische%20Maskulinum%3F&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2Fwas-ist-das-generische-maskulinum" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.piratenweib.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Sehr schöne Übersicht der grammatischen und linguistischen Aspekte der Verwendung des sog. generischen Maskulinums. Empirische Untersuchen haben gezeigt, dass das genMask keineswegs so prinzipiell als allgemeingültige Bezeichnung verstanden wird, wie das gerne mal behauptet wird.</p>
<p><a href="http://www.perzept.de/maskulinum/index.htm">Wird das &#8220;generische&#8221; Maskulinum wirklich generisch verstanden?</a>.</p>
<p><span id="more-1054"></span>Noch ein paar Links zu diesem Thema:</p>
<ul>
<li> <a href="http://www.linguistik-online.com/11_02/doleschal.html" target="_blank">Linguistik Online</a> Das generische Maskulinum im Deutschen. Ein historischer Spaziergang durch die deutsche Grammatikschreibung von der Renaissance bis zur Postmoderne.</li>
<li><a href="http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/personen/frauenbeauftragte/" target="_blank">Uni Heidelberg FB Psychologie </a>Richtlinien und Beispiele für einen nicht-sexistischen Sprachgebrauch.<br />
Hübsche Beispiele für den kuriosen Gebrauch des genMask:<br />
&#8220;Kein gesunder Mensch kann 3 oder 6 Wochen ohne Frau auskommen.&#8221; (Trainer Rehhagel 1984)<br />
&#8220;Verlierer der Einheit sind vor allem Arbeitslose, ABM-Kräfte und Frauen. (Frankfurter Rundschau 1994)<br />
&#8220;Kfz-Mechaniker wird Schauspielerin.&#8221; (Neue Westphälische 1983)<br />
&#8220;Die Menstruation ist bei jedem ein bisschen anders.&#8221; OB Faltblatt 1984)</li>
<li><a href="http://www.oeh.jku.at/frauenreferat/node/5016" target="_blank">Weil Sprache Bewusstsein scchafft! </a>Das Frauenreferat der österreichischen Hochschüler/innenschaft schreibt folgendes:</li>
</ul>
<blockquote><p>Gängige Argumentationen gegen geschlechtergerechte Sprache beziehen sich häufig auf verfälschte Grundlagen, die sich in den Köpfen der Studierenden aber festgeschrieben haben. Eines der scheinbar aussagekräftigsten Argumente für den Beibehalt maskuliner Sprachmuster lautet: „Das generische Maskulin kennt eine lange Tradition und ist im Sprachverständnis der deutschsprechenden Menschen tief verankert.“ Historisch betrachtet ist diese Argumentation kurz gesagt falsch. Die Verwendung des generischen Maskulin in der deutschen Sprache blickt auf eine junge Geschichte zurück. Erst im 20. Jahrhundert fand die (ausschließlich) männlich bezeichnende Sprache Einzug in die Germanistik. Als adäquate Form der Verständigung wird das generische Maskulin seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts in der Grammatik dargestellt.</p></blockquote>
<p>Hätten wir das auch gleich mal klargestellt. Das genMask ist eine relativ neue Sprachform in der deutschen Sprache. Nix mit langer Tradition und so.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.kein-sexismus.de/startseite/index.html" target="_blank">Kein Sexismus an Hochschulen </a>In einer Studie von 2001 (Stahlberg, Sczesny) wird der Beweis angetreten, dass beim generischen Maskulinum, Frauen meist eben nicht mitgedacht werden.<br />
Die Studie befindet sich hier: <a href="http://www.journalistinnen.de/aktuell/pdf/gender/gender_stahlberg.pdf" target="_blank">Studie</a> (pdf)</li>
</ul>
<p>Änderungen in der gemeingültigen Schreibkonvention fallen schon seit langem ins Auge. Das gegenwärtig häufig praktizierte Splitting <em>Schüler/innen</em>, die bekannte Binnengroßschreibung <em>StudentInnen</em> oder die explizite Nennung beider Formen <em>Schriftsteller und Schriftstellerinnen</em> begegnen uns tagtäglich.</p>
