Wer Schweine mästet, macht sich um die Volkswirtschaft verdient.
Von Rürup nach Karlsruhe – Nachrichten DIE WELT – WELT ONLINE.
Wie der Verstand einem sagt (und weniger Verständige in Lehrbüchern, Parteiprogrammen und höchstrichterlichen Urteilen nachlesen können), ruht jedes Alterssicherungssystem auf zwei Säulen, auf der Beitragskraft der aktiven Generation und der Kopfzahl der nächsten, der Kinder und der Enkel also. Als Beitrag berücksichtigt und bei der Rentenauszahlung in Rechnung gestellt wird aber nur die eine der beiden Säulen, das Arbeitsverhältnis. Das hat die Arbeit zu einem guten, Geburt, Erziehung und Ausbildung eines Kindes zu einem schlechten Geschäft gemacht, dem schlechtesten, auf das man sich im deutschen Wirtschaftswunderland einlassen kann. Friedrich List, der große Ökonom, hat dazu einmal bündig festgestellt: Wer Schweine mästet, macht sich um die Volkswirtschaft verdient. Wer Kinder großzieht, nicht.
Und genauso ist es auch. Kinderhaben ist eines der größten Armutsrisiken in Deutschland. Kindergroßziehen ist nichts wert – es hat keinen geldlichen Gegenwert. Das ist eine gefährliche Sache.
Von der gewaltigen Summe, die ihre Kinder zum Unterhalt von Leuten leisten müssen, mit denen sie nichts verbindet als eine Versicherungsnummer, bekam Rosa Rees, die in Karlsruhe das erwähnte Trümmerfrauenurteil erstritten hat, nur ein paar Hunderter ab.
Wie kann es angehen, dass auf der einen Seite Politiker nach mehr Kinder schreien und das Aussterben der Deutschen befürchten, aber auf der anderen Seite die Leistung der Mütter und Väter, die fürs Kinderhaben auf den Lohnberuf verzichtet haben (oftmals nicht einmal freiwillig), damit bestraft, dass sie im Alter nur ein Almosen bekommen? Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit!
Ich habe ein Kind großgezogen. Dafür bekomme ich später mal (wenn ich überhaupt noch eine Rente bekommen sollte), etwa 25,- EUR Rente im Monat. Das ist ein Kind wert in Deutschland!









