Frauen verwenden für Vergewaltigung keine euphemistischen Worte, denn es gibt keine. Und genau das ist der Grund, weshalb mich obiger Foreneintrag stutzig gemacht hat. Dem Rest des Textes braucht mensch keine Aufmerksamkeit zu schenken, denn er ist so wie 90% der Texte in diesen Hetz- und Hassforen sind. Aber dieses “Euphemismus”?
Wikipedia erklärt das Wort so:
Der Euphemismus bezeichnet Wörter oder Formulierungen, die einen Sachverhalt beschönigend, verhüllend oder verschleiernd darstellen. Euphemistische Begriffe können wegen ihres verharmlosenden Charakters auch einen sarkastischen Unterton haben.
Ich empfinde das Wort “Vergewaltigung” nicht als verhüllend, verschleiernd oder verharmlosend. Wie aber kommt der Schreiber (ich gehe einfach mal davon aus, dass es sich um ein männliches Wesen handelt) dazu, es euphemistisch zu nennen? Euphemismen im Zusammenhang mit Vergewaltigung habe ich bisher nur im Wort “Vergewohltätigung” gesehen – dies ist wohl kein Wort, welches zum aktiven Wortschatz von Frauen gehört. Anhören mussten es aber schon viele. Als Rechtfertigung für Übergriffe. Als Beschönigung von Verbrechen. Als Bestandteil von “Witzen”!
Dass es wohl Menschen gibt, die sich wünschen, es gäbe keine Vergewaltigung, weil sie selbst einem solchen Verbrechen zum Opfer wurden, verstehe ich.
Dass es wohl Menschen gibt, die sich wünschen, es gäbe den Straftatbestand Vergewaltigung nicht, weil sie ganz gern straffrei ihre Triebe ausleben würden, vermute ich.
Dass es aber Menschen gibt, die Opfer aller Geschlechter mit Füßen treten, indem sie behaupten, es gäbe die Tat der Vergewaltigung generell nicht, das kann ich nicht begreifen.
Ich wünsche dem Schreiber obiger Zeilen, dass er niemals Opfer einer Vergewaltigung wird.
Und: Dass er niemals Täter wird!
Update 01.08.2010:
Durch einen Kommentar hier wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die Diskussion in diesem Forum sogar in noch krasserer Form fortgeführt wurde. Falls also der obige Eintrag nur als “Trigger” gemacht wurde, so stiegen die Diskutanten jedenfalls umgehend darauf ein und zeigten, welch Geistes Kind sie sind. Ein paar Beispiele aus der weiteren Diskussion:
Zur Ehrenrettung einiger sei erwähnt, dass es auch Gegenstimmen gibt. Hier zwei davon:
Links zum Thema:
- Spiegel Thema 32/1981 Vergewaltigung – Mord an der Seele
- Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt Bonn
- Frauenberatung fetz
- bff: Frauen gegen Gewalt
- dadalus.org – Menschenrechte, Frauenrechte, Vergewaltigung
- dasbieber – RapePlay, ein Computerspiel
- no-racism.net – Vergewaltigung im Flüchtlingslager
- google docs – Thornhill/Palmer: Die Evolutionsbiologie der Vergewaltigung
- FrauenMediaTurm – Brownmiller: Gegen unseren Willen

















Wie kommt der Typ auf solch absurden Bockmist? Das ist ja nun wirklich abartig.
Mir fällt es zugegebenermaßen schwer, zu glauben, dass die oben zitierten Worte ernst gemeint sind. Nennt mich naiv oder Gutmensch oder sonstwas aber ich traue selbst dem dümmsten Frauenhasser soviel Verstand zu, dass er – zumindest insgeheim – weiß, was das für ein Bullshit ist. Sie provozieren mit dieser Aussage, das geben sie immerhin zu. Inwieweit das in ihren Spatzenhirnen wirklich eingepflanzt ist, kann und will ich nicht wissen. Außerdem glaube ich immer noch, dass es sich bei dem Schreiber obiger Zeilen um einen ProvoFake handelt. Viel bezeichnender finde ich die Reaktionen darauf, die ernsthaft auf diese Aussage einsteigen.
Wäre ich bösartig, würde ich fragen, warum? Dann wüßte er wenigstens, wovon er redet…
Aber ich frage nicht.
