Hier eine kleine Selbstdarstellung von Peter Kruse:
Hier ist das Video über die “Erregungswellen”, bzw. darüber, wie man Menschen politisieren kann, um damit die Demokratie (mit heute üblichen Wahlbeteiligungen von im Schitt um die 50%) wieder zu einer echten Demokratie zu machen. Laut Kruse ist das eine der ganz großen Herausforderungen unserer Zeit: Die Menschen so aufzuregen, dass sie sich an demokratischen Wahlen beteiligen (wollen).
Herr Kruse ist ein sehr intelligenter Mann, der sich auch im Web 2.0 sehr gut auskennt. Er sieht nicht nur die Vorteile der Vernetzung, sondern auch die dadurch entstehenden Probleme. Vernetzung und Erregung funktionieren im Netz heute schon ganz gut, aber ohne Bewertung wird das System Web 2.0 kein intelligentes System. In exklusiven Teilnetzen können im Diskurs Werte geklärt werden, nicht aber im Gesamtnetz – dort finden sich nur triviale Bewertungen auf meist statistischer Grundlage (5er-Rangfolgen etc.). Teilnetze, sprich “exklusive Klübchen” bilden sich zur Zeit wieder. Dort finden sich Gleichgesinnte zusammen und können qualitative Inhalte und Bewertungen entwickeln. Das bedeutet jedoch Zugangsbeschränkungen für die “triviale Allgemeinheit”. Wie ist dieser Widerspruch zu lösen?
Nochmehr Input von Peter Kruse? Dann hier gucken:
Lernprozesse in komplexen Systemen
Veränderungsdynamik und Vernetzungsdichte
Wie werden Gruppen intelligent?
Bei Youtube finden sich noch mehr kleine Schmankerl von Peter Kruse. Wirklich empfehlenswert!











Ich bin auch begeistert.
Neben seiner pragmatisch orientierten Würdigung des 2.0 Geschehens freut mich, dass er z.B. mit nextexpertizer den leider zu jung verstorbenen G.A. Kelly (der mit seinem Verfahren zur schriftlichen Faktorenanalyse mir noch in Vorcomputerstatistikzeiten Zugang zu dem Verfahren schaffte) mit seinem Ansatz der veraussetzungsarmen (im Vergl. zur überwiegend verbreiteten Fragebogentechnik) Erhebung persönlicher Konstrukte hervorholt.