<p>Leider werden schon diese wenigen Reformversuche durch die Übermacht einer durch und durch patriarchal geprägten Sprache, Kultur und Geschichte oft nur zu leicht abgeschmettert. Ein offenkundiges Anzeichen dafür geben die zu oft beobachtenden Strategien des Widerstands gegen nicht-sexistischen Sprachgebrauch. Geleugnet wird allzu häufig direkte Abhängigkeit von Sprache und patriarchalischer Kultur überhaupt. Die frauenfeindliche Verwendung des generischen Maskulinums bleibt meist unerkannt. Außerdem wird die gesamte Problematik in weiten Kreisen eher als trivial abgetan und das Argument, dass sich Minderwertigkeitsgefühl und  psychische Beeinträchtigungen bei jungen Frauen auf sprachliche Diskriminierung zurückführen lassen schlicht als Unsinn erledigt. Die generelle Ignorierung oder gar Lächerlichmachung des Problems bietet aber nun mal keine Lösungsansätze. Und durch Ignorieren verschwindet ein Problem nicht. Nicht mal, wenn man ganz fest daran glaubt <img src='http://www.piratenweib.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Ergänzung 13.3.2010</strong></p>
<p>Die Deutsch-Expertin schreibt zum Frauentag einen Artikel über die <a href="http://www.neue-rechtschreibung.net/2010/03/08/zum-frauentag-die-unsichtbarkeit-von-frauen-in-der-sprache/" target="_blank">Unsichtbarkeit von Frauen in der Sprache</a>.</p>
<p>Beim Webservice der Stadt Wien finden wir eine sehr detaillierte Hilfestellung zur Verwendung von gerechter Sprache: <a href="http://www.wien.gv.at/ma57/sprache/" target="_blank">Eine Sprache für Frauen und Männer</a>. Unbedingt lesen!</p>
<div class="shr-publisher-1054"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='standard' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2Fwas-ist-das-generische-maskulinum' data-shr_title='Was+ist+das+generische+Maskulinum%3F'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>Hirnfick 2.0 » Tuxprojekt</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 06:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piratenweib</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gender & Feminismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Und dann schauen wir mal in die Suchfunktion des Piratenweibes Weblogs (was schon ärgerlich genug klingt) und finden erst mal mehrere Seiten “Piratin” und, au contraire, immerhin ein Ergebnis für “unpiratig”, und das hat es in sich, betont die Verfasserin doch dort, dass es wichtig sei, auf die “Außenwirkung” seiner Wortwahl zu achten, wenn ... <span style="color:#777"> . . . Weiterlesen: <a href="http://www.piratenweib.de/hirnfick-2-0-%c2%bb-tuxprojekt">Hirnfick 2.0 » Tuxprojekt</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton856" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2Fhirnfick-2-0-%25c2%25bb-tuxprojekt&amp;text=Hirnfick%202.0%20%C2%BB%20Tuxprojekt&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2Fhirnfick-2-0-%25c2%25bb-tuxprojekt" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.piratenweib.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><blockquote><p>Und dann schauen wir mal in die Suchfunktion des Piratenweibes Weblogs (was schon ärgerlich genug klingt) und finden erst mal mehrere Seiten “Piratin” und, au contraire, immerhin ein Ergebnis für “unpiratig”, und das hat es in sich, betont die Verfasserin doch dort, dass es wichtig sei, auf die “Außenwirkung” seiner Wortwahl zu achten, wenn man Pirat ist.</p></blockquote>
<p>via <a href="http://tuxproject.de/blog/?p=1693">Hirnfick 2.0 » Blogarchiv » Leser (innen und außen)</a></p>