Ja, ich bin halt ein freundlicher Mensch. Er wüsste dann zwar, wovon er redet, aber dennoch … ein Mensch ist ein Mensch.
Gähn, Piratenweib, lohnt es sich wirklich solche Spinner zu zitieren?
Und dann daraus noch Stimmung gegen “Maskulinisten” daraus zu basteln? Geht´s noch billiger?
Übrigens gibt es auch die gegenteilige Meinung der extremen Feministinnen, die jede Penetration als Vergewaltigung ansehen.
Alles Spinner, deren Meinung vernachlässigenswert, weil schwachsinnig ist.
In der Tat, es lohnt sich. Es lohnt sich immer, auf Unsinn in der Welt hinzuweisen. Es lohnt sich immer, Schwachsinnige ans Tageslicht zu befördern und mit dem Finger auf sie zu zeigen.
Das Leugnen von Vergewaltigung ist nicht das gleiche wie die Ablehnung von Penetration. Viele Frauen, die nicht mal Feministinnen sein müssen, können mit der üblichen Rein-Raus-fertig-ist-der-kleine-Klaus Penetration überhaupt nichts anfangen. Und auch Männer brauchen das eigentlich nicht. Soviel nur zur “Penetration”. Wobei das Wort allein schon Unsinn ist, aber das ist ein anderes Thema.
Hier geht es aber um den Gedanken, bestehende Gesetze abschaffen zu wollen. Ein solches Verlangen zeigt den Wunsch nach Straflosigkeit eines Verbrechens. Das ist durchaus eine Erwähnung wert. Aber wie sagte schon Tucholsky:
“Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.”
Interessant aber, dass sogar du diese Menschen für Spinner mit schwachsinniger Meinung hältst.
So doof die Forderung nach einer Abschaffung des Straftatbestandes auch ist, so interpretierst Du da doch Sachen rein, die so einfach nicht stimmen. Es geht dem Autor, soweit ich gelesen habe, nicht um Straflosigkeit, sondern um eine Umwandlung des Tatbestandes Vergewaltigung in eine Kombination aus Nötigung und schwerer Körperverletzung (beides natürlich strafbar). Er spielt damit auf die von ihm empfundene Ungerechtigkeit an, dass jemand der jemanden anderen halb tot schlägt, wesentlich weniger hart bestraft wird als wenn jemand einen anderen vergewaltigt. Er sieht darin wohl eine geschlechtsspezifische Bevorzugung, weil Vergewaltigung ja ein Delikt ist, das hauptsächlich (aber nicht ausschließlich) an Frauen verübt wird. Ich teile seine Standpunkt nicht, sehe aber auch ein Ungleichgewicht, das ich aber eher dadurch beheben würde, dass ich die Strafen für schwere Körperverletzung anheben würde.
Die Empörung über den von Dir so genannten Versuch, bestehende Gesetze abzuschaffen, kann ich nicht verstehen. Das ist in einer Demokratie das normalste der Welt.
Was unbefriedigender Sex auch nur im Ansatz mit dem Thema zu tun haben soll, verstehe ich auch nicht. Versuchst Du einen wie auch immer losen Zusammenhang zwischen Männern, die beim Sex Deiner Meinung nach nicht lange genug durchhalten und einer Vergewaltigung zu ziehen?
Ich persönlich finde die Hoffnung, jemand der sich, wenn auch idiotisch, mit dem Thema beschäftigt, möge doch bitte selber vergewaltigt werden wesentlich abstossender als so gut wie alles was ich beim Lesen des betreffenden Forums gelesen habe.
Ich glaube, du solltest nochmal genauer lesen. Insbesondere die folgende Diskussion.
Mit dieser Äußerung wirst du aber bei den Maskulinisten nicht gerade auf Gegenliebe stoßen, ist doch für diese Herren (und Damen) das weibliche Geschlecht das eigentlich böse und begeht die Mehrzahl aller Gewalttaten – insesondere häusliche Gewalt und Vergewaltigung betreffend.
Ähm … bitte, was?
Wo habe ich etwas derartiges geschrieben? Bist du schon so verwirrt von diesem Thema, dass du nicht mehr weißt, was du im gelben Frauenhasserforum und was du hier gelesen hast?
Und übrigens habe ich an keiner Stelle geäußert, dass ich irgendjemandem eine Vergewaltigung an den Hals wünsche. Ich empfehle nochmalige Lektüre des Eingangsposts. Oder du solltest mehr darauf achten, auf wessen Kommentare du hier antwortest – es gibt hier eine Threadstruktur.
