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Welthungerhilfe Blog » Blog Archiv » Gender-Müdigkeit: Warum wird nicht mehr getan für die Gleichstellung von Frauen und Männern?


Gender-Müdigkeit: Warum wird nicht mehr getan für die Gleichstellung von Frauen und Männern?

Liebe Leserinnen, liebe Leser, bei der Vierten Weltfrauenkonferenz in Peking im Jahr 1995 verpflichteten sich 189 Staaten dazu, die Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen der Gesellschaft (d.h. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft) zu fördern, die Rechte der Frauen zu schützen, die Armut von Frauen zu bekämpfen, Gewalt gegen Frauen als Menschenrechtsverletzung zu verfolgen und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gesundheitsversorgung und im Bildungssystem abzubauen.

via Welthungerhilfe Blog » Blog Archiv » Gender-Müdigkeit: Warum wird nicht mehr getan für die Gleichstellung von Frauen und Männern?.

Der Welthunger-Index 2009 ergab, dass dort wo mehr Chancengleichheit herrscht, weniger gehungert wird. Dort wo Mütter einen Schulabschluss erreichen, sinkt der Anteil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze um signifikante Anteile. Warum wird dann nicht mehr getan?

Und in den post-feministischen Ländern des Nordens, die vielfach die Ernährungssicherungspolitiken in den Ländern des Südens beeinflussen, scheint die Überwindung der Geschlechterungerechtigkeit kein vorrangiges Politikziel mehr zu sein. Ist also ‚Gender-Müdigkeit’ Hintergrund der geringen Umsetzungsfortschritte?

Ja, teilweise sicherlich. Die Bekämpfung von Hunger und Armut ist eben auch nicht einfach so mit Geld gemacht – hier laufen die Traditionen und überkommenen Rollenvorstellungen sowohl in den Entwicklungsländern als auch in den reichen Ländern (als Spender) entgegen. Traurig.

Und wie man in den Kommentaren sieht – kaum ist das Wort “Gender” irgendwo veröffentlicht, stürzen sich die Maskulisten wie die Geier herab …

6 comments to Welthungerhilfe Blog » Blog Archiv » Gender-Müdigkeit: Warum wird nicht mehr getan für die Gleichstellung von Frauen und Männern?

  • Isi

    Und wie man in den Kommentaren sieht – kaum ist das Wort “Gender” irgendwo veröffentlich, stürzen sich die Maskulisten wie die Geier herab …

    Aber nur im Internet. Zwischenzeitlich werden aber auch ein paar Piraten für die Frauenfeindlichkeit bei gewissen Piraten sensibilisiert, zBsp. durch Poseidon, denn die Befürchtung, dass die Piratenpartei durch solche Beschlüsse “in der Öffentlichkeit noch mehr als frauenfeindlich dargestellt würde” spielte bei vielen eine große Rolle bei der Ablehnung:

    Hallo Kyra,

    um auch außerhalb der Forenbegeisterung mal die Reaktion von ganz normalen Piraten kennen zu lernen, habe ich den Antrag auf unserem gestrigen Stammtisch zur Diskussion gestellt und wir haben das Thema auch sehr lebhaft, mehr als 30 min. diskutiert, aber Deine Hoffnung, dass es harmlos ist und einfach abgenickt wird, kann ich leider nicht bestätigen.

    http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?p=192628#p192628

    Allerdings schlußfolgert er dann nicht etwa, dass die anderen Piraten vielleicht Recht haben könnten, sie sind nur zu dumm, hartherzig und holzköpfig in ihrer berechtigten Vorsicht vor Frauenfeindlichkeit, denn man habe da noch “dicke Bretter zu bohren”, meint Poseidon, seines Zeichens Pirat:

    “Obwohl die meisten der anwesenden, männlichen Piraten selbst von Benachteiligungen in ihrer Schulezeit, oder bei Bewerbungen, berichtet haben, war keiner emotional bereit zu akzeptieren, dass es hier eine geschlechterspezifische Benachteiligung der Jungens gibt.”