<p>Tja, mein lieber Tuxi, ich bin aber kein Pirat! Ich bin Piratin. Für mich &#8211; und das ist ganz persönlich und keine Parteimeinung! &#8211; ist das Wort &#8220;Pirat&#8221; nicht geschlechtsneutral. Deshalb achte ich in der Tat auf meine Wortwahl &#8211; weil sonst leicht der Eindruck entstünde, die Piratenpartei wäre eine reine Männerpartei. Es kann natürlich sein, dass das von gewissen Herren durchaus so gewünscht ist. Aber das kann ich selbstredend nicht unterstützen &#8211; deshalb: ich mache keinen Hehl daraus, dass mein Geschlecht weiblich ist. Bei &#8220;tux&#8221; weiß man das ja nicht so genau &#8230;<br />
<span id="more-856"></span></p>
<blockquote><p>Ich möchte der Piratendame hier keine bösen Absichten unterstellen, ich nehme auch an, dass sie diesen Text nicht zur Kenntnis nehmen wird, aber es ist doch schon erstaunlich, mit welchem Selbstverständnis manche Menschen einerseits (zu Recht) gegen die Grundprinzipien der Piratenpartei verstoßende Äußerungen kritisieren und dann aber andererseits aktiv gegen die Ziele der Partei handeln. Warum sollte man auch die eigene Sonderstellung aufheben wollen?</p></blockquote>
<p>Aber sicher wird das Piratenweib (keine Dame!) diesen Text zur Kenntnis nehmen, ist sie doch durchaus in der Lage sich modernster Computertechnik zu bedienen &#8211; und wer mir ein Pingback schickt, sollte sich nicht in der Öffentlichkeit fragen, ob ich seine Sprachergüsse zur Kenntnis nehme. Ich wüsste auch nicht, an welcher Stelle ich gegen die Prinzipien der Partei verstoße?  Und eine Sonderstellung habe ich schon gleich gar nicht. Ebensowenig wie du, Tuxl.</p>
<blockquote><p>ber diese für Frauen leider keinesfalls ungewöhnliche Haltung ist nicht der Grund für diesen Beitrag; vielmehr kam ich ursprünglich auf <a class="external external_icon" href="../?p=830">diesem</a> Beitrag an, der das Vorhaben der CDU, die deutsche Sprache endlich im Grundgesetz zu verankern (was ich, anders als so manch andere Idee der CDU, <a title="Aus dem Archiv gekramt: Ist Deutsch “uncool”?" href="http://tuxproject.de/blog/?p=1477">ausdrücklich für gut befinde</a>), ordentlich durch den Kakao zieht und dabei leider auf dem Niveau “Microsoft heißt, haha, Kleinweich” bleibt.</p></blockquote>
<p>Zum Glück muss ich aber &#8211; dank Meinungsfreiheit (übrigens ein Piratengrundsatz) &#8211; nicht deiner Meinung sein. Ich lehne den Vorschlag der CDU ausdrücklich ab. Und zwar 1. weil in Deutschland logischerweise Deutsch die Landessprache ist und nicht Suaheli. Und weil 2. ich das voll bekloppt und reaktionär finde. Nein, wir müssen den Österreichern nicht alles nachmachen. Nicht die FPÖ, nicht den Haider und nicht den Sprachtick.</p>
<p>Die Frage ist ja auch philosophischer und historischer Natur: Was nämlich ist &#8220;die deutsche Sprache&#8221;? Auf welchem Stand wollen wir denn das festhalten? Am besten gehen wir zurück auf die Zeit vor Napoleon, wo der uns doch so fiese französische Worte wie Bluse und Portemonnaie dagelassen hat. Oder nein, wir müssten eigentlich noch weiter zurück, denn auch griechische und lateinische Worte haben unserer gute alte deutsche Sprache durchdrungen. Also, welche deutsche Sprache soll ins Grundgesetz? Althochdeutsch oder doch schon Mittelhochdeutsch?</p>
<p>Aber ich freue mich natürlich, dass du so viele Beiträge auf meinem Blog gelesen hast. Wie heißt es doch so schön? Kritik ist die höchste Form des Lobes.</p>
<blockquote><p>Ein einfaches Beispiel: Zwei Männer und eine Frau betreten eine Eisdiele. Handelt es sich nun um Eiskäufer, um Eiskäuferinnen oder um EiskäuferInnen? Gemäß der allgemeinen Verwendung wäre letzterer Fall zutreffend, es handelt sich also um eine Gruppe von Eiskäufern, in denen mindestens ein Mitglied männlichen Geschlechts ist. Die Endung “-innen” ist aber ein Indikator für die Pluralform, zwei Exemplare eines Eiskäufers sind und bleiben Eiskäufer ohne Suffix, es muss also mehr als nur einen weiblichen Eiskäufer in der Gruppe geben. Wäre also “EiskäuferIn” korrekt – zwei Eiskäufer und eine Eiskäuferin?</p></blockquote>