@Gissu
vergewaltigung ist aber nicht nur schwere nötigung und körperverletzung.
wenn du mit nem kieferbruch und zwei angebrochenen rippen im krankenhaus liegst, weil du von nem/ner unbekanntem mit nem baseballschläger zusammengeknüppelt wirst, wirst du wahrscheinlich ziemlch lang angst vor dunklen gassen und gefährlichen menschen haben. dennoch ist dies nicht mir einer vergewaltigung vergleichen können, denn:
-meistens kannte das opfer den vergewaltiger gut/hatte ein vertrauensverhältnis
-es waren meistens keine waffen im spiel.
eine vergewaltigung bedeutet nicht nur körperliche schäden sondern auch psychische. denn es wurde ein vertrauensverhältnis auf übelste weise missbraucht und zunichte gemacht, oftmals sind die täter freunde, das opfer wird sehr lange niemandem mehr vertrauen können. die sexualität der opfer erlischt oft ziemlich lange, da sie sehr viele flash-back-möglichkeiten bietet. vergewaltigte haben auch ein sehr hohes suizidrisiko, um einiges höher als bei den zusammengeschlagenen.
sollte es bei einer vergewaltigung zu einer anzeige kommen, muss das opfer das innerste eines menschen offenbaren: seine intimsphäre und sexualität. denn bei einem opfer von schwerer körperverletzung gibt es meistens zeugen und beweise, bei einer vergewaltigung in den wenigsten fällen.
ein vergewaltigungsopfer erlebt auch meistens eine stigmatisierung, mitleid, wie das opfer einer messerstecherei, kann es nicht erwarten. meistens wird dem opfer gar die schuld an der vergewaltigung gegeben und der täter wird für die harte strafe bemitleidet und das opfer “hat es doch eigentlich genossen”(o-ton eines anwalts).
eine vergewaltigung ist mehr als nur eine kombination aus nötigung und schwerer körperverletzung. es ist psychischer mord.
Bestehende Gesetze abschaffen zu wollen ist völlig legitim. Gerade die Feministinnen haben davon ausgiebig Gebrauch gemacht. Ich persönlich wäre gegen eine Änderung des Vergewaltigungsparagraphen, sehe aber keinerlei Sinn darin irgendwelche Rabauken als Maskulisten zu bezeichnen, nur weil sie in irgendeinem Forum das Maul aufreißen und sich für eine Gesetzesänderung aussprechen. Für mich liest sich das eher wie das hingerotzte Machwerk eines Betrunkenen.
Es gibt auch immer wieder Frauen die sich in Massenmörder und Menschenfresser verlieben, und heiraten sogar den Häftling, von dem sie vergewaltigt worden sind. Ziehst Du die jetzt auch als Kronzeugen für die Unterwürfigkeit von Frauen heran?
Du vergleichst Äpfel mit Birnen. So wird das nichts.
… uh-oh ich nenne es “backlash in full” … geht’s nur mir so, aber letztlich entdecke ich ungewollt mehr davon in männlichen us-blogs (die ich lieber nicht nennen möchte) … und es wird so bleiben oder mehr werden, traurige prognose.
ich frage mich nur “in was für einer gesellschaft will frau und mann denn leben” ? bin ich zu sehr optimistische idealistin oder idealistische optimistin, dass ich einfach da ziemlich stur i.S.v. beharrlich bleibe und u.a. sage sexuelle gewalt, ob in worten oder taten, geht garnicht.
und : es ist im interesse von allen menschen, sich darum aktiv soz. vor der eigenen haustür drum zu kümmern, wenn das passiert ?
unabhängig davon : mit sexistischen extremisten diskutiere/rede ich schon lange nicht mehr, egal welcher “couleur”
Stimmt, wenn man irgendwelche hergelaufenen Foren-Spinner mit Männerrechtlern vergleicht, ist das in der Tat ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.
Ach Bruno, du kapierst es einfach nicht, oder? Du kannst hier nur verlieren. Merkst du das nicht selbst?
Ich sprach von der “Maskulinistenszene” – nicht von Männerrechtlern.
Dieser kleine, aber feine Unterschied ist notwendig, um berechtigte Forderungen von “Foren-Spinnern” abgrenzen zu können. Ich finde es nämlich keineswegs positiv, dass diese “Foren-Spinner” der gesamten Männerbewegung mit all ihren guten Aspekten ständig schaden.