    Man muß eine Benachteiligung als Mann auch nicht FÜHLEN, sondern argumentativ belegen und damit haben eben VIELE Menschen ein Problem, so ca. 98 % der Männer. Dass KEINER der Piraten an der Basis bei dieser Befragung bereit war, Poseidons Gefühlswelt politisch wichtig zu nehmen, erfreut mich sehr. Allerdings Poseidons Reaktion nicht. Seine Einschätzung:

    D.h. die fehlende Bereitschaft der Männer das Problem überhaupt an sich heranzulassen scheint eines der großes Hindernisse auf dem Weg zur Verbesserung der Situation der Jungens zu sein.

    Ist dem Mann noch zu helfen?

  • Schräntz

    “Und wie man in den Kommentaren sieht – kaum ist das Wort “Gender” irgendwo veröffentlicht, stürzen sich die Maskulisten wie die Geier herab …”

    Tja, warum ist das wohl so?

  • Diskuswerfer

    Ich habe die Piraten gewählt weil alle “etablierten” Parteien immer mehr Bürgerrechte und persönliche Freiheiten einschränken! Nicht nur im Internet.
    Das geschieht auch nicht nur in Deutschland sondern in vielen westlichen Staaten:
    - härteres Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten (siehe Freiheit statt Angst-Demo)
    - biometrischer Reisepass
    - Abschaffung der Demokratie durch den EU-Vertrag von Lissabon!
    - Ausrufung des nationalen Notstandes wegen “Grippe”
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/10/obama-erklart-notstand-wegen.html

    Das betrifft uns alle. Und wir benötigen dringend eine neue Partei, die hier Widerstand leistet! Ich würde mir wünschen, dass wenigstens die Piraten sich dieser Probleme annehmen! Ich sehe sonst keinen.
    Dazu ist es aber wichtig, dass sie ihren eigenen Weg geht und sich nicht von außen (Rechte, Linke, Feministen) beeinflussen lässt. Unabhängigkeit von diesen Strömungen nützt den Zielen der Piratenpartei am meisten.
    Im Piratenforum hatte jemand geschrieben:
    “Wir sind für die weiblichen Wähler nicht interessant. Wir brauchen mehr Frauenthemen.”
    Wofür? Nur um mehr Stimmen zu fangen? Um Klientel-Politik zu betreiben wie alle anderen?
    Ihr müsst eure Ziele besser kommunizieren. Dann erreicht ihr auch mehr Menschen. Euer Kernthema betrifft schließlich jeden, egal ob weiblich oder männlich!

    Bleibt eurer Linie treu.

  • Piratenweib

    Das betrifft uns alle. Und wir benötigen dringend eine neue Partei, die hier Widerstand leistet! Ich würde mir wünschen, dass wenigstens die Piraten sich dieser Probleme annehmen!

    Hey Diskuswerfer, machen wir doch!

    Dazu ist es aber wichtig, dass sie ihren eigenen Weg geht und sich nicht von außen (Rechte, Linke, Feministen) beeinflussen lässt. Unabhängigkeit von diesen Strömungen nützt den Zielen der Piratenpartei am meisten.

    Maskulisten und Pädophile hast du vergessen zu erwähnen. Zufall oder Absicht?
    Jedoch, vollkommen unabhängig ist niemand – jede/r hat eine eigene Meinung, die mehr oder weniger heftig vertreten wird (und werden darf).

    Im Piratenforum hatte jemand geschrieben:
    “Wir sind für die weiblichen Wähler nicht interessant. Wir brauchen mehr Frauenthemen.”
    Wofür? Nur um mehr Stimmen zu fangen? Um Klientel-Politik zu betreiben wie alle anderen?

    Warum? Dumme Frage! Weil Frauen die Hälfte der Bevölkerung sind. Weil wir ohne Frauen keine Chance haben, etwas zu ändern. Wie kann man da fragen? Aber ich glaube schon, dass wir für Wählerinnen interessant sind. Besonders wenn wir auch mal ein Kandidatinnen haben, die im Rampenlicht stehen, damit Wählerinnen sehen: Es gibt auch Piratinnen!

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