<p>Na, du hast es doch im ersten Satz schon geschrieben &#8230; mein Güte. Es heißt korrekt: Eine Frau und zwei Männer betreten eine Eisdiele. Ob die drei Leute ein Eis kaufen wollen, steht doch gar nicht in diesem Satz. Wie kommst du darauf, dass es sich um &#8220;Eiskäufer/innen&#8221; handelt? Liest du immer so oberflächlich? Sogar deine eigenen Texte? Traurig &#8230;. wie die deutsche Sprache immer verhunzt wird <img src='http://www.piratenweib.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="shr-publisher-856"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='standard' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2Fhirnfick-2-0-%25c2%25bb-tuxprojekt' data-shr_title='Hirnfick+2.0+%C2%BB+Tuxprojekt'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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		<title>99 Sängerinnen &#8230;</title>
		<link>http://www.piratenweib.de/99-sangerinnen</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 17:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Piratenweib</dc:creator>
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		<category><![CDATA[generisches Maskulinum]]></category>
		<category><![CDATA[Luise Pusch]]></category>
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		<description><![CDATA[... oder warum Sprache wichtig ist. Kleine Hommage an Luise F. Pusch Mitbegründerin der feministischen Linguistik. "Männer werden immer richtig eingeordnet, Frauen fast nie, denn in unserer Sprache gilt 99 Sängerinnen und 1 Sänger sind zusammen 1oo Sänger. Futsch sind die 99 Frauen, nicht mehr auffindbar, verschwunden in der Männerschublade. Die Metapher bewirkt, dass in unseren Köpfen ... <span style="color:#777"> . . . Weiterlesen: <a href="http://www.piratenweib.de/99-sangerinnen">99 Sängerinnen &#8230;</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="tweetbutton728" class="tw_button" style="float:right;margin-left:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2F99-sangerinnen&amp;text=99%20S%C3%A4ngerinnen%20%26%238230%3B&amp;related=&amp;lang=de&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2F99-sangerinnen" class="twitter-share-button"  style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.piratenweib.de/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>&#8230; oder warum Sprache wichtig ist.</p>
<p><strong>Kleine Hommage an Luise F. Pusch<br />
Mitbegründerin der feministischen Linguistik.</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Männer werden immer richtig eingeordnet, Frauen fast nie, denn in unserer Sprache gilt 99 Sängerinnen und 1 Sänger sind zusammen 1oo Sänger. Futsch sind die 99 Frauen, nicht mehr auffindbar, verschwunden in der Männerschublade. Die Metapher bewirkt, dass in unseren Köpfen nur Mannsbilder auftauchen, wenn von Arbeitern , Dichtern, Studenten, Rentnern oder Ärzten die Rede ist, auch wenn jene Rentner oder Ärzte überwiegend Ärztinnen oder Rentnerinnen sind&#8221; (Luise F. Pusch, Feministische Sprachwissenschaftlerin aus &#8220;Alle Menschen werden Schwestern&#8221;.)</p></blockquote>
<p>Hübsch formuliert auch hier: nach einem Referat von Luise Pusch:<br />
<a href="http://www.gbw-wien.at/article210.htm?art_id=210" target="_blank">Der Arzt ist schwanger. Ungleichheit in der Sprache.</a></p>
<p>Die taz berichtete vor einiger Zeit über Leben und Werk von Luise Pusch: <a href="http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/worte-sind-die-sache-selber/" target="_blank"><br />
Worte sind die Sache selber</a>.<br />
Aus diesem Artikel:</p>