Die Männerbewegung hat mit Maskulisten wirklich wenig gemein. Daher ist die Bezeichnung Maskulisten zutreffend. So neu ist die Forderung ja nicht. Gegen den Tatbestand der Vergewaltigung in der Ehe wird schon lange gewettert, das Züchtigungsrecht gefordert und der Frau jedes Grundrecht verweigert. Und gerade dieses Forum hat dazu eine lange und unschöne Tradition.
in öffentlichen Foren gibt es immer Trolle, die gerne mit extremen Äusserungen Stimmung in die Bude bringen wollen.
Was, wenn diese Trolle gerade aus dem feministischen Lager kommen?
Im gelben Original dürfte das wohl eher nicht geschehen. Dort schreibt nur und bleibt stehen, wer schreiben darf. Eine Zeitlang wurde der Student stark zensiert, nachdem Christine sich bei den Piraten anbiederte und versuchte, dem Forum oder besser deren gesamter Homepage einen seriösen Anstrich zu geben. Das Argument kannst du also getrost vergessen und einfach die Realität anerkennen.
Interessant. Alle, die dort “ernsthaft” über die Abschaffung des Straftatbestandes der Vergewaltigung debattieren (und das sind einige), sollen feministische Trolle sein? Das werden die sicher gerne hören.
Ach, onyx, die haben doch alle mehrere Nicks und “diskutieren” dort mit ihrem zweiten, dritten und x-ten Ich.
Die sind einfach nur lachhaft. Ich freue mich immer, wenn ich dort etwas vollkommen Abstruses lese, weil sie sich damit ganz von selbst in rechte Licht setzen.
Die wirkliche Männerbewegung wird dadurch allerdings ernsthaft geschädigt. Es wird Zeit, dass diese Männer aufwachen und gegen die Maskulinisten angehen. Anfänge gibt es ja – siehe Gesterkamp.
Zuerst wollte ich ja nichts schreiben hier und unter “naja” ablegen, die streiten um den heissen Brei herum. Aber da hier auch die FAU beworben wird:
Man sollte sich mal überlegen, wann und mit welchem Ziel der Notzuchtsparagraph geschaffen wurde. Es ging ja nicht um die Frauen, sondern die patriarchaliche Gesellschaft sorgte damit, damit Frauen ihre Selbstbestimmmung in Sachen Sex entgültig verloren. Mit der Notzucht wurde sichergestellt, dass die Frauen den Männern keine Kuckuckskinder in das Nest legten. Es wurde den (Ehe-)Männern ein Werkzeug in die Hand gelegt wurde um “Hausfreunde” aus dem Wege zu räumen. Man muß wissen, dass es ja in dieser Zeit vielen verboten war, überhaupt zu heiraten. So ist, – wie auch heute noch -, ein Notzuchtsprozess, vor allem eins: die Täter zu vernichten, auch auf Kosten des Opfers, welches zumindest in früherer Zeit oft nicht einmal Opfer war. Frauen hatten ja keinerlei Rechte, wurden auch vor Gericht von ihrem Mann als gesetzlicher Vertreter vertreten, war bis in die 70iger des letzten Jahrhunderts so.
Meinst du mit “Notzucht” Vergewaltigung? Wenn da das Ziel sein soll, die Täter zu vernichten, wie du schreibst – haben unsere Gerichte aber ihr Ziel gründlich aus den Augen verloren. Klar hatten Frauen früher keine Rechte, darum waren sie ja bei einer Vergewaltigung mindestens genauso schuldig wie der Täter, wenn nicht gar schuldiger. Wurde doch zeitweise zwischen Vergewaltigung und einvernehmlichem Sex keinerlei Unterschied gemacht – zumindest nicht für die Frau. Sie wurde so oder so gesteinigt. In manchen Ländern ist das doch noch heute so.
Frau kann nur was verlieren, was sie je hatte.
Ich hege ganz großen Zweifel, dass zu Zeiten des “Notzuchtparagraphen” sexuelle Selbstbestimmung je gegeben war; heute ist sie auch nicht gegeben.
Männerorientierte Strukturen lassen immer noch fachlich inkompetente Gutachter in Vergewaltigungsprozessen zu, um Frauen eine Mitschuld oder gar eine Einwilligung zuzuweisen.