<blockquote><p>PROF. DR. LUISE F. PUSCH, 65, hatte die Substantivierung von Verben im Englischen und Deutschen und das italienische Gerundiv erforscht, bevor sie anfing, Absurditäten und Wertungen der Bezeichnungen für Männer und Frauen systemlinguistisch nachzuweisen. <strong>Während ihre Aufsatz- Vortrags- und Glossensammlungen</strong> &#8220;Das Deutsch als Männersprache&#8221;, &#8220;Alle Menschen werden Schwestern&#8221; und &#8220;Die Frau ist nicht der Rede wert&#8221; bei Suhrkamp zu wissenschaftlichen Bestsellern wurden, <strong>wurde sie wegen ihrer Forderung nach einer &#8220;bequemen und gerechten Sprache&#8221; von der deutschen Uni-Linguistik geächtet</strong>. Als freie Autorin untersucht sie von ihrem Wohnort Hannover aus am virtuellen Institut für feministische Biografieforschung (www.fembio.org) weibliche Lebenswege: Zu den Früchten dieser Arbeit gehören die Porträt-Anthologien &#8220;Wahnsinns-Frauen&#8221; und &#8220;Berühmte Frauen&#8221; sowie der &#8220;Frauen-Kalender&#8221;. In Glossen beschreibt sie die Geschlechter-Paradoxien der Alltags- und Mediensprache &#8211; zuletzt &#8220;Die Eier des Staatsoberhaupts&#8221; (2008) und &#8220;Der Kaiser sagt Ja&#8221; (2009).</p></blockquote>
<p>Durch die Bücher von Luise Pusch und Senta Trömel-Plötz bin ich vor vielen Jahren auf die Ungleichheit in der Sprache gestoßen. Die Theorie der ungleichen sprachlichen Behandlung von Frauen und Männern ist ja inzwischen nahezu unbestritten. Jedoch haben sich noch nicht wirklich geschlechtergerechte Sprachänderungen durchgesetzt. Gegen das Binnen-I (Beispiel StudentIn) besteht teils extrem großer Widerstand, was bis zu Browser-Addons geht, die das Binnen-I automatisch aus Texten entfernen. Eine andere Variante, Frauen sichtbar zu machen, ist das Unterstrich-in, also z.B. Student_in, ich wiederum bevorzuge Student/in. Es ist richtig, dass manchmal der Lese- oder Redefluss bei Verwendung von geschlechtergerechter Sprache nicht ganz so leicht von den Lippen geht, aber das Ziel ist derart kleine Schwierigkeiten durchaus wert. Wie sagt Luise so schön im taz-Interview:</p>
<blockquote><p>Natürlich ist es ein Streit um Worte. Wir leben aber doch im Zeitalter der Information. Und Sprache ist das Mittel der Information. Wie wollen Sie denn zwischen Worten und Information unterscheiden? Die Worte sind die Sache selber. Gleiche Erwähnung ist genauso wichtig wie gleiche Bezahlung.</p></blockquote>
<p>Wir leben in der Informationsgesellschaft, Informationen aber werden durch Sprache vermittelt, ganz zu schweigen von den untergründigen Konnotationen, die ebenfalls durch sprachliche Kommunikation übermittelt werden.</p>
<p>Gerade unsere deutsche Sprache wird zwar oft als überarbeitungsbedürftig gesehen, und diese Änderungen werden dann sogar hoheitlich mit Gewalt durchgestetzt &#8211; siehe neue deutsche Rechtschreibung &#8211; aber eine sprachliche Sichtbarmachung von Frauen als politisch wichtiges Ziel festzuschreiben, das ist den Meinungsmachern noch nicht eingefallen. Dafür müssen wir noch ganz schön kämpfen &#8230;</p>
<p>Manche sagen: &#8220;ist doch egal, ob man Arzt oder Ärztin sagt&#8221;. Aber es ist eben nicht egal, nicht gleichgültig (die Wortbedeutung von egal). Wie bereits oben erwähnt: 100 Sänger können 99 Sängerinnen und ein Mann sein. Traurig, aber wahr.</p>
<p>Danke, Luise, dass du immer noch kein bisschen leiser geworden bist.</p>
<div class="shr-publisher-728"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><div class='shareaholic-like-buttonset' style='float:none;height:30px;'><a class='shareaholic-fblike' data-shr_layout='standard' data-shr_showfaces='false' data-shr_href='http%3A%2F%2Fwww.piratenweib.de%2F99-sangerinnen' data-shr_title='99+S%C3%A4ngerinnen+...+'></a></div><div style="clear: both; min-height: 1px; height: 3px; width: 100%;"></div><